Geschichte des Nationalsozialismus

Bestandsaufnahme Gurlitt: „Entartete Kunst“ im Kunstmuseum Bern

Von Marianne Arens, 30. Dezember 2017

Schon ein erster Streifzug durch die Berner Ausstellung vermittelt einen Eindruck davon, was für ein kultureller Schatz über achtzig Jahre hinweg – seit der Verfemung durch die Nazis ab 1937 – der Öffentlichkeit entzogen war.

NS-Raubkunst: Stadt Düsseldorf sagt Max-Stern-Ausstellung ab

Von Sibylle Fuchs, 7. Dezember 2017

Die Stadt Düsseldorf hat eine seit mehreren Jahren vorbereitete Ausstellung über den jüdischen, von den Nazis vertriebenen Kunsthistoriker und Galeristen Max Stern mit einer fadenscheinigen Begründung abgesagt.

„Frankfurter Allgemeine“ droht Polen mit Gebietsforderungen

Von Peter Schwarz, 14. September 2017

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ droht der Warschauer Regierung damit, die polnische Westgrenze nicht länger anzuerkennen, falls sie auf der Forderung nach Reparationen für deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg beharrt.

Geschichtsklitterung im Dienste des deutschen Militarismus

Von Peter Schwarz, 24. August 2017

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine Rede zum 78. Jahrestag des Hitler-Stalin-Pakts genutzt, um in Estland nationalistische Stimmungen gegen Russland zu schüren.

Von der Leyen preist Hitlers „Lieblingsgeneral“ Rommel

Von Johannes Stern, 16. Juni 2017

Am „Tag der Bundeswehr“ verkündete Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im nordrhein-westfälischen Augustdorf, dass sie am Namen „Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne“ für den dortigen Standort festhalten wird.

Professor Mario Keßler über Jörg Baberowski

„Eine Feinderklärung an Grundsätze der Humanität“

Von Christoph Vandreier, 18. Mai 2017

Am Sonntag veröffentlichte der Berliner Tagesspiegel einen Leserkommentar von Professor Mario Keßler, der dem rechtsradikalen Professor Jörg Baberowski einen „elementaren Mangel an Gefühl“ für die Opfer der Nazis attestiert.

„Ein deutsches Leben“ – aktuelle Vergangenheit

Von Bernd Reinhardt und Verena Nees, 18. Mai 2017

Im Zentrum der Dokumentation steht Brunhilde Pomsel (1911 bis 2017), die von 1942 bis 1945 als Sekretärin im Büro von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels gearbeitet hat.

Baberowski beharrt darauf, dass Hitler „nicht grausam“ war

Von Peter Schwarz, 12. Mai 2017

Im offiziellen Organ des deutschen Hochschulverbandes behauptet Humboldt-Professor Baberowski, Hitler sei ein „Schreibtischtäter“ gewesen, der „von den blutigen Folgen seiner Taten nichts wissen wollte“.

Die Zeit, Baberowski und der Historikerstreit

Von Christoph Vandreier, 15. April 2017

Die Wochenzeitung Die Zeit hat in ihrer jüngsten Ausgabe einen ganzseitigen Artikel über die Auseinandersetzung mit Humboldt-Professor Jörg Baberowski veröffentlicht.

Militärhistoriker fordert mehr politische Macht der Armeeführung

Von Johannes Stern, 15. April 2017

Wer verstehen will, wie weit die Rückkehr des deutschen Militarismus bereits fortgeschritten ist, sollte die Außenansicht in der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag lesen.

Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur solidarisiert sich mit rechtsradikalem Professor Baberowski

Von Peter Schwarz, 6. April 2017

Die vom Kanzleramt finanzierte Stiftung rechtfertigt politische und geschichtsrevisionistische Standpunkte, die vor wenigen Jahren noch als unakzeptabel galten.

Bundeswehrwerbung: „Mahnruf an alle jungen Menschen“

Von Werner Siepmann, 22. März 2017

Der Autor dieses Artikels, Jahrgang 1931, schildert seine persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen an Kindheit und Jugend während der Zeit des Nationalsozialismus und des Weltkriegs.

