Vierter Vortrag: Marxismus, Geschichte und Wissenschaft der Perspektive

Teil 1

Von David North
7. Oktober 2005

Die Socialist Equality Party (USA) und die World Socialist Web Site veranstalteten vom 14. bis 20. August in Ann Arbor, Michigan, eine Sommerschule. Die dort gehaltenen Vorträge veröffentlichen wir im Laufe der kommenden Wochen jeweils in mehreren Teilen. Der vorliegende Vortrag stammt von David North, dem Chefredakteur der WSWS.

Kann es eine Wissenschaft der geschichtlichen Entwicklung geben?

Kein anderer Bestandteil des Marxismus hat so viel Widerspruch hervorgerufen wie sein Anspruch, den Sozialismus auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt zu haben. Auf die eine oder andere Art finden seine Kritiker diese Behauptung inakzeptabel, unplausibel oder gar unmöglich. Ausgehend von der unbestreitbaren Tatsache, dass die durch den Marxismus entdeckten sozioökonomischen Entwicklungsgesetze nicht die Genauigkeit und Ausschließlichkeit physikalischer, chemischer oder mathematischer Gesetze aufweisen, bestreiten diese Kritiker, dass der Marxismus überhaupt als Wissenschaft betrachtet werden könne.

Trifft diese Kritik zu, dann ist keinerlei wissenschaftliche Theorie der Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklung möglich - und zwar ganz einfach deswegen, weil die menschliche Gesellschaft von ihrer ureigensten Natur her nicht auf mathematische Formeln reduziert werden kann.

Doch ob der Marxismus eine Wissenschaft ist, hängt in hohem Maße davon ab, ob 1) die Gesetze, die er entdeckt zu haben behauptet, tatsächlich die objektiven Mechanismen sozioökonomischer Entwicklung enthüllen, 2) die Aufdeckung dieser Gesetze gegenwärtige historische Vorgänge angemessen erklären kann und 3) das Verständnis dieser Gesetze relevante Voraussagen über die zukünftige Entwicklung der menschlichen Gesellschaft ermöglicht.

Zu den schärfsten Kritikern der bloßen Möglichkeit einer Gesellschaftswissenschaft, die bedeutungsvolle Voraussagen über die Zukunft machen könnte, gehörte der österreichisch-englische Philosoph Karl Popper. Er wandte sich gegen den - von ihm so genannten - "Historizismus" und verstand darunter "jene Einstellung zu den Sozialwissenschaften, die annimmt, dass historische Voraussage deren Hauptziel bildet und dass sich dieses Ziel dadurch erreichen lässt, dass man die ‚Rhythmen’ oder ‚Pattern’, die ‚Gesetze’ oder ‚Trends’ entdeckt, die der geschichtlichern Entwicklung zugrunde liegen". Popper schrieb, er sei "überzeugt, dass solche historizistischen Methoden und Lehren letztlich an dem unbefriedigenden Zustand der theoretischen Sozialwissenschaften schuld sind". [1]

Popper behauptet gezeigt zu haben, dass historische Voraussagen unmöglich seien. Diesen Schluss begründet er mit den folgenden, miteinander verbundenen Axiomen:

"1. Der Ablauf der menschlichen Geschichte wird durch das Anwachsen des menschlichen Wissens stark beeinflusst.

2. Wir können mit rational-wissenschaftlichen Methoden das zukünftige Anwachsen unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht vorhersagen.

3. Daher können wir den zukünftigen Verlauf der menschlichen Geschichte nicht vorhersagen.

4. Das bedeutet, dass wir die Möglichkeit einer theoretischen Geschichtswissenschaft verneinen müssen, also die Möglichkeit einer historischen Sozialwissenschaft, die der theoretischen Physik oder der Astronomie des Sonnensystems entsprechen würde. Eine wissenschaftliche Theorie der geschichtlichen Entwicklung als Grundlage historischer Prognosen ist unmöglich.

5. Das Hauptziel der historizistischen Methoden ist daher falsch gewählt und damit ist der Historizismus widerlegt." [2]

Poppers Kritik ist zutiefst idealistisch: Die Grundlage historischer Entwicklung bilden ihm zufolge Denken und Wissen, und da wir heute nicht wissen können, was wir in einer Woche, in einem Monat, einem Jahr oder noch ferner in der Zukunft wissen werden, sei jede historische Voraussage unmöglich.

