Entstalinisierung und DDR

Buchbesprechung

Von Peter Schwarz
30. Januar 2001

Stefan Heym: Die Architekten Bertelsmann Verlag, 2000 Preis: 46 Mark

Stefan Heyms neu erschienener Roman "Die Architekten" erzählt die Geschichte des Architekten-Ehepaars Arnold und Julia Sundstrom in der DDR des Jahres 1956.

Er, Professor und Teil der örtlichen Elite, baut in einer nicht benannten DDR-Stadt die "Straße des Weltfriedens", eine Prachtstraße im protzigen, eklektischen Stil der Stalinära, die stark an die Berliner Stalin- und spätere Karl-Marx-Allee erinnert. Er lebt in nicht überbordendem, aber angenehmem Luxus, verfügt über Villa, Haushälterin und eigenen Wagen und hält engen Kontakt zur örtlichen Parteispitze.

Sie, die Tochter von Julian und Babette Goltz, zwei führenden KPD-Mitgliedern, hat im Alter von acht Jahren in einem Moskauer Hotel erlebt, wie ihre Eltern vom Geheimdienst abgeholt wurden. Beide kamen in den Großen Säuberungen um. Die Mutter starb im Gefängnis. Der Vater wurde bei einem Fluchtversuch erschossen, als ihn die Sowjetbehörden 1939 an die Nazis ausliefern wollten. Geschildert wird dies im Prolog des Romans. Vor ihrer Verhaftung hatten die Eltern Arnold Sundstrom, einen engen Freund der Familie, gebeten, sich um die Tochter Julia zu kümmern. Er holte sie aus dem Erziehungsheim, erzog sie als linientreue Kommunistin und heiratete sie später. Inzwischen haben sie ein gemeinsames Kind, den knapp fünfjährigen Julian. Für Julia ist Arnold Vaterfigur, bewundertes Vorbild und Liebhaber in einem. Selbst Architektin, assistiert sie ihm in seinem Büro und unterstützt mit Begeisterung und innerer Überzeugung seine Projekte.

Der Roman schildert, wie diese Bewunderung ins Gegenteil umschlägt, wie in Julia erste Zweifel an der gemeinsamen Arbeit und an Arnolds Charakter aufkommen, wie ihr der Widerspruch zwischen sozialistischer Phraseologie und gesellschaftlicher Wirklichkeit bewusst wird, wie sie sich von ihrem Mann trennt und sich dem jungen Architekten John Hiller zuwendet, einem Vertreter der jüngeren, nicht mehr an Stalin orientierten Generation, und wie sich Hiller auf seine Weise bald als ebenso opportunistisch erweist, wie ihr Mann. Der Roman schildert, wie Julia die Wahrheit über das Ausmaß des Stalinschen Terrors und über das Schicksal ihrer Eltern erfährt und wie sie sich schließlich dem Gulag-Rückkehrer Daniel Tieck anschließt, der in der Zeit der Gefangenschaft seinen Idealen treu geblieben ist und seine Integrität bewahrt hat.

Der Leser erlebt all dies Schritt um Schritt, und Heym erzeugt dabei eine Spannung, die streckenweise an einen Kriminalroman erinnert. Doch so interessant die Geschichte an sich ist, sie dient letztlich nur als Transportmittel für das eigentliche Thema des Romans: die Auswirkungen, welche die Enthüllung der Stalinschen Verbrechen durch Chrustschow auf die DDR hatten, die Chancen und Möglichkeiten, die sich damit für den Aufbau einer neuen, wirklich sozialistischen Gesellschaft auftaten, und wie diese verspielt wurden.

Die Baukunst dient dabei als Metapher für den Aufbau einer neuen Gesellschaft. Die theoretischen Debatten über Fragen der Architektur, die in dem Roman wiederholt vorkommen, sind stets auch Debatten über den Charakter der sozialistischen Gesellschaft. Heym bedient sich dabei ebenso geschickter wie hintersinniger Kunstgriffe. So wird Julias Weltbild erstmals erschüttert, als sie sich für einen neuen Entwurf für die "Straße des Weltfriedens" begeistert und dann feststellen muss, dass es sich um die Kopie eines Plans handelt, den Hitlers Leibarchitekt Albert Speer für eine Prachtstraße im nationalsozialistischen Berlin entworfen hat.

