Wie Regierungen Bankiers Geheimdienste Freimaurerlogen der Vatikan und die Mafia in den 1970ern und 1980ern die internationale Politik beeinflussten

I Banchieri di Dio: Il caso Calvi (Gottes Bankiers: Der Fall Calvi), Drehbuch von Armenia Balducci und Giuseppe Ferrara, Regie von Giuseppe Ferrara

Von Marc Wells
8. März 2006

Der Name des italienischen Filmemachers Giuseppe Ferrara mag einem internationalen Publikum nicht sonderlich bekannt sein. Er sollte es aber, denn er ist ein mutiger Filmemacher, der sich dafür einsetzt, die Realität hinter der offiziellen Darstellung der Ereignisse sichtbar zu machen. Schon mehrmals war er Opfer von politischen Boykotten oder wirtschaftlicher Sabotage, wenn es darum ging, die Wahrheit zu verschleiern, die seine Filme und Dokumentationen ans Licht brachten.

Seine Werke klagten allerhöchste Autoritäten an, politische Herrscher oder Mitglieder der Finanzelite, umweltzerstörende Industrien oder das organisierte Verbrechen. Sasso in bocca (Stein im Mund, 1970), Faccia di spia (Spionsgesicht, 1975), La salute non si vende (Die Gesundheit verkauft man nicht, 1977), Il caso Moro (Der Fall Moro, 1986), und Contradizione (Widerspruch, 1987), um nur einige wenige zu nennen, zeigen und erklären die Machenschaften, die hinter Putschversuchen, Terrorakten, Mafiaaktivitäten und industrieller Nachlässigkeit stecken.

In dem Film I Banchieri Di Dio: Il Caso Calvi (Gottes Bankiers: Der Fall Calvi) setzt sich Ferrara das ehrgeizige Ziel, die Ereignisse zu rekonstruieren, die zur Ermordung (nicht zum Selbstmord, wie ursprünglich behauptet) des italienischen Finanzmannes Roberto Calvi am 18. Juni 1982 führten. Hinter Calvis Tod stand ein reaktionäres und machtvolles Netz, in das der Vatikan, die Mafia und rechtsextreme Kreise verwickelt waren, die in den siebziger Jahren Einfluss hatten. Diese Kräfte hatten eine Verschwörung gegen die Rechte der internationalen Arbeiterklasse und die italienische und internationale Linke angezettelt und führten Italien an den Rand eines Militärputsches. Calvi, der Vorsitzende und leitende Direktor der Banco Ambrosiano in Mailand, war eine Schlüsselfigur und diente als Frontmann in Finanzfragen.

Hinter dieser verschwörerischen Operation steckte eine rechte italienische und letztlich internationale Freimaurerloge, bekannt unter dem Namen Propaganda 2 oder P2, zu der 962 (einige sagen: weit mehr) Politiker, Minister, Industrielle, Journalisten, Richter, hochrangige Militäroffiziere und Geheimdienstagenten aus verschiedenen Ländern gehörten, deren gemeinsames Ziel (der "Plan der Demokratischen Wiedergeburt") darin bestand, zwei verlässliche politische Stützen in "demokratischem" Gewand zu schaffen: eine bürgerliche, kontrollierbare "linke" Kraft und eine so genannte "demokratische Rechte". Damit wurde ausdrücklich das Ziel verfolgt, jede echte politische Mobilisierung der Arbeiterklasse in Westeuropa und Südamerika zu ersticken.

"Demokratie" war dabei das Kodewort für Kapitalismus, denn diese finstere Organisation zögerte nicht, autoritären und faschistischen Regimes ihre Unterstützung zu geben. P2-Großmeister Licio Gelli, ein ehemaliger italienischer Faschist, SS-Offizier im zweiten Weltkrieg und Freund sowohl Benito Mussolinis als auch Juan Peróns, pflegte Verbindungen zu ultra-rechten Kreisen in Europa und Lateinamerika. Für den Fall eines Wahlsiegs der Kommunistischen Partei in Italien plante P2 offensichtlich einen Staatsstreich und hatte schon eine Parallelregierung in Wartestellung gebracht.

