Leser unterstützen die WSWS

9. November 2007

Die folgenden beiden Leserbriefe zur Unterstützung der Arbeit der WSWS erreichten uns in den vergangenen Tagen.

Liebe WSWS - Redaktion,

seit Jahren setze ich mich kritisch mit Ihren politischen Texten auseinander und habe deren Klarheit und gesellschaftsanalytische Stärke zu schätzen gelernt.

Auch wenn es hier und dort gegenläufige Meinungen gibt, ist doch eines klar: Ein alternatives Gesellschaftskonzept muss her! Und zwar dringend. Die gesamte Menschheit steht aufgrund der Ressourcenknappheit, hervorgerufen durch die hemmungslose und profitorientierte Ausbeutung der Natur, und der damit einhergehenden Krisen des Kapitals und der daraus resultierenden imperialistischen Akte, welche auf politischer und dann militärischer Basis momentan unter immer faschistoider anmutenden Vorzeichen von Industriestaaten durchgeführt werden, kurz vor einem sozialen und ökologischen Kollaps.

Es ist an der Zeit, dass alle Menschen, welche diese Tendenzen erkannt haben und sich entschlossen haben, etwas dagegen zu unternehmen, sich endlich zu einer international agierenden Kraft zusammenschließen. Viele haben diesen Versuch unternommen, an vielen Hürden muss man dabei vorbei - jedoch war es selten zuvor in der Menschheitsgeschichte dringlicher als jetzt, diesem alltäglichen Wahnsinn entgegen zu treten.

Ich möchte Ihnen hier noch einmal, obwohl Sie es natürlich selbst wissen, verdeutlichen, wie wertvoll und wichtig Ihre Arbeit ist. Ich kenne immer mehr Menschen, welche unzufrieden sind, resignieren und Angst haben. Immer mehr Menschen zeigen die Bereitschaft, etwas von sich aufopfern zu wollen mit dem Ziel, etwas zu bewegen und zu verändern, und befinden sich auf der Suche nach einer politischen Alternative.

Noch niemals zuvor war der Klassenkampf akuter und aktueller!

Ich für meinen Teil werde Sie weiterhin mit meinen bescheidenen Spenden unterstützen und, wenn immer ich kann, politische Aufklärung betreiben.

EH

* * *

Hallo,

ich wollte euch nur danken für eure wirklich engagierte Berichterstattung zum Streik der Lokführer. Ihr gehört zu den Medien, wo man wirklich umfassende Informationen dazu bekommt, statt Manipulation oder Hetze.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich diese Bahnvorstandsbagage ihre Bezüge selber um 70 (!) Prozent erhöht hat, so ist die Ablehnung der Forderung eine Frechheit sondergleichen.

Ein Lokführer in seiner verantwortungsvollen Tätigkeit und mit einem brutalen Schichtdienst muss sich mit Brosamen abspeisen lassen. Selbst ich (arbeite bei der Post-DHL) bekomme im Monat mehr als dieser Lokomotivfahrer. (PS: Wie steht ihr eigentlich zum Mindestlohn?)

By the way möchte ich noch erwähnen, dass in der "Jungen Welt" erwähnt wurde, dass die stalinistische DKP ebenfalls gegen die GDL sei. So erklärte deren Vorstandsmitglied Uwe Fritsch, die GDL erfülle durch ihr Spalten "die ihr zugedachte Aufgabe, die Aushöhlung des Streikrechts zu provozieren" und die Tarifmacht der Gewerkschaftsbewegung zu schwächen. Die DKP vertauscht hier Ursache und Wirkung und verrät in ungeheuerlicher Weise die kämpfenden Arbeiter. Und das nennt sich dann Kommunistische Partei!

Was euch betrifft: Ich werde euch nächste Woche eine kleine Spende im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten zukommen lassen. Macht weiter so!

Freundliche Grüße,

T.R.