Arnold Sundstrom und Daniel Tieck haben in der Weimarer Republik gemeinsam am Bauhaus studiert, dessen einfache Formen Harmonie und Funktionalität vereinen. Tieck hält an diesen Konzeptionen und Zielen fest, er will "Siedlungen - hell, luftig, vernünftig geplant, organisiert nach den Notwendigkeiten der Menschen, eine Harmonie in Grün und Silber". (S. 117) Er will eine Architektur, die sich auf die neuesten Errungenschaften der Technik stützt: "Baublöcke, vorgefertigt jeder einzelne, nach Plan, Maß und Standard." (S. 200) Er will sparsam bauen und gleichzeitig umfassende gesellschaftliche Bedürfnisse befriedigen: "Ladenstraßen, Schulen, Kindergärten, Poliklinik, Gemeindezentrum, Garagen." (S. 201) "Auf diese Weise", sagt er, "lässt sich nur im Sozialismus bauen, wo wir den Raum planen können für die kommenden Generationen." (S. 201)

Arnold Sundstrom hat sich vom Bauhaus abgewandt und ist zum Verfechter einer "sozialistisch-realistischen Architektur" (S. 117) geworden. "Heute weiß ich", sagt er, "die künstlichen, kubistischen Konstruktionen, die sich von den Lehren der Bauhaus-Professoren herleiten, sind im Wesen negativ und seelenlos, antihuman - und widerstreben dem gesunden Instinkt unserer Werktätigen." (S. 87) Tieck hat für Sundstroms Architektur nur Verachtung übrig. Sie ist eklektisch, kitschig, "Hochzeitstortenarchitektur". (S. 201) Sein Urteil über die "Straße des Weltfriedens" ist kurz und bündig: "Heuchelei in Beton und Ziegeln". (S. 131)

Sundstroms Abkehr vom Bauhaus erfolgte nicht aus Überzeugung, sondern aus Opportunismus. An einer Stelle äußert er sich bitter über einen Scherzbold, "der nie in seinem Leben erfahren hatte, dass eine falsche Einstellung in Fragen der Kunst einen Mann den Kopf kosten konnte!" (S. 87)

In einer Konfrontation mit Julia und Tieck rechtfertigt er ausführlich seine Haltung: "Aber wo ziehst du die Grenze zwischen Konformismus und Disziplin? Die große Tugend, das revolutionäre Gebot, das die kleine Moral des einzelnen dem ungeheuren Gesetz des Kollektivs unterordnet und in dessen bequemem Schatten die Liebediener und die Lauwarmen, die Heuchler und die Egozentriker Schutz suchen - und finden - und das jedem schleimigen Bürokraten und jedem Denunzianten seine Rechtfertigungen und seine Vernunftgründe liefert ... Seht ihr die Logik denn nicht?"

Auf Tiecks nüchternen Vorhalt, er schildere nichts weiter als Perversion und Korruption, antwortet Sundstrom: "Wie kleingeistig du bist! Du glaubst, ich suche nach Entschuldigungen für meine Person. Aber ich erkläre dir ein Phänomen." (359)