75 Jahre seit der Wannsee-Konferenz

Von Clara Weiss, 30. Januar 2017

Am 20. Januar jährte sich zum 75. Mal die berüchtigte Wannsee-Konferenz, bei der 15 einflussreiche Vertreter des Nazi-Regimes in einer Villa im Berliner Vorort die Organisierung und Umsetzung der so genannten „Endlösung der Judenfrage“ diskutierten.

„Hitlers Professoren“: Eine Dokumentation der Kriegsverbrechen deutscher Wissenschaftler von Max Weinreich

Von Clara Weiss, 4. Januar 2017

Max Weinreichs klassische Studie Hitler’s Professors aus dem Jahr 1946 dokumentiert die Beteiligung führender deutscher Wissenschaftler an der Ermordung der europäischen Juden.

Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen früheren SS-Mann Oskar Gröning

Von Elisabeth Zimmermann, 16. Dezember 2016

Der BGH-Beschluss vom 20. September 2016 stellt klar: Wer in Auschwitz als SS-Angehöriger funktionell in den arbeitsteilig organisierten, systematischen Massenmord eingebunden war, hat Beihilfe zum Mord begangen.

„Exil als geistige Lebensform“

Ein Buch über Brecht und Feuchtwanger

Von Sybille Fuchs, 22. November 2016

Der Journalist und Sachbuchautor Andreas Rumler untersucht das lebenslange Arbeitsbündnis Lion Feuchtwangers mit Bertolt Brecht unter dem Gesichtspunkt des Exils.

„Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941–1944“

Eine zeitgemäße Ausstellung in Berlin

Von Verena Nees, 22. Oktober 2016

Die Ausstellung im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ dokumentiert die systematisch Erschießungen von Juden, anderen Zivilisten und Rotarmisten durch eigens aufgestellte „Einsatzgruppen“ in Zusammenarbeit mit Wehrmacht und Polizei.

Akte Rosenburg: Das Bundesjustizministerium war ein Hort ehemaliger Nazis

Von Verena Nees, 15. Oktober 2016

Die Führungsebene des Bundesjustizministeriums bestand 1957 zu 77 Prozent aus ehemaligen NSDAP-Mitgliedern. Das geht aus dem Abschlussbericht einer Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission hervor.

Zum Tod von Ernst Nolte

Von Christoph Vandreier und Peter Schwarz, 20. August 2016

Obwohl sich Nolte nach dem Historikerstreit nur noch in ultrakonservativen und offen rechtsextremen Kreisen bewegte, erfolgte seine ideologische und politische Rehabilitierung bereits vor seinem Tod.

Berlin vor 80 Jahren: Das „Zigeunerlager“ 1936

Von Carola Kleinert und Andy Niklaus, 12. August 2016

Vor 80 Jahren, kurz vor Beginn der Sommerolympiade in Berlin 1936, errichteten die Nazis ein „Zigeunerlager“ am Berliner Stadtrand.

Kriegshetze und Geschichtsfälschung am 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion

Von Christoph Vandreier, 29. Juni 2016

Guido Knopp und die Historiker Jörg Baberowski und Sönke Neitzel stellten im Nachrichtensender Phönix in Frage, ob der Russlandfeldzug ein geplanter Vernichtungskrieg war.

75 Jahre seit dem Nazi-Überfall auf die Sowjetunion

Von Barry Grey, 22. Juni 2016

Der Krieg gegen die Sowjetunion brachte das Wesen des Nazi-Regimes an den Tag: Die deutsche Bourgeoisie hatte es an die Macht gebracht, um die Arbeiterbewegung zu zerstören und die Gefahr der sozialistischen Revolution ein für alle Mal zu bannen.

Detmolder Auschwitz-Prozess: Fünf Jahre Haft für SS-Mann Hanning

Von Sybille Fuchs, 22. Juni 2016

Das Landgericht Detmold befand den fast 95 Jahre alten Reinhold Hanning der Beihilfe zum Mord an 170.000 Menschen für schuldig.

Der Film Son of Saul im Land der Täter

Von Verena Nees, 8. April 2016

Ausgerechnet in Deutschland wurde dieser herausragende Film lange blockiert und erst in die Kinos gebracht, nachdem er internationale Preise gewonnen hatte.

