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Die Streikbewegung im Öffentlichen Dienst erfordert eine neue politische Perspektive PDF-Flugblatt 
Frankreich: LCR-Kongress beschließt Gründung einer neuen Partei
Eine sozialistische Strategie gegen Militarismus und Krieg PDF-Flugblatt 
Marxismus, Geschichte und sozialistisches Bewusstsein von David North
Amerikas Krieg und Besatzung des Irak Eine Gesellschaft wird liquidiert
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WSWS : WSWS/DE : Aktuelle Analysen : Europa : Deutschland : Regierung
Der Aufsteiger
Ein Portrait Gerhard Schröders
8. Mai 1998
von Wolfgang Weber
»Wer die Macht hat, bestimmt die Musik, wer sie nicht
hat, hat's schwer.«
Lebensweisheit von Gerhard Schröder
Schröder heißt er. Aber wer ist dieser Mann, der
sich anschickt, Kanzler zu werden?
Aufgewachsen als Sohn einer Kriegerwitwe in einer Familie mit
fünf Kindern und in dörflicher Umgebung, hat er die
Ungleichheit in dieser Gesellschaft von Kindesbeinen an sehr scharf
erlebt und sehr bitter empfunden. Sein Vater, ein Kirmesarbeiter,
war kurz nach seiner Geburt gefallen, sein Stiefvater früh
an Tuberkulose erkrankt und gestorben. Armut, Grobheit und Rückständigkeit
des Dorflebens prägen seine Jugend, verleihen ihm die Fähigkeit,
vieles einzustecken und gleichzeitig nicht aufzustecken, sondern
stur die eigenen Ziele weiterzuverfolgen. Und sie lassen in ihm
den unbändigen und sturen Willen wachsen, um jeden Preis
diese Verhältnisse hinter sich zu lassen. Er erarbeitet sich
das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, was damals eine große
Seltenheit ist, auch während des Studiums muß er in
den Ferien jobben.
Zweifellos hat ihm also die soziale Ungleichheit schon früh
das Leitmotiv seines Lebens, seines beruflichen und politischen
Wegs geliefert. Aber dieses Leitmotiv bestand nicht darin, die
Ungleichheit durch eine Veränderung der Gesellschaft zu überwinden,
sondern persönlich auf der anderen Seite anzukommen, d.h.
in dieser Gesellschaft, so wie sie ist, aufzusteigen. Weitreichende
Visionen von einer neuen, besseren Gesellschaft und theoretische
Debatten darüber lagen ihm schon immer fern. »Habermas,
Marcuse, Marx ... das war mir alles zu theoretisch. Ich war nie
ein 68er«, so Schröder später über sich selbst.
Auch für das Studienfach Jura entscheidet er sich, weil das
»mehr Handwerk als Wissenschaft, mehr Praxis als Theorie«
ist.
Dennoch, der radikale Protest der Jugend in den 60er und 70er
Jahren hatte seinen Einfluß auch auf ihn gehabt. Zwar war
er bereits 1963 der SPD beigetreten, aber richtig politisch aktiv
wurde er erst zur Zeit der Studentenbewegung, als Willy Brandt
und seine Reformpolitik viele Arbeiter und Jugendliche beflügelte:
1969 wurde er Vorsitzender der Jusos, der SPD-Jugendorganisation
in Göttingen, später in Hannover.
Damals befehdeten sich bei den Jusos, die damals in Opposition
zur Regierungspolitik der SPD standen, drei Fraktionen: die sogenannten
»Reformsozialisten« um die heutigen SPD-Politiker
Rudolf Scharping, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Norbert Gansel, Ottmar
Schreiner, welche »durch parlamentarische Reformpolitik
der SPD die Gesellschaft demokratisieren« wollten; der von
der stalinistischen DKP beeinflußte »Stamokap-Flügel«,
der mit der SPD »die Staatsmacht erobern« und so »kapitalistische
Strukturen überwinden« wollte, und schließlich
die sogenannten »Anti-Revisionisten«, die sich von
der »Spontaneität« der »Kleinarbeit vor
Ort«, der Kommunalpolitik und Jugendarbeit eine »sozialistische
Entwicklung« versprachen. Schröder fühlte sich
den letzteren verbunden. Er zog es schon damals vor, wie er später
sagte, »Politik aus dem Bauch zu machen«.
