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Ein Jahr Bildungsabbau in Berlin
Im Frühjahr 1996 hatte die Große Koalition von CDU und SPD in
Berlin beschlossen, 5,3 Milliarden Mark allein im Jahr 1996 im sozialen,
kulturellen und Bildungsbereich zu streichen.
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Allein im Jugendbereich wurden seitdem 55 Millionen Mark gestrichen. Dutzende
Jugendclubs wurden geschlossen, Zuschüsse für Erholungs- und
Klassenfahrten drastisch gekürzt
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Für Kindertagesstätten müssen die Eltern ab 1997 zwölf
statt bisher zehn Monatsbeiträge bezahlen. Ab 1998 sollen die Hortbeiträge
drastisch erhöht werden. Die Kosten für das Schulessen in den
Ganztagsschulen und an den Schulen Ostberlins wurden auf das Doppelte (4,50
DM) erhöht. Ebenso stiegen die Preise für Schwimmbäder,
Volkshochschulkurse, Theater und Oper.
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3000 Lehrerstellen sollen bis zum Jahr 1999 gestrichen werden. Dies, obwohl
die Schülerzahlen wieder steigen. Insbesondere wurden befristete Stellen
nicht verlängert. Folge: Die Gruppenstärken der Klassen wurden
erhöht, Teilungsstunden und Förderunterricht sowie Arbeitsgemeinschaften
größtenteils gestrichen. An Berufsschulen kann voraussichtlich
ab dem nächsten Schuljahr der Fachunterricht nicht mehr gewährleistet
werden.
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An den drei Universitäten soll die Zahl der Studienplätze von
115.000 auf 85.000 bis zum Jahre 2003 verringert werden. Kürzlich
erklärte die SPD, diese Zielzahl sei höchstens bis zum Jahr 2000
einzuhalten. Danach seien erneut 20.000 Studienplätze gefährdet.
Die Einschreibgebühren wurden von 40 auf 100 Mark pro Semester erhöht.
Der Senat plant weiterhin die Einführung von Studiengebühren.
© neue Arbeiterpresse, Nr. 860, 12. Juni 1997
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