Poppers idealistische Geschichtsauffassung ignoriert die Frage nach den historischen Ursprüngen von Denken und Wissen. Sein Versuch, die Grenzen unseres Wissens als absolute Barriere für eine wissenschaftliche Geschichtsschreibung heranzuziehen, schlägt insofern fehl, als gezeigt werden kann, dass das Anwachsen des menschlichen Wissens selbst ein Produkt geschichtlicher Entwicklung ist und deren Gesetzen unterliegt. Die Grundlage der menschlichen Geschichte findet sich nicht im Anwachsen des Wissens, sondern in der Entwicklung der Arbeit, der wesentlichen und primären ontologischen Kategorie des gesellschaftlichen Seins. Ich meine das im Sinne von Engels: Dieser legte dar, dass die Entstehung der menschlichen Art, des menschlichen Gehirns und die Entwicklung der spezifisch menschlichen Formen des Bewusstseins das Ergebnis der Evolution der Arbeit sind.

Der Nachweis des ontologischen Primats der Arbeit bildet in Marx’ Werk die Grundlage der materialistischen Geschichtsauffassung. Sie liefert eine Erklärung für den Prozess gesellschaftlicher Veränderungen, der nicht vom Bewusstsein abhängt, wenngleich er natürlich nicht völlig unabhängig von diesem verläuft. Die Aufdeckung der Beziehung zwischen den Produktionsverhältnissen, welche die Menschen unabhängig von ihrem Bewusstsein eingehen, und den materiellen Produktivkräften hat über eine bedeutende historische Zeitspanne hinweg erwiesenermaßen ihre Gültigkeit behalten. Während dieser Zeitspanne ist, so können wir sicher annehmen, das Wissen der Menschheit gewachsen.

Was den entscheidenden Impuls für geschichtliche Veränderung gibt, ist nicht der Grad oder das Ausmaß des Wissens an sich, sondern das dialektische Verhältnis zwischen Produktivkräften und gesellschaftlichen Produktionsverhältnissen, die in der Einheit ihres Gegensatzes die ökonomische Grundlage der Gesellschaft ausmachen.

Um auf Popper zurückzukommen: Es ist nicht ganz klar, was er mit der Aussage meint, historische Voraussagen seien unmöglich, weil wir heute noch nicht wissen, was wir morgen wissen werden. Man kann dieses Axioms so interpretieren, dass irgend eine neue Erkenntnis das Dasein des Menschen so radikal verändern könnte, dass die Menschheit dadurch auf eine neue und zuvor ungeahnte Stufe ihrer sozialen Entwicklung gehoben wird, die alle Vorhersagen über den Haufen wirft.

Doch worin könnte diese Neuerung bestehen? Stellen wir uns etwas wirklich Spektakuläres vor: Die plötzliche Entdeckung einer Technologie, die die menschliche Produktivität über Nacht um den Faktor 1000 erhöht. Sogar in diesem außergewöhnlichen Fall würde jedoch der theoretische Rahmen des Marxismus intakt bleiben. Das bis dahin unvorstellbare Ansteigen der Macht der Produktivkräfte würde einen massiven Einfluss auf die bestehenden Eigentumsverhältnisse haben. Darüber hinaus würden Anwendung und Auswirkungen des Fortschritts in Wissenschaft und Technik, wie stets im Kapitalismus, von den Bedürfnissen und Interessen des kapitalistischen Marktes bestimmt.

Betrachten wir eine weitere mögliche Bedeutung von Poppers Axiom: Neue Erkenntnisse berauben den historischen Materialismus als Theorie der sozioökonomischen Entwicklung des Menschen seiner Gültigkeit. Wenn wir die Möglichkeit einräumen, dass der daraus folgende Wissensgewinn die Unangemessenheit des historischen Materialismus beweisen würde, dann schließt diese Annahme ein, dass eine neue Theorie an seine Stelle träte, eine Theorie, die eine tiefere Einsicht in das Wesen historischer Entwicklung ermöglichen würde. Wenn diese neue Theorie beweisen könnte, dass Marx’ Betonung der sozioökonomischen Grundlagen der Gesellschaft unangemessen oder falsch war, dann würde sie das tun, indem sie eine neue, zuvor unentdeckte Triebkraft historischer Entwicklung ans Licht fördert.

Mit anderen Worten, der Wissenszuwachs würde historische Voraussagen nicht unmöglich machen. Vielmehr würde er noch fundiertere, umfassendere und präzisere Voraussagen ermöglichen. Die Vermehrung des Wissens, die Popper zum Angelpunkt seiner Anklage gegen Marx macht, kann leicht gegen ihn selbst gewendet werden.