Schröder bezeichnete sich in jenen Tagen als »Marxist«
und »Sozialist«, aber weder vertrat er noch kannte
er auch nur die wissenschaftlichen Ansichten und politischen Ziele
des Marxismus. Wie alle Jusos und kleinbürgerlichen Radikalen
in der Zeit der Studentenbewegung drückte er mit diesen Begriffen
nicht die Perspektive einer revolutionären, sozialistischen
Umwälzung der Gesellschaft durch die Arbeiterklasse, sondern
lediglich den diffusen Wunsch nach einer Verbesserung der bestehenden
Verhältnissen aus. Beruflich vertrat er - seit 1976 Partner
in der Rechtsanwaltskanzlei eines Parteifreundes und ehemaligen
Berufsoffiziers - auch DKP-Mitglieder in Prozessen gegen Berufsverbote.
Atomkraftgegner wie Jo Leinen verteidigte er gegen Anklagen wegen
Landfriedensbruch und andere staatliche Schikane. Als frischgebackener
Bundestagsabgeordneter wandte er sich 1981 gegen Mietpreiserhöhungen
und setzte sich, von der SPD in die Jugend-Enquêtekommission
berufen, dafür ein, daß die Vertreter der Regierung
und des Staates »Verständnis für Punks«
und ihre Aktionen zeigen.
Es besteht also kein Anlaß, daran zu zweifeln, daß
zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn als Rechtsanwalt und seiner
politischen Laufbahn in der SPD den jungen Schröder Ziele
bewegt haben, wie er sie später einmal beschrieben hat: jemand
heraushauen wollen, der vom Staat oder der Gesellschaft ungerecht
behandelt wird, für die sozial Schwachen eintreten. Wie ist
es dann zu erklären, daß er kaum zwei Jahrzehnte später
als Ministerpräsident Bürgerkriegseinsätze gegen
Jugendliche in Hannover mit den Worten anordnet: »Wer hierherkommt,
um Chaos zu veranstalten, muß sich nicht wundern, wenn er
das Fell versohlt kriegt?« Daß er Sparprogramme auf
dem Rücken der sozial Schwachen, der Jugendlichen, Arbeitslosen,
Behinderten und Blinden durch den Landtag peitscht? Daß
unter seiner Regierung das Deportieren von Flüchtlingen,
das polizeiliche Abhören und Schikanieren von »Verfassungsfeinden«,
d.h. von allen tatsächlichen und vermeintlichen politischen
Gegnern gigantische Ausmaße annimmt?
Alle auch noch so bescheidenen sozialreformerischen und demokratischen
Ziele sind ihm im Verlaufe dieser 20 Jahre offensichtlich abhanden
gekommen. Dies ist nicht einfach aus seiner Person heraus, sondern
nur als Bestandteil der Verwandlung der gesamten SPD zu verstehen.
An dieser Verwandlung zu einer Partei des Abbaus aller Reformen
hatte Gerhard Schröder freilich einen entscheidenden Anteil.
Das fing bereits mit seiner Arbeit als Juso-Vorsitzender an.
