Der Brand im Grenfell Tower: Anatomie einer Katastrophe

Rede des IYSSE-Mitglieds Thomas Scripps bei einer Veranstaltung der Socialist Equality Party (Großbritannien)

Von Thomas Scripps
16. September 2017

Wir veröffentlichen hier die Rede des britischen Mitglieds der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE), Thomas Scripps, die er auf der Veranstaltung der Socialist Equality Party (Großbritannien) am 19. August 2017 zu dem Brand im Grenfell Tower in London hielt. Sein Bericht erläutert die Hintergründe und Umstände der Grenfell-Tragödie.

Der Brand im Grenfell Tower hat jeden Aspekt des Lebens in Großbritannien beeinflusst, und zwar in einem solchen Maße, dass man sagen kann: Die Politik in diesem Land lässt sich in eine Zeit vor und nach Grenfell unterteilen.

Die Fakten sind erschreckend. Mindestens 80 Tote wurden bestätigt, und die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Noch entsetzlicher sind die Umstände, die zum Tod so vieler Männer, Frauen und Kinder geführt haben. Sie wurden aus ihrem Schlaf gerissen und erwachten in einer Realität, die schlimmer ist, als jeder Albtraum.

Viele verstehen, dass diese Brandkatastrophe nicht nur eine Tragödie, sondern auch ein Verbrechen darstellt. Sie war das Ergebnis bewusster Entscheidungen. Die Verantwortlichen kannten die lebensbedrohlichen Konsequenzen, aber haben diese aus Profitgier in Kauf genommen.

Die Umstände, die zum Feuer im Grenfell Tower geführt haben, sind vielen bekannt. Wenn ein Anwalt mit dem Fall beauftragt wäre, dann stände er erst am Anfang eines monatelangen Prozesses, in den ein ganzes Mitarbeiterteam, viele Experten und Zeugen involviert wären und in dem vor allem die Angeklagten unter Eid befragt werden würden.

Es ist politisch notwendig, aufzuzeigen, warum der Brand im Grenfell Tower ein Verbrechen gegen die Arbeiterklasse ist, für das der Kapitalismus, die großen Banken und Konzerne, die herrschenden Eliten, deren politische Vertreter und der gesamte Staatsapparat verantwortlich ist – und warum wir das Grenfell-Inferno als sozialen Mord bezeichnen.

Am Mittwoch, den 14. Juni, sechs Minuten vor ein Uhr nachts, wurde ein kleines Feuer in einer Küche der vierten Etage eines 24-geschossigen Wohnhauses im Londoner Bezirk North Kensington gemeldet. Ein Gefrierschrank hatte Feuer gefangen.

Noch bevor die angerückten Feuerwehrmänner es bemerkten, waren die Flammen durch die Fenster gedrungen und hatten die Gebäudeverkleidung und Wärmedämmung in Brand gesetzt.

Das Feuer stieg in Windeseile an der Außenseite hoch und erfasste das gesamte Gebäude.

Wir haben ein Video erstellt, in dem einige Hintergründe erklärt werden und das ich Euch jetzt zeigen möchte:

Das Grenfell-Inferno – Ein sozialer Mord

Lasst mich diese Hintergründe der Reihe nach erläutern. Beginnen möchte ich mit der Frage, wie und warum die Gemeindeverwaltung des Stadtbezirkes Royal Borough of Kensington and Chelsea und deren Hausverwaltungsfirma den Grenfell Tower in eine Todesfalle verwandelt haben.

Im Jahre 1996 wurde der gesamte Wohnungsbestand – etwa 10.000 Immobilien – an die Kensington and Chelsea Tenant Management Organisation (KCTMO) übertragen.

