52. Berliner Filmfestspiele

Was ist von den Utopien der sechziger Jahre geblieben?

Vierter Teil

Von Bernd Reinhardt
17. April 2002

Die diesjährige Retrospektive stand unter dem Motto: European 60s: Revolte, Phantasie & Utopie.

Abgesehen von der Zeit nach dem Zusammenbruch der SU war es dieses bewegte Jahrzehnt, das durch soziale und politische Umwälzungen das gesellschaftliche Bewußtsein nach Ende des zweiten Weltkrieges nachhaltig veränderte. Viele Zuschauer nutzten die Gelegenheit, Vergleiche anzustellen zwischen den damals jungen Regisseuren der "neuen Welle" der 60er Jahre und der heutigen jungen Filmemachergeneration. Wegen der Fülle des Materials beschränkt sich dieser Bericht auf die deutschen Beiträge.

Dem Begleitbuch war ein Zitat von Friedrich Schiller vorangestellt:, "Sagen sie ihm, daß er für die Träume seiner Jugend soll Achtung tragen...".

Auf einer Podiumsveranstaltung erklärte der ehemalige DDR-Dokumentarfilmregisseur und Maler Jürgen Böttcher, er sei es langsam müde, bloß immer über die 60er Jahre berichten zu müssen. Seine Bilder waren in dieser Zeit längst verboten, wie schließlich 1966 auch sein einziger Spielfilm Jahrgang 45. Der Regisseur Frank Beyer, ebenfalls aus der damaligen DDR, sah Anfang der 60er Jahre eher eine "Aufbruchstimmung" und sprach von den großen Hoffnungen, die nach Chrustschows Kritik an Stalin unter vielen Künstlern bestanden hätten, nun den "Sozialismus in der DDR" zu demokratisieren. Der Bau der Mauer 1961 schien dazu nicht im Widerspruch zu stehen. Erst das plötzliche Verbot einer Reihe von Filmen im Jahre 1966, darunter Beyers Spielfilm Spur der Steine und vor allem die Niederschlagung des "Prager Frühling" durch die rote Armee 1968 löste bei den Künstlern einen tiefen Schock aus.

Mager fiel die Bilanz des durch den Filmzyklus Heimat bekannten ehemals westdeutschen Regisseurs Edgar Reitz aus, dessen Erstlingsspielfilm Mahlzeiten aus dem Jahr 1966 für viele Zuschauer zum ersten Mal zu sehen war. Reitz erklärte, was heute von den 60er Jahren bleibe, was niemand mehr aus dem gesellschaftlichen Bewußtsein streichen könne, sei vor allem ein anderes Verhältnis zur Sexualität, die auch zu großen Veränderungen im Film geführt habe. Der Regisseur hatte 1962 zusammen mit 25 anderen westdeutschen, jungen Filmenthusiasten das "Oberhausener Manifest", unterzeichnet, das den seichten Unterhaltungsfilm der fünfziger Jahre, der im Wesentlichen, wie Reitz meint, der Film der dreißiger Jahre "bloß ohne Hitler" geblieben war, für tot erklärte. Gemeinsam erhoben sie den Anspruch, den neuen deutschen Film zu schaffen. Edgar Reitz´s Debütfilm beeindruckt noch heute und zeigt, dass es damals um mehr als befreiten Sex ging.

Mahlzeiten von Edgar Reitz (BRD 1966)

Zwei junge Menschen lernen sich auf dem Hamburger Hafen kennen. Er möchte Medizin studieren, um anderen Menschen zu helfen, sie Fotografin werden. Kunst begeistert die junge Frau genauso wie die Wissenschaft. Sie sehe eine Ästhetik darin, erklärt sie, immer tiefer in die Geheimnisse des menschlichen Körpers vorzudringen, bis hin zu dessen kleinsten Bestandteilen, den Zellen, die kleine Kunstwerke seien. Sie begleitet aus Enthusiasmus ihren Freund in die medizinischen Vorlesungen und will ihren Kindern später erklären, wie alles in der Natur funktioniert

Anziehend an diesem, wie an anderen Retrospektivefilmen ist der unmittelbare, hemmungslose Blick auf die Gegenwart, der anschaulich Brüche innerhalb des Alltags bloßlegt. Altes konservatives und neues, fortschrittliches Denken geraten ständig in Konflikt miteinander, mitunter in ein und derselbe Person.

