Wireless LAN contra UMTS

Wie die deutschen Mobilfunkanbieter auf eine Krise zusteuern

Von Lucas Adler
5. April 2002

Die diesjährige CeBIT, die größte Computermesse der Welt, hatte ihren Besuchern wenig wirklich Interessantes zu bieten. Spektakuläre Neuheiten waren eher rar, die Aussteller präsentierten hauptsächlich Verbesserungen bereits bekannter Produkte - die Taschencomputer wurden leichter, die Handyanzeigen bunt, die PCs leistungsfähiger und die Software effizienter. Darüber hinaus war der Trend zu beobachten, dass Geräte mehr und mehr zu Alleskönnern zusammenwachsen, gleichzeitig aber auch die Produktzyklen nach wie vor immer weiter verkürzt werden. Experten schätzen, dass kaum ein jetzt auf der Messe präsentiertes Modell Anfang des kommenden Jahres noch auf der Höhe der Zeit sein wird.

Neben den Geräten für jede Lebenslage war aber noch ein weiteres großes Thema Hauptaugenmerk der diesjährigen Messe - UMTS. Dieser neuen Mobilfunkstandard, der seine Berühmtheit bisher vor allem durch die Versteigerung von Lizenzen für dessen Funkfrequenzen erlangt hat, ist inzwischen zum Steckenpferd der Mobilfunkanbieter geworden.

Mittlerweile erfreut sich aber eine andere Technik zunehmender Beliebtheit und droht nun, UMTS einen Platz als teuersten Hype aller Zeiten in der Geschichtsschreibung zu sichern - die Rede ist von Wireless LAN.

Was ist Wireless LAN?

Als erster großer Hardware-Konzern brachte Apple 1999 ein System auf den Markt, das den Kabelsalat in Büros mit mehreren PCs und Druckern beseitigen sollte. Der "Airport" getaufte Sendeempfänger basiert auf dem offenen drahtlosen Lokalen Netzwerk-Standard 802.11b. Ein auf diesem Standard basierendes lokales Netzwerk (LAN = Local Area Network) wird seither auch als Wireless LAN (kabelloses lokales Netzwerk) oder kurz WLAN bezeichnet.

Da WLAN ausschließlich für lokale Netzwerke wie z.B. PCs in einer Büroetage entwickelt wurde, beträgt die Funkreichweite im Freien maximal 500 Meter, wovon in Gebäuden lediglich noch 50 Meter übrig bleiben. Die Daten werden dabei mit einer maximalen Geschwindigkeit von 11 MBit/s übertragen, was bedeutet, dass in einer Sekunde ungefähr 11.000.000 Nullen und Einsen von einem Computer gesendet oder empfangen werden können, deren Abfolge für diesen verarbeitbare Informationen bedeutet.

Geschwindigkeit und Mobilität

Versucht man nun die WLAN-Technik mit dem neuen Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telephone Standard) zu vergleichen, so muss man als Erstes bemerken, dass sich hier zwei recht unterschiedliche Techniken gegenüberstehen. Während UMTS aus dem Standard für Mobiltelefone GSM hervorgegangen ist, war WLAN von Anfang an nur darauf ausgerichtet, die Kabel aus lokalen Netzwerkinstallationen zu verbannen. Doch dort wo UMTS nun versucht, dass Internet aufs Mobiltelefon zu bringen, bekommt es Konkurrenz von WLAN, das mobile Endgeräte kurzerhand in lokale Netze integriert, die ihrerseits ohnehin längst mit dem Internet verbunden sind.

Ausgehend von dieser Grundlage sieht es bei einem Vergleich dieser beiden Techniken ziemlich düster aus für UMTS, denn WLAN bietet heute schon einiges mehr als UMTS zu seiner Markteinführung Ende 2003 bieten wird. So werden die Daten bei WLAN mit heute 11 MBit/s wesentlich schneller übertragen als bei den versprochenen 2 MBit/s von UMTS, wobei in der Anfangsphase von diesen 2 MBit/s maximal 384 KBit/s zur Verfügung stehen werden. Wenn UMTS dann endlich Ende 2003 auf den Markt kommt, wird WLAN zudem voraussichtlich bereits 54 MBit/s übertragen können.