Eine moderne Antigone

Son of Saul von László Nemes

Von Dorota Niemitz, 8. April 2016

Der Debütfilm des ungarischen Filmregisseurs László Nemes behandelt eineinhalb Tage des Lebens eines Mitglieds des Sonderkommandos in Auschwitz II-Birkenau.

Landgericht Detmold eröffnet Prozess gegen SS-Wachmann in Auschwitz

Von Elisabeth Zimmermann, 16. Februar 2016

Am 11. Februar begann vor dem Landgericht Detmold der Prozess gegen den 94-jährigen Reinhold Hanning. Er ist der Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen angeklagt.

Neubrandenburger Auschwitzprozess droht zu platzen

Von Sibylle Fuchs, 3. Februar 2016

Der Prozess gegen den früheren SS-Mann Hubert Z. in Neubrandenburg droht wegen Befangenheit der Richter zu platzen.

Braune Seilschaften im deutschen Innenministerium

Von Sibylle Fuchs und Verena Nees, 3. Dezember 2015

Im Bundesinnenministerium gab es mehr ehemalige Nationalsozialisten in Führungspositionen als in anderen Ministerien. Das belegt eine Studie von Historikern.

Die Nürnberger Prozesse 70 Jahre danach

Von Verena Nees, 26. November 2015

In diesen Tagen erinnern zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen an den ersten Nürnberger Kriegsverbrecherprozess vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946.

Netanjahus Verteidigung Hitlers

Von Jean Shaoul, 24. Oktober 2015

Der israelische Premierminister verleumdet das palästinensische Volk, indem er es für den Holocaust verantwortlich macht.

„Der Staat gegen Fritz Bauer“

Von Sybille Fuchs, 3. Oktober 2015

Der neue Film über den Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der am Donnerstag in die Kinos kam, ist bereits der dritte innerhalb weniger Jahre über diese wichtige Persönlichkeit.

„Ringelblums Vermächtnis“: Die Geschichte des Untergrundarchivs des Warschauer Ghettos

Von Clara Weiss, 22. August 2015

Kassows Geschichte des Untergrundarchivs des Warschauer Ghettos verbindet eine bemerkenswerte Objektivität mit einem tiefen Verständnis für das tragische Schicksal der Warschauer Juden im Zweiten Weltkrieg.

Die Verbrechen des Nationalsozialismus in Griechenland

Teil 3

Von Katerina Selin, 20. August 2015

Das Spardiktat gegen Griechenland verfolgt ähnliche Ziele wie die deutsche Besatzung vor über 70 Jahren: Die Verwandlung des Landes in ein Protektorat oder eine Kolonie für deutsche Wirtschaftsinteressen.

Die Verbrechen des Nationalsozialismus in Griechenland

Teil 2

Von Katerina Selin, 19. August 2015

Das Spardiktat gegen Griechenland verfolgt ähnliche Ziele wie die deutsche Besatzung vor über 70 Jahren: Die Verwandlung des Landes in ein Protektorat oder eine Kolonie für deutsche Wirtschaftsinteressen.

Die Verbrechen des Nationalsozialismus in Griechenland

Teil 1

Von Katerina Selin, 18. August 2015

Das Spardiktat gegen Griechenland verfolgt ähnliche Ziele wie die deutsche Besatzung vor über 70 Jahren: Die Verwandlung des Landes in ein Protektorat oder eine Kolonie für deutsche Wirtschaftsinteressen.

Zum Tod von Multi-Milliardärin Johanna Quandt

Von Verena Nees, 8. August 2015

Das Milliarden-Vermögen, das die am Montag verstorbene BMW-Erbin Johanna Quandt an ihre Kinder weiterreicht, stammt großenteils aus geraubten jüdischen Vermögen und aus der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen.

Auschwitz-Buchhalter Gröning zu vier Jahren Gefängnis verurteilt

Von Sybille Fuchs, 17. Juli 2015

Das Urteil ist eine vernichtende Anklage gegen die deutsche Justiz, die Beteiligte an der Mordmaschinerie der Nazis jahrzehntelang kaum verfolgte.

Uni Frankfurt: NS-Forschung für Lehramtsstudierende unerwünscht

Von Marianne Arens, 17. Juli 2015

Die Goethe-Universität Frankfurt am Main legt der Forschungsstelle NS-Pädagogik immer mehr Steine in den Weg.

