Ein Nachruf auf Simon Wiesenthal - Teil 2

"Nur eine Gesellschaft, die sich zur historischen Wahrheit bekennt, kann aus der Vergangenheit lernen"

Von Nancy Hanover
17. Dezember 2005

Dies ist der zweite und letzte Teil eines Nachrufes auf Nazi-Jäger Simon Wiesenthal, der am 20. September im Alter von 96 Jahren in Wien starb.

Geopolitische Interessen halten die Entnazifizierung in Grenzen

Es gab einen Grund für das mangelnde Interesse der Behörden, in der Zeit des aufkommenden Kalten Krieges Wiesenthals Verfolgung der Nazi- Kriegsverbrecher zu unterstützen. Seine Bestrebungen durchkreuzten die Politik der Großmächte. Die Engländer und Amerikaner zeigten kein Interesse, die Nazis zu bestrafen, beendeten die beschränkte Entnazifizierung und integrierten die Deutschen in ihre Allianz des Kalten Krieges. Die Israelis wiederum waren damit beschäftigt, ihren Landraub in Palästina zu sichern, und waren nicht bereit, Wiesenthal zu helfen.

Um Wiesenthals Arbeit einzuordnen, muss man diese geopolitischen Veränderungen der Nachkriegsperiode untersuchen.

Nachdem der Kalte Krieg ernsthaft begonnen hatte, setzten die USA auf die Wiederbewaffnung Deutschlands. Die deutsche Oberschicht forderte als Preis, dass die Nazivergangenheit unter den Teppich gekehrt wurde. Ein Leitartikel der Saturday Evening Post warnte damals: "Die Nürnberger Urteile hemmen die Bereitschaft Deutschlands, den Westen zu verteidigen", und behauptete, die Prozesse wären eine "unrealistische Mischung aus Moral und Vergeltung". [1]

Wiesenthal berichtete von den Worten eines amerikanischen Offiziers, der damit beschäftigt war, die Archive in Nürnberger zu schließen: "Europa kann nicht ohne die Deutschen gegen die Russen verteidigt werden. Wir müssen die deutsche Armee wieder aufbauen, aber das gelingt nicht, wenn die deutsche Offizierskaste im Gefängnis sitzt."

Als sich der Ost-West-Konflikt verschärfte, wurde in der amerikanischen Presse nur noch im Zusammenhang mit Angriffen auf Stalin und den Sowjetblock von Völkermord gesprochen.

Die USA begannen ein intensives Wettrennen mit der UdSSR, um die besten Köpfe unter den Nazi-Wissenschaftlern, Geheimdienstspezialisten und anderen nützlichen Berufen in die USA zu holen. Der Rahmen war weit gesteckt. Das American Office of Special Investigations gab später zu, dass zwischen 1948 und 1952 mindestens 10.000 Nazis in die USA kamen. (Bis 1995 sind nur 44 abgeschoben worden.)

Die Kriegsbeute

Christopher Simpson schreibt in seinem Buch Blowback : "Alle bedeutenden Mächte betrachteten die deutschen Wissenschaftler als Kriegsbeute. Die Amerikaner, Briten und die Sowjets hatten spezielle Teams gebildet, deren Aufgabe es war, deutsche Forschungseinrichtungen, Industriepatente und moderne Gerätetechnik in ihren Besitz zu bekommen. Wissenschaftler wurden allgemein nur als ein weiterer technischer Posten angesehen, den man auch in seinen Besitz bringen musste."

Die Haltung der US-Regierung wurde durch den Direktor der Joint Intelligence Objectives Agency (einer Geheimdienstabteilung, die für die "Operation Paperclip" zur Anwerbung deutscher Wissenschaftler verantwortlich war) auf den Punkt gebracht: "Vom Standpunkt der nationalen Sicherheit sollte der Nationalsozialismus bei deutschen Wissenschaftlern keine Rolle mehr spielen, wenn die viel größere Bedrohung des Kommunismus jetzt die ganze Welt herausfordert ... Wenn man die Nazizugehörigkeit weiterhin als ernsthaftes Problem betrachtet, kann man sich die Mühe sparen."

