Wolfgang Weber
DDR – 40 Jahre Stalinismus

Ein Beitrag zur Geschichte der DDR

Die SED-Bürokratie ist 1989 zusammengebrochen, doch die Fragen bleiben: War die DDR eine Alternative zum Kapitalismus? Herrschte dort der Sozialismus, wie die SED in der Vergangenheit behauptet hat und heute von allen anderen Parteien nachträglich bekräftigt wird? Was war der wirkliche gesellschaftliche Charakter des DDR-Staates und seine Rolle in der Geschichte? Weshalb ging er zugrunde?

Um diese Fragen zu beantworten, zeigt der Autor die Wurzeln und Traditionen des DDR-Staates in der Unterdrückung der marxistischen Bewegung durch den Stalinismus und seine programmatische Grundlage im Nationalismus auf. Er untersucht die Drehungen und Wendungen der Innen- und Außenpolitik, der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpolitik der DDR im internationalen Spannungsfeld des Kalten Kriegs, der wachsenden Krise der kapitalistischen Weltwirtschaft und des permanenten, manchmal offen, meist aber versteckt ausgetragenen oder mühsam unterdrückten Konflikts zwischen der herrschenden Schicht von Bürokraten und den Arbeitern in den Betrieben.

Erschienen 1992
174 Seiten
IBAN: 978-3-88634-056-9