Die Aktualität des Braunbuchs

Kriegs- und Naziverbrecher in der frühen Bundesrepublik

Von Verena Nees, 4. Juli 2015

Vor fünfzig Jahren, am 2. Juli 1965, wurde in Ostberlin das „Braunbuch. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik – in Staat, Wirtschaft, Verwaltung, Armee, Justiz, Wissenschaft“ vorgestellt.

Prozess gegen früheren SS-Mann Gröning wird fortgesetzt

Von Elisabeth Zimmermann, 30. Juni 2015

Der Prozess gegen Oskar Gröning, der von September 1942 bis Oktober 1944 als Wachmann und „Buchhalter“ im Vernichtungslager Auschwitz tätig war, wird am 1. Juli wahrscheinlich mit einer erneuten Aussage des Angeklagten fortgesetzt.

Siebzig Jahre nach der Niederlage der Nazi-Diktatur

Von Fred Williams, 13. Mai 2015

Die USA und Deutschland boykottierten die Feierlichkeiten in Moskau am 9. Mai, weil sie mit faschistischen Kräften verbündet sind und eine Außenpolitik betreiben, die sich aggressiv gegen Russland richtet.

Kriegsgedenken und Kriegspropaganda

Von Peter Schwarz, 8. Mai 2015

Während die Gedenkfeiern zum Kriegsende in früheren Jahren der gemeinsamen Erinnerung an die Vergangenheit dienten, stehen sie diesmal im Zeichen gegenwärtiger Konflikte und zukünftiger Kriege.

Erste Auschwitz-Überlebende sagen gegen SS-Mann Oskar Gröning aus

Von Elisabeth Zimmermann, 6. Mai 2015

Am 21. April begann in Lüneburg der Prozess gegen den 93-jährigen früheren SS-Mann Oskar Gröning, der im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz tätig war.

Für Meinungsfreiheit an der Humboldt-Universität

Offener Brief der Partei für Soziale Gleichheit (PSG) und der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) an die Berliner Humboldt-Universität, 28. April 2015

Mit einer „Öffentlichen Stellungnahme für Jörg Baberowski“ hat sich die Berliner Humboldt-Universität hinter einen Professor gestellt, der sich offen zum Nazi-Apologeten Ernst Nolte bekennt.

Prozess gegen früheren SS-Mann Oskar Gröning beginnt in Lüneburg

Von Elisabeth Zimmermann, 21. April 2015

Der Prozess gegen Gröning wird wohl einer der letzten gegen Täter sein, die an den unbeschreiblich grauenvollen Verbrechen der Nazis in Auschwitz beteiligt waren.

Ukrainisches Regime rehabilitiert Nazi-Kollaborateure und verbietet Kommunismus

Von Alex Lantier und Stefan Steinberg, 18. April 2015

Am 9. April verabschiedete das von der NATO unterstützte Regime in der Ukraine Gesetze zur Rehabilitierung von Nazi-Kollaborateuren, die während des Zweiten Weltkriegs einen ethnischen Massenmord verübten.

Was bezweckt Syriza mit den Reparationsforderungen an Deutschland?

Ein Kommentar

Von Peter Schwarz, 14. April 2015

Reparationsforderungen sind kein taugliches Mittel im Kampf gegen Faschismus, Krieg und soziale Angriffe.

Sozialismus und historische Wahrheit

Von David North, 17. März 2015

Am 13. März stellte David North im Rahmen der Leipziger Buchmesse vor 450 Zuhörern sein neues Buch „Die Russische Revolution und das unvollendete Zwanzigste Jahrhundert“ vor. Wir dokumentieren hier seine Rede im Wortlaut.

Zum Tod Richard von Weizsäckers

Von Peter Schwarz, 2. Februar 2015

Weizsäckers Glorifizierung hat mehr mit der heutigen politischen Lage als mit seiner tatsächlichen Rolle zu tun.

Der 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Von Bill Van Auken, 29. Januar 2015

Die Feiern zum Jahrestag waren überschattet von neuem Kriegstreiben und drohenden historischen Verbrechen.

