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Partei für Soziale Gleichheit stellte sich vor

Auf einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen stellte die Partei für Soziale Gleichheit in den vergangenen Wochen ihr Programm vor.

In Frankfurt, Stuttgart, Berlin, Dortmund, Reutlingen, Hannover, Leipzig und Mannheim, wo bisher Versammlungen stattfanden, stießen Vorstandsmitglieder mit ihren Vorträgen zu Programm und Perspektiven der neuen Partei auf viel Zustimmung, lösten zum Teil aber auch heftige Diskussionen aus. In Duisburg steht am Samstag, den 12. Juli ein weiterer Termin bevor.

Unbestritten blieb auf den Veranstaltungen die Schilderung der Redner über die soziale Lage in Deutschland und weltweit. Das Auseinanderbrechen der Gesellschaft in Arm und Reich ist unübersehbar geworden, und auch die Tatsache, daß keine der traditionellen Parteien diese schreiende Ungerechtigkeit mehr ernsthaft in Frage stellt oder gar zu bekämpfen vorgibt.

Die Fragen an die neue Partei drehten sich vor allem darum, auf welche Weise sie dieser gesellschaftlichen Entwicklung entgegentreten will und weshalb die sozialdemokratischen und stalinistischen Parteien gescheitert sind. Einige wenige Besucher dachten darüber nach, ob man Organisationen wie die SPD oder PDS nicht doch noch erneuern könne – was die PSG verneint.

Weitere Diskussionsthemen waren die Vorbereitung der Europäischen Währungsunion sowie die Verwandlung der Gewerkschaften in reine Handlanger der Unternehmer. Großer Informationsbedarf bestand bei den Zuhörern über die Ursachen für die Entstehung des Stalinismus und für den Zusammenbruch der Sowjetunion.

Die meisten Besucher besorgten sich das Programm der PSG oder weiterführende Literatur und hinterließen ihre Anschrift, um zu weiteren Diskussionen eingeladen zu werden; einige beantragten die Mitgliedschaft.

Nach der Urlaubszeit wird die neue Arbeiterpresse weitere Veranstaltungstermine bekanntgeben.

© neue Arbeiterpresse, Nr. 862, 10. Juli 1997 

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