Video: Auschwitz und heute

Ein Interview mit Esther Bejarano

Von Sven Wurm
28. April 2018

Am 10. Februar 2018 interviewte Sven Wurm, Sprecher der IYSSE in Deutschland, in Hamburg die 93-jährige Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano. Sie war am Vorabend mit ihrer Band „Microphone Mafia“ vor hunderten Besuchern aufgetreten und hatte aus ihrer Autobiographie „Erinnerungen“ vorgelesen. Wir veröffentlichen hier das Video des Interviews.

„Auschwitz und heute“: Ein Interview mit Esther Bejarano

Esther Bejarano wuchs im Saarland in einer jüdischen Familie auf. Im Alter von zehn Jahren musste sie 1935 den Einzug der Nationalsozialisten miterleben. Ihre Eltern und ihre Schwester wurden später von den Nazis ermordet. Sie selbst wurde im April 1943 nach Auschwitz deportiert, wo sie als Angehörige des Mädchenorchesters das Todeslager überlebte.

Das Gespräch mit Zeitzeugen dieser abscheulichen Verbrechen ist gerade heute von größter Bedeutung. Die neue Regierung hat die größte Aufrüstung seit dem Zweiten Weltkrieg beschlossen und übernimmt die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der AfD. An deutschen Universitäten werden die Verbrechen der Nazis verharmlost und die Grausamkeit Hitlers geleugnet.

Esther Bejarano weiß, was Faschismus bedeutet und engagiert sich deshalb seit Jahrzehnten im Kampf gegen Rechts. Regelmäßig besucht sie Schulen in ganz Deutschland, um ihre Erfahrungen im Nationalsozialismus mit jüngeren Generationen zu teilen und über die Verbrechen der Nazis aufzuklären. Mit ihrer Band spielt sie oft mehrere Konzerte pro Woche und tritt dabei der Rückkehr von Rassismus und insbesondere der wachsenden Islamfeindlichkeit entgegen.

Das im Mehring-Verlag erschienene Buch "Wissenschaft oder Kriegspropaganda?" dokumentiert den Kampf der IYSSE und der Sozialistischen Gleichheitspartei (SGP) gegen die Wiederkehr des deutschen Militarismus in den vergangenen zwei Jahren.

Wer nicht bereit ist, die Wiederbelebung des deutschen Militarismus und die Verwandlung der Universitäten in staatlich gelenkte Kaderschmieden für rechte und militaristische Ideologien hinzunehmen, muss dieses Buch lesen. 

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