Gaucks zynische Auschwitz-Rede

Von Ulrich Rippert, 29. Januar 2015

Der Bundespräsident nutzt die ungeheuerlichen Verbrechen des deutschen Imperialismus in der Vergangenheit, um zukünftige Verbrechen vorzubereiten.

Buchbesprechung: Der Vernichtungskrieg der Nazis gegen die Sowjetunion

Teil 2

Von Clara Weiss, 21. Januar 2015

“Nazi Policy on the Eastern Front, 1941: Total War, Genocide, and Radicalization”, Hrsg. von Alex J. Kay, Jeff Rutherford, David Stahel, Rochester University Press 2012, 359 Seiten

Stadt Schwerte will Flüchtlinge in ehemaligem KZ-Außenlager unterbringen

Von Elisabeth Zimmermann, 20. Januar 2015

Der Plan, Flüchtlinge, die gerade unter Lebensgefahr Krieg, Bürgerkrieg und Verfolgung entkommen sind, auf dem Gelände eines ehemaligen KZ-Außenlagers unterzubringen, ist zynisch und abstoßend.

Buchbesprechung: Der Vernichtungskrieg der Nazis gegen die Sowjetunion

Teil 1

Von Clara Weiss, 20. Januar 2015

“Nazi Policy on the Eastern Front, 1941: Total War, Genocide, and Radicalization”, Hrsg. von Alex J. Kay, Jeff Rutherford, David Stahel, Rochester University Press 2012, 359 Seiten

Geschichtsfälschung im Ersten Deutschen Fernsehen

Von Lena Sokoll, 17. Januar 2015

Der ukrainische Premier Jazenjuk hat in der ARD auf groteske Weise die Geschichte des Zweiten Weltkriegs verdreht und die Sowjetunion bezichtigt, Deutschland und die Ukraine überfallen zu haben.

Gericht lehnt Prozess gegen ehemaligen SS-Mann wegen Massakers von Oradour ab

Von Elisabeth Zimmermann, 16. Dezember 2014

Am 9. Dezember verkündete das Landgericht Köln, dass es die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen einen 89-jährigen Rentner aus Köln ablehnt. Er soll als Mitglied des SS-Panzergrenadier-Regiments 4 „Der Führer“ am Massaker in Oradour-sur-Glane beteiligt gewesen sein.

F.A.Z.-Redakteur Kaube verteidigt Angriff auf die PSG

Von Johannes Stern, 12. Dezember 2014

Auf einer Podiumsdiskussion im Deutschen Theater in Berlin stellte sich der zukünftige Mitherausgeber der F.A.Z., Jürgen Kaube, erneut hinter die militaristischen und revisionistischen Standpunkte des Humboldt-Professors Jörg Baberowski.

Eindrucksvoller Dokumentarfilm über Naziverbrechen:

Night will fall

Von Paul Mitchell, 5. Dezember 2014

Der Film Night Will Fall beruht auf einer bemerkenswerten Arbeit: Der Film German Concentration Camps Factual Survey zeigt die furchtbaren Verbrechen des Holocaust aufrüttelnd und präzise.

PSG beantwortet Angriff der F.A.Z.

Von der Partei für Soziale Gleichheit, 3. Dezember 2014

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 1. Dezember hat einen Artikel veröffentlicht, der der Partei für Soziale Gleichheit (PSG) vorwirft, eine Diffamierungskampagne gegen den Historiker Jörg Baberowski zu führen.

„Im Labyrinth des Schweigens“ – ein Film über den Frankfurter Auschwitzprozess

Von Sybille Fuchs, 12. November 2014

Der Film von Giulio Ricciarelli setzt sich mit der Vorgeschichte des ersten Prozesses gegen KZ-Verbrecher vor einem bundesdeutschen Gericht auseinander, der Anfang der 1960er Jahre in Frankfurt stattfand.

Gaskammern des NS-Vernichtungslager Sobibor ausgegraben

Von Elisabeth Zimmermann, 7. Oktober 2014

Die Lager Sobibor, Belzec und Treblinka dienten der systematischen Vernichtung der Juden und Roma im „Generalgouvernement“, das von der Wehrmacht besetzte Teile Polens und der Ukraine umfasste.