Ferrara stellt in seinem Film anschaulich dar, wie die Loge P2 unter Beihilfe der CIA Strategien der politischen Destabilisierung und Unterdrückung in Italien, Uruguay und Brasilien und für Argentiniens "schmutzigen Krieg" entwickelte, und wie sie die Einsetzung mehrerer Diktatoren auf der ganzen Welt unterstützte (zum Beispiel gibt es in dem Film einen Hinweis, dass die Loge sich an der Finanzierung von Argentiniens Falkland-Krieg beteiligte). Solche Strategien beinhalteten den Einsatz von agents provocateurs und die Organisation von Terroranschlägen, die darauf abzielten, dem Einfluss der Linken entgegenzuwirken, sowie demokratische Grundrechte wie das Streikrecht und das Koalitionsrecht zu kontrollieren und zu unterdrücken. Was das italienische Justizsystem betrifft, so verfolgte die Loge eine Strategie mit dem Ziel, die Macht der Richter einzudämmen und im Obersten Justizrat, der für die Wahl, Beförderung und Ernennung der Richter zuständig ist, den Anteil von mit der P2 liierten Politikern zu vergrößern.

(Im Jahr 2004 versuchte Premierminister Silvio Berlusconi, ein früheres P2-Mitglied, eine Reform des Justizsystems durchzusetzen, die ein solches Programm verwirklicht hätte; aber der italienische Staatspräsident weigerte sich, es zu unterzeichnen.)

Schließlich entwarf die Loge P2 besondere taktische Maßnahmen zur Kontrolle von Presse und Medien, insbesondere verhalf sie sympathisierenden Journalisten in Schlüsselpositionen zu gelangen, was Ferrara am Beispiel von Corriere Della Sera, der einflussreichsten Zeitung Italiens, demonstriert, die von der Loge gekauft und unter Kontrolle gebracht wurde.

Sorgfältig schildert der Regisseur Calvis Rolle in der Banco Ambrosiano, dem finanziellen Arm der P2. Die Bedeutung der Intervention dieser Bank in der Weltpolitik kann in einem einzigen Artikel oder einem Dokumentarfilm gar nicht erschöpfend gewürdigt werden. Die Auswirkungen sind bis heute zu spüren. Außerdem besetzen viele frühere Logenmitglieder bis heute wichtige Regierungspositionen, und das trotz der Tatsache, dass P2 und ähnliche Verbindungen auf die Liste illegaler Organisationen gesetzt wurden. So sitzen in Italiens heutiger Regierung außer dem Premier noch mehrere frühere P2-Mitglieder.

Der Film dokumentiert die starken und tiefen Verbindungen der Banco Ambrosiano mit der Vatikanbank IOR (Istituto per le Opere Religiose - Institut für die religiösen Werke). Niemand anderer als Calvi trug im Auftrag des Papstes mit Finanzen und Unterstützung dazu bei, die polnische Solidarnosc-Gewerkschaft in eine pro-kapitalistische Bewegung zu verwandeln, um dem Entstehen einer linken Alternative zum Stalinismus den Stachel zu nehmen und so der polnischen Arbeiterklasse eine ernste Niederlage beizubringen.

Gleichzeitig sorgten Calvis Beziehungen zur Mafia im Zuge von undurchschaubaren Geldwaschmanövern für einen ständigen Strom von Barmitteln. Das Geld wurde durch die unterschiedlichsten Ableger geschleust, ein kompliziertes und schier undurchschaubares Netz von Finanzinstituten, Überseekonzernen, Banken und Buchhaltungsmanipulationen, mittels derer die Banco Ambrosiano beträchtliche Finanztransaktionen durchführte. Der Vatikan wird in dem Film zutreffend als Teilhaber einiger dieser Bankorganisationen portraitiert. Der Zusammenbruch von Ambrosiano enthüllte, dass hochrangige Chargen im Vatikan und in der Bank sich verschworen hatten, ein Netz von Scheinfirmen in Übersee aufzubauen, in das sie Hunderte Millionen (vielleicht bis zu einer Milliarde) Dollars gesteckt hatten. Außerdem wurden enorme Finanzmittel in die Wahlkämpfe jener Parteien gesteckt, die der Loge nahe standen.