So strebt die wissensdurstige Frau nach aufgeklärter Weltoffenheit. Gleichzeitig weigert sie sich Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung zu ergreifen. Sie meint, durch eine solche berechnende Haltung ihre Liebe zu entwerten. Zum Schluß wird die Familie durch die Alltagsprobleme mit inzwischen fünf Kindern erdrückt. Der Mann muß, um alle zu ernähren, sein Medizinstudium abbrechen und irgendwelche Jobs machen. Seine Frau bleibt für die Kinder zu Hause, kehrt zurück an den Herd. Beide einst von Wissenschaft und menschlichem Fortschritt Begeisterten suchen schließlich Trost in der Religion, bis der Mann es nicht mehr aushält und Selbstmord begeht.

Wenig überzeugend ist der Schluß des Films, wo die junge Frau in ihrer trostlosen Situation plötzlich einem, wie vom Himmel gefallenen, jungen amerikanischen Soldaten begegnet, der sie heiratet und samt ihrer fünf Kinder mit nach Amerika nimmt.

Die DDR-Führung reagierte in derselben Zeit auf eine Reihe in Ostdeutschland entstandener Filme, die die herrschende Bürokratie als Hemmschuh des Fortschritts kritisierten mit harten Zensurmaßnahmen. Man warf den DDR-Künstlern unter anderem vor, sie würden einen Generationskonflikt zwischen der Jugend und der alten Generation konstruieren, wobei sie den Älteren, der sogenannten antifaschistischen Generation, die Schuld an dem Konflikt gäben.

Karla von Herrmann Zschoche (DDR 1966/90)

Dieser Film konnte, wie andere, erst nach der Wende seine Uraufführung erleben. Er appelliert an die besten und humansten Instinkte des Menschen und macht sich stark für die Entwicklung von Phantasie, Schöpferkraft und kompromißloser Ehrlichkeit.

Im Zentrum steht eine junge quirlige Lehrerin, die als frische Absolventin die Schüler selbständiges Denken lehren will, eine Fähigkeit, die sie höher einschätzt als abrufbares faktisches Wissen. Zum Verbot hieß es damals: "... die Hauptfigur kämpfe unablässig um Ehrlichkeit und Wahrheit und käme dabei in Widerspruch zu den Vertretern der Staatsmacht." In dem Film gibt es auch eine Situation, wo die junge Lehrerin dem Schuldirektor, einem alten Antifaschisten zutraut, früher ein Wirklichkeit ein Nazi gewesen zu sein.

"Ist die naiv" entfährt es der Schulrätin, als sie Karla beim Vorstellungsgespräch kennenlernt. Sie und der alte Direktor kennen sich schon lange. Er bietet ihr ein Schnäpschen an, wenn sie kommt. Er möchte Karla unbedingt an seiner Schule haben, weil sie anders ist als ihre rückgratlosen Vorgänger. Er stammt aus der Generation, die weniger von der DDR als von den militanten politischen Kämpfen der zwanziger und dreißiger Jahre geprägt ist. Trotzdem er ständig mit Karla aneinandergerät, anerkennt er in ihr die ehrliche Aufrichtigkeit und spürt in ihrem Idealismus die Fortsetzung dessen, wofür er selbst immer einstand, wofür aber die Kraft immer weniger reicht im zermürbenden DDR-Alltag. Die Schulrätin und alte Vertraute hat sich mit der Zeit zu einer abgeklärten Bürokratin entwickelt, die ihm gefährlich werden kann, wenn er gewisse Grenzen nicht beachtet.

So weiß er genau, was er zu tun hat, wenn die Lokalpresse kommt, um eine Schülerumfrage durchführen.