„Die Kriegsministerin“ und der Stern

Von Denis Krassnin, 26. September 2014

Das Nachrichtenmagazin Stern besinnt sich seiner braunen Wurzeln – und trifft sich dabei mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Ein Versuch, Hitler zu rehabilitieren

Von Peter Schwarz, 23. September 2014

Das Magazin The European hat Adolf Hitler zum Titelthema erkoren und lässt Ernst Nolte mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Nazi-Führer zu Wort kommen.

75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs

Von Barry Grey, 2. September 2014

Angesichts der wachsenden sozialen Spannungen und der zunehmenden Wirtschaftskrise schüren die imperialistischen herrschenden Klassen leichtsinnig den Konflikt um die Ukraine, sodass ein offener Krieg zwischen der Nato und Russland droht.

Holocaust-Überlebende verurteilen Israels Massaker in Gaza

Von Bill Van Auken, 27. August 2014

Die prinzipielle und mutige Verurteilung des Massakers an Palästinensern ist ein Symptom für die existentielle Krise des Zionismus.

Die Lehren des 4. August

Von Ulrich Rippert, 5. August 2014

In dieser Woche jährt sich zum hundertsten Mal jener verhängnisvolle Tag, an dem die deutsche Sozialdemokratie den Kriegskrediten für den Ersten Weltkrieg zustimmte.

Steinmeier und das Massaker von Civitella

Von Johannes Stern, 9. Juli 2014

Am 29. Juni nahm der deutsche Außenminister an der Gedenkfeier zum 70. Jahrestags des von der Wehrmacht verübten Massakers im italienischen Civitella teil.

Ein großer sowjetischer Film über den Zweiten Weltkrieg

Nie wieder Krieg! Die Antikriegsbotschaft von Die Kraniche ziehen (1957)

Von Dorota Niemitz, 5. Juli 2014

Der Film ist die Geschichte zweier junger Leute, Boris und Weronika, die sich lieben und heiraten wollen. Sie schieben ihre Pläne auf, als die Wehrmacht 1941 in die UdSSR einfällt.

Das Tagebuch der Lena Muchina: ein wichtiges Dokument zur Blockade von Leningrad

Von Clara Weiss, 31. Mai 2014

„Lenas Tagebuch“ ist ein wichtiges historisches Dokument über eines der größten, aber oft vergessenen Kriegsverbrechen des deutschen Imperialismus.

Die faschistische Tradition des ukrainischen Nationalismus (2)

Von Konrad Kreft und Clara Weiss, 24. Mai 2014

Die enge Zusammenarbeit Deutschlands und der USA mit ukrainischen Faschisten hat eine lange Geschichte.

Die faschistische Tradition des ukrainischen Nationalismus (1)

Von Konrad Kreft und Clara Weiss, 23. Mai 2014

Die enge Zusammenarbeit Deutschlands und der USA mit ukrainischen Faschisten hat eine lange Geschichte.

Der zynische Umgang des Weißen Hauses mit dem Holocaust

Von Patrick Martin, 30. April 2014

Die Stellungnahme, die US-Präsident Obama am Montag anlässlich der jährlichen weltweiten Gedenkveranstaltungen für den Holocaust, eines der größten Verbrechen der jüngeren Geschichte, abgab, ist an schierer zynischer Doppelzüngigkeit schwer zu übertreffen.

„Shoah durch Erschießen“

Eine Dokumentation über den Holocaust in der Ukraine

Von Clara Weiss, 22. April 2014

Anfang des Jahres ist die französische Fernsehdokumentation über den Holocaust in der Ukraine mit deutschen Untertiteln auf DVD erschienen.

Zweiter Akt im Fall Gurlitt: Weitere Kunstwerke in Salzburg entdeckt

Von Verena Nees, 2. April 2014

In Gurlitts Salzburger Haus sind 238 weitere Bilder gefunden worden, hauptsächlich impressionistische Meisterwerke.

Die Bücherdiebin: Die Nazis und die Vernichtung der Kultur, damals und heute

Von Joanne Laurier, 19. März 2014

Der Film Die Bücherdiebin läuft seit einer Woche in den deutschen Kinos. Brian Percivals Film behandelt die Schreckensherrschaft in der Zeit der Novemberpogrome 1938. Er erinnert an die Auswirkungen der Nazibarbarei auf das Alltagsleben.

