Der Fall der Profitrate

Nick Beams beantwortet eine Leserfrage

4. April 2000

Die folgende Frage über das Gesetz der fallenden Profitrate stellte ein Leser aus Deutschland. Die Antwort stammt von Nick Beams, Mitglied der Redaktion des wsws.

Liebe Redaktion,

in Ihrem Artikel "Marxistischer Internationalismus und radikale Protestpolitik" schreiben Sie über den Fall der Profitrate, wie er von Marx vorhergesagt wurde.

In einer Antwort auf einen Leserbrief führen Sie weiterhin aus, dass sich die Profitrate innerhalb der gesamten Wirtschaft angleicht. Die Annahme dieser Gesetzmäßigkeiten ist im Rahmen der marxistischen Ökonomie auch konsequent.

Ich frage mich aber, wie trotzdem die gesamte Wirtschaft oder zumindest die Branchen, die modernere Produktionsmittel verwendeten, nach dem 2. Weltkrieg über Jahrzehnte hinweg höhere Profitraten erwirtschaften konnten, als dies vor dem Krieg der Fall war. Dies schildern Sie in Teil 2 Ihres Artikels.

Weiterhin frage ich mich, ob es vor diesem Hintergrund notwendig ist, dass der Kapitalismus in unserer Zeit zusammenbricht. Es könnte schließlich sein, dass wie im Nachkriegsboom wieder neue Produktionstechniken entwickelt werden, die eine hohe Profitrate gewährleisten. Sie werden diese Perspektive wahrscheinlich ablehnen. Wenn Sie dies aber tuen, müssen Sie aber einen qualitativen Unterschied zwischen der kapitalistischen Wirtschaft 1945 und der kapitalistischen Wirtschaft 2000 aufzeigen.

Da ich mich auch als Gegner des Kapitalismus sehe, geht es mir hierbei weniger darum Marx zu widerlegen, als nachzufragen warum Marx‘s Theorien trotz des Nachkriegsbooms wahr sind.

Ihr F.R.

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Lieber F.R.,

Ihr Brief zur Frage der Profitrate wirft einige wichtige Fragen auf, die eine recht ausführliche Antwort erfordern.

Zunächst einmal behauptete Marx nicht, dass die Profitrate stets und überall kontinuierlich falle. Er zeigte vielmehr auf, dass der Fall der Profitrate eine Tendenz darstellt, die sich, wie alle Gesetze der kapitalistischen Produktion, als Tendenz auf Dauer auswirkt und durchsetzt.

Marx bezeichnete diese Tendenz als das vom historischen Gesichtspunkt her wichtigste Gesetz der politischen Ökonomie, und zwar deshalb, weil der tendenzielle Fall der Profitrate eine ständige Revolutionierung der Produktivkräfte erzwingt - auf diese Weise versucht das Kapital ihren Folgen zu entkommen.

Bevor ich im einzelnen auf Ihre Frage eingehe, möchte ich dieses Gesetz kurz grundlegend umreißen. Der Ursprung des Mehrwerts und des Profits liegt im Unterschied zwischen dem Wert der Arbeitskraft (der Fähigkeit zu arbeiten, die der Arbeiter dem Kapitalisten per Lohnvertrag verkauft) und jenem Wert, der durch den Einsatz dieser Arbeitskraft im Produktionsprozess geschaffen wird. Beides sind zwei durchaus unterschiedliche Größen, und dieser Unterschied macht den Mehrwert aus, den der Kapitalist einstreicht.

Marx erläutert, dass man den Arbeitstag in zwei Bestandteile zerlegen kann. Ein Teil umfasst die Zeit, während der der Arbeiter den Wert seiner eigenen Arbeitskraft reproduziert (notwendige Arbeit), der Rest des Arbeitstages - die darüber hinaus gehende Zeit - stellt überschüssige Arbeit oder Mehrarbeit dar.