Selbst in der UMTS-eigensten Domäne, der Übertragung von Sprache bei Telefonaten, hat WLAN inzwischen aufgeholt. Denn seit breitbandige Datenverbindungen Firmennetze miteinander verbinden, wird daran gearbeitet, auch Telefonate über diese zu übertragen, um die Anzahl der verschiedenen Leitungen möglichst gering zu halten. Da WLAN diese Verbindungen ja lediglich durch Funkverbindungen ersetzt, lässt sich auch dieselbe Technik der sogenannten IP-Telefonie (IP = Internet Protocol, der Übertragungsstandard für Daten im Internet) auf WLAN übertragen. Die ersten Mobiltelefone für WLAN sind mittlerweile verfügbar, und es wird sogar schon von WLAN als Technik der vierten Mobilfunkgeneration (G4) gesprochen. Ein Standard lässt hierbei bisher jedoch auf sich warten.

Flächendeckende Verfügbarkeit

Als größter aber vielleicht inzwischen auch einziger Vorteil, den UMTS heute noch gegenüber WLAN zu bieten hat, wird die flächendeckende Verfügbarkeit des zukünftigen UMTS-Netzes angeführt. Aufgrund der geringen Reichweite von WLAN bräuchte man wesentlich mehr Basisstationen, um eine Stadt zu vernetzen. Mit einer Stellfläche von ein bis zwei Büchern dürften diese jedoch nicht einmal groß auffallen, zudem gibt es mehr und mehr Beispiele für die Umsetzung eines solchen Stadtnetzes.

In Sydney beispielsweise installierten Internet-Begeisterte 170 Basisstationen, die eines Tages die australische Stadt zu einem riesigen Funknetzwerk vereinen sollen. Für die einmalige Gebühr von ca. 60 Euro kann jeder dem Netz beitreten.

In Wien hat die Firma Metronet bereits das erste öffentlich nutzbare Wireless-Citynetwork Europas zum Datentransfer mit Breitbandgeschwindigkeit eröffnet. Zusätzlich zu einer monatlichen Grundgebühr von ca. 20-35 Euro kommen dabei noch Kosten in Höhe von 30-60 Cent pro übertragenem Megabyte hinzu.

Die Firma Metricom wiederum stattet in den USA bereits Straßenlaternen mit Funkstationen aus, über die in Großstädten Daten mit doppelter ISDN-Geschwindigkeit versandt werden.

Selbst vor Aachens historischer Altstadt macht der Fortschritt nicht Halt. Die Telefonfirma Accom hat diese flächendeckend mit WLAN-Stationen ausgerüstet. "Mehr als 30.000 Mark wird uns das Experiment nicht kosten," veranschlagte der Geschäftsführer der Telefonfirma Ulrich Hacker. Die Übertragung von 1 Megabyte berechnet dir Firma mit 5 Cent. Verhandlungen über das Stricken eines bundesweiten Netzes begann Accom bereits mit dem Berliner Anbieter Berlikomm.

Nach wie vor ist jedoch der physische Übergang von einem dieser Teilnetze in ein anderes nicht ganz unproblematisch. Die Verbindung würde abrupt unterbrochen und mobile Endgeräte müssten sich mit dem nächsten Teilnetz neu verbinden. Sollte mindestens eines der beiden Teilnetze darüber hinaus nur angemeldeten Benutzern zugänglich gemacht werden, käme noch die Problematik eines neuen Nutzungsvertrages hinzu. Sobald jedoch mehrere Anbieter ihre Teilnetze zu einem bundesweiten Netz zusammenschließen, sollten auch diese Probleme bald der Vergangenheit angehören.

Allerdings ist WLAN nicht konzipiert für sich schnell bewegende Mobilstationen wie beispielsweise in Autos oder Zügen. Durch entsprechende Basisstationen, die sich an Bord einfach mitbewegen, sollte dem aber Abhilfe geschafft werden können.