Die Amerikaner und Briten bildeten ein gemeinsames Komitee, das Combined Intelligence Objectives Subcommittee, das in Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden Kommandounternehmen durchführte, um solche Männer aufzuspüren. Wie Simpson erläutert, wurden dabei die Methoden entwickelt, mit denen man später eine große Anzahl Nazis und ihre Kollaborateure in die USA holte. Die Rechtfertigung dafür, "so gut wie jeden Antikommunisten anzuwerben, egal was er oder sie im Krieg getan hatte", wurde dabei schrittweise ausgeweitet.

Die Amerikaner importierten aber nicht nur Nazis in die USA, sondern errichteten auch ein internationales Netzwerk für antikommunistische Zwecke. Simpson schreibt: "Griechenland 1947 und Italien 1948 lehrten die CIA, dass sie ehemalige Nazi-Kollaborateure im großen Stil bei geheimen Operationen einsetzen und damit ungeschoren davonkommen konnte." Man schätzt, dass die USA im Jahr 1948 fünf Millionen Dollar an Ex-Nazis zahlten, die jetzt in rechten Emigrantenorganisationen arbeiteten. Im Rahmen eines Projekts namens ‚Bloodstone’ wurden zahlreiche Organisationen in die USA gebracht, die mit den Nazis kollaboriert hatten und die man bei der politischen Kriegführung in Osteuropa für nützlich hielt.

Man holte diese Nazi-Kollaborateure in die USA oder heuerte sie in Europa für spezielle politische Sabotage- und Attentatsaufträge an. "Die Männer und Frauen, die für Bloodstone gewonnen wurden, waren keine kleinen Gangster, KZ-Wächter oder brutale Schläger, jedenfalls nicht im herkömmlichen Wortsinne. Sie waren im Gegenteil die crème de la crème der Nazis und ihrer Kollaborateure, die Führer, die Geheimdienstexperten, Gebildete, die ihr Können für die Zwecke der Nazis eingesetzt hatten", stellt Simpson fest. Diese Männer wurden in der CIA in einer separaten Abteilung zusammengefasst, die für besondere Projekte und geheime Kriegführung zuständig war.

Ein Beispiel dafür, wozu man diese Elemente nutzte, schilderte ein hoher Berater dem Diplomaten George Kennan: "Wir hatten das Problem mit den kommunistischen Gewerkschaften in Frankreich. Die (US-Gewerkschaft) AFL versuchte mit ihren Leuten, diese große subversive Kraft in Frankreich zu bekämpfen. Wir konnten nicht einfach die 82. Flugstaffel hinschicken. Auch konnten wir es mit diplomatischen Mitteln nicht tun. Wir taten also, was damals ging." Man kann sich vorstellen, dass die Nazis mit großer Freude unter Führung der Amerikaner an solche Aufgaben herangingen.

Bis zum Ende des Jahres 1947 hatte die US-Armee mindestens ein halbes Dutzend umfangreicher, offizieller Programme zum Anwerben von ehemaligen SS-Leuten und deutschen Geheimdienstveteranen gestartet - beispielsweise die Programme Pajamas, Project Dwindle, Apple Pie, Project Panhandle und Project Credulity.

Die wahrscheinlich größte Bedeutung kam hierbei jedoch Reinhard Gehlen zu, Hitlers Chef des Militärgeheimdienstes der Ostfront. Gehlen und seine gesamte Organisation (die vor allem aus SS- oder SD-Leuten einschließlich gut bekannter Führer bestand) wurden in den Dienst der amerikanischen OSS gestellt, wo sie weiterhin ihrer Spezialität nachgingen, die Russen auszuspionieren. Gehlens Position und Ruf im Dritten Reich beruhte auf der Masse an Informationen, die er durch Folter, Verhöre und den Mord durch Verhungern aus rund vier Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen herauspresste.