Die Mehrwertrate ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen diesen beiden Bestandteilen. Wenn beispielsweise ein achtstündiger Arbeitstag in vier Stunden notwendige und weitere vier Stunden Mehrarbeit aufgeteilt wird, dann beträgt die Mehrwertrate 4/4 bzw. 100 Prozent.

Die Profitrate hingegen errechnet sich aus dem Verhältnis des Mehrwerts zum gesamten Kapital, das im Produktionsprozess zum Einsatz kommt. Das Gesamtkapital wiederum zerfällt in zwei Bestandteile: das konstante Kapital, d.h. die Produktionsmittel (Rohstoffe und Maschinen, die während des Produktionsprozesses benutzt werden) und jenes Kapital, das zum Erwerb der Arbeitskraft ausgelegt wird.

Die Profitrate ergibt sich aus dem Verhältnis des Mehrwert zu dem im Produktionsprozess eingesetzten Gesamtkapital. Wenn das Gesamtkapital beispielsweise mit 100 angesetzt wird, bestehend aus konstantem Kapital in der Größenordnung von 80 und variablem Kapital von 20, und zugleich die Mehrwertrate 100 Prozent beträgt, was bedeutet, dass der Produktionsprozess einen Mehrwert von 20 hervorbringt, so ist die Profitrate 20/100 bzw. 20 Prozent.

Der tendenzielle Fall der Profitrate ergibt sich daraus, dass mit steigender Arbeitsproduktivität der Anteil des konstanten Kapitals am Produktionsprozess wächst. Das heißt, der Anteil der zugeführten lebendigen Arbeit geht im Verhältnis zu den Produktionsmitteln, die sie in Bewegung setzt, tendenziell zurück. Da jedoch die lebendige Arbeit die einzige Quelle des Mehrwerts darstellt, folgt daraus, dass die Profitrate, die sich aus dem Verhältnis zum eingesetzten Gesamtkapital errechnet, tendenziell ebenfalls sinkt.

Nehmen wir ein Kapital von 200, bestehend aus konstantem Kapital von 180 und variablem Kapital von 20. Bei einer Mehrwertrate von 100 Prozent, die einem Mehrwert von 20 entspricht, haben wir bei diesem Kapital eine Profitrate von 20/200 bzw. 10 Prozent.

Der tendenzielle Fall der Profitrate ist die Triebkraft hinter der Entwicklung neuer Technologien und der Revolutionierung der Produktivkräfte, die Marx als Charakteristikum der kapitalistischen Produktionsweise bezeichnete.

Wie ich in meinem Briefwechsel mit RS bereits ausführte, und wie Sie in Ihrem Brief bemerken, gleicht sich die Profitrate in der Gesamtwirtschaft an. Jeder Teil des Kapitals erhält gemäß seinem Anteil am Gesamtkapital einen entsprechenden Anteil an der Gesamtmasse des Mehrwerts, die aus der Arbeiterklasse gepresst wird. Dieser Prozess wird vom Markt reguliert. Der Preis, den jeder Teil der Kapitalistenklasse für die von ihm produzierten Waren erzielt, wird um die Größe schwanken, die ihm die durchschnittliche Profitrate einbringt.

Wenn jedoch ein einzelner Kapitalist in der Lage ist, seine Produktionskosten unter den gesellschaftlichen Durchschnitt zu senken, dann wird er zumindest vorübergehend einen höheren Profit erzielen. Angesichts eines Absinkens der durchschnittlichen Profitrate werden einzelne Teile des Kapitals versuchen, dieser Tendenz durch die Einführung neuer Technologien entgegenzuwirken, die ihnen eine Absenkung der Produktionskosten unter den gesellschaftlichen Durchschnitt ermöglichen. Natürlich ergibt sich dieser Nutzen nur so lange, bis die neuen Methoden allgemein gebräuchlich werden und die effizienteren Produktionsmethoden selbst zum gesellschaftlichen Durchschnitt werden.