Er übernahm dieses Amt 1978, als die Studentenbewegung abgeflaut
und die rebellische Jugend bereits weitgehend durch den Ausbau
von Schulen, Universitäten, Krankenhäusern und anderen
staatlichen Einrichtungen sozial integriert und durch Berufsverbote,
Anti-Terror-Gesetze und ähnliche Maßnahmen politisch
eingeschüchtert war. Sein Vorgänger Uwe-Benneter vom
»Stamokap-Flügel« war vom SPD-Parteivorstand
wegen »Sympathie mit Kommunisten« abgesetzt und aus
der Partei ausgeschlossen worden. Er war offen für eine Zusammenarbeit
mit der DKP eingetreten. Schröder schloß anschließend
ein Bündnis mit den »Stamokaps«, um sich zum
Vorsitzenden wählen zu lassen. Kaum war dies geschehen, erteilte
er jeglicher Zusammenarbeit mit der DKP eine scharfe Absage und
versprach der Schmidt-Regierung die »kritische Unterstützung«
der Jusos.
Das internationale Russell-Tribunal, das die Menschenrechtsverletzungen
in der Bundesrepublik im Zusammenhang mit der Staatsaufrüstung
und der Verfolgung der RAF-Terroristen untersuchte, nannte er
»wichtig und richtig«. Die Jusos könnten aber
solch »ein propagandistisches Scherbengericht über
eine SPD-geführte Bundesregierung nicht unterstützen«.
Um bei den Kernkraftgegnern Einfluß zu gewinnen, tritt er
als Juso-Vorsitzender bei Demonstrationen im Bonner Hofgarten
auf, sichert aber gleichzeitig Schmidt auf dem SPD-Parteitag in
Hamburg die Mehrheit und erklärt dann den Jusos, die Parteitagsbeschlüsse
der SPD seien auch für sie bindend: »Ohne Schmidt können
wir die Bundestagswahlen 1980 nicht gewinnen.«
Schmidt gewinnt - gegen den CDU/CSU-Kandidaten Franz Josef
Strauß - und mit ihm Gerhard Schröder, der die nächste
Stufe seiner Karriereleiter erklimmt und zum ersten Mal in den
Bundestag einzieht. Wie er selbst berichtet, nahm er dorthin zwei
Prinzipien mit: Niemals gegen die Fraktion stimmen - niemals den
SPD-Kanzler zu einer Rücktrittsdrohung veranlassen. Obwohl
immer noch im Ruf, ein Linker zu sein, unterstützt der neue
Bundestagsabgeordnete Panzerlieferungen an Saudi-Arabien mit dem
Argument: »Sonst liefern die USA und üben im Nahen
Osten ihren Einfluß aus, und die sind viel gefährlicher
als deutsche Waffen.« Auch in der Frage der atomaren Nachrüstung
der NATO teilt er die anti-amerikanischen Vorbehalte der »Friedensbewegung«
und verspricht öffentlich, im Bundestag gegen jeden Einzelposten
im Haushaltsentwurf zu stimmen, der mit der Nachrüstung zusammenhängt.
Ob er da schon wußte, daß es Abstimmungen zu Einzelposten
überhaupt nicht gibt? Auf jeden Fall stimmt Schröder
am Ende der Debatte für den gesamten Etat. Seine Standardrechtfertigung
lautet wie immer: »Hier geht es um Mehrheiten, nicht um
Rechthaberei!«
Aus den selben, auf den unmittelbaren politischen Erfolg ausgerichteten
Erwägungen heraus sucht Schröder nach dem Ende der SPD/FDP-Koalition
in Bonn 1983 ein neues Sprungbrett für seinen Aufstieg nach
ganz oben - und die Annäherung an die Wählerschichten
der Grünen. Das Scheitern der Schmidt-Regierung analysiert
er in der Zeit folgendermaßen: »Anti-Terror-Gesetze,
Berufsverbote, Übergriffe von Polizei und Justiz, Schmähungen
von Demonstranten ... erscheinen zu Recht als nicht vereinbar
mit Brandts Programmansatz. Die SPD ist um ihre Identität
als moralisch integrer Verein gebracht worden. ... Der Glaube,
daß wirtschaftliches Wachstum mit Fortschritt gleichzusetzen
sei ... ist [bei den aufgeklärten Zwischenschichten] zerbrochen.
