World Socialist Web Site


Mailinglist
Email-Adresse eintragen, um über Neuerscheinungen
im WSWS informiert
zu werden


Eintragen
Entfernen
Suche im WSWS



Ein Appell
an unsere Leser

Unterstützt die WSWS!

Heute neu !
Aktuelle Analysen
Kunst & Kultur
Wissenschaft
& Technik

Soziales
Arbeitskämpfe
Geschichte
Philosophie
Korrespondenz
Polemik
Monatsarchiv
Über das WSWS
Über das IKVI

Erklärungen
der Redaktion

Flugblätter

Arbeiterpresse
Verlag

ANDERE
SPRACHEN
Englisch

Französisch
Italienisch
Spanisch
Portugiesisch
Russisch
Polnisch
Tschechisch
Serbo-Kroatisch
Türkisch
Indonesisch
Singhalesisch
Tamilisch

HIGHLIGHTS

Die Diktatur der Banken
Bundesregierung verabschiedet 500-Milliarden-Paket
im Eilverfahren

Nein zu Obama und McCain! Unterstützt die sozialistische Alternative 2008! Baut die Socialist Equality Party auf!

Die Wall Street-Krise
und der Niedergang des amerikanischen Kapitalismus

1968 - Generalstreik und Studentenrevolte in Frankreich

Marxismus, Geschichte und sozialistisches Bewusstsein
von David North

Neue Ausgabe
der gleichheit

  WSWS : WSWS/DE : Archiv neue Arbeiterpresse

zurück zum Inhalt dieser Ausgabe

PSG-Stand am 1. Mai umlagert

Große Aufmerksamkeit erregte bei der 1. Mai-Kundgebung in Berlin der Stand der Partei für Soziale Gleichheit. Er hob sich nicht nur wohltuend von den betont unpolitischen Ständen und Imbißbuden der Gewerkschaften, Jusos und SPD-Verbänden ab, sondern auch von denen der zahlreichen kleinbürgerlich radikalen Gruppen in Berlin, denen man schon rein äußerlich ihren Pessimismus in die Entwicklung der Arbeiterklasse und ihre Anpassung an die Gewerkschaftsbürokratie ansah.

Während einige DGB-Funktionäre nach dem Lesen des Plakats der PSG hastig weitergingen und sich lieber nicht auf Diskussionen einließen, blieben viele Arbeiter gerade deshalb stehen, weil das Plakat und das Flugblatt, das Mitglieder und Unterstützer der PSG verteilten, nicht nur die Regierung und alle Bonner Parteien, sondern auch die Gewerkschaftsbürokratie anklagte: "Die Gewerkschaften sind Teil der Bereicherungsorgie. Ihre Führer sitzen in den Entscheidungsgremien von Politik und Wirtschaft. Auch sie fordern Lohnsenkung durch Flexibilisierung und Arbeitszeitkonten. In den Betrieben organisieren sie die Gruppenarbeit und Jagd auf Kranke."

Dies konnten viele aus ihren eigenen Erfahrungen bestätigen. "Endlich ein politischer Stand", äußerte ein Arbeiter erfreut zu einem PSG-Mitglied. "Ich habe die Gewerkschaftsstände abgeklappert, aber sie verkaufen nur Bier und Würstchen. Sie haben offenbar nichts zu sagen, weil sie selbst den Sozialabbau mitmachen."

Zahlreiche Besucher des Stands fragten nach, welche Position die PSG zu einzelnen Problemen einnimmt - zur Privatisierungspolitik im Gesundheitswesen, zur Europäischen Währungsunion, zu anderen linken Parteien u.a. Es gab auch kontroverse Diskussionen - zum Beispiel darüber, ob man die Gewerkschaften nicht reformieren könne, ob die PDS nicht eine Alternative zu den Bonner Parteien darstelle und ob eine neue Partei der Arbeiterbewegung nicht letzlich wieder degenerieren würde wie die sozialdemokratischen und kommunistischen Parteien.

© neue Arbeiterpresse, Nr. 858, 15. Mai 1997

zum Inhalt dieser Ausgabe

 

Seitenanfang

Bitte senden Sie Ihren Kommentar an: wsws@gleichheit.de!.



Copyright 1998 - 2008
World Socialist Web Site
Alle Rechte vorbehalten!