Antisemitismus und Russische Revolution (3)

Von Clara Weiss, 15. März 2014

Eine historische Studie von Ulrich Herbeck beleuchtet die Geschichte des Antisemitismus in Russland vom Zarenreich bis zum Ende des Bürgerkriegs 1922.

Die philosophischen und politischen Grundlagen der Geschichtsfälschung

Erfolgreiche Veranstaltung der IYSSE an der Humboldt Universität

Von unseren Korrespondenten, 12. Februar 2014

Knapp hundert Teilnehmer diskutierten am vergangenen Samstag über die Einladung von Robert Service, dem Verfasser einer diskreditierten Trotzki-Biografie, an die Berliner Humboldt Universität.

Ungarns Regierung nutzt Holocaust-Gedenkjahr für Geschichtsrevision

Von Markus Salzmann, 12. Februar 2014

Die ungarische Regierung bemüht sich, das autoritäre Regime von Miklos Horthy zu rehabilitieren, und verdeutlicht so ihre Nähe zur extremen Rechten.

Ein zeitgenössischer Bericht über die Novemberpogrome 1938

Von Elisabeth Zimmermann, 3. Januar 2014

Das erstmals in deutscher Sprache erschienene Buch „Eine Nacht im November 1938: Ein zeitgenössischer Bericht“ von Konrad Heiden schildert die Novemberpogrome 1938 aus zeitnaher Sicht.

Fünfzig Jahre nach dem Frankfurter Auschwitzprozess

Von Sybille Fuchs, 21. Dezember 2013

Ab dem 20. Dezember 1963 mussten sich zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland einige der persönlich und unmittelbar an der Vernichtungsmaschinerie des Nationalsozialismus Beteiligten vor Gericht verantworten.

Leo Trotzki über den Rath-Attentäter Grynszpan

13. November 2013

Im Februar 1939 verteidigte Leo Trotzki den 17-jährigen Herschel Grynszpan, dessen Anschlag auf den deutschen Diplomaten Ernst von Rath den Nazis als Vorwand für die Novemberpogrome diente, gegen Angriffe der Stalinisten.

Der Fall Gurlitt – Raubkunst der Nazis in München entdeckt

Von Verena Nees, 12. November 2013

Die Raubzüge der Nazis im Bereich der Kunst wurden nie geahndet. NS-Kunsthändler wie Hildebrand Gurlitt konnten nach dem Krieg unbehelligt ihrer alten Tätigkeit nachgehen.

Zum Tode von Marcel Reich-Ranicki (2. Juni 1920 – 18. September 2013)

Ein Anwalt der Literatur

Von Sybille Fuchs, 9. Oktober 2013

Mit dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki starb am 18. September eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des kulturellen Lebens in Deutschland.

Zum Tode von Marcel Reich-Ranicki (2. Juni 1920 – 18. September 2013)

Ein Anwalt der Literatur

Von Sybille Fuchs, 8. Oktober 2013

Mit dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki starb am 18. September eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des kulturellen Lebens in Deutschland.

Fünfundsiebzig Jahre Vierte Internationale

Von David North, 10. September 2013

Vor fünfundsiebzig Jahren, am 3. September 1938, wurde die Vierte Internationale auf einer Konferenz in einem Vorort von Paris gegründet.

Gaucks Staatsbesuch in Frankreich

Von Peter Schwarz, 6. September 2013

Der Besuch des Bundespräsidenten in Oradour-sur-Glane, wo die Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 642 Zivilisten umbrachte, gab dem französischen Präsidenten Hollande Rückendeckung für seine Kriegspläne gegen Syrien.

„Nazis im BND – Neuer Dienst und alte Kameraden“

Fernsehdokumentation von Christine Rütten

Von Bernd Reinhardt, 15. August 2013

Der von arte gezeigte Film vermittelt einen Überblick über die Kontinuität der braunen Diktatur hinter der mit bürokratischer Sorgfalt gepflegten Fassade einer demokratischen Bundesrepublik.

Was die Grünen über den bayerischen Verfassungsschutz nicht sagen

Von Sven Heymanns, 6. August 2013

Anfang vergangener Woche veröffentlichte die Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag eine Untersuchung zu den nationalsozialistischen Wurzeln des bayerischen Verfassungsschutzes.