Als der Journalist Karlas Klasse betritt und die Jugendlichen nach ihren Vorbildern befragt fallen die Namen großer Persönlichkeiten, bis hin zu einer Widerstandskämpferin aus dem spanischen Bürgerkrieg. Nur der Sohn des Apothekers erklärt, kein Vorbild zu haben, dies sei etwas, was Kinder bräuchten. Als ihm der fassungslose Journalist daraufhin empört vorwirft, er gehöre gewiß zu denen, die sich für nichts leidenschaftlich einsetzen könnten, antwortet der Jugendliche sehr sachlich und überlegt: "Ist es nicht wichtiger, sich mit dem Kopf einzusetzen - und auch schwerer?"

Zum Schluss wird die Lehrerin Karla in die tiefste Provinz der DDR versetzt. Auch der Direktor, kann es nicht verhindern nur sagen: "Bleib wie du bist" Das Ende des Films vermittelt dem Zuschauer, man hätte nur die Möglichkeit, sich wie ein Stehaufmännchen, immer wieder neu und stur für mehr Menschlichkeit aufzurichten

Diese hilflose Geste entspricht dem Anrennen gegen die "Betonköpfe" in der DDR, ohne deren politischen Charakter wirklich zu verstehen, was kritische Menschen, wie Karla oder den Direktor stets im Einfluß der Bürokratie behielt und sie auf Dauer demoralisieren musste. Wer, wie viele prominente Künstler der DDR, von der Notwendigkeit der Mauer ausging, konnte gleichzeitig unmöglich die politische Führungsschicht des "Arbeiter- und Bauernstaates", etliche der Künstler waren auch selbst Mitglieder der SED, grundlegend in Frage stellen oder gar als Haupthindernis für die Reformunfähigkeit des "Sozialismus in der DDR" ansehen. Auf Enttäuschungen folgten so immer wieder Hoffnungen auf sogenannte Reformer innerhalb der SED.

Diese Hoffnung in die Bürokratie widerspiegelt auch der Film, wo mehrere jüngere SED-Funktionäre einer Jugendkommnission in der Schule auftauchen und erklären, dass die Zukunft der DDR in ihrer Jugend liege und dass die Wirtschaft der DDR heute qualifizierte Fachkräfte brauche, die selbständig denken könnten. Das sei wichtiger als der Besitz des richtigen Parteiausweises.

Viele Filme der sechziger Jahre geben insgesamt ein Bild wider von den spontanen, impulsiven Reaktionen der Jugend auf die Mißstände der Gesellschaft und den Formulierungsversuche neuer Bedürfnisse. Gleichzeitig ist das Fehlen weiterführender, fortschrittlicher, gesellschaftlicher Ideen spürbar, die dem individuellen Aufbegehren, als stabiles Fundament jenseits kapitalistischen Marktdenkens hätten dienen können. Nicht wenige Filme dieses "Jahrzehnts des Aufbruchs" vermitteln den Eindruck von gleichzeitiger Zuversicht und Pessimismus. Teilweise bleiben sie nach interessanten Ansätzen einfach stecken, wie beispielsweise Geschminkte Jugend von Max Nosseck (BRD 1960).

Dieser sehenswerte und zu Unrecht in Vergessenheit geratene Film entstand zwei Jahre vor der Verkündung des Oberhausener Manifest. Er weist darauf hin, dass der Anspruch auf höhere kulturelle Weiterentwicklung Selbstbetrug ist, wenn er die Ebene einer individuellen Perspektive nicht verlässt. Ein junger Westberliner aus reichem Hause und offenbar christlichem Hintergrund will aufbrechen zu neuen, weiten Horizonten in der Kunst. Was ihn aber gleichzeitig daran hindert und unfähig macht überhaupt an ein höheres Ideal zu glauben, ist seine tiefe Verachtung gegenüber der Masse der Bevölkerung. Sie erscheint ihm als jederzeit beliebig zu manipulierende graue Masse. Wie soll es mit diesem riesigen Klotz am Bein möglich sein, wirkliche, uneigennützige Liebe in der Gesellschaft zu verwirklichen? Zum Schluss selbst von seinen Freunden isoliert tötet er sich aus Selbstverachtung. Die einzige vage Alternative, die der Film anbietet, besteht allerdings darin, dass der Hauptfigur angeraten wird, regelmäßig arbeiten zu gehen, dann wäre gar keine Zeit für Grübeleien.

