|
Ein Appell an unsere Leser
Unterstützt die WSWS!
Heute neu !
Aktuelle
Analysen
Kunst
& Kultur
Wissenschaft
& Technik
Soziales
Arbeitskämpfe
Geschichte
Philosophie
Korrespondenz
Polemik
Monatsarchiv
Über
das WSWS
Über
das IKVI
Erklärungen der Redaktion
Flugblätter
Arbeiterpresse
Verlag
ANDERE
SPRACHEN
Englisch
Französisch
Italienisch
Spanisch
Portugiesisch
Russisch
Polnisch
Tschechisch Serbo-Kroatisch
Türkisch
Indonesisch
Singhalesisch
Tamilisch
HIGHLIGHTS
Die Streikbewegung im Öffentlichen Dienst erfordert eine neue politische Perspektive PDF-Flugblatt 
Frankreich: LCR-Kongress beschließt Gründung einer neuen Partei
Eine sozialistische Strategie gegen Militarismus und Krieg PDF-Flugblatt 
Marxismus, Geschichte und sozialistisches Bewusstsein von David North
Amerikas Krieg und Besatzung des Irak Eine Gesellschaft wird liquidiert
Neue Ausgabe
der gleichheit März/April 2008
|
|
WSWS : WSWS/DE : Aktuelle Analysen : International : Weltweite Antikriegsdemonstrationen
Druckversion | Link per email versenden | Email an die Redaktion
Massendemonstrationen eröffnen weltweite Antikriegsbewegung
Von Chris Marsden
18. Februar 2003
aus dem Englischen (17. Februar 2003)
Die Ereignisse des letzten Wochenendes stellen die größte politische Protestaktion und erste wahrhaft globale Antikriegsdemonstration dar. Über zehn Millionen Menschen marschierten und demonstrierten in über sechzig Ländern und 300 Städten, wobei auf jedem einzelnen Kontinent Kundgebungen stattfanden - sogar auf der Antarktis, wo Wissenschaftler und ihre Angehörigen sich auf der amerikanischen Forschungsstation McMurdo versammelten. Es war eine internationale Bewegung gegen die Kriegspläne der Bush-Regierung, die in der Geschichte ohne Beispiel ist.
Die große Einmütigkeit, mit der weltweit die Massen auf die Straßen strömten, widerspiegelt die wachsende Erkenntnis, dass hier ein imperialistischer Militarismus wiederauflebt, der die ganze Menschheit mit einer Katastrophe bedroht. Es zeigt sich, dass breite Schichten der Arbeiterklasse und der Jugend wieder zu politischem Bewusstsein kommen.
Eine Demonstration von 150.000 Menschen im Zentrum von Melbourne, Australien, eröffnete an diesem Wochenende den Reigen der Proteste.
In den Vereinigten Staaten selbst fanden Kundgebungen in 225 Städten statt - ein starker Ausdruck der Opposition gegen die Bush-Regierung, der von den amerikanischen Medien durchweg ignoriert wurde. Die größte Demonstration fand in New York City statt, wo sich 300-400.000 Menschen versammelten. An der Westküste gingen weitere 200.000 auf die Straße, über 100.000 in San Francisco und 50.000 in Los Angeles.

Bezeichnenderweise fanden die größten Kundgebungen in jenen europäischen Staaten statt, deren Regierungen sich in Missachtung des Volkswillens hinter die Kriegsvorbereitungen Washingtons gestellt hatten. Dort richtete sich der Zorn der Demonstrierenden direkt gegen die undemokratischen Aktionen ihrer jeweiligen Regierungen.
- In Italien marschierten drei Millionen Menschen durch Rom und demonstrierten gegen die rechte Regierung des Medienmagnaten Silvio Berlusconi.
- In Spanien gingen drei bis vier Millionen in Barcelona, Madrid, Valencia, Sevilla und über fünfzig weiteren Städten und Orten auf die Straße.