Die KCTMO fungiert als Arms Length Management Organisation (ALMO), eine Hausverwaltungsfirma, die vom Bezirk eingesetzt wird und deren Profite nicht besteuert werden. Dieser Umstand macht das Geschäft für alle Betroffenen sehr lukrativ. Laut dem britischen Fernsehsender Channel 4 lassen sich folgende Fakten festhalten:

Die Managementvergütung teilt sich auf in:

Die lokale Initiative „Grenfell Action Group“ und viele Bewohner hatten sich seit langem über die Sicherheitsrisiken in dem alternden Wohnblock beschwert. So zum Beispiel über die ungeklärten Stromstöße, die für das anfängliche Feuer verantwortlich gewesen sein könnten, oder über die Tatsache, dass die Brandschutzeinrichtungen, einschließlich der Feuerlöscher, im Jahr 2013 seit 12 Monaten nicht geprüft worden waren.

Wie wir wissen, gab es im Grenfell Tower keine Sprinkleranlage, kein zentrales Feueralarmsystem und nur ein Treppenhaus.

Judith Blakeman, Beisitzerin des KCTMO-Vorstandes und gleichzeitig Vertreterin im Ausschuss für Wohnungs- und Immobilienprüfung des Gemeinderates, hatte in letzterer Funktion im Dezember 2015 die Forderungen der Grenfell Action Group nach einer Untersuchung der KCTMO zurückgewiesen.

Im Rahmen der Gentrifizierung der ganzen Gegend wurde 2009 auch für das Gelände des Grenfell Tower ein Plan entworfen, der den Abriss des Gebäudes vorsah.

Das Urban Initiative Studio wurde beauftragt, einen Plan für Notting Barns South auszuarbeiten, einem 18 Hektar großen Gebiet in North Kensington, das die Wohnblöcke Silchester Estate und Lancaster West Estate umfasst, wo sich auch der Grenfell Tower befindet.

Der Gentrifizierungsplan von Urban Initiative Studio, der auch den Abriss des Grenfell Towers vorsah

In einer Kurzfassung des Berichtes heißt es:

Der überwiegende Teil der Immobilien sollte ersetzt werden durch:

Das bedeutet für den Grenfell Tower:

Weiter unten in dem Dokument heißt es:

Dieser Plan wurde nicht umgesetzt, weil der Gemeinderat nach der Finanzkrise 2008 kalte Füße bekam. Stattdessen beschlossen sie, eine kosmetische Sanierung vorzunehmen, bekannt als „Early Value Option“. Ziel war es, das Gebäude zu verkleiden und neue Fenster einzusetzen, damit es ansehnlicher aussieht, statt die vielen Mängel des Hauses zu beheben.

Im Bauantrag von 2014 steht:

Nachdem der Gemeinderat 2012 ein Angebot für die Gebäudeverkleidung in Höhe von 11,3 Millionen Pfund abgelehnt hatte, entschieden sich die Beamten für eine entflammbare Version für 8,7 Millionen Pfund, die der Hersteller Rydon geboten hatte. Um den Vertrag zu gewinnen, musste Rydon sein ursprüngliches Angebot sogar noch um 693.000 Pfund senken.

Das Bauunternehmen Harley Curtain Wall bekam 2015 einen 2,6 Millionen Pfund schweren Auftrag von Rydon, um die Fassade mit Reynobond-PE-Panels zu verkleiden. Die anfallenden Kosten wurden dabei um 300.000 Pfund reduziert, indem Zinkplatten mit einem feuerhemmenden Kern durch günstigere, brennbare Aluminiumplatten ersetzt wurden. Ebenso wurden geplante Schachtplatten und Belüftungsgitter für die Gasanlagen nicht angebracht. Dutzende Gasrohre blieben somit ohne Verkleidung, was eine Kostenersparnis von 60.000 Pfund einbrachte.

Unter die Fassadenverkleidung wurde eine Isolierschicht zur Wärmedämmung der Firma Saint Gobain UK eingesetzt. Fängt diese an zu brennen, entstehen riesige Mengen an Blausäure – eine Chemikalie, die zum Tod vieler Menschen im Grenfell Tower geführt hat.

Das Unternehmen Harley Curtain Wall wurde 2016 unter Insolvenzverwaltung gestellt, weil es Steuerschulden in Höhe von 2,5 Millionen Pfund nicht beglichen hatte. Der Geschäftsführer Ray Bailey durfte das Unternehmen für 24.900 Pfund aufkaufen und unter dem Namen Harley Facades weiterbetreiben.