Gab es gegenüber der neuen amerikanischen Politik Proteste von Seiten der offiziellen jüdischen Organisationen, war sie eine heftig umstrittene Streitfrage? Kaum, schreibt Norman Finkelstein in seinem Buch Die Holocoust-Industrie. Diese Organisationen stimmten in der Nachkriegszeit mit der Politik überein, die Naziverbrechen herunterzuspielen, und unterstützten die neue antikommunistische Linie.

"Der wirkliche Grund für die Stille um die Nazi-Verbrechen in der Öffentlichkeit war die konformistische Politik der Führungen der jüdischen Organisationen in den USA und das politische Klima im Nachkriegsamerika. Sowohl in nationalen als auch internationalen Angelegenheiten arbeitete die jüdische Elite eng mit der offiziellen US-Politik zusammen ... Das Amerikanische Jüdische Komitee (AJC) war das erste, das die Tugenden der neuen Bündnissysteme entdeckte. Der prozionistische Jüdische Weltkongress (WJC) ... gab seinen Widerstand auf, nachdem Anfang der 50er Jahre die Entschädigungsvereinbarungen mit Deutschland unterzeichnet waren", erklärt Finkelstein. Er macht darauf aufmerksam, dass das Gedenken an den Nazi-Holocaust als kommunistenfreundlich galt und dass beide, das AJC und der ADL, bemüht waren, sich von linken Organisationen zu distanzieren. Sie beteiligten sich aktiv an der Hexenjagd McCarthys und boten ihre Akten der Regierung. Das AJC befürwortete sogar die Todesurteile gegen Julius und Ethel Rosenberg und verstieg sich dabei zur Behaupten, sie seien nicht wirklich jüdisch.

Wiesenthal stand damals in offener Opposition zur Linie Israels und jüdischer Gruppen wie dem WJC, die Druck auf Deutschland ausübten, um "Entschädigungszahlungen" an den neuen jüdischen Staat zu erhalten. Damit sollte seiner Meinung nach vertuscht werden, dass Deutschland nicht weiter entnazifiziert und die Nazi-Verbrecher nicht bestraft wurden. 1952 willigte die israelische Regierung in einen Deal ein, über zwölf Jahre verteilt Reparationsgelder in Höhe von 862 Millionen Dollar von Westdeutschland zu kassieren, und schockierte damit viele Juden auf der ganzen Welt. Diese Gelder bildeten neben den Anleihen aus den USA den wichtigsten Faktor, um ihre Haushaltskrise in den Griff zu bekommen.

Diese Ereignisse machen deutlich, warum Wiesenthal in diesen Jahren in Isolation und Armut arbeitete.

Zurück zum Fall Eichmann

Obwohl Wiesenthals genaue Rolle im Eichmann-Prozess umstritten ist, gibt es doch keinen Zweifel, dass er von diesem Fall besessen war. Über die Jahre hinweg sandte er den israelischen Behörden Informationen und beschämte sie letztlich, weil Eichmann ohne ihn nicht entdeckt und entführt worden wäre.

Als der israelische Geheimdienst Mossad Eichmann gefunden hatte, lebte dieser unter dem Namen Ricardo Klements in Buenos Aires. Er wurde 1960 gekidnappt, nach Israel gebracht und vor Gericht gestellt. Er wurde wegen 15 Strafvergehen verurteilt und 1962 gehängt. Wiesenthal fühlte sich durch die Gefangennahme seines "Hauptdelinquenten" und besonders durch die ihm zukommende öffentliche Aufmerksamkeit bestärkt. Er schrieb sein Buch Ich jagte Eichmann, welches weithin als extreme Eigenwerbung empfunden wurde. Das Buch machte ihn auf einen Schlag zu einer Legende. Kurz darauf wurde sein Dokumentations-Zentrum in Wien wiedereröffnet.

