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Joschka Fischer verteidigt Degussa gegen Holocaust-Opfer

Zwei Zuschriften an das wsws

2. September 1999

Zu dem Artikel "Joschka Fischer verteidigt Degussa gegen Holocaust-Opfer" haben uns zwei Leserbriefe erreicht, die wir hier dokumentieren:

***

Es ist unerträglich, wenn der deutsche Außenminister J. Fischer nicht für die Nazi-Opfer eintritt, sondern die Kollaborateure in der Wirtschaft unterstützt. Das Gericht in New Jersey hat hoffentlich ein anderes Verständnis von Gerechtigkeit.

Für einen gerechten Ausgleich!!

J.T.

***

Auch ich habe diese Monitor-Sendung gesehen. Doch, allen Ernstes: Wen überrascht eigentlich wirklich die Korrumpiertheit deutscher Politiker aller Couleur? Schon in den 60er Jahren hieß es fortlaufend, dass das Vertrauen der Bürger in die Politiker fortwährend schrumpfe. Schon damals stellte sich jedoch die Frage: Was soll von Null eigentlich noch abgezogen werden?!

Woher diese Kaste verkappter Alkoholabhängiger ständig neuen Mut nimmt, sich selbst so überaus wichtig zu nehmen und dabei - vielleicht tatsächlich einmal vorhanden gewesene - Ideale schlichtweg über Bord kippt, wäre einer psychologischen Untersuchung wert.

Hier zur Ehrenrettung Joschka Fischers: Er ist auch nur einer von vielen. Behandeln wir ihn also nicht anders als Franz-Josef Strauß, Filbinger, Kiesinger oder Blanck. Oder hält er es lieber mit Adenauer, den sein "Geschwätz von gestern" am Tag danach auch nicht mehr kümmerte?

Vielleicht ist persönliche Karriere auch viel wichtiger als Menschlichkeit.

Das hat er immerhin auch schon im Kosovo-Krieg bewiesen.

H. O.

Siehe auch:
Joschka Fischer verteidigt Degussa gegen Holocaust-Opfer
(30. August 1999)

 

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