Alexander Kluges Film Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (BRD 1967/68) gibt die Ratlosigkeit einstiger Idealisten in der Zeit der ab 1966 in der BRD regierenden großen Koalition von CDU/CSU und SPD wider: Eine junge Frau mit viel Phantasie, aber wenig Fachwissen, will durch ein eigenes Projekt den althergebrachten Zirkus reformieren und kommt zu der ernüchternden Erkenntnis: "Nur der Kapitalist, verändert die Welt, wie sie ist." Schließlich propagiert sie eine Politik der kleinen Schritte.

Erfrischend an vielen Filmbeiträgen der 60er Jahre ist, daß nicht nur die Bilder sprechen, sondern dem Dialog und überhaupt dem gesprochenen Wort eine wichtige Bedeutung zuerkannt wird. Oft diskutieren und philosophieren die Hauptfiguren miteinander, lesen sich gegenseitig aus Büchern vor. Für einen Teil der Zuschauer war dies, wie überhaupt die Tatsache ungewohnt, daß sich Filmfiguren ernsthaft und bisweilen heftig mit Fragen von Moral und Ethik in der Gesellschaft auseinandersetzten. Ab und an war im Zuschauerraum geziertes Kichern zu vernehmen.

Die Schwierigkeit, sich der Gegenwart zu stellen vermittelten eine Reihe von neuen deutschen Filmen auf dem diesjährigen Festival.

Bungalow von Ulrich Köhler

In diesem ersten Spielfilm des junge Regisseurs Ulrich Köhler, der auf dem Festival in der Reihe Panorama lief, ist von Aufbruch und Hoffnung oder irgendwelchen gesellschaftlichen Idealen nichts zu spüren. Die Hauptfigur ist der 19jährige Paul, in einer Kleinstadt aufgewachsen, der sich in seinem Leben scheinbar für noch nicht viel mehr interessiert hat, als für sein Skateboard. Man hat den Eindruck, er wolle nichts anderes als von allen in Ruhe gelassen werden. Die Hauptmerkmale des phlegmatischen Pauls sind Unschlüssigkeit und der ständige Ausdruck unartikulierten Unbehagens.

Aus Provokation gegenüber seinen Eltern hat er sich zum Wehrdienst gemeldet, während es in deren linksliberalen Bekanntenkreis sonst eher üblich ist, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Zu Beginn des Films desertiert er. Die Art und Weise wie das vonstatten geht ist typisch für seine ganze Lebenshaltung. Er tut es scheinbar nicht aus prinzipiellen Erwägungen heraus, denn irgendwelche gesellschaftlichen Überzeugungen hat er ja nicht. Weder plant er die Flucht, noch rennt er spontan davon. Er bleibt einfach auf seinem Platz sitzen, als die jungen Rekruten nach dem Mittagessen auf einer Autobahnraststätte wieder den LKW besteigen. Sein Fehlen wird von niemand bemerkt. Pauls Motivation jedoch bleibt bis zum Ende des Films rätselhaft.

Als er im Bungalow seiner Eltern unterschlüpft, tauchen plötzlich der ältere Bruder Max und seine Freundin Lene auf. Als sich Paul in sie verliebt wirft Max ihn hinaus. Offenbar spürt Lene, obwohl sie weiterhin mit Max zusammenleben wird, etwas Verbindendes mit Paul. Es ist jene Art von melancholischem Träumen, das manche für besonders tiefsinnig halten, in Wirklichkeit jedoch nur das Zusammentreffen von Romantik und geistiger Trägheit ist. Das stellt der Film dem Verhalten von Max gegenüber, der als ordnungsliebender Spießer dargestellt wird. Paul wendet sich dann wieder seiner alten Freundin Kerstin zu, die mit einer Motorradclique die Gegend unsicher macht und mit ihm nach Afrika ausreisen will. Zum Schluß sind die Feldjäger da, um Paul in die Realität und zur Bundeswehr zurückzuholen.

