Unterstützung für die Berichterstattung über den Lokführerstreik

22. November 2007

Folgenden Leserbrief erhielt die Redaktion von einem Leser in Singapur

Liebe Genossen,

herzlichen Glückwunsch zu eurer Berichterstattung über den Lokführerstreik!

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder Berichte in den verschiedensten Tageszeitungen darüber gelesen, dass es "ja noch andere Berufsgruppen gäbe, die schlechter als die Lokfuehrer verdienten" mit dem Tenor, "dass es den Lokführern ja so schlimm nicht gehe". Diese Berichte stützten sich auf Untersuchungen von Instituten, die entweder von der Wirtschaft, der Bundesregierung (Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, kurz "DIW") oder Parteien (Hans-Böckler Stiftung) finanziert werden. Sie geben vor, "Think Tanks" zu sein und präsentieren

sich als unabhängige, wissenschaftliche Einrichtungen, die "objektive" Forschungsergebnisse präsentieren. Ein Forschungsbericht war sogar von der Bundesbahn in Auftrag gegeben und finanziert worden. Die politischen Schlussfolgerungen dieser "objektiven Forschung" ist absolut pervers, sie sagt nichts anderes als etwa: "Mein Nachbar hat Lungenkrebs. ABER SO KRANK IST ER NICHT! Ein anderer ist querschnittsgelähmt und ein weiterer hat Leukämie. Also bitte!

All die anderen Beschäftigten bei der Bahn müssen die Lokführer unterstützen. Sie müssen diese Unterstützung von ihren Gewerkschaften verlangen. Ebenso muss der Streik auf andere Berufsgruppen und Industriezweige ausgeweitet werden, die ja alle vor ähnlichen Problemen stehen, und Kontakt zu den französischen Bahnarbeitern hergestellt werden.

Das alles kostet Geld. Ich werde euch heute 2.000 Euro zur Unterstützung für eure Berichterstattung und die Herstellung solcher Kontakte überweisen.

Mit solidarischen Grüssen, PH (Pit)