Zwanzig Jahre World Socialist Web Site: 1998–2018

17. Februar 2018

Vor 20 Jahren, am 14. Februar 1998, begann das Internationale Komitee der Vierten Internationale mit der Veröffentlichung der World Socialist Web Site. Anfangs erschien sie an fünf, und seit April 1999 erscheint sie an sechs Tagen der Woche. Im Laufe von 20 Jahren hat die World Socialist Web Site keinen einzigen Veröffentlichungstag versäumt.

Dieses Jubiläum ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung. Die WSWS war und ist die erste und einzige internationale sozialistische und marxistische Publikation mit täglicher Erscheinungsweise. Sie arbeitet nach einem 24-Stunden-Zeitplan, und alle Artikel sind ein Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit ihrer Redaktionsbüros auf vier Kontinenten.

Die WSWS dokumentiert die Erfahrungen der internationalen Arbeiterklasse. Kaum ein wichtiges Weltereignis der letzten 20 Jahre wurde nicht auf der World Socialist Web Site geschildert, analysiert und kommentiert. Sie umfasst mittlerweile rund 66.000 Artikel in 22 Sprachen, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Singhalesisch, Tamilisch, Norwegisch, Chinesisch, Türkisch, Griechisch, Arabisch, Russisch und Portugiesisch.

Neben mehr als 17.500 Artikeln mit Bezug auf Ereignisse in den Vereinigten Staaten und Kanada hat die WSWS 1.300 Artikel zu Lateinamerika veröffentlicht, 1.400 Artikel zu Afrika, 6.000 Artikel zu Asien und dem Indischen Subkontinent, 5.300 Artikel zu Australien, 13.000 Artikel zu Europa und 6.300 Artikel zum Nahen Osten und Zentralasien. Außerdem brachte die WSWS mehr als 1.000 Artikel zur Analyse der kapitalistischen Weltwirtschaft.

Keine andere Website der Welt hat so umfassend über die Kämpfe der internationalen Arbeiterklasse berichtet und sich so eingehend damit auseinandergesetzt. Mehr als 11.000 Artikel waren der Entwicklung des Klassenkampfes in allen Teilen der Welt gewidmet. Im Grunde sind die Themen Klassenkampf und soziale Ungleichheit so tief in die Arbeit der WSWS eingebettet, dass man die Artikel dazu gar nicht genau quantifizieren kann. Es genügt zu sagen, dass ihre Zahl in die Tausende geht.

Doch die World Socialist Web Site ist der Auffassung, dass die Arbeiterklasse mehr braucht als Berichte über ihre täglichen Kämpfe, so wichtig diese sein mögen. Während sie die aktuellen Kämpfe täglich dokumentiert, lässt sich die WSWS von dem Ziel leiten, die Arbeiterklasse auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten. Der wesentliche Zweck der WSWS besteht darin, sozialistisches Bewusstsein in die internationale Arbeiterklasse zu tragen. Aus diesem Grund räumt sie Fragen der Geschichte und Kultur einen hohen Stellenwert ein. Zur Eröffnung der neuen Publikation 1998 erklärte die WSWS, es gehe ihr um „die Verbreitung eines breit gefächerten enzyklopädischen Wissens, von Geschichte, Kulturkritik, wissenschaftlicher Aufklärung bis hin zu revolutionärer Strategie. Ihr Ziel besteht darin, den politischen und kulturellen Diskurs auf das Niveau zu heben, das für die Wiedergeburt einer modernen sozialistischen Bewegung notwendig ist.“

Dieses Versprechen wurde eingelöst durch mehr als 2.000 Film-, Theater- und Musikkritiken und weitere 1.500 Artikel zu einer breiten Palette an historischen Ereignissen und wissenschaftlichen Themen, von Kosmologie und Physik bis hin zu Evolutionsbiologie und Archäologie.

Die Qualität der Website wurde durch die Menge des Materials nicht beeinträchtigt. Seit der Gründung der World Socialist Web Site wurde die kapitalistische Welt erschüttert durch eine Serie von ökonomischen Schocks, unaufhörliche militärische Interventionen im Zuge des „Kriegs gegen den Terror“, das zunehmende Versagen der politischen Ordnung in allen Teilen der Welt und durch tägliche Symptome des gesellschaftlichen Zusammenbruchs. Inmitten des turbulenten aktuellen Geschehens stellte die WSWS ihre Fähigkeit unter Beweis, Tag für Tag Analysen und Kommentare zu veröffentlichen, die vor der Geschichte Bestand haben.

