Unterstützt die GM-Arbeiter von Indianapolis!

Von Andre Damon
28. September 2010

Die World Socialist Web Site ruft alle Arbeiter auf, Briefe der Solidarität und Unterstützung an das Basiskomitee im GM-Presswerk von Indianapolis zu schreiben. Das Komitee wurde vor kurzem von Arbeitern in diesem General-Motors-Werk gegründet, um den Kampf gegen eine fünfzigprozentige Lohnkürzung aufzunehmen. Die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) will im Auftrag von General Motors und des Börsenhais JD Norman eine solche Lohnkürzung durchsetzen.

Vor einem Jahr hat die Obama-Regierung den Bankrott von GM und Chrysler genutzt, um überall in der Wirtschaft brutale Lohnkürzungen durchzusetzen. Nun wehren sich die Arbeiter von Indianapolis gegen die UAW und setzen sich für die Verteidigung ihres Lebensstandards ein.

Produktionsarbeiter haben das Komitee gegründet, nachdem die UAW mehrere Abstimmungen, in denen sich die Arbeiter klar gegen die Lohnsenkung