93-jähriger KZ-Aufseher festgenommen

Von Elisabeth Zimmermann, 11. Mai 2013

Am vergangenen Wochenende wurde in Baden-Württemberg der ehemalige KZ-Aufseher Hans Lipschis festgenommen. Der 93-Jährige hatte jahrzehntelang unbehelligt in Deutschland und den USA gelebt.

80 Jahre seit Hitlers Machtergreifung

Von Peter Schwarz, 2. Februar 2013

Der Schlüssel, Hitler zu stoppen, lag in den Händen der Kommunistischen Partei. Doch diese verfolgte unter dem Einfluss Stalins eine zutiefst irrige Politik.

Eine große Heuchelei

Die deutsche Regierung ehrt die im Dritten Reich ermordeten Sinti und Roma

Von Bernd Reinhardt, 27. Oktober 2012

Am 24. Oktober wurde in Berlin unmittelbar neben dem Deutschen Bundestag das zentrale Denkmal für die 500.000 im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas eingeweiht.

SS-Massaker in Sant' Anna di Stazzema bleibt ungesühnt

Von Elisabeth Zimmermann, 5. Oktober 2012

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat die seit zehn Jahren laufenden Ermittlungen gegen die Beteiligten an einem der brutalsten Kriegsverbrechen eingestellt, das deutsche Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs in Italien verübt haben.

Kriegsverbrecher Csatáry in Budapest verhaftet

Von Markus Salzmann, 21. Juli 2012

Der 97-Jährige wird beschuldigt, während des Zweiten Weltkriegs an der Ermordung von 16.000 ungarischen Juden beteiligt gewesen zu sein.

SS-Kriegsverbrecher Klaas Carel Faber gestorben

Von Elisabeth Zimmermann, 9. Juni 2012

Am 24. Mai starb der SS-Kriegsverbrecher Klaas Carel Faber im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in Ingolstadt. Bis zu seinem Tod lehnte die deutsche Justiz alle Forderungen der niederländischen Behörden auf Auslieferung oder Absitzen seiner Strafe in Deutschland ab.

Bundesregierung informiert über NS-Vergangenheit von Staatsbeamten und Politikern

Von Sybille Fuchs, 12. Januar 2012

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage von Parlamentsabgeordneten macht deutlich, wie viele Alt-Nazis ihre Karrieren in Behörden und Ministerien der Bundesrepublik fortgesetzt haben.

Die Polizei im NS-Staat – Ordnung und Vernichtung

Von Verena Nees, 2. August 2011

Eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin dokumentiert die Beteiligung der Polizei am Massenmord und an der Vernichtungspolitik der Nazis.

Demjanjuk-Prozess in München beendet

Von Sybille Fuchs, 17. Mai 2011

Mit einem relativ milden Urteil ging in der letzten Woche in München einer der wohl letzten Prozesse gegen Nazi-Verbrecher zu Ende. John Demjanjuk wurde wegen Beihilfe zum Mord an 28.000 Juden im Vernichtungslager Sobibor zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt.

„Hitler und die Deutschen“ - ein Zerrbild der Geschichte

Zur Berliner Ausstellung über „Volksgemeinschaft und Verbrechen“

Von Verena Nees, 11. März 2011

Die Sonderschau „Hitler und die Deutschen“ blieb die Antwort auf die Frage schuldig, wie Hitler und die Verbrechen des Nationalsozialismus möglich waren. Sie war eher Ausdruck der allgemeinen Verwirrung über diese Frage und vermittelte eine sehr subjektive Sicht der Dinge.

Klaus Barbie, der „Schlächter von Lyon“ war Agent des BND

Von Dietmar Henning, 20. Januar 2011

Unter dem Decknamen „Adler“ lieferte Barbie, der damals Klaus Altmann hieß, im Jahr 1966 mindestens 35 politische Berichte an den BND.

„Das Amt“ – und seine Verteidiger

Von Peter Schwarz, 12. Januar 2011

Der Bericht der Unabhängigen Historikerkommission über die Rolle des Auswärtigen Amtes im Dritten Reich hat heftigen Widerspruch ausgelöst.