PSG startet Onlinewahlkampf

Von Marius Heuser
1. Mai 2009

Mit dem heutigen ersten Mai hat die Partei für Soziale Gleichheit (PSG) ihre neue Wahlseite freigeschaltet und damit den Onlinewahlkampf eröffnet. Dadurch wird es gerade für regelmäßige Leser der WSWS leicht, sich am Wahlkampf der Partei zu beteiligen. Im Zentrum der neuen Seite steht die Wahlerklärung der Partei, die angesichts der kapitalistischen Krise die sozialistische Perspektive erläutert.

In der Wahlerklärung heißt es: "Die Europawahl 2009 findet mitten in der größten weltweiten Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren statt. Die Industrieproduktion geht dramatisch zurück und die Arbeitslosigkeit steigt im Rekordtempo. Unter der Oberfläche braut sich ein gewaltiger gesellschaftlicher Sturm zusammen. Wir sehen unsere Aufgabe darin, einen solchen Sturm politisch vorzubereiten und in eine fortschrittliche Richtung zu lenken. Wir wollen die Grundlagen für eine sozialistische Massenbewegung legen, die die Macht des Kapitals bricht und Arbeiterregierungen errichtet."

Mit der neuen Wahlseite will die PSG die demokratischen Strukturen des Internets nutzen, um diese Perspektive bekannt zu machen. Während die etablierten Parteien, die den Kapitalismus verteidigen, Zugang zu allen großen Medien und die entsprechenden Finanzmittel haben, um große Werbeschlachten zu organisieren, verfügt die PSG über keinerlei finanzkräftige Hintermänner und ist vollständig auf die Spenden von Unterstützern angewiesen. "Das ist schon skurril", sagt der Leiter der Online-Kampagne, Lucas Adler, "Je weniger sich die Programme der Parteien unterscheiden, desto größere Summen geben sie für den Wahlkampf aus."

"Mit dem Internet haben wir die Möglichkeit unsere Perspektiven einem breiteren Publikum zur Diskussion zu stellen und die strukturelle Benachteiligung gegenüber den etablierten Parteien auszugleichen." sagt Adler. "Diese Möglichkeit wollen wir bei den Europawahlen stärker als zuvor nutzen."

Mit der neuen Website ist es besonders einfach geworden, den Wahlkampf der PSG zu unterstützen. Eine Möglichkeit ist es, sich an den jeweiligen Missionen zu beteiligen. Die erste Mission hat das Ziel, die Wahlerklärung der PSG 500 Mal in Foren und auf Webseiten zu verlinken, damit eine breite Diskussion darüber stattfinden kann.

Überhaupt setzt die Seite stark auf Vernetzung. Unterstützer haben die Möglichkeit, Gruppen in verschiedenen sozialen Netzwerken, wie Facobook, Flickr oder StudiVZ beizutreten. In diesen Gruppen können sie sich untereinander austauschen, in Diskussion treten und werden sie regelmäßig über den Wahlkampf informiert. Man kann sich auch in den Newsletter eintragen, um diese Informationen bequem per Mail zu erhalten.

Neben dem Newsletter wird es auch regelmäßige Audio- und Videocasts geben, in denen Kandidaten der PSG auf aktuelle Entwicklungen, aber auch auf Fragen von Lesern und Zuschauern eingehen. Der erste Videocast ist der Wahlspot der PSG, der auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wird.

Auf der Website können Fragen an die PSG gestellt werden, die in der Regel von Kandidaten beantwortet werden. Wer die PSG unterstützen möchte, trägt sich am besten auch gleich in das Unterstützerformular ein, damit das Vorgehen koordiniert werden kann. Es lohnt sich auch ein Blick auf die Kandidaten und die Wahlplakate der Partei.

Schließlich soll mit der neuen Seite eine stärkere Verzahnung von WSWS und gleichheit.de erreicht werden. Während auf der WSWS auch die Erklärungen der PSG zugänglich sind, sollen auf der PSG-Seite die wichtigsten WSWS-Artikel verlinkt werden.