Die Entwicklung neuer Produktionsmethoden versetzt bestimmte Teile des Kapitals in die Lage, dem tendenziellen Fall der Profitrate entgegen zu wirken. Doch dies erklärt natürlich noch nicht, weshalb technologischer Wandel insgesamt zu einer gesteigerten Profitrate führen kann.

Dies kann er nur, wenn der technologische Wandel die Produktivität der Arbeit derart steigert, dass in der Gesamtwirtschaft die notwendige Arbeit abnimmt und die Mehrarbeit zunimmt. Mit anderen Worten, während die technologische Entwicklung den Anteil des konstanten Kapitals steigert und damit die Durchschnittsprofitrate senkt, erhöht sie gleichzeitig auch den erzielten Mehrwert und führt damit tendenziell zu einer höheren Profitrate. Wenn die Steigerung der Mehrarbeit hinreichend groß ist, kann der Fall der Profitrate aufgehalten oder sogar umgekehrt werden.

Diese Analyse führt natürlich sofort zu der Frage: ist es möglich, dass die technologische Innovation dem tendenziellen Fall der Profitrate dauerhaft entgegenwirkt, indem sie die notwendige Arbeit reduziert und die Mehrarbeit steigert, oder wohnen diesem Prozess innere Schranken inne?

Kehren wir zu unserer Darstellung des Arbeitstags zurück. Nehmen wir an, dass er zunächst in vier Stunden notwendige und vier Stunden zusätzliche Arbeitszeit aufgeteilt war. Nehmen wir weiter an, dass technologische Neuerungen die notwendige Arbeit von vier auf zwei Stunden reduzieren. Die Mehrarbeit wird von vier auf sechs Stunden anwachsen - eine Steigerung um 50 Prozent. Nehmen wir an, eine weitere Welle technologischer Entwicklungen reduziert die notwendige Arbeit weiter von zwei Stunden auf eine Stunde. Die Mehrarbeit wird von sechs auf sieben Stunden wachsen - was diesmal nur noch 16,66 Prozent Steigerung entspricht. Dieses Beispiel zeigt, dass jede neue Welle technologischer Neuerung prozentual eine kleinere Steigerung der Mehrarbeit bewirkt.

Zusammenfassend schrieb Marx hierzu: "Je größer der Surpluswert des Kapitals vor der Vermehrung der Produktivkraft, je größer das Quantum der vorausgesetzten Surplusarbeit oder Surpluswerts des Kapitals, oder je kleiner bereits der Bruchteil des Arbeitstags, der das Äquivalent des Arbeiters bildet, die notwendige Arbeit ausdrückt, desto geringer ist das Wachstum des Surpluswerts, den das Kapital von der Vermehrung der Produktivkraft erhält. Sein Surpluswert steigt, aber in immer geringrem Verhältnis zur Entwicklung der Produktivkraft. Je entwickelter also schon das Kapital, je mehr Surplusarbeit es geschaffen hat, umso furchtbarer muss es die Produktivkraft entwickeln, um sie nur in geringem Verhältnis zu verwerten,... Die Selbstverwertung des Kapitals wird schwieriger im Maße wie es schon verwertet ist." (Marx, Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie, Berlin 1974, S. 246)

Auf der Grundlage dieser theoretischen Analyse können wir uns nun den Veränderungen in der Akkumulation des Mehrwerts zuwenden, die in der Periode nach dem Zweiten Weltkrieg vonstatten gingen.

In letzter Analyse beruhte der Nachkriegsboom darauf, dass die produktiveren Fließbandmethoden zur Massenproduktion, die der amerikanische Kapitalismus erstmals entwickelt hatte, auf Europa und Japan ausgeweitet wurden. Der Marshallplan für den Wiederaufbau Europas, der im Juni 1947 in Kraft trat, zielte nicht nur auf eine Steigerung der Nachfrage ab, um eine Ausdehnung der europäischen Märkte zu finanzieren. Er schuf vor allem die notwendigen Rahmenbedingungen für die Investition von Kapital, indem er die wirtschaftlichen Schranken zwischen den europäischen Staaten beseitigte, die in den zwanziger und dreißiger Jahren die Märkte begrenzt und die Entwicklung neuer Technologien zur Massenproduktion gehemmt hatten. In der Stahlbranche beispielsweise war es vor dem Krieg unmöglich gewesen, neue Methoden einzusetzen, weil die Märkte durch Kartelle und Produktionslimits beschränkt wurden, mit denen die Firmen ihre Profite aufrechtzuerhalten suchten.