Als 1981 die italienische Finanzpolizei die Liste der P2-Mitglieder und ihre Verbindungen zum italienischen und amerikanischen Geheimdienst enthüllte, erschütterte eine politische und finanzielle Krise das ganze Establishment. Die christdemokratische Regierung (DC) stürzte, weil sie dagegen gewesen war, die P2-Mitgliederliste zu veröffentlichen, die wichtige Teile der herrschenden Elite inkriminierte.

Als Calvi wegen illegaler Kapitaltransfers verhaftet und unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, versuchte er mit Hilfe seiner Frau und mit Unterstützung des Geheimdienstagenten und Freimaurers Francesco Pazienza die verschiedenen Organisationen, für die er gearbeitet hatte, in dem verzweifelten Versuch gegeneinander auszuspielen, seine Bank zu retten, die nun ein Defizit von einer Milliarde Dollar aufwies.

Erzbischof Marcinkus und die Vatikanbank setzten sich für Calvi ein. Im September 1981 verschafften sie ihm eine Reihe von Dokumenten, sogenannte "Gönnerbriefe". Sie anerkannten, dass der Vatikan Teilhaber von elf Geisterkonzernen in Panama war, die zum Gebäude der Banco Ambrosiano gehörten, und standen für ihre Schulden ein. Außerdem übernahmen sie indirekt die Verantwortung für alle Operationen hinter Calvis Bank. Doch was sonderbar und auch bedrohlich war: der Vatikan versah die Papiere mit einem Datum, an welchem sie ungültig werden sollten! Ihre Unterstützung für Calvi war zeitlich beschränkt.

Später lernte Calvi über Pazienza Flavio Carboni kennen, einen sardinischen Unternehmer mit engen Verbindungen zu den Christdemokraten, der Mafia und der ultrarechten Vatikan-Organisation Opus Dei. Letztere spielte eine entscheidende Rolle dabei, Calvi loszuwerden. In der Hoffnung, Johannes Paul der II. werde ihm zu Hilfe kommen, willigte dieser ein, eine Vereinbarung mit Opus Dei zu unterschreiben, die den Vatikan im Wesentlichen aus der Verantwortung für sämtliche Machenschaften entließ und Marcinkus’ Verpflichtung ungültig machte.

Unterdessen bemühte sich Calvi, Nutzen aus Leuten zu ziehen, die er früher begünstigt hatte, z.B. durch die illegale Finanzierung von Wahlkampagnen. Im Klartext, er versuchte Mitglieder des Establishments zu erpressen. Die Intrige ist so verworren und undurchdringlich, dass es oft schwierig ist, sie zu verfolgen. Zum Beispiel zahlte Calvi auf Druck der Mafia und der Christdemokraten das Lösegeld für die Freilassung eines dubiosen Politikers, der von den terroristischen Roten Brigaden gekidnappt worden war, während die Mafia als Gegenleistung einen Handzettel verteilen ließ, der die betrügerischen Machenschaften des Bankriesen Mediobanca und die Komplizenschaft der Bank von Italien denunzierte, um Calvis Ankläger zu diskreditieren. Noch direkter war Calvis Frau, die sich unter Ausnutzung ihres Wissens über die illegale Parteienfinanzierung an die Sozialistische Partei wandte, damit diese mithalf, ihren eigenen Sekretär zu erpressen.