Weite Verbreitung

Ganz im Gegensatz zu UMTS, dessen Marktstart sich inzwischen auf voraussichtlich Ende 2003 verschoben hat, erfuhr WLAN aufgrund seiner offenen Standards und geringen Kosten eine schnelle Verbreitung. 100.000 Unternehmen haben WLAN-Technik bereits in ihre Firmennetze eingebaut und überall in Europa, Asien und Nordamerika knüpfen heute Start-Up-Firmen und Technik-Begeisterte Netze extrem leistungsfähiger Kleinstsender.

Mit 350.000 Mark vor allem aus dem Etat des Landesbildungsministeriums verkabelten beispielsweise Studenten der Universität Rostock binnen sechs Monaten fast das gesamte Universitätsgelände mit 150 Funkbasisstationen. Bis zu 1.500 Studenten loggen sich bald aus der Bibliothek oder von nahen Cafés aus drahtlos mit ihrem Notebook in den Uni-Rechner ein. Der Service ist kostenlos. Die Studenten dürfen so lange im Internet surfen, wie sie möchten. Nur die nötige Funkkarte für den Rechner kostet einmalig 175 Euro.

Vom Rostocker Uni-Netz beeindruckt hat das Bundesforschungsministerium inzwischen ein WLAN-Förderprogramm aufgelegt. 41 deutsche Hochschulen bauen Minimobilfunk-Netze auf, womit Deutschland international an der Spitze stehen sollte. Die Netze sollen auch von Studenten der jeweils anderen Hochschulen genutzt werden können.

Firmen wie Wayport und Aerozone sind darüber hinaus dabei, in ganz Nordamerika Flughäfen, Hotels und Einkaufszentren mit WLAN-Stationen zu vernetzen. Mit den US-Fluglinien Delta und United Airlines hat Aerozone bereits 15-Jahres-Verträge geschlossen. In Europa hat Aerozone gerade den Service auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol eröffnet. London-Heathrow, Frankfurt am Main und Charles de Gaulle in Paris sollen folgen. Bis zum Start der UMTS-Netze will Aerozone viele der an mobilen Internetzugängen interessierten Geschäftsleute längst ins eigene Netz gebracht haben. "In UMTS Geld zu investieren, ist schon sehr mutig," sagte der Münchner Aerozone-Repräsentant Jürgen Vollmer.

Auch das Münchener Nobelhotel "Vier Jahreszeiten" bietet seinen Gästen seit einiger Zeit für 29 Euro pro Tag in Lobby und Konferenzräumen die von der Firma Iobox, einer Tochter der spanischen Telefónica, bereitgestellte mobile Vernetzung an. Im Terminal 1 des Münchener Flughafens können Reisende sogar kostenlos ins Internet. An 25 finnischen Flughäfen sollen ebenfalls mobile Funkdienste mit Nokia-Technik bereits installiert werden.

Und auch die Hardware-Hersteller ziehen mit. Mittlerweile bauen Laptop-Hersteller wie Dell und Toshiba die für WLAN notwendigen Antennen serienmäßig in ihre portablen Computer ein.

Kosten von WLAN und UMTS

Die großen Gewinne werden bei UMTS wie bei WLAN nicht aus der Bereitstellung der Zugänge erwartet, sondern durch teure Zusatzdienste. Die bei UMTS für solche Dienste angepeilten Preise sind dabei schon ohne Berücksichtigung der immensen Ausgaben für UMTS-Lizenzen enorm.

So gibt im heutigen Funknetz schon jetzt der in Japan weit verbreitete und kürzlich von E-Plus auch nach Deutschland gebrachte mobile Internetdienst iMode mit seinen bunten Grafiken und mehrstimmigen Tönen einen kleinen Vorgeschmack auf zu erwartende UMTS-Dienste - und deren horrende Preise. So wird dem Benutzer für jedes übertragene Kilobyte bei iMode ein Cent berechnet. Vergleicht man dies z.B. mit den heutigen Internetpreisen von 0,9 Cent pro Minute im ISDN-Festnetz, kostete die in dieser Zeit abrufbare Datenmenge bei iMode 4,80 Euro, was der 533-fachen Summe im Vergleich zum Festnetz entspricht.