Auch Julia ist nicht bereit, Arnolds Argumenten zu folgen. Nachdem er zum wiederholten Male versucht hat, ihr sein Verhalten mit Hinweis auf "die Dialektik der Situation" zu erklären, entwickelt sie folgenden Gedankengang: "Und er spielte nicht einmal Theater, dachte sie. Wahrscheinlich sieht er sich selber in den großen Zusammenhängen einer historischen Entwicklung, deren Dialektik ihn mit sämtlichen Rechtfertigungen versorgt, die er für nützlich und notwendig hält. Welch Superelastizität des Gewissens bei einem Mann, der sie, das Mädchen Julia, im Geiste geradliniger revolutionärer Prinzipientreue erzogen hatte! Oder gab es in Wirklichkeit gar keinen Widerspruch zwischen dieser Gradlinigkeit und einem Gummigewissen, und die beiden Charaktereigenschaften ergänzten einander aufs beste? Aber nicht bei ihr. Sie weigerte sich zu akzeptieren, dass die kristallklaren Worte der großen Lehrer a priori diesen eingebauten Opportunismus enthielten und das feurige Rot der Revolution seit je gemischt war mit dem Gelb der Speichelleckerei." (S. 312)

Stefan Heym schrieb "Die Architekten" zwischen 1963 und 1966 in englischer Sprache. Eine Veröffentlichung in der DDR, wo er lebte, hielt der Autor damals von vornherein für ausgeschlossen. Aber auch sein englischer Verleger, Cassell's in London, lehnte das Buch ab. So ist der Roman erst im vergangenen August erschienen, nachdem ihn der 87-jährige Autor selbst ins Deutsche übertragen hatte. Er wollte, nachdem er nach einer Operation nur haarscharf dem Tod entronnen war, sein Lebenswerk vervollständigen.

Der englische Verlag hatte den Roman 1966 mit der Begründung abgelehnt, die Charakterschilderung sei zu schwarz-weiß und die Geschichte zu unergiebig. Das ist ein offensichtliches Fehlurteil. Viereinhalb Jahrzehnte nach den geschilderten Ereignissen und im Lichte des Zusammenbruchs der DDR besticht der Roman durch die Schärfe und Klarheit, mit der er trotz dem kurzen zeitlichen Abstand Bedeutung und Auswirkungen der damaligen Ereignisse erfasst hat. Wäre er unmittelbar nach seiner Fertigstellung veröffentlicht worden, hätte er nicht nur literarisch, sondern auch polisch Aufsehen erregt.

Man kann "Die Architekten" nicht an den Kriterien eines psychologischen Entwicklungsromans messen, was das Buch weder ist noch sein will. Es handelt sich um einen politischen Roman, in dem die einzelnen Charaktere stets auch für einen bestimmten sozialen Typus stehen. Das mag einzelne Personen etwas schematisch erscheinen lassen, tut aber dem Roman insgesamt keinen Abbruch.

Heym hat dabei oft auf eigene Erfahrungen oder reale Personen zurückgegriffen. So schildert eine Szene, wie der örtliche Parteichef, Genosse Tolkening, den Architekten Sundstrom in seinem Büro empfängt und dabei den "Arbeiter" gibt, indem er demonstrativ zwei dünne Butterbrotstullen und zwei selbstgezüchtete Äpfelchen auspackt und verzehrt. Heym hat diese Szene, wie er seinem autobiografischen Buch "Nachruf" berichtet, selbst erlebt, als ihn SED-Chef Walter Ulbricht 1956 in seinem Büro empfing.

Im Schicksal von Julian und Babette Goltz lassen sich unschwer Versatzstücke der Biografien von Heinz Neumann und Margarete Buber-Neumann entdecken. Neumann war wie Goltz ein führender KPD-Funktionär. Er und seine Frau wurden wie die Goltz‘ Opfer der Säuberungen. Margarete Buber-Neumann wurde wie Julian Goltz 1939 von Stalins Regime an die Nazis ausgeliefert, wobei sie allerdings überlebte und nicht wie Goltz erschossen wurde. "Auf der Flucht" von Stalinisten erschossen, wenn auch unter anderen Umständen, wurde dagegen Willi Münzenberg, der Lebensgefährte von Babette Gross, der Schwester von Buber-Neumann, deren Namen wiederum auffallend an Babette Goltz erinnert.

Heyms Stärke zeigt sich darin, wie er die Gewohnheiten, die Denk- und Verhaltensweisen der verschiedenen Teile der DDR-Elite schildert. Er verknüpft dabei eigenes Erleben mit kritischer Distanz, Ironie und literarischer Meisterschaft.