Nach einem Selbstmordversuch entschloss sich Calvi, Hilfe von Carbonis Mafia-Verbindungen zu akzeptieren. In einem abschließenden Verzweiflungsakt floh er mit einem gefälschten Pass aus Italien, um Finanzen und Dokumente zu beschaffen, die ihn entlasteten und andere belasteten. Er reiste einige Tage durch Europa und erreichte schließlich London, wo er in der Nacht vom 17. Juni 1982 von zwei Mafiosi ergriffen und in der Themse ertränkt wurde. Man fand ihn am folgenden Morgen, an der Blackfriars-Brücke hängend, mit Ziegelsteinen beschwert und 15.000 Pfund Bargeld in der Tasche.

Erst nach einer Verschleppung von mehr als zwanzig Jahren wurde Carboni im letzten Jahr zusammen mit P2-Großmeister Gelli und Mitgliedern der neapolitanischen und römischen Mafia angeklagt. Für die Verzögerung durch die Justiz waren ohne Zweifel jene verantwortlich, die ein Interesse daran hatten, die höchsten Kreise der italienischen Politik- und Finanzelite und die Kirchenhierarchie zu schützen.

Die Rolle der Kommunistischen Partei

I banchieri di dio: Il caso Calvi geht gewissen wichtigen Fragen aus dem Weg, vielleicht weil sie kompliziert und verwickelt sind. Das gilt besonders für die Frage des Schicksals der Arbeiterklasse und der Rolle der Kommunistischen Partei (PCI). Der einzige Hinweis auf die PCI im Film ist eine Erwähnung ihrer halbherzigen Unterstützung für eine offizielle Untersuchung über die Loge P2.

1976 erzielte die PCI (mit national 34,4 Prozent) das höchste Wahlresultat ihrer Geschichte und drohte die Christdemokraten zu übertreffen, die seit 1946 regiert hatten. Nach einer langen Zeit der sklavischen Abhängigkeit von Moskau versuchte sich die stalinistische PCI in taktischen Detailfragen vom Kreml zu distanzieren (während sie gleichzeitig der Strategie des "Sozialismus in einem Land" treu blieb) und definierte sich auf der Grundlage des "Eurokommunismus" neu. In Wirklichkeit wurde sie so zu einem umso tiefer integriertes Element der bürgerlichen Ordnung Italiens. Sie vereinigte jetzt die unterschiedlichsten Tendenzen, darunter Identitätspolitik, Öko-Politik, kleinbürgerlich radikale Politik und den Liberalismus der Mittelschichten.

Der Versuch der PCI, mittels einer Allianz mit den Christdemokraten in eine bürgerliche Regierung einzutreten, scheiterte nach der Entführung und Ermordung des christdemokratischen Führungspolitikers Aldo Moro. Es war klar geworden, dass die Kommunistische Partei ihren früheren Anspruch, eine marxistische oder antikapitalistische Partei zu sein, aufgegeben hatte, und die P2-Mitglieder verloren ihre Angst vor dem "Kommunismus".

Diese Situation erklärt das Fehlen einer nennenswerten Reaktion der PCI auf die politische Krise, die die Calvi-Affäre verursachte: Eine marxistische Führung hätte in die Situation mit ihren potentiell revolutionären Implikationen interveniert und die Arbeiterklasse deutlich vor den ernsten Gefahren für ihre demokratischen Rechte gewarnt, die ihr von der erneuten faschistischen Gefahr drohte. Die Machenschaften der PCI vertieften dagegen die Desorientierung der italienischen Arbeiterklasse und versetzten ihrem Auftreten als unabhängige politische Kraft einen weiteren Schlag.

1991, nach dem Zerfall der UdSSR, brach die PCI in mehrere links-opportunistische Gruppen auseinander, von denen keine einzige eine marxistische Perspektive vertrat oder sich auch nur um eine Erklärung bemühte, wie es zum Zerfall des ersten Arbeiterstaats in der Sowjetunion oder der kommunistischen Massenparteien hatte kommen können.

