Leo Trotzki
Die Dritte Internationale nach Lenin

Trotzkis Kritik am Programmentwurf, den Bucharin und Stalin dem Sechsten Kongress der Kommunistischen Internationale vorgelegt hatten, liefert den Schlüssel zum Verständnis des Aufstiegs und Niedergangs der Dritten Internationale.

Trotzki schrieb die Kritik im Sommer 1928 im zentralasiatischen Alma Ata, wohin ihn Stalin nach seinem Ausschluss aus der Kommunistischen Partei hatte verbannen lassen.

Die Kritik ist ein Versuch, den verheerenden Kurs, den die Kommunistische Internationale unter dem Einfluss Stalins eingeschlagen hatte, zu korrigieren. Sie untersucht sorgfältig die Niederlagen, welche die internationale Arbeiterklasse aufgrund schwerwiegender Fehler der Kominternführung hatte hinnehmen müssen, und zieht die Lehren daraus. Im Mittelpunkt steht die Kritik an der Theorie vom »Sozialismus in einem Land«, die von Stalin zum ersten Mal 1924, wenige Monate nach Lenins Tod, verkündet worden war und die vom Sechsten Kongress offiziell ins Programm der Kommunistischen Internationale aufgenommen werden sollte.

Erschienen 1993
334 Seiten
ISBN: 978-3-88634-057-6

Über den Autor

Leo Trotzki wurde 1879 als Sohn jüdischer Bauern in der Ukraine geboren und schloss sich als Student der marxistischen Bewegung an. Er spielte eine führende Rolle in den Revolutionen von 1905 und 1917. Nach der Oktoberrevolution baute er die Rote Armee auf. 1923 gründete er die Linke Opposition, die den Kampf gegen die bürokratische Entartung der Sowjetunion führte, und 1938 rief Trotzki die Vierte Internationale ins Leben. 1940 wurde er im mexikanischen Exil von einem stalinistischen Agenten ermordet.