Dem entgegen steht wiederum bei WLAN die freie Verfügbarkeit der Frequenzen. In Großbritannien beispielsweise ist die Erwirtschaftung von Gewinnen durch Nutzung der 2,4 GHz und 5 GHz-Frequenzen in öffentlichen Räumen und in Hotels momentan ausdrücklich verboten. Eine einheitliche europäische Regulierung gibt es derzeit jedoch noch nicht. Diese würde aber auch aller Wahrscheinlichkeit nach eher das Gewinnerwirtschaftungsverbot für WLAN-Frequenzen in Großbritannien beseitigen, als es auf andere europäische Länder auszuweiten.

Lizenzen, Preise und der Mobilfunkmarkt

Noch wesentlich vorteilhafter fällt ein Vergleich zugunsten von WLAN aus, bezieht man erst einmal die 50 Milliarden Euro Lizenzgebühren mit ein, die allein in Deutschland für die UMTS-Frequenzen von den Mobilfunkfirmen gezahlt wurden. Die Frequenzen für WLAN, sowohl der gegenwärtigen als auch der zukünftigen Ausbaustufe (2,4 GHz bzw. 5 GHz), sind hingegen weltweit frei verfügbar. Hinzu kommen bei UMTS noch einmal ca. 25 Milliarden Euro für den flächendeckenden Aufbau des neuen Funknetzes. Die Investitionskosten für Tausende neue Sendemasten stehen dabei wiederum in keinerlei Relation zu den Kosten für WLAN, die mit lediglich 500 Euro pro Basisstation zu Buche schlagen. "Ein flächendeckender Ausbau kostet 50 Pfennig bis eine Mark pro Quadratmeter," kalkulierte Djanshid Tavangarian, Professor im Fachbereich Informatik an der Universität Rostock.

Doch schon bevor die WLAN-Technik sich anschickte, UMTS den Rang abzulaufen, waren Bedenken an den riesigen Ausgaben für UMTS laut geworden. Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck & Co bemerkte schon letztes Jahr, dass Deutschland ein zu kleiner Markt für sechs Anbieter sei. Es würden maximal vier Betreiber übrig bleiben. Breitbandige Datendienste seien nämlich kein Garant für Erfolg. Die Netzbetreiber hätten besser auf den Standard GPRS gesetzt, so die einhellige Meinung. GPRS wird inzwischen von allen deutschen Netzbetreibern angeboten. Mit dem GPRS-Standard ist eine höhere Datenübertragungsrate und eine permanente Verbindung ins Internet möglich. GPRS hätte vollkommen ausgereicht, denn die Kunden würden das bisherige Angebot an Inhalten schon nicht nutzen, weil es nicht umsonst sei. Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern.

Marcus Schmitz vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser sieht hingegen bei den enormen Geldsummen, die UMTS verschlingt, sogar nur Überlebenschancen für zwei Anbieter in Deutschland: "Erfolg werden nur die beiden großen T-Mobil und D2-Vodafone haben."

Genau in diese Kerbe schlagen nun zusätzlich noch die rosigen Prognosen für die Verbreitung von WLAN. Analsys beispielsweise sagt bis 2006 eine Erhöhung der Nutzeranzahl in Europa auf 20 Millionen voraus - tausend Mal mehr als heute. Der künftige Umsatz der WLAN-Anbieter wird auf 3 Milliarden Euro geschätzt. Zudem soll 2006 ein Zehntel der Mobilfunkkunden WLAN-Dienste nutzen.