Im weiteren Verlauf seiner Argumentation muss Popper anerkennen, dass der "Historizismus" - d.h. Marxismus - "Trends oder Tendenzen" sozialer Veränderungen ausmacht, deren Existenz "kaum in Frage gestellt werden" kann. Aber, so stellt er fest, " Trends sind keine Gesetze ". Ein Gesetz sei zeitlos, universell gültig für alle Zeiten und unter allen Umständen. Trends oder Tendenzen dagegen können auch nachdem sie "Jahrhunderte und sogar Jahrtausende" angehalten habe, "sich innerhalb eines Jahrhunderts oder noch schneller ändern... Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich Gesetze und Trends radikal voneinander unterscheiden. " [3]

Auf der Grundlage dieses Arguments könnte Popper anführen, dass die Einheit der Gegensätze von Produktivkräften und gesellschaftlichen Beziehungen lediglich ein Trend sei, auch wenn er seit Jahrtausenden menschlicher Geschichte besteht. Dasselbe könnte man vom Klassenkampf überhaupt sagen: Es kann ja sein, dass der Klassenkampf fünftausend Jahre lang eine Rolle in der Geschichte gespielt hat - in der Zukunft könnte das aber anders sein, und deshalb ist der Klassenkampf nur eine Tendenz.

Die Postulierung eines absoluten Unterschieds zwischen Gesetz und Trend entspricht einer metaphysischen Logik, die im Gegensatz zur komplexen gesellschaftlichen Realität steht. Die ungeheure Vielfalt gesellschaftlicher Erscheinungen, die auftreten, wenn Millionen Individuen bewusst ihr - reales oder eingebildetes - Interesse verfolgen, führt zu einer Situation, in der "die Gesetze in der Wirklichkeit nur als Tendenzen, die Notwendigkeiten nur im Gewirr von gegenwirkenden Kräften, nur in einem Vermitteltsein inmitten von unendlichen Zufällen sich durchsetzen können". [4]

Die Grundlage für Poppers Zurückweisung des Marxismus (die mit kleineren Variationen in weiten Kreisen geteilt wird) ist letztlich die Auffassung, dass es im Verhalten des Menschen einfach zu viele Faktoren, zu viele Interaktionen, zu viele unvorhersehbare Variabeln gibt. Wie kann man eine deterministische Sicht der menschlichen Gesellschaft in Einklang mit der unbestreitbaren gesellschaftlichen Tatsache bringen, dass ganz verrückte Dinge aus blauem Himmel heraus geschehen? Es gibt da draußen einfach zu viele Texas Book Depositories und Dealy Plazas [Schauplätze des tödlichen Attentats auf US-Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963], als dass wir Voraussagen mit einer Genauigkeit machen könnten, wie sie eine echte Wissenschaft erfordert. Aus eben diesem Grunde haben, um die Worte von Sir Popper zu gebrauchen, "die Gesellschaftswissenschaften, wie es scheint, ihren Galileo noch immer nicht gefunden". [5]

Wir wollen die komplexe Problematik der Beziehung zwischen Zufall und Notwendigkeit einstweilen beiseite lassen; dennoch müssen wir festhalten, dass die Geschichtswissenschaft die Unmöglichkeit absoluter Voraussagen zukünftiger Ereignisse mit vielen anderen Wissenschaften teilt. Die Meteorologie ist eine Wissenschaft - trotzdem können die Meteorologen nicht die Genauigkeit ihrer Voraussagen für den morgigen Tag, geschweige denn für die nächste Woche garantieren. Obwohl sich ihre Vorhersagemöglichkeiten aller Wahrscheinlichkeit nach weiter verbessern werden, ist es doch unwahrscheinlich, dass jemals absolute Vorhersehbarkeit erreicht wird. Nichtsdestotrotz: Auch wenn uns die Meteorologen nicht sagen können, ob unser Gartenfest nächste Woche wie geplant unter wolkenlos blauem Himmel stattfinden kann, so spielt doch ihr Vermögen, die verschiedenen Wettermuster zu analysieren und klimatische Trends vorherzusehen, eine wichtige und unverzichtbare Rolle in unzähligen Aspekten des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Auch in Wissenschaften wie Biologie, Astronomie und Geologie stößt die Vorhersagekraft an ihre Grenzen. Der Physiker und Nobelpreisträger Steven Weinberg erklärt dazu:

"Ein Phänomen wie das Chaos kann auch in einem ganz einfachen System auftreten und unsere Bemühungen, die Zukunft des Systems vorauszusagen, zunichte machen. Ein chaotisches System ist ein solches, in dem nahezu identische Anfangsbedingungen nach einiger Zeit zu gänzlich verschiedenen Ergebnissen führen können. Dass in einfachen Systemen Chaos vorkommen kann, weiß man schon seit Anfang des Jahrhunderts; damals zeigte der Mathematiker und Physiker Henri Poincaré, dass auch in einem so einfachen System wie einem Sonnensystem mit nur zwei Planeten Chaos entstehen kann. Die dunklen Lücken in den Ringen des Saturn deutet man seit etlichen Jahren so, dass an diesen Stellen kreisende Teilchen aufgrund ihrer chaotischen Bewegung aus den Ringen herausgeschleudert wurden. Das Neue und Erregende an der Chaosforschung ist nicht, dass es Chaos gibt, sondern vielmehr, dass bestimmte Arten von Chaos einige beinahe universale Eigenschaften aufweisen, die man mathematisch analysieren kann.