Er arbeitete die nächsten vier Jahrzehnte in zwei bescheidenen Drei-Raum-Büros und machte sich sein fotografisches Gedächtnis und sein computergleiches Gehirn zunutze, um die Spuren Tausender geflohener Nazis zusammenzutragen. Er "jagte" nicht eigentlich Nazis. Er erfasste und analysierte Informationen und erstellte Akten.

Zu seinen großen Erfolgen gehörten die Gefangennahmen Karl Silberbauers, des ehemaligen Polizeichefs und Gestapo-Gehilfen von Wien, der Anne Frank und ihre Familie festgenommen hatte; Franz Stangls, des Kommandanten der Vernichtungslager Treblinka (bis zu 800.000 Menschen wurden dort vergast, als er Kommandant war) und Sobibor und von Hartheim, wo Euthanasie-Experimente durchgeführt worden waren; der Österreicherin Hermine Braunsteiner, Wache in Ravensbrück und Majdanek, einem Todeslager in Polen, in dem 200.000 Menschen umgekommen waren; Gustav Franz Wagners, eines Kommandanten von Sobibor; Josef Schwammbergers, eines SS-Offiziers, der wegen der Ermordung von Gefangenen und Sklavenarbeitern in Polen, verurteilt wurde.

Nach dem arabisch-israelischen Krieg vom Juni 1967 drehte sich der politische Wind erneut. Der militärische Erfolg Israels bestärkte die Entscheidung der USA, Israel zu seinem Hauptverbündeten in Nahost zu machen. Israel wurde zu einem Angelpunkt der Weltpolitik.

Allmählich wurde der Holocaust als eine Frage wieder entdeckt, mit der man öffentliche Unterstützung für Israel gewinnen konnte. In dem Maße, wie der Holocaust wieder zu einem öffentlichen Thema wurde, war Wiesenthal kein Ausgestoßener mehr. Ihm wurden Ehrendoktortitel von Universitäten aus der ganzen Welt verliehen, und in öffentlichen Ansprachen wurde er geehrt. Leider stand Wiesenthal der Tatsache, dass die Naziverfolgung nun im Sinne der US-Außenpolitik war, unkritisch gegenüber, und er verteidigte viele Verbrechen der Zionisten am palästinensischen Volk.

Wiesenthal und Wiesel

In Übereinstimmung mit dieser neuen Außenpolitik kündigte US-Präsident Jimmy Carter 1978 an, dass eine Kommission für die Schaffung eines nationalen Holocaust-Denkmals gebildet werde. Dahinter steckte seine politische Absicht, die amerikanischen Juden versöhnlich zu stimmen, die sein Entgegenkommen gegenüber den Palästinensern als inakzeptabel empfanden.

Das geplante Museum wurde sofort zu einem heftigen Streitpunkt zwischen Wiesenthal und Elie Wiesel. Wiesel, der Präsident der Kommission Carters, bestand darauf, dass das Denkmal lediglich der sechs Millionen Juden gedenken sollte, während Wiesenthal alle elf Millionen Opfer der verschiedensten Nationen einbeziehen wollte.

Es spricht für Wiesenthal, dass er Wiesels Auffassung entsetzt zurückwies, der Holocaust sei lediglich ein Element der zweitausendjährigen Judenverfolgung durch Nichtjuden, und seine Ansicht ablehnte, die Juden seien die einzigen wirklichen Opfer. Das war für Wiesenthal eine emotionale und prinzipielle Frage.

Außerdem wies Wiesenthal Wiesels mystische und pessimistische Ansicht des Holocausts zurück, die es unmöglich machte, ihm zu widerstehen, etwas daraus lernen oder praktische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Wiesel war der Meinung: "Auschwitz kann weder erklärt werden noch kann man es sich vorstellen ... Der Holocaust steht außerhalb der Geschichte ... Die Toten sind im Besitz eines Geheimnisses, das wir Lebenden zu erfassen weder würdig noch imstande sind ... Der Holocaust ist das letzte Geheimnis, das größte Mysterium, das man nie begreifen oder weitergeben kann". (2)

Letztendlich wurde ein Kompromiss gefunden. Aber viele hatten das Gefühl, Wiesenthal habe seine Einstellung zum Denkmal (besonders sein Eintreten für die Einbeziehung der Sinti und Roma) den Friedensnobelpreis gekostet, was für ihn, dem Ansehen und Beifall viel bedeuteten, eine große Enttäuschung war.