Sie stellen in Ihrem Brief die Frage, ob Marx‘ Theorien trotz des Nachkriegsbooms gültig seien. Meiner Ansicht nach stellen Marx‘ Analyse des Werts und des Mehrwerts sowie der Beziehung zwischen der Akkumulation von Mehrwert und der Profitrate die einzige wissenschaftliche Erklärungsgrundlage für den Nachkriegsboom und sein unvermeidliches Ende dar.

Die Entwicklung und Verbreitung der Fließbandproduktion in der gesamten kapitalistischen Welt während der Periode nach dem Krieg führte zu einer enormen Steigerung der Arbeitsproduktivität. Das heißt, diese Methoden ergaben vermittels einer erheblichen Herabsetzung der notwendigen Arbeit einen höheren Mehrwert.

Die daraus folgende Zunahme der Gesamtmasse des Mehrwerts führte wiederum zu einer höheren Durchschnittsprofitrate - zum Nutzen der effizienten wie der weniger effizienten Unternehmen gleichermaßen - und damit zu weiteren Investitionen, zu einer Ausdehnung der Industrie und zu mehr Beschäftigung. Aus der wachsenden Gesamtmasse des Mehrwerts schöpften die kapitalistischen Regierungen die Mittel für Sozialausgaben und andere Zugeständnisse an die Arbeiterklasse.

Doch gerade die Ausdehnung des Kapitals, die durch den Nachkriegsboom erzeugt wurde, setzte auch den tendenziellen Fall der Profitrate wieder in Kraft. Dies war Ende der sechziger Jahre bereits deutlich erkennbar und schlug sich 1974/75 in der tiefsten Rezession seit den dreißiger Jahren nieder.

Das Kapital reagierte auf zweierlei Weisen auf die fallenden Profitraten: durch eine anhaltende Offensive gegen den Lebensstandard und die gesellschaftliche Stellung der Arbeiterklasse, und durch eine umfassende Reorganisation der Produktion, um gestützt auf neue Technologien die Akkumulationsrate des Mehrwerts zu erhöhen.

Wir sahen bereits, wie jedes kapitalistische Unternehmen durch den Konkurrenzkampf um die Aneignung des Mehrwerts gezwungen wird, neue Produktionsmethoden zur Kostensenkung zu entwickeln. Auf diese Weise können einige Unternehmen ihre Profite aufrechterhalten oder sogar steigern. Doch die Entwicklung dieser neuen Methoden kann die Gesamtmasse des Mehrwerts nicht mehr steigern, weil die bereits erfolgte Entwicklung der Arbeitsproduktivität (von der Dampfmaschine zum Fließband) die notwendige Arbeit bereits auf einen relativ kleinen Teil des Arbeitstages herabgesetzt hat. Wie wir anhand unserer Zahlenbeispiele sahen, bedeutet dies, dass selbst ein gewaltiger Fortschritt der Produktivkräfte nur zu einer winzigen proportionalen Erhöhung der Mehrarbeit führt. Folglich kann die Durchschnittsprofitrate durch die Entwicklung neuer Technologien nicht mehr, wie in der Vergangenheit, erhöht werden.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass wir hier Entwicklungstendenzen betrachten. In der Realität kommen alle möglichen weiteren, sekundären Faktoren mit ins Spiel. Dennoch ist die Analyse der Akkumulation des Mehrwerts der Schlüssel zum Verständnis der heutigen Situation.