Eine aktuelle und historische notwendige Frage

Der Film weist zuweilen eine Tendenz auf, Calvi zu romantisieren, ihn als einen Mann darzustellen, der von seiner Unschuld ehrlich überzeugt ist, oder das emotionale Leid zu schildern, das die Ereignisse seinen Familienangehörigen bereiten. Ohne Zweifel weisen Menschen, die sich in einer derart außerordentlichen und bedrohlichen Situation befinden, dementsprechende Merkmale auf, denn schließlich sind es ja menschliche Wesen, die von den Ereignissen, in die sie gestoßen werden, überwältigt werden.

Dennoch kann diese Art der Darstellung auch von den weit wichtigeren Fragen ablenken, die der Film zeigt. Calvi war ein führendes Mitglied der italienischen herrschenden Klasse, der zwanzig Jahre lang freiwillig und bewusst dazu beitrug, entscheidende und üble politische Ereignisse zu finanzieren. Er war kein Unschuldiger. Die Ziele und Mittel der gesamten reaktionären Operation waren innerhalb von P2, im Vatikan, in der Mafia und zweifellos auch in der Ambrosiano-Bank wohlbekannt.

Die Frage stellt sich: Welche Bedeutung hat all dies für heute?

Ferrara hat etwas Wichtiges und Dauerhaftes geschaffen: Er war in der Lage, Licht auf eine der dunkelsten Episoden der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und auf ihre weit reichenden Implikationen zu werfen.

Die italienische Politik hat ihre Richtung seit den korrupten und verschwörerischen Siebzigern nicht wesentlich geändert; im Gegenteil haben die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen die gesamte Elite nach Rechts getrieben. Das Land wird von der rechtesten Person der Nachkriegsgeschichte regiert, einem Individuum, das eine beinahe vollkommene Kontrolle über die Medien ausübt (als Kopf der Exekutive kontrolliert Berlusconi das öffentliche Radio- und Fernseh-Netz RAI, zusätzlich zum größten privaten Netz, das ihm gehört). Außerdem hat Berlusconi einen Blankoschein von der Legislative erhalten, wo sein Mehrheitsbündnis mit der neo-faschistischen Alleanza Nazionale, der rückständigen sezessionistischen Lega Nord und den umgruppierten Christdemokraten ihm trotz zahlloser Korruptions- und Betrugs-Anklagen juristische Protektion garantiert.

Wenn bedeutende Schichten der italienischen herrschenden Elite bereit waren, in den 1970er Jahren die bürgerliche Demokratie aufzugeben, als der wirtschaftliche Nachkriegsboom noch nicht zusammengebrochen war, was kann heute ihre Haltung sein, unter den weit zugespitzteren Bedingungen eines mörderischen globalen Konkurrenzkampfs?

Die Versammlung illustrer Individuen im italienischen Parlament hat ständige Angriffe auf die demokratischen Rechte und den Lebensstandard der Arbeiter, Studenten, Einwanderer und Rentner geführt und Bushs "Krieg gegen den Terrorismus" uneingeschränkt unterstützt in der Hoffnung, einige Krumen für den italienischen Imperialismus abzukriegen. Außerdem hat die italienische politische Elite den Rationalismus und die Wissenschaft zugunsten religiöser Bigotterie, einem falschem Moralanspruch und einer rückständigen und heuchlerischen Propaganda aufgegeben, die nicht zögert, den Islam als "barbarisch" zu verdammen.

Ferraras Werk wirft in dieser Hinsicht ohne Zweifel Schlüsselfragen auf - die Korruption und antidemokratische Brutalität der italienischen herrschenden Klasse. Sein Dokumentarfilm füllt in einer oft von Sensationsgier und Spezialeffekten dominierten Filmwelt ein Vakuum. Was auch immer seine Beschränkungen sein mögen, der Film I banchieri di dio: Il caso Calvi ist ein Beweis dafür, dass Kunst und Intelligenz machtvolle Hilfsmittel des internationalen Proletariats auf seinem Weg vom Kapitalismus zum Sozialismus sind.

Siehe auch:
Der Wahlkampf in Italien hat offiziell begonnen
(17. Februar 2006)
Italien: Staatspräsident Ciampi stoppt Berlusconis Justizreform
( 23. Dezember 2004)