In einer typischen Szene eröffnet Parteichef Tolkening dem Stararchitekten Sundstrom, dass sein Projekt für die nächste Etappe der "Straße des Weltfriedens" in Berlin nicht auf Gegenliebe gestoßen sei, wobei er beteuert, dass "subjektiv" niemand etwas an seiner Arbeit auszusetzen habe. Sundstrom versteht sofort, dass etwas Grundlegendes im Gange ist, und stellt folgende Überlegungen an: "Sundstrom nahm zur Kenntnis, dass keine subjektiven Grundlagen für seine momentane unbehagliche Situation existierten; wenn dem aber so war, dann musste etwas geschehen sein, um jene Machtstrukturen, die im Fachjargon gemeinhin mit dem Namen Objektive Umstände bezeichnet wurden, aus ihrem delikaten Gleichgewicht zu bringen. Aber darin lag eben das Übel. Subjektive Fehler, oder was dafür galt, konnten durch eine entsprechende Dosis Selbstkritik, in der richtigen Sprache und bei richtiger Gelegenheit vorgebracht, ausgebügelt werden. Objektive Umstände lagen jenseits der Fähigkeiten eines einzelnen Genossen, diese zu korrigieren; bevor man überhaupt begriff, was sich ereignet hatte, wurde man schon zu deren Opfer, verlor Rang und Stellung und die Anerkennung seiner Arbeit, und lange Jahre treuer Pflichterfüllung erwiesen sich als nichts als vergeudete Zeit." (S. 187/88)

Heyms Kritik richtete sich aber nicht nur gegen jene Vertreter der bürokratischen Elite, die vor Stalin zu Kreuze krochen. Auch die nachfolgende Generation, die im Schatten von Chruschtschows Enthüllungen aufsteigen sollte, kommt nicht gut weg. Damit hebt sich der Autor positiv von all jenen ab, die in den sechziger Jahren große Illusionen in die sogenannte Entstalinisierung hegten.

Der typische Vertreter dieser Generation ist John Hiller, der junge Architekt, der in Sundstroms Büro arbeitet und vorübergehend Julias Geliebter wird. Im Gegensatz zu Julia, die anfangs aufrichtig an die von Sundstrom proklamierten Ideale glaubt, hat Hiller nur zynische Verachtung dafür übrig. Er legt Julia jene Skizze Albert Speers vor, die so auffallend Sundstroms Entwürfen ähnelt. Hiller ist zwar zu echter Begeisterung und Opferbereitschaft fähig, vor allem in seiner Liebe zu Julia, aber diese legen sich bald wieder, wenn er längerfristige Zugeständnisse machen muss. So kann er sich nicht damit abfinden, dass Julia ihren fünfjährigen Sohn bei sich behalten und ihm ein Schicksal ohne Eltern, wie sie es selbst erlebt hat, ersparen will.

Hiller begrüßt den Bruch mit stalinistischen Traditionen, aber Prinzipien und Ideale sind ihm fremd. Einmal stellt er mit Verwunderung fest, dass "Tieck die Revolution nicht in erster Linie als eine Leiter zu verstehen (schien), die man erklomm, um Positionen, Prestige und Privilegien zu erlangen." (S. 199) Das fasziniert ihn zwar, aber letztlich ist ihm sein relativ privilegiertes und freizügiges Leben viel zu wichtig, als dass er es für irgendwelche höheren Ziele aufs Spiel setzen würde. So legt er schließlich einen ähnlichen Opportunismus an den Tag wie Sundstrom, allerdings unter veränderten historischen Umständen. Er kann sich anpassen, ohne dass er gleich zum Komplizen von Kapitalverbrechen wird. Er entfremdet sich bald wieder von Julia, deren Gradlinigkeit sie immer stärker zu Tieck hinzieht, und steht am Ende des Romans an der Seite Sundstroms.