Letzten Monat verzeichneten die USA den 108en Wachstumsmonat in Folge - ein historischer Rekord. Es liegt jedoch auf der Hand, dass sich dieser "Boom" stark von den Erfahrungen der Nachkriegsperiode unterschiedet. Als erstes sind die Reallöhne der meisten Arbeiter in dieser Zeit gleich geblieben oder gesunken. Während der Nachkriegsperiode hatte das Wirtschaftswachstum zu einer Vermehrung sicherer, relativ gut bezahlter Arbeitsplätze geführt. Heute haben wir die umgekehrte Situation. Die großen Konzerne erhalten ihre Profite nicht durch eine Ausweitung von Produktion, Verkauf und Beschäftigung aufrecht, sondern durch Downsizing und Kostensenkung. Jede andere Sozialstatistik weist dieselbe Tendenz aus. Diese Unterschiede ergeben sich aus der Krise der Mehrwertakkumulation.

Aufschlussreich ist ein Vergleich zwischen der Analyse der Nachkriegsperiode, die man mittel der Marxschen Methode erhält, und den Theorien der bürgerlichen Ökonomen. Zunächst einmal können sie keine wissenschaftliche Erklärung für das Nachkriegswachstum liefern, was sie auch zugeben, indem sie einfach vom deutschen oder japanischen "Wirtschaftswunder" sprechen, als ob der Boom irgendwie vom Himmel gefallen wäre. Eben so wenig haben sie eine Erklärung für sein Ende. Einige Schulen behaupten, der Ölpreisschock von 1973/74 habe den Boom beendet. Andere machen das Scheitern der keynesianischen Wirtschaftspolitik verantwortlich, andere die Lohnkämpfe der Arbeiter, die auf die Profite gedrückt hätten, usw.

Am wenigsten können die bürgerlichen Ökonomen jeglicher Schule erklären, weshalb inmitten einer Periode des möglicherweise größten technologischen Fortschritts der Geschichte im Gegensatz zu den fünfziger und sechziger Jahren der allgemeine Lebensstandard sinkt und sich die sozialen Bedingungen verschlechtern.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass das Ziel dieser Analyse nicht darin besteht, nachzuweisen, wie Sie schreiben, dass der Kapitalismus in unserer Zeit notwendigerweise zusammenbrechen müsse. Marx‘ Analyse der im Wert enthaltenen Widersprüche basierte auf den Gesetzen der historischen Entwicklung, die er entdeckte. Marx erklärte, dass die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft an einem bestimmten Punkt ihrer Entwicklung in Gegensatz zu den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen geraten, und dass dann eine Ära der sozialen Revolution anbricht.

Hier besteht jedoch kein Automatismus. Während sich "mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher" umwälzt, betonte Marx, dass man "in der Betrachtung solcher Umwälzungen stets unterscheiden [muss] zwischen der materiellen, naturwissenschaftlich treu zu konstatierenden Umwälzung in den ökonomischen Produktionsbedingungen und den juristischen, politischen, religiösen, künstlerischen oder philosophischen, kurz, ideologischen Formen, worin sich die Menschen dieses Konflikts bewusst werden und ihn ausfechten." (Marx, Zur Kritik der politischen Ökonomie, MEW Bd. 13, S. 9)

Das Ziel unserer Analyse besteht nicht darin nachzuweisen, dass der Kapitalismus zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft"zusammenbrechen" wird, sondern darin, aufzuzeigen, dass die heutige Krise der kapitalistischen Wirtschaft und die wachsenden gesellschaftlichen Übel, die sie hervorbringt, im objektiven Widerspruch zwischen den Produktivkräften und den gesellschaftlichen Verhältnissen des Kapitals wurzeln, der nur durch die sozialistische Umwandlung der Gesellschaft gelöst werden kann.

Mit freundlichem Gruß

Nick Beams

Siehe auch:
Marxistischer Internationalismus und radikale Protestpolitik
(3. März 2000)