Wadim S. Rogowin
Gab es eine Alternative zum Stalinismus?

Der Historiker Wadim S. Rogowin war eine Ausnahmeerscheinung in der russischen Intelligenz. Er war während seiner gesamten akademischen Laufbahn ein linker Gegner des Stalinismus und war bis zu seinem Tod überzeugter Sozialist. Dieses Buch gibt eine Einführung in sein Werk.

Den ersten Essay, »Gab es eine Alternative zum Stalinismus?«, verfasste er als Vorwort zu einer siebenbändigen Geschichte des Widerstands gegen den Stalinismus in der Sowjetunion, von der inzwischen sechs Bände in deutscher Sprache erschienen sind. Es folgen drei Vorlesungen zum selben Themenfeld, die er 1995 und 1996 an Universitäten in den USA, Großbritannien und Australien hielt. Er hat diese Länder auf Einladung des Internationalen Komitees der Vierten Internationale besucht, und seine öffentlichen Vorträge sind auf immenses Interesse gestoßen. Weiter enthält dieser Band eine Besprechung der verleumderischen Trotzki-Biografie von Dimitri Wolkogonow, die auch ins Deutsche übersetzt worden ist. Den Abschluss bildet eine Studie der sozialen und politischen Hintergründe der Perestroika, die 1992 unter dem Titel »Warum es in Russland keine starken linken gesellschaftlichen und politischen Bewegungen gibt« erschienen ist.

Erschienen 1996
125 Seiten
ISBN: 978-3-88634-068-2
E-Book-Formate: PDF, ePUB und MOBI

Über den Autor

Wadim S. Rogowin (1937–1998) war der größte russische marxistische Soziologe und Historiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Doktor der Philosophie und Professor am Soziologischen Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau untersuchte er die soziale Differenzierung in der sowjetischen Gesellschaft. Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 begann Rogowin mit der intensiven Arbeit an seinem Werk »Gab es eine Alternative?«. Bis zu seinem Tod am 18. September 1998 entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Komitee der Vierten Internationale.