... Zukünftige Politik für die Arbeitnehmer ist eine
Politik, die die grünen und alternativen Ziele weitgehend
aufnimmt.«
Mit diesem Konzept läßt er sich zum Parteivorsitzenden
von Hannover, eines der größten Bezirke, wählen
und dann als Spitzenkandidat für die niedersächsischen
Landtagswahlen von 1984 ins Gespräch bringen: »Ich
werde mich auf keinen Fall nicht bewerben.« Durch ein taktisches
Bündnis mit einflußreichen rechten Landespolitikern,
denen er die Parteiführung überläßt, kann
er sich durchsetzen.
Der Einzug in die Staatskanzlei durch eine rot-grüne Koalition
gelingt ihm aber erst im zweiten Anlauf, 1990. Doch kaum im Amt,
hat sich die politische Lage in Deutschland grundlegend verändert:
Mit dem Zusammenbruch der DDR ist die Nachkriegszeit beendet,
nach innen wie nach außen. In der Weltpolitik will die deutsche
Bourgeoisie ihren Rivalen, vor allem den USA wieder selbstbewußter,
wirtschaftlich und militärisch stärker entgegentreten.
Für eine Politik der sozialen Reformen und Kompromisse, die
sie zur Stabilisierung ihrer Herrschaft nach 1945 verfolgte, sieht
sie daher keine Grundlage mehr. Sie fordert die vollständige
Unterordnung der SPD und der Gewerkschaften unter ihre globalen
und europäischen Strategien. Und Schröder beweist seine
Anpassungsfähigkeit, ist entschlossen, sich den Konzernen
und Banken in dieser Frage als der eifrigste und erfolgreichste
Diener zu beweisen. Demonstrativ tritt er als der Mann
des Kapitals auf, als Organisator eines »deutschen Auto-Gipfels«,
auf dem Wiener Opernball, im Aufsichtsrat von VW, der Norddeutschen
Landesbank und der Deutschen Messe AG.
Bei VW gehört er zu den Initiatoren der 4-Tage-Woche und
einer entsprechenden Lohnsenkung. Daimler-Benz verschafft er eine
Teststecke für Autotests im Papenburger Moor. Die grünen
Koalitionspartner in der Regierung helfen ihm dabei, den Protest
von Umweltschützern zu unterdrücken. Der Meyer-Werft
in Papenburg läßt er gegen den Protest aller Ökologen
die Ems für den Bau eines Luxusschiffes ausbaggern und dem
norwegischen Energiekonzern Statoil legt er eine Pipeline durch
das Wattenmeer.
In der Ausländer- und Flüchtlingspolitik setzt er
auf staatlichen Rassismus. Polizei- und Justizübergriffe,
zehn Jahre zuvor von ihm noch kritisiert, unter seiner Regierung
gehören sie zur Tagesordnung.
Die immer desolatere Kassenlage der eigenen Landesregierung,
die von den Investitionen, Steuern und sonstigen Zahlungen transnationaler
Konzerne wie VW, Daimler-Benz, Continental abhängt, treibt
ihn zusätzlich an, früher und energischer als Parteivorstand
und Bundestagsfraktion in Bonn die Verwandlung der SPD zur Partei
der Wirtschaft und des starken Staats voranzutreiben. Seine Wahl
zum Kanzlerkandidaten nach jahrelangen parteiinternen Auseinandersetzungen
ist das Ergebnis davon, daß inzwischen nicht nur er, nicht
nur ein Flügel der Partei, sondern die gesamte SPD diese
Mauserung vollzogen haben. Und die Tatsache, daß diese Wahl
mittels der Medien, d.h. unter der direkten Einflußnahme
der Bourgeoisie entschieden wurde, beweist nur, daß diese
Wandlung erfolgreich zum Abschluß gekommen ist.