Die vielleicht schwächste Figur des Romans ist sein positiver Held, Daniel Tieck. Der Architekt, der für seine Prinzipientreue sechzehn Jahre lang in Stalins Lagern gebüßt hat, ist charakterstark, mutig, verständnisvoll und gütig. Er bewahrt diese Haltung selbst in Momenten der persönlichen Krise, wenn er sich sinnlos betrinkt. Tieck ist sicher keine Erfindung Heyms. Den Gulag-Überlebenden, der seinen Idealen treu geblieben ist, gibt es tatsächlich, und er gehört ohne Zweifel zu den bewundernswertesten Charakteren des an Opportunismus so reichen 20. Jahrhunderts. Aber es gelingt Heym schlecht, plausibel zu machen, woraus Tieck seine moralische Stärke bezieht.

Die Frage wird wiederholt angesprochen. Hiller wundert sich darüber: "Tieck war grundehrlich, aber ein Träumer; das Wunder war ja eben, dass seine Träume überlebt hatten - oder hatte Tieck überlebt, weil er sich seine Träume erhalten hatte?" (S. 202) Tieck selbst äußert sich dazu: Er hat überlebt, indem er sich gegen körperliche und seelisch Verkrüppelung zur Wehr setzte, indem er - mit Hilfe selbstgeschnitzter Holzklötze - fortfuhr zu planen und zu bauen. Restlos zu überzeugen vermag dies alles nicht.

Der Grund mag darin liegen, dass Heym politische Fragen durchgängig ausspart. Die Erinnerungen zahlreicher Überlebender bezeugen, dass in den Lagern intensive politische Diskussionen geführt wurden. Am widerstandsfähigsten erwiesen sich jene, die im Stalinismus nicht nur ein System der moralischen Verkommenheit sahen, sondern den Aufstieg einer neuen privilegierten Kaste, die nur durch eine neue, politische Revolution von unten beseitigt werden konnte. Nicht zufällig war Leo Trotzki, der diese Ansicht am schärfsten formuliert hatte, die zentrale Figur aller Anklagen und Prozesse.

Dazu findet man bei Heym wenig. Er liefert zwar eine glänzende Charakterisierung der herrschenden Bürokratie, aber die Perspektive Tiecks, mit der er sich offensichtlich identifiziert, bleibt auf eine Reform von oben beschränkt: Man muss bessere und schönere Häuser für die Arbeiter bauen.

Nicht dass Heym diese Frage völlig ignoriert. Anlässlich einer Besichtigungstour der Baustelle "Straße des Weltfriedens" schimpft ein Maurer hemmungslos auf die "Arbeitsnormer", "Schnüffler" und "gottverdammten Schmarotzer, die auf Kosten des Volkes Pfusch bauen". (S. 126) Diese Szene ist offensichtlich von den Ereignissen des 17. Juni 1953 inspiriert, denen Heym einen anderen Roman gewidmet hat. Der Arbeiteraufstand hatte seinen Ausgangspunkt auf der Stalinallee genommen, dem Vorbild der "Straße des Weltfriedens".

Der Polier Barrasch, der die Arbeiten auf der Baustelle leitet, ein bedachter und charakterstarker Arbeiter, fühlt sich zu Tieck hingezogen, freundet sich mit ihm an und beschützt ihn. Als es in der Baubaracke zur entscheidenden Konfrontation von Tieck und Julia mit Sundstrom kommt, organisiert er einen Trupp Arbeiter, der eingreifen kann, falls Sundstrom handgreiflich wird.

Der Roman endet damit, dass über den Weiterbau der "Straße des Weltfriedens" durch einen Wettbewerb entscheiden wird. Arnold Sundstrom und John Hiller legen ein gemeinsames Projekt vor, das den alten Eklektizismus um einige moderne Elemente erweitert. Der Gegenentwurf von Daniel Tieck und Julia Sundstrom basiert auf den Konzepten des Bauhauses und bricht radikal mit dem alten Stil. Die Jury - das Ergebnis ist von oben vorgegeben - entscheidet sich für das Projekt Sundstrom-Hiller. Die Chance der Erneuerung ist vertan.