So standen die Dinge in der Nacht des 14. Juni. Das Gebäude war eine Todesfalle.

Ein Vergleich zeigte auf, dass das Baumaterial der Grenfell-Verkleidung ebenso brennbar war, wie wenn man 50 Tonnen Sperrholz um das Gebäude gewickelt hätte. Oder, wie es ein Architekt der Gruppe „Architects for Social Housing“ formulierte: „Sie hätten das Gebäude ebenso gut mit 10-Pfund-Scheinen verkleiden können, die vorher in Napalm getaucht wurden.“

Ein zweites Merkmal der Grenfell-Tragödie sind die Umstände der Rettung. Die Arbeit der Feuerwehrmänner, die mit großartigem Einsatz und heroischem Mut 68 Menschen vor dem sicheren Tod retteten, wurde durch die Kürzungen bei der Feuerwehr, die der Gemeinderat und die Regierung durchgesetzt hatten, erschwert.

Der Gemeinderat von Kensington and Chelsea wurde bereits 2010 gewarnt, dass der Bau einer neuen Oberschule neben dem Grenfell Tower den Zugang für die Rettungswagen behindern würde.

Ein Artikel der Grenfell Action Group vom Januar 2013 verwies auf eine weitere Gefahr an der Südseite des Gebäudes:

Der Screenshot zeigt einen Artikel auf der Website der Grenfell Action Group, der 2013 Pläne für eine weitere Einschränkung des Notzugangs für Einsatzwagen zum Grenfell Tower kritisierte.

Im November 2016, nur einige Monate vor dem tragischen Feuer, warnte die Organisation:

„KCTMO – Das Spiel mit dem Feuer!“: Warnung der Grenfell Action Group 2016

Die Londoner Feuerwehr, die nach Jahren der Kürzungen unterbesetzt und mit ungenügenden Mitteln ausgestattet ist, stand dem Feuer am 14. Juni völlig unvorbereitet gegenüber.

Zwei Feuerwehrfahrzeuge wurden um 12:59 von der North Kensington Feuerwache entsandt und waren vier Minuten später vor Ort. Am Ende mussten etwa 200 Einsatzkräfte und 40 Löschfahrzeuge anrücken.

Dennoch erwies sich die bereitgestellte Ausrüstung als vollkommen unzureichend.

Der Wasserstrahl der Feuerwehrschläuche, die anfangs auf die brennenden Außenwände gerichtet waren, erreichte kaum den vierten Stock, sodass das Wasserversorgungsunternehmen Thames Water aufgefordert werden musste, den Wasserdruck zu erhöhen. Ein ehemaliger Mitarbeiter von Thames Water enthüllte gegenüber der WSWS, dass in den letzten 15 Jahren eine gezielte Politik betrieben wurde, den Wasserdruck zu senken, um Schäden in den Wasserleitungen zu mindern.

Doch auch mit erhöhtem Wasserdruck fehlte den Feuerwehrkräften die nötige Ausrüstung.

Eine 30 Meter hohe Drehleiter, die die zehnte Etage erreichen konnte, kam erst eine halbe Stunde, nachdem das Feuer bereits weiter nach oben geklettert war.

Eine 67 Meter hohe Drehleiter musste aus Surrey anrücken, da die Londoner Feuerwehr keine hatte. Sie kam erst mehrere Stunden später an.

Die Funkkommunikation funktionierte nicht ordnungsgemäß bzw. ab dem zehnten Stockwerk überhaupt nicht mehr. Die Feuerwehrleute hatten nicht genug Atemschutzgeräte zur Langzeitversorgung mit Sauerstoff, so dass sie nur bis zur 15. Etage vordringen konnten.

Dies sind die Fragen, die in der Grenfell-Katastrophe unmittelbar zum Ausdruck kommen:

All diese Aspekte verweisen auf den größeren gesellschaftlichen Kontext, in dem die Tragödie stattgefunden hat.