Was den Film so unerträglich macht ist zum einen die Tatsache, daß er keinerlei Distanz zu seinen Hauptfiguren zeigt. Findet der Regisseur wirklich, dass die farblosen Gestalten nebst ihrer faden, belanglosen Geschichte irgend etwas emotional und geistig Anregendes für das Publikum bereithalten? Teilt er das Lebensgefühl seiner Hauptfiguren? Zum anderen macht die naturalistische Art der Aufnahmen, die sommerliche Eintönigkeit nun noch in jedem Detail eintönig. Dies hat weniger etwas mit Realismus als mit dem Fehlen von Ideen tun. Naturalismus und Pessimismus stehen in naher Verwandtschaft zueinander.

Das Erbe, was die Generation von Edgar Reitz, Jürgen Böttcher und Frank Beyer allerdings der heutigen jungen Generation von Filmemachern hinterlassen hat, ist alles andere als ein leichtes. So gibt es beispielsweise einen Zusammenhang zwischen der damaligen, auch bei kritischen Künstlern verbreiteten Unklarheit über den durch und durch rückschrittlichen Charakter der DDR und den heutigen Schwierigkeiten junger Künstler, Zugang zu fortschrittlichen gesellschaftlichen Ideen zu finden.

Aufschlussreich ist in dem Zusammenhang eine Äußerung des Dokumentarfilmers Jürgen Böttcher auf der letzten Berlinale gegenüber dem WSWS:

Er sagte, dass er in der DDR "in einer naiven, sehr lebendigen, fast märchenhaften Art,... sozialistischer empfunden..." hätte als mancher hohe SED-Funktionär. und räumte im gleichen Interview ein, auch heute kein gesellschaftlicher "Analytiker" zu sein. "Im Grunde ist es ja so: Mir geht es dabei so, wie bei vielen Menschen ebenfalls - ich komme auch nicht so sehr vom Forschen, sondern sehr vom Gefühl, (...) Heute, wo Arbeitslosigkeit herrscht, wo so viele verrückte Probleme sind, da muss man, wenn man Dokumentarfilm macht, analytisch, auch fast schon journalistisch sein."

Derzeit leiden auch viele Spielfilme an einer fehlenden oder mangelhaften analytischen Durchdringung des gesellschaftlichen Ausgangsmaterials, aus dem Geschichten entwickelt werden.

Es gibt bestimmt keinen Anlaß, die Filme der sechziger Jahre zu glorifizieren. Aber ein wichtiger Unterschied zu heutigen Produktionen sei hier hervorgehoben: Im Zentrum vieler neuer deutscher Filme stand damals, auf beiden Seiten der Mauer, eine neue Generation und ein neuer Mensch., der mit offenen Blick durch die Welt ging. Abschied von Gestern (BRD 1965/66) hieß programmatisch ein Film von Alexander Kluge. Neue, frische Charaktere betraten die Leinwand, die gegen "Leistungsgesellschaft" und staatliche Bevormundung der mit dem Naziregime verquickten Elterngeneration rebellierten. Dem Menschen, der sich widerstandslos den Bedürfnissen staatlicher Bürokratie unterwarf, wurde lautstark das Recht auf Individualität und Uneigennützigkeit des Tuns entgegengesetzt. Es gab Menschen, die ihre Zeit und sich selbst ernst nahmen. Es gab damals wirklichen Protest und der Begriff Utopie hatte, anders als heute, einen Wohlklang. Die Vermittlung dessen macht bis heute die Anziehungskraft einer Reihe von Filmen dieser Zeit aus.

Siehe auch:
52. Berliner Filmfestspiele Teil 1
(2.März 2002)
52. Berliner Filmfestspiele Teil 2
( 8.März 200)
52. Berliner Filmfestspiele Teil 3
( 16. März 2002)
51. Berlinale - Man spürt die gerissene Lücke - Der Regisseur Jürgen Böttcher und sein Film Konzert im Freien
( 7.April 2001)

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