Auch Schröders persönliche Beziehungen werfen ein
Licht auf den Politiker: sie hängen eng mit den verschiedenen
Etappen seines Aufstiegs zusammen. Mit seiner Jugendliebe aus
dem Nachbardorf blieb er nur bis zum Einstieg in Politik und Beruf
verbunden. Die Lehrerin Anne Taschenmacher vom stalinistisch beeinflußten
Juso-Studentenverband SHB begleitete ihn in seiner Zeit als »linker
Juso-Führer«. Die Verbindung mit der Polizistengattin
Hiltrud Hampel in den 80er Jahren entsprang seiner Suche nach
neuen Wählerschichten und Konzepten für den Aufstieg
in Niedersachsen. Hiltrud nützte ihm mit ihrer Sorge um die
Kinder von Tschernobyl, um das Ozonloch, um das Wattenmeer und
verfolgte Fledermäuse und Pelztiere ganz beträchtlich,
beim Stimmenfang und beim Sprung in die Medienwelt - bis sie in
den 90er Jahren dem neuen Zeitgeist und Schröders Linie,
der bedingungslosen Anbetung der Marktwirtschaft, allzusehr in
die Quere kam. Was könnte diese neue Orientierung besser
verkörpern als die - vierte - Ehe mit einer Focus-Reporterin,
mit Doris Köpf?
Überblickt man Gerhard Schröders Werdegang als Ganzes,
so kommt man nicht umhin, festzustellen, daß der nächste
Bundeskanzler aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mann sein wird,
dessen politische Ansichten und Perspektiven sich in einem Betätigungsfeld
von nur 300 km, zwischen Lemgo, Göttingen, Hannover und -
für ganz kurze Zeit - Bonn herausgebildet haben. Wie Kohl
spricht er keine einzige Fremdsprache, andere Länder hat
er nur im Laufe von Politiker- und Wirtschaftsreisen gesehen.
In erstaunlich vielen Details deckt sich dieser Lebenslauf
mit der Biographie von Bill Clinton - die Kindheit als Halbwaise,
der Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen »durch
eigene harte Arbeit«, Proteste gegen die Regierung in der
Studentenzeit, schließlich die Karriere eines hemmungslosen
Opportunisten in der Provinz, der sich beim Big Business für
das höchste nationale Regierungsamt durch seine grenzenlose
Willfährigkeit qualifiziert.
So wie Clinton von den amerikanischen, so wurde Schröder
von den deutschen herrschenden Kreisen und ihren Medien ausgewählt.
Das, was die Bourgeoisie heute braucht, sind Aufsteigertypen,
die alles zu tun bereit sind, nur um nicht wieder nach unten zu
fallen; Draufgängertypen, die »ohne lange zu fackeln«
zupacken und den Staat gegen jede oppositionelle Regung in der
Arbeiterklasse und Jugend einsetzen; engstirnige Politiker aus
dem Kleinbürgertum, die nicht imstande sind, zwei Schritte
voraus zu denken und die Folgen ihrer eigenen Handlungen objektiv
abzuschätzen. Wenn Schröder voraussehen könnte,
welche Folgen seine »Standortpolitik«, der Wettlauf
im Lohn- und Sozialabbau für die gesamte Gesellschaft haben,
würde er vielleicht selbst zurückschrecken. So aber,
in seinem unbekümmerten Egoismus, in seiner stolzen Kurzsichtigkeit
kennt er keine Skrupel - und das macht ihn gerade wertvoll für
die Bourgeoisie.
Gleichzeitig zeigt aber auch die Tatsache, daß sie ihn
ausersehen haben, Kohl abzulösen, auch die ungeheure
Krise, den beispiellosen Niedergang der bürgerlichen Politik.
Produktion, Handel, Finanzen, Kommunikation, Wissenschaft und
Technik, alles wird in revolutionären Schritten und globalen
Dimensionen entwickelt. Doch für die höchsten Spitzen
in Staat und Gesellschaft werden die beschränktesten Provinzler
und Opportunisten geholt - wahrlich kein Zeugnis großartiger
Perspektiven oder auch nur tragfähiger Konzepte der herrschenden
Klasse für die Zukunft.
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