Betrachten wir die Situation in London im größeren Zusammenhang.

Großbritanniens Hauptstadt ist die Stadt mit der größten sozialen Polarisierung im ganzen Land. Ja, es gibt Regionen, die noch ärmer sind und in denen die sozialen Einschnitte die Menschen noch härter getroffen haben. Aber nirgendwo sonst ist die Kluft zwischen dem Leben der Superreichen und dem Leben von Millionen Arbeitern so groß und unübersehbar wie hier.

Der Gemeinderat von Kensington and Chelsea war so erpicht darauf, den sozialen Wohnungsbau zu zerstören und Grenfell ein kosmetisches Facelifting zu verpassen, weil er damit Millionen verdienen kann.

Wir sprechen von Großbritanniens wohlhabendstem Stadtviertel mit den höchsten Immobilienpreisen Londons von durchschnittlich 1,37 Millionen Pfund im vergangenen Jahr. Hier liegt die teuerste Straße Großbritanniens, Victoria Road, mit einem durchschnittlichen Immobilienpreis von 8 Millionen Pfund.

London und sein Immobilienmarkt sind das internationale Zentrum für Spekulation und Finanzparasitismus. Ganze sechzig Prozent der Wolkenkratzer und ein großer Teil der Luxusvillen und -wohnungen sind im Besitz von ausländischen Unternehmen oder reichen Eigentümern, die selten oder niemals einen Fuß in ihre Immobilien setzen. Tatsächlich gibt es 20.000 „Geisterhäuser“, die mehrere Millionen wert sind, jedoch noch nie bewohnt waren.

Im Gegensatz dazu gibt es in London eine Viertelmillion Haushalte, die auf Wartelisten für Sozialwohnungen stehen, und eine weitere Viertelmillion Haushalte, mit 320.000 Kindern, die in überfüllten Unterkünften hausen müssen.

One Hyde Park

Lasst uns einen Blick auf Londons teuerste Residenz, den One Hyde Park in Knightsbridge im Royal Borough of Kensington and Chelsea, werfen.

In den Häusern befinden sich 86 Wohnungen, darunter die teuerste Wohnung der Welt, die für 140 Millionen Pfund verkauft wurde.

In Kensington Palace Garden liegen zwei weitere Villen, die zu den Top 10 der teuersten Immobilien gehören – die Häuser der Oligarchen Lakshmi Mittal und Roman Abramowitsch, deren Nachbarn Prince William und seine „strahlende“ Frau Kate sind.

Der Gemeinderat von Kensington and Chelsea kann deshalb enorme Profite einstreichen. Allein der Verkauf von zwei Drei-Zimmer-Wohnungen im südlichen Teil des Bezirks brachte ihm eine Summe von 4,5 Millionen Pfund ein.

Auch schloss er Deals von fast 50 Millionen Pfund mit Bauträgern ab, denen ermöglicht wurde, die gesetzlichen Vorgaben zum Bau von „bezahlbaren Unterkünften“ in ihren Luxusprojekten zu umgehen. In einem Fall wurde ein Deal von 12,1 Millionen Pfund ausgehandelt.

Von diesen Finanzmitteln wurde nichts darauf verwendet, um den Sozialbau an anderen Orten im Bezirk zu fördern oder bestehende Wohneinheiten zu sanieren. Stattdessen häufte der Gemeinderat „nützliche Reserven“ von über 280 Millionen Pfund an.

Zwar wurde von dem Abriss des Grenfell Towers letztendlich abgesehen, doch das ist die Ausnahme, nicht die Regel.

Im Juli 2015 machte die Grenfell Action Group darauf aufmerksam, dass der Gemeinderat beschlossen hatte, 10 Millionen Pfund für die vorübergehende Unterbringung „in London, im M25-Gebiet [dem äußeren Londoner Ring] und in den südlichen Landkreisen“ bereitzustellen. Das war ein Schritt hin zur „sozialen Säuberung“ des Stadtviertels.

