World Socialist Web Site


Versammlungen
mit Jerry White
in Deutschland
und Großbritannien


Berlin, 16. Oktober
Frankfurt, 17. Oktober

Mailinglist
Email-Adresse eintragen, um über Neuerscheinungen
im WSWS informiert
zu werden


Eintragen
Entfernen
Suche im WSWS



Ein Appell
an unsere Leser

Unterstützt die WSWS!

Heute neu !
Aktuelle Analysen
Kunst & Kultur
Wissenschaft
& Technik

Soziales
Arbeitskämpfe
Geschichte
Philosophie
Korrespondenz
Polemik
Monatsarchiv
Über das WSWS
Über das IKVI

Erklärungen
der Redaktion

Flugblätter

Arbeiterpresse
Verlag

ANDERE
SPRACHEN
Englisch

Französisch
Italienisch
Spanisch
Portugiesisch
Russisch
Polnisch
Tschechisch
Serbo-Kroatisch
Türkisch
Indonesisch
Singhalesisch
Tamilisch

HIGHLIGHTS

Nein zu Obama und McCain! Unterstützt die sozialistische Alternative 2008! Baut die Socialist Equality Party auf!

Die Wall Street-Krise
und der Niedergang des amerikanischen Kapitalismus

1968 - Generalstreik und Studentenrevolte in Frankreich

Marxismus, Geschichte und sozialistisches Bewusstsein
von David North

Neue Ausgabe
der gleichheit

  WSWS : WSWS/DE : Aktuelle Analysen : Amerika : Nordamerika

Druckversion

Tausende demonstrieren in Berlin gegen die Hinrichtung Abu-Jamals

Von Andy Niklaus
17. Februar 2000

Als Bestandteil einer weltweiten Solidaritätskampagne für den afro-amerikanischen Journalisten und Buchautoren Mumia Abu-Jamal fand am 5. Februar eine zentrale Demonstration in Berlin statt. Abu-Jamal, der angeblich einen Polizisten ermordet haben soll, sitzt in den USA trotz überwältigender Beweise für seine Unschuld seit 17 Jahren in der Todeszelle und kämpft gegen seine Hinrichtung.

Über 8.000 meist jungen Teilnehmer beteiligten sich an der Demonstration um das Leben Abu-Jamals und gegen die Todesstrafe. Es war die dritte und bisher größte in Deutschland. Vier Monate lang hatte eine bundesweite Mobilisierung für die Demonstration unter dem Motto "Stoppt die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal! - Für einen neuen fairen Prozess!" stattgefunden.

Aufgerufen hatte ein breites Aktionsbündnis aus linken Gruppen, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen sowie der PDS. Die Demonstration bewegte sich vom Rosa-Luxemburg Platz, vorbei an der amerikanischen Botschaft, zum Gendarmenmarkt im östlichen Zentrum von Berlin. Mit Ausnahme von zehn vorübergehenden Verhaftungen gab es, im Gegensatz zu den vorangegangenen Demonstrationen, keine größeren polizeilichen Übergriffe.

In zahlreichen Redebeiträgen wurde die Neuaufnahme des Prozesses gegen Mumia und die Abschaffung der Todesstrafe weltweit gefordert. Abu-Jamal forderte in seinem auf der Demonstration abgespielten Beitrag angesichts von "global vernetzten Kräften, die Menschen und Natur ausbeuten und unterdrücken", einen "international und weltweit" vernetzten "Widerstand".

In den bürgerlichen Medien wurde über die Demonstration kaum berichtet. Die großen Tageszeitungen erwähnten sie gar nicht. Vertreter der regierenden SPD und der Grünen waren nicht anwesend. Außer einigen PDS- Parlamentariern waren keine Vertreter des Bundestags mit dabei. Dennoch ist in den vergangenen Jahren die Teilnehmerzahl bei Solidaritätsaktionen für Abu-Jamal kontinuierlich angestiegen. Viele Jugendliche, Schüler und Studenten kamen aus verschiedenen Teilen Europas, wie aus Italien, Dänemark, Frankreich, der Schweiz und Österreich.

Ein Reporterteam des World Socialist Web Site beteiligte sich mit einem Informationsstand und verteilte ein Flugblatt, in dem auf die politischen Aufgaben im Kampf gegen die Todesstrafe und den Abbau demokratischer Rechte aufmerksam gemacht wurde. Viele Teilnehmer verbanden, den Kampf für Abu-Jamals Freiheit mit der sozialen Frage.

Schon vorab hatten mehrere Veranstaltungen dazu stattgefunden. Am 4. Februar fand in Berlin eine gemeinsame Pressekonferenz von Mumias Anwalt Len Weinglass und dem Vorsitzenden der PDS-Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, statt. Beide kritisierten das Verhalten der amerikanischen Justiz und forderten die Abschaffung der Todesstrafe.

Siehe auch:
Die politischen Aufgaben bei der Verteidigung von Mumia Abu-Jamal
(2. März 1999)

 

Seitenanfang

Bitte senden Sie Ihren Kommentar an: wsws@gleichheit.de!.



Copyright 1998 - 2008
World Socialist Web Site
Alle Rechte vorbehalten!