Die Existenz von Chaos bedeutet nicht, dass das Verhalten eines Systems wie der Ringe des Saturns nicht vollständig durch die Gesetze der Bewegung und der Gravitation sowie seiner Anfangsbedingungen determiniert wäre, sondern nur, dass wir praktisch nicht berechnen können, wie sich einige Dinge (etwa die Teilchenbahnen in den dunklen Lücken in den Ringen des Saturn) entwickeln. Das Vorkommen von Chaos in einem System bedeutet, genauer gesagt, dass je nach der Genauigkeit, mit der wir die Anfangsbedingungen angeben, schließlich ein Zeitpunkt kommt, da wir jegliche Fähigkeit verlieren, das Verhalten des Systems vorherzusagen, aber dennoch gilt, dass es, gleichgültig, wie weit in die Zukunft hinein wir das Verhalten eines von den Newtonschen Gesetzen bestimmten physikalischen Systems vorhersagen möchten, einen Grad der Genauigkeit gibt, mit der die Messung der Anfangsbedingungen erfolgt, der es uns erlauben würde, diese Vorhersage zu machen. [...] Die Entdeckung des Chaos hat, anders gesagt, den physikalischen Determinismus aus der Zeit vor der Quantenmechanik nicht abgeschafft, aber sie hat uns genötigt, ein wenig genauer zu formulieren, was wir unter diesem Determinismus verstehen. Die Quantenmechanik ist nicht im gleichen Sinne deterministisch wie die Newtonsche Mechanik; Heisenbergs Unschärferelation schließt aus, dass wir gleichzeitig Ort und Geschwindigkeit eines Teilchens präzise messen, und auch wenn wir alle Messungen vornehmen, die zu einer Zeit möglich sind, können wir über spätere Messungen doch nur Wahrscheinlichkeitsaussagen machen. Dennoch ist, wie wir sehen werden, auch in der Quantenmechanik das Verhalten eines physikalischen Systems in einem gewissen Sinne vollständig durch seine Anfangsbedingungen und die Naturgesetze determiniert." [6]

Der wissenschaftliche Charakter des Marxismus hängt nicht davon ab, ob er die morgige Schlagzeile der New York Times voraussagen kann. Wer derartige Voraussagen sucht, sollte sich an einen Astrologen wenden. Der Marxismus als analytische Methode und materialistische Weltsicht hat vielmehr Gesetze entdeckt, die sozioökonomische und politische Prozesse bestimmen. Das Wissen um diese Gesetze enthüllt Trends und Tendenzen, auf deren Grundlage stichhaltig historische "Voraussagen" getroffen werden können und die ein bewusstes Eingreifen erlauben, das ein vorteilhaftes Ergebnis für die Arbeiterklasse mit sich bringen kann.

Poppers Angriff auf die Legitimität des Marxismus, sein Abstreiten der Möglichkeit historischer Voraussage versagt an entscheidender Stelle: im Test der konkreten historischen Erfahrung. Die Entwicklung des historischen Materialismus markierte einen Sprung nach vorne im Verständnis der menschlichen Gesellschaft, einen Fortschritt wissenschaftlicher Gesellschaftstheorie, der dem sozialen Handeln des Menschen einen nie da gewesenen Grad an historischem Selbstbewusstsein verlieh, und dies zuerst und hauptsächlich auf dem Gebiet der Politik. In zuvor unerreichbarem Maße erlaubte die Aufdeckung sozioökonomischer Entwicklungsgesetze dem Menschen, sein eigenes Handeln in einen objektiven Zusammenhang historischer Kausalität zu stellen. An die Stelle von Prophezeiungen trat die wissenschaftliche politische Perspektive.

Wird fortgesetzt.

Anmerkungen:

[1] Miller (Hg.), Popper Lesebuch, Tübingen 1995, S. 277f.

[2] Popper, Das Elend des Historizismus, Tübingen 2003, S. XI-XII.

[3] Ebenda, S. 90f.

[4] Lukács, Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins, 1. Halbband, Luchterhand 1984.

[5] Popper, Das Elend des Historizismus, a.a.O., S. 1.

[6] Weinberg, Der Traum von der Einheit des Universums, München 1993, S. 43f.

Siehe auch:
Weitere Vorträge der WSWS/SEP Sommerschule

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