Bereits letztes Jahr wurden laut Unternehmensberatung Frost und Sullivan mit WLAN-Zugängen Umsätze in Höhe von über 4 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Anzahl der Hotspots mit WLAN- oder Bluetooth-Anbindung in Europa sieht sie bis zum Jahre 2006 auf über 37.000 ansteigen. Der Gesamtumsatz mit 2,4- und 5-GHz-Systemen werde sogar schon im Jahre 2005 auf fast 5 Milliarden Euro angestiegen sein. Wer keine WLAN-Zugänge einrichtet, riskiere den Verlust von profitablen Kunden

Diese positive Entwicklung von WLAN wird voll und ganz auf Kosten von UMTS gehen. Mit der Versteigerung der UMTS-Lizenzen ist eine riesige Kostenlawine ins Rolle geraten, die sich schon längst nicht mehr stoppen lässt. Die Mobilfunkfirmen haben durch die enormen Summen, die sie in der Hoffnung auf saftige Gewinne durch ein mobiles Internet in die Entwicklung von UMTS gesteckt haben, heute gar keine andere Wahl mehr, als mit allen Mitteln UMTS einzuführen - eine im Vergleich zu WLAN längst überlebte Technik. Dieses wird zu einer enormen Krise der Mobilfunkanbieter führen, zu welcher die Bundesregierung durch ihre Lizenzvergabe für Funkfrequenzen nicht unerheblich beigetragen hat. Angesicht der enormen Summen, die dabei im Spiel sind, dürfte selbst die Prognose eines Überlebens der beiden großen Mobilfunkanbieter sehr schnell ziemlich optimistisch wirken.

Reaktionen der Mobilfunkanbieter

Diese Gefahr sehen auch die Mobilfunkanbieter in Deutschland. Während z.B. UMTS-Lizenznehmer Mobilcom zukünftig auch die WLAN-Technik selbst zum Einsatz bringen und in seine eigenen Netze integrieren will, fährt die Deutsche Telekom eine Doppelstrategie. Auf der einen Seite hat sich die zur Telekom gehörende US-Mobilfunkgesellschaft Voicestream entschieden, den insolventen WLAN-Anbieter Mobilestar zu übernehmen, auf der andren Seite bat T-Mobil-Chef René Obermann schon mal im Sommer 2001 vorsorglich die Telekom-Regulierungsbehörde schriftlich darum, dafür zu sorgen, dass keine WLAN-Dienste angeboten werden, "welche die Verkehrserlöse von lizenzierten UMTS-Netzbetreibern gravierend einschränken könnten."

"Das Frequenzband für WLAN ist für nichtöffentliche Kommunikation freigegeben", bemerkte T-Mobil-Pressesprecher Philipp Schindera. Die Regulierungsbehörde könne nicht auf der einen Seite Frequenzen teuer verkaufen und andere Frequenzen verschenken. "Hier herrscht regulatorische Ungewissheit", sagte er. Andere Anbieter setzen entweder auf eigene Angebote oder planen Übernahmen und Partnerschaften.

Die Zukunft von WLAN

Bleiben die erhofften Gewinne aus den UMTS-Leistungen also aus, steht den europäischen Mobilfunkanbietern eine Krise bevor, wie sie sich heute kaum einer vorstellen kann. Investitionskosten in Höhe von insgesamt 75 Milliarden Euro für UMTS-Lizenzen und Netzausbau zwingen sie, diese Technik nun auch gewinnbringend auf den Markt zu bringen. Doch die mobilen Dienste, die UMTS verspricht, bringt WLAN schon heute - und das zu wesentlich niedrigeren Preisen. Wird WLAN sich weiter durchsetzen, wovon man ausgehen kann, werden ab Ende 2003 nur Wenige auf die teure und unzeitgemäße UMTS-Technik umsteigen.

Dabei sind auch der offene Standard und die niedrigen Kosten von WLAN nicht zu unterschätzen. Ähnlich wie erstmals das Internet mit seinen offenen Standards jedem ermöglichte, sich unbeschränkt der ganzen Welt zu präsentieren, schickt sich nun WLAN an, neben den großen geschlossenen Systemen von T-Mobile oder Vodafone ein offenes, ständig wachsendes Netzwerk vieler kleiner Anbieter zu ermöglichen, das bereits heute fünfmal so leistungsfähig ist, wie die künftigen UMTS-Netze.

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