- Vielleicht am peinlichsten für die Bush-Administration war das massive Auftreten der Opposition gegen ihren Hauptverbündeten, Tony Blair in Großbritannien, mit zwei Millionen Demonstranten in London. Sie kam auch zum Ausdruck, als Hunderttausende vor den Toren der Frühlingskonferenz der Labour Party in Glasgow demonstrierten, wo Blair eben seine Ansprache beendete.
In all diesen Kundgebungen paarte sich Opposition gegen Krieg mit einem tieferen Protest gegen rechte, wirtschaftsfreundliche Regierungspolitik und Angriffe auf die Lebensbedingungen im Inland.
In ganz Lateinamerika kam es zu Versammlungen gegen die Kriegsvorbereitungen. In Argentinien versammelten sich 8.000 in Buenos Aires. In Brasilien demonstrierten 1.500 über die Copacabana in Rio de Janeiro, und weitere 3.000 marschierten in Sao Paolo. Fast tausend demonstrierten in Puerto Rico, und auch in Guatemala, Chile und Mexiko fanden Kundgebungen statt.
Australien, dessen rechte Howard-Regierung ein weiterer wichtiger Verbündeter Washingtons ist, erlebte die größte Demonstration seiner Geschichte: In Sydney kam das ganze öffentliche Leben zum Erliegen, als über eine Viertelmillion Menschen sich im Hyde-Park der Stadt versammelten und von dort aus in die zentralen Geschäftsviertel marschierten. Mehr als 100.000 kamen in Brisbane und Adelaide zusammen. Kleinere Demonstrationen von Zehntausenden fanden in Perth, Canberra, Newcastle und Hobart statt.
In Neuseeland marschierten 22.000 Menschen durch Auckland und Wellington.
Auch in Asien kam es zu zahlreichen Kundgebungen.
- In Indien fanden Demonstrationen in New Delhi, Srinagar (Kaschmir), Madras (Tamil Nadu) und Bangalore (Karnataka) statt.
- In Bangladesh gingen etwa 2.000 auf die Straße.
- In Pakistan kam es in Karachi, Islamabad, Lahore, Multan, Khanewal, Rawalpindi, Peshawar, Hyderabad und Khairpur zu Demonstrationen.
- In Sri Lanka fand ein Protest von 250 Menschen vor der US-Botschaft statt.
- In Seoul, der Hauptstadt von Südkorea, versammelten sich Hunderte von Demonstrierenden. In Thailand demonstrierten 2.000 vor den Botschaften der USA und Großbritanniens, und in Malaysia missachteten mehrere hundert Menschen ein Polizeiverbot, um vor der US-Botschaft von Kuala Lumpur zu demonstrieren.
- In Hong Kong fand eine Kundgebung von tausend Menschen statt.
Im Nahen Osten marschierten in Israel 3.000 Juden und Araber gemeinsam durch Tel Aviv. Mindestens eine Million Menschen demonstrierten in Bagdad, der Hauptstadt des Irak, und über 200.000 in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Auch die Golfstaaten wurden Zeuge einer Reihe von Protesten.
Auf dem afrikanischen Kontinent wurden Versammlungen in Südafrika (Johannesburg, Kapstadt, Durban), Sambia, Simbabwe, Kenia, Ruanda, Marokko und anderen Ländern abgehalten.
Reporterteams der World Socialist Web Site und Mitglieder des Internationalen Komitees der Vierten Internationale intervenierten in vielen Demonstrationen, wie aus den unten stehenden Berichten zu ersehen. Sie verteilten die Erklärung der WSWS -Redaktion, "Vor welchen Aufgaben steht die Bewegung gegen den Krieg?", die für eine unabhängige internationale Bewegung der Arbeiterklasse gegen Krieg auf der Grundlage eines sozialistischen Programms eintritt.
Weitere Berichte aus zahlreichen Städten, in denen Demonstrationen stattfanden, befinden sich im englisch-sprachigen Teil der World Socialist Web Site unter http://www.wsws.org.
Seitenanfang
Bitte senden Sie Ihren Kommentar an: wsws@gleichheit.de!.
Copyright
1998 - 2008
World Socialist Web Site
Alle Rechte vorbehalten! |