Die historischen Grundlagen der WSWS

Der einzigartige Charakter der World Socialist Web Site ergibt sich aus ihrer Perspektive, die bewusst von der Theorie des Marxismus ausgeht und die wesentlichen strategischen Erfahrungen des internationalen Klassenkampfs aus dem gesamten 20. Jahrhundert aufgreift und ständig überarbeitet. Im Gegensatz zu dem pragmatischen Impressionismus, der in den bürgerlichen Medien – und in noch vulgärerer Form in den Publikationen der kleinbürgerlichen und pseudolinken Websites – vorherrscht, stellt die WSWS die Tagesereignisse in den richtigen historischen Kontext.

Die Veröffentlichung der World Socialist Web Site begann etwas mehr als sechs Jahre nach der Auflösung der Sowjetunion. Dieses Ereignis löste eine Welle der politischen Reaktion aus. Während die herrschende Klasse das „Ende der Geschichte“ feierte, verkündeten die demoralisierten kleinbürgerlichen Radikalen und links angehauchten Intellektuellen das „Ende des Sozialismus“. Jahrzehntelang hatten sie ihre Politik an den trügerischen „real existierenden Sozialismus“ der stalinistischen Regime in Osteuropa und der Sowjetunion sowie an das maoistische Regime in China angepasst. Nach der Auflösung der Sowjetunion und der Restauration des Kapitalismus in China warfen ganze Heerscharen der kleinbürgerlichen Linken jeden Anschein von revolutionärer Opposition gegen Kapitalismus und Imperialismus von sich, um sich fortan im reaktionären Sumpf der egozentrischen Fixierung auf Rasse, Geschlecht und Sexualität zu suhlen.

Das Internationale Komitee der Vierten Internationale, das sich auf das theoretische Erbe von Leo Trotzkis Kampf gegen den stalinistischen Verrat an der Oktoberrevolution begründet, wurde durch den Zusammenbruch der UdSSR weder überrascht noch desorientiert. Die Auflösung der Sowjetunion war der letzte Akt des Verrats, den die konterrevolutionäre stalinistische Bürokratie unter ihrer reaktionären und nationalistischen Perspektive des „Sozialismus in einem Land“ beging. Der Zusammenbruch der UdSSR war eindeutig eine Niederlage für die internationale Arbeiterklasse, bestätigte jedoch die Richtigkeit von Trotzkis Kampf gegen den Stalinismus und seiner Entscheidung zur Gründung der Vierten Internationale. Ebenso bestätigt wurde die Opposition des Internationalen Komitees gegen jede Haltung der Versöhnung und Anpassung gegenüber den stalinistischen Regimen und Parteien.

Sechs Jahrzehnte lang hatte die stalinistische Bürokratie mithilfe zahlreicher Komplizen ihre riesigen Ressourcen eingesetzt, um die Arbeiterklasse zu verwirren, zu desorientieren und ihre Kämpfe in Niederlagen zu führen. Der katastrophale Zusammenbruch des Stalinismus hingegen schuf ganz neue Möglichkeiten für die Ausdehnung des trotzkistischen, d. h. revolutionären marxistischen Einflusses in der Arbeiterklasse und für den Aufbau der Vierten Internationale.

Die Auflösung der Sowjetunion war der extremste Ausdruck des historischen Bankrotts aller national basierten Organisationen und Parteien der Arbeiterklasse. Weitreichende Veränderungen in der Struktur der Weltwirtschaft ließen alle nationalen reformistischen Programme untauglich werden. Schon 1988 hatte das IKVI auf die Bedeutung der Globalisierung der kapitalistischen Produktion aufmerksam gemacht und auf die Entstehung transnationaler Konzerne und die revolutionären Veränderungen in der Telekommunikation hingewiesen, mit denen diese Entwicklungen verbunden waren.

Aufgrund seiner Analyse dieser globalen Veränderungen erkannte das Internationale Komitee sofort, welches Potential das Internet bot, um die Arbeiterbewegung in einem Ausmaß international zusammenzuschließen und zu koordinieren, wie es früher undenkbar gewesen wäre. Im Februar 1997, als erstmals vorgeschlagen wurde, von gedruckten Zeitungen zu einer internetbasierten Website überzugehen, nutzten weltweit erst 40 Millionen Menschen das Internet. Nur 55 Prozent der großen amerikanischen Konzerne unterhielten eine eigene Website.