Wiesel erhielt schließlich den Preis allein und wurde mehr oder weniger Amerikas anerkannte Autorität in Fragen des Holocaust. Die Entscheidung für Wiesel lag ganz auf der Linie der "Identity Politics" und des Postmodernismus.

Wiesenthals allseits bekannte Schwäche war sein Geltungsbedürfnis. Er war darum bemüht, seine Person zu einer überlebensgroßen Bedrohung für seine Opfer zu machen, und verhielt sich damit letztlich unklug. Er erklärte sich damit einverstanden, dass der orthodoxe Rabbi Marvin Hier seinen Namen für die Errichtung eines Simon Wiesenthal Zentrums in Los Angeles verwenden durfte. Dieses Zentrum und das dazugehörige multimediale Toleranzzentrum wurden zu großen und reichlich ausgestatteten Touristenattraktionen - zu dem, was Finkelstein als "die Holocaust-Industrie" bezeichnet. Obwohl sich Wiesenthal dieses Zentrum als eine Stätte vorgestellt hatte, die Menschenrechte und Toleranz vermittelt, ist es de facto eine Millionendollar-Werbung und ein Sprachrohr für den Staat Israel.

Das Fehlen einer komplexen Analyse

Die persönlichen Schwächen Wiesenthals hatten ihre Ursache in seiner Politik. Sein Antikommunismus aus jungen Jahren, den er nie durch ernsthaftes politisches Hinterfragen oder Studium überprüft hatte, mündete in eine sich verhärtende Verteidigung rechter Regimes, einschließlich Israels.

Ein Verständnis der verhängnisvollen Geschichte, die sein Leben prägte, hätte eine komplexe Analyse erfordert. Er wählte den einfacheren Weg, die Toten zu rächen und die Täter zu verfolgen. Das hat bestenfalls einen sehr begrenzten gesellschaftlichen Effekt und ermöglicht es, dass die Krise des Kapitalismus, der Wurzel des Faschismus, weiter schwelt und sich vertieft.

In einer aufschlussreichen Passage beschreibt die Biografin Helle Pick Wiesenthals Jugend und hebt hervor: "Selbst Wiesenthals Elterngeneration ... verstand vermutlich die Feinheiten der sozialdemokratischen Taktik während der Jahre des ersten Weltkrieges nicht sehr gut ..., aber als er erwachsen wurde ..., gewann er die Überzeugung, dass die von der jüdischen Intelligenz unterstützten oder sogar bestärkten Sozialdemokraten ein mangelndes Gespür für die Gefahren hatten, die den österreichischen Juden drohten."

Diese "Feinheiten" spalteten die Sozialdemokratie in einen revolutionäre und einen reformistischen Flügel und führten schließlich dazu, dass die größte Partei der Arbeiterklasse, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, vor Hitler kapitulierte, ohne dass ein einziger Schuss fiel.

Das Warum und Wie der Machtergreifung Hitlers hat Wiesenthal nie ernsthaft interessiert. Er reduzierte alles auf die Schuld und Unschuld einzelner Menschen und unterließ es, die sozialen Ursachen zu untersuchen und so die politischen Lehren dieser Erfahrungen ans Licht zu holen, was die einzig mögliche Garantie gegen eine Wiederholung solcher Gräueltaten ist.

Ende

Fußnoten:

1. Peter Novick: The Holocaust in American Life, 1999, Houghton Mifflin Co.

2. Elie Wiesel: "Trivializing the Holocaust," New York Times, 16 April 1978.

Siehe auch:
Ein Nachruf auf Simon Wiesenthal - Teil 1
(16. Dezember 2005)

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