Bis zum Frühjahr 2016 hatte der Rat bereits 1.668 obdachlose Haushalte in vorrübergehende Unterkünfte außerhalb des Bezirks untergebracht. Nach Newham, das von der Labour Party regiert wird, ist das die höchste Anzahl in England.

Seit 2011 wurden in Kensington and Chelsea lediglich 336 bezahlbare Wohneinheiten gebaut. Es gibt 1.857 leere Wohnungen, während sich die Zahl der Obdachlosen in den letzten fünf Jahren verdoppelt hat.

Um es nochmal deutlich zu sagen: Es sind nicht nur die konservativen Tories, die „soziale Säuberungen“ durchführen. Weit gefehlt.

In London werden mindestens 214 städtische „Erneuerungspläne“ umgesetzt, die zu einem Verlust von 7.332 Sozialmietwohnungen führen werden. Gerade die Gemeinderäte, die von der Labour Party regiert werden, gehören in mancher Hinsicht zu den schlimmsten Übeltätern – insbesondere in Newham, Lambeth und Haringey. Während dieses schmutzige Spiel der Spekulation und Plünderung stattfand, wurden die grundlegenden Dienstleistungen, auf die Millionen Menschen angewiesen sind, ausgehöhlt. Die Feuerwehr ist nur ein Beispiel.

2012 forderte Boris Johnson, der damalige Oberbürgermeister und jetzt amtierende konservative Außenminister, Einsparungen bei der Londoner Feuerwehr in Höhe von 65 Millionen Pfund – eine Reduzierung des jährlichen Etats von 448 Millionen Pfund um 15 Prozent. Zehn Feuerwehrstationen wurden geschlossen und 600 Stellen gekürzt. Drei Jahre später sparte er 13 Löschfahrzeuge ein, was die Anzahl der Feuerwehrautos in London um ein Viertel verringerte.

Die leerstehenden Feuerwehrstationen wurden zu einem Preis von 1,5 Millionen Pfund instandgehalten, bevor acht von zehn für 55 Millionen Pfund verkauft und in Luxuswohnungen verwandelt wurden.

Boris Johnson hat zweifelsohne Blut an seinen Händen.

Grenfell hat die Dimension einer nationalen Katastrophe angenommen.

Das 22-stöckige Gebäude Thorn Court in Salford, bei dem einige Teile der brennbaren Verkleidung entfernt wurden.

Die Liste könnte um Tausende Schulen, Studentenwohnheime und Krankenhäuser erweitert werden.

Darüber hinaus gibt es Berichte über Hausbrände aufgrund von entflammbaren Gebäudeverkleidungen im Nahen Osten, Australien und anderswo – Grenfell hat internationale Dimensionen.

Tatsächlich gingen dem Feuer im Grenfell Tower mindestens zwanzig Großbrände in Hochhäusern auf der ganzen Welt voraus, in denen auch die brennbare Verkleidung ausschlaggebend war.

Ein letzter Punkt muss gemacht werden. Man sollte meinen, die Behörden würden sich jetzt von ihrer besten Seite zeigen. Schließlich ruhen die Augen der ganzen Welt auf ihnen. Millionen sind entsetzt über die Brandkatastrophe, und vielen Verantwortlichen könnten Strafanzeigen drohen.

Doch auch jetzt werden die Grenfell-Überlebenden erbärmlich behandelt. Man lässt sie in Hotelzimmern zurück und bietet ihnen noch nicht einmal angemessene Unterkünfte an. Und bislang wurden von den 19 Millionen Pfund, die die Wohlfahrtsverbände von der Bevölkerung gesammelt haben, lediglich 3 Millionen verteilt!

Das beweist nur eines: Moralische Appelle an die herrschende Klasse werden der Arbeiterklasse nichts nutzen. Sie muss eine neue politische Richtung einschlagen und ein unabhängigen Kampf für eine sozialistische Gesellschaft führen, die nach den Interessen und Bedürfnissen der Mehrheit der Bevölkerung, nicht der Superreichen, organisiert ist.

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