Die Entscheidung, zu einer internetbasierten Publikation überzugehen und die Herausgabe gedruckter Zeitungen einzustellen, war ein Zeugnis großer politischer Weitsicht. Sie stützte sich auf ein Potenzial, das selbst große kapitalistische Publikationen noch nicht erkannt hatten. Der Grund war allerdings nicht, dass das IKVI die zugrunde liegenden Technologie besser verstand. Vielmehr hatte es in der neuen Technologie gefunden, wonach es gesucht hatte: ein Mittel, Massen von Arbeitern in der ganzen Welt mit den stärksten revolutionären Ideen zu erreichen.

Bei der Eröffnung der Website im Februar 1998 erklärte die internationale Redaktion:

Wir sind zuversichtlich, dass die WSWS zu einem einmaligen Instrument für die politische Aufklärung und Vereinigung der Arbeiterklasse auf internationaler Ebene wird. Sie wird den arbeitenden Menschen in verschiedenen Ländern helfen, ihre Kämpfe gegen das Kapital zu koordinieren, genau wie die transnationalen Konzerne ihren Krieg gegen die Arbeiter grenzübergreifend organisieren. Sie wird die Diskussion zwischen Arbeitern aller Länder erleichtern und ihnen ermöglichen, ihre Erfahrungen zu vergleichen und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.

Das IKVI rechnet damit, dass die World Socialist Web Site mit der Ausbreitung des Internets weltweit ein wachsendes Publikum finden wird. Als schnelle und globale Kommunikationsform hat das Internet enorme demokratische und revolutionäre Implikationen. Es kann einem Massenpublikum Zugang zu den geistigen Ressourcen der Welt verschaffen, von Bibliotheken und Archiven bis hin zu Museen.

Diese Analyse und die Erwartungen an die World Socialist Web Site haben sich bestätigt. Die Zahl der Nutzer des Internets wuchs von rund 147 Millionen (3,6 Prozent der Weltbevölkerung) im Dezember 1998 auf 3,8 Milliarden (51,7 Prozent) im Juni 2017. Durch die weit verbreitete Nutzung von Smartphones haben mittlerweile große Teile der Arbeiterklasse auch in wirtschaftlich rückständigen Ländern Zugang zum Internet. Die Verbreitung von mobilen Geräten und Social-Media-Plattformen verschafft Arbeitern auch am Arbeitsplatz Zugang zu Informationen und untergräbt die Bestrebungen der herrschenden Klasse, vor allem in den USA, Arbeiter von politischen Materialien abzuschneiden, indem große Fabriken außerhalb der Städte in entlegene Gebiete verlagert werden.

Die WSWS und der Vierten Internationale

Die Veröffentlichung und Verbreitung der World Socialist Web Site erfolgt über das Internet, das durch die Revolution der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologie geschaffen wurde. Als das Internationale Komitee die WSWS in Leben rief, machte es sich diese wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte zunutze. Aber bei der Arbeit mit der Website stützt es sich auf die grundlegenden theoretischen, politischen und organisatorischen Konzeptionen über die zentrale Bedeutung der „Parteipresse“ für den Aufbau der revolutionären Partei.

An der Wende zum 20. Jahrhundert, als er sich bemühte, in den ausgedehnten Weiten Russlands die Grundlagen für eine starke sozialistische Organisation zu schaffen, schrieb Lenin:

Unserer Meinung nach muss der Ausgangspunkt der Tätigkeit, der erste praktische Schritt zur Schaffung der gewünschten Organisation, schließlich der Leitfaden, an Hand dessen wir diese Organisation unbeirrt entwickeln, vertiefen und erweitern könnten – die Schaffung einer gesamtrussischen politischen Zeitung sein. Wir brauchen vor allem eine Zeitung – ohne sie ist jene systematische Durchführung einer prinzipienfesten und allseitigen Propaganda und Agitation unmöglich, die die ständige und wichtigste Aufgabe der Sozialdemokratie im allgemeinen und eine besonders dringliche Aufgabe des gegenwärtigen Moments darstellt, wo das Interesse für Politik, für Fragen des Sozialismus in den breitesten Bevölkerungsschichten wach geworden ist... Ohne ein politisches Organ ist im heutigen Europa eine Bewegung, die die Bezeichnung politisch verdient, undenkbar. Ohne ein solches Organ ist unsere Aufgabe – alle Elemente der politischen Unzufriedenheit und des Protestes zu konzentrieren und mit ihnen die revolutionäre Bewegung des Proletariats zu befruchten – absolut undurchführbar. („Womit beginnen“, in: Lenin, Gesammelte Werke, Bd. 5, Moskau 1961]

Lenins Publikation war die Iskra, eine „gesamtrussische“ gedruckte Zeitung. Heute, hundert Jahre später, ist die World Socialist Web Site eine weltweite Publikation im Internet. Mit einer täglichen Leserschaft, die in die Zehntausende geht, nimmt sie immer stärkeren Einfluss zugunsten der Entwicklung sozialistischen Bewusstseins in der ganzen Welt. Für die politische Aufklärung von Arbeitern, Studenten und Intellektuellen, die nach der Auflösung der Sowjetunion herangewachsen sind, spielt die WSWS eine zentrale und entscheidende Rolle, indem sie ihnen die Grundlagen der marxistischen Theorie und der trotzkistischen Prinzipien vermittelt. Angesichts der chauvinistischen Propaganda und der Lügen der kapitalistischen Medien orientieren sich die Leser politisch an der WSWS.

In der WSWS finden sie nicht nur eine marxistische Analyse der Ereignisse des Tages, sondern auch Erklärungen und Antworten auf die zentralen theoretischen, politischen und kulturellen Fragen, die sich aus der Geschichte der revolutionären marxistischen Bewegung ergeben. Die WSWS hat maßgeblich dazu beigetragen, die verheerenden Hinterlassenschaften des Stalinismus und der Sozialdemokratie zu überwinden und aufzudecken, wie die sozialistische Theorie und Politik durch die kleinbürgerliche pseudolinke Identitätspolitik in den Schmutz gezogen und verfälscht wird. Im Laufe von 20 Jahren hat sie ein stabiles politisches Fundament dafür geschaffen, den Kampf für den Sozialismus im 21. Jahrhundert zu erneuern.

Mit der Zuspitzung der politischen Lage und der Verschärfung des Klassenkampfs werden immer mehr Leser der WSWS politisch aktiv und entschließen sich, den Kampf für eine sozialistische Alternative zur kapitalistischen Ungleichheit und zum imperialistischen Krieg aufzunehmen und die Weltpartei der sozialistischen Revolution aufzubauen.

Die schwarzen Listen für das Internet und die Zensur der WSWS

Angeführt von den Vereinigten Staaten bereiten sich alle imperialistischen Mächte auf einen Weltkrieg vor. Die soziale Ungleichheit und die Konzentration des Reichtums haben ein unhaltbares Ausmaß erreicht. Die herrschenden kapitalistischen Eliten, tief diskreditiert und von internen politischen Konflikten geplagt, wenden sich autoritären Herrschaftsformen zu. Überall wird die herrschende Klasse durch die zunehmende soziale Opposition der Arbeiterklasse in Angst und Schrecken versetzt.

Diese Angst ist der Grund für die koordinierte Kampagne, unter dem Deckmantel von „Fake News“ das Internet zu zensieren und zu kontrollieren. Bei der Gründung der WSWS warnte das IKVI, dass die herrschende Klasse, sobald sie sich seiner revolutionären Implikationen bewusst werde, das Internet zu kontrollieren oder auszuschalten versuchen werde. Genau dies findet heute statt.

In Zusammenarbeit mit Google, Facebook, Twitter und anderen Konzerne verhängt die US-Regierung massive Einschränkungen für den Internetzugang. Im Jahr 2017 gab die Trump-Regierung ihre Entscheidung bekannt, die Netzneutralität abzuschaffen und den Online-Informationsfluss der Willkür mächtiger IT-Monopolisten auszuliefern. Ähnlich repressive Maßnahmen betreiben die kapitalistischen Regierungen in Europa und weltweit.

Die World Socialist Web Site ist ein zentrales Ziel dieses Angriffs. Im März 2017, als Reaktion auf die Kampagne der Sozialistischen Gleichheitspartei gegen die Wiederbelebung des deutschen Militarismus, wurde die WSWS in großen überregionalen Zeitungen denunziert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Deutschlands führende kapitalistische Zeitung, bezeichnete die WSWS als „wirkungsmächtig“. Anfang April 2017 trafen sich Regierungsvertreter in Berlin mit Vertretern von Google und drängten sie, den Zugang zur WSWS zu beschränken.

Ende April 2017 gab Google die Einführung neuer Suchalgorithmen bekannt, mit denen der Zugang zur WSWS und zu anderen Websites, die links, gegen Krieg oder progressiv eingestellt sind, eingeschränkt oder blockiert werden sollte. Ähnliche Maßnahmen, um Internetnutzern den Zugang zu revolutionären sozialistischen und oppositionellen Informationen und Stellungnahmen zu verweigern, wurden von Facebook und Twitter ergriffen.

Die World Socialist Web Site hat die Führung zur Aufdeckung dieser Verschwörung zur Zensur im Internet übernommen und alle Betreiber von Websites, die eine sozialistische, gegen Krieg gerichtete und progressive Haltung vertreten, zur Gründung eines internationalen Bündnisses aufgerufen, um sich gegen diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit und demokratische Grundrechte zu wehren.

Die diktatorischen Maßnahmen der herrschenden Eliten und ihrer Zensoren müssen zurückgeschlagen werden. Dies erfordert die politische Mobilisierung der internationalen Arbeiterklasse, der stärksten gesellschaftlichen Kraft auf dem Planeten. Die Verteidigung der Meinungsfreiheit und aller demokratischen Rechte ist untrennbar verbunden mit dem Kampf gegen Krieg, soziale Ungleichheit und autoritäre Herrschaft. Sie verlangt die Abschaffung des kapitalistischen Systems und seine Ersetzung durch eine global koordinierte und demokratisch kontrollierte sozialistische Gesellschaft.

Die World Socialist Web Site und die Zukunft

Zum 20. Jahrestag ihres Erscheinens wird die WSWS in den Strudel der zunehmenden sozialen Kämpfe auf der ganzen Welt hineingezogen. Unsere Autoren sind nicht nur Beobachter; sie sind Teilnehmer der nun ausbrechenden Klassenkämpfe. Das Gleiche gilt für die stetig wachsende Zahl der WSWS-Leser. Junge Menschen, die bei der Gründung der WSWS noch kleine Kinder oder gar nicht geboren waren, schließen sich nun an und beteiligen sich aktiv an der Arbeit der nationalen Sektionen des Internationalen Komitees der Vierten Internationale und seiner weltweiten Jugendbewegung, den International Youth and Students for Social Equality (IYSSE). Die World Socialist Web Site steht für die Einheit und Interaktion von marxistischer Analyse und revolutionärer Praxis.

Im vergangenen Jahr haben wir uns sehr darüber gefreut, dass unsere Leserschaft unter Arbeitern schnell und stark gewachsen ist. Die World Socialist Web Site und ihre ergänzenden Publikationen wie der Autoworker Newsletter werden Monat für Monat von Tausenden Arbeitern aufgerufen.

Um mit unserer wachsenden Leserschaft Schritt zu halten, bauen wir die technischen Grundlagen der Website kontinuierlich aus und setzen verstärkt Videos, Livestreaming und andere Formen von Multimedia ein. Die World Socialist Web Site befindet sich mittlerweile in der letzten Phase einer umfassenden Neugestaltung, mit der die Lesbarkeit und Funktionalität verbessert werden soll.

Wir rufen alle unsere Leser auf, sich dem Kampf für die World Socialist Web Site anzuschließen. Helft mit, die Zensur des Internets zu durchbrechen, indem ihr WSWS-Artikel verbreitet, ausdruckt und an Freunde, Mitschüler und Kollegen verteilt. Werdet Korrespondenten für die WSWS, indem ihr über Ereignisse in eurem Betrieb und Bereich berichtet.

Die letzten 20 Jahre waren Jahrzehnte der theoretischen und politischen Klärung und Vorbereitung. Wir treten jetzt in eine Periode intensiver Klassenkonflikte und gesellschaftlicher Umwälzungen ein. Die World Socialist Web Site muss und wird zur Stimme der internationalen Arbeiterklasse werden, im Kampf gegen kapitalistische Ausbeutung und imperialistischen Militarismus und für die Neugestaltung der Welt auf sozialistischer Grundlage.

Joe Kishore und David North

Kämpft gegen Googles Zensur!

Google blockiert die World Socialist Web Site in Suchergebnissen.

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