Richtigstellung: Die Hohenzollern fordern ihren Besitz zurück

Von Gregor Link
6. August 2019

Am 24. Juli veröffentlichte die WSWS den Artikel „Hohenzollern fordern ihren Besitz zurück“. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass einige Aussagen in dem Artikel nicht korrekt sind. Wir haben den Artikel daher vom Netz genommen und stellen folgende Punkte richtig:

1. Wir hatten geschrieben, die ehemaligen Dynasten erhöben „Anspruch auf den einstigen Kronschatz, darunter die goldenen Kronkarkassen und Reichsschwerter Friedrichs I. von Preußen“, auch „diamantbesetzte Schnupftabakdosen“ stünden auf ihrer „Wunschliste“. Tatsächlich befindet sich der größte Teil des Kronschatzes und die genannten Utensilien bereits im Besitz der Hohenzollern.

2. Wir hatten geschrieben, die Hohenzollern wären bereit, „Teile davon gegen hohe Gebühren zu verleihen“. Diese Aussage ist falsch. Gebühren für Leihgaben an Museen werden nicht erhoben und sind nicht Teil der Verhandlungen.

3. Wir hatten geschrieben, die Erben Kaiser Wilhelms forderten „künftig ‚Mitsprache‘ und ‚Einbringung eigener Vorstellungen‘ bei sämtlichen Ausstellungen, Publikationen und ‚sonstigen Maßnahmen‘ zur preußischen Geschichte.“ Das stimmt so nicht. Tatsächlich gilt dies nicht für sämtliche Ausstellungen und Publikationen, sondern nur für eigene Leihgaben.

4. Wir hatten geschrieben, die Forderung der Hohenzollern, „unentgeltlich und zeitlich unbegrenzt in der Villa Liegnitz, dem Schloss Lindstedt oder dem Schloss Cecilienhof wohnen zu dürfen“, habe zur Einstellung der Verhandlungen geführt. Diese Aussage ist falsch. Richtig ist, dass die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in einem Schreiben vom 13. Juni 2019 dem Hohenzollen-Haus übermittelte, sie sähe „in den von Ihnen übersandten Unterlagen keine hinreichend geeignete Grundlage für erfolgsversprechende Verhandlungen“. Allerdings schlug sie einen Gütetermin für den 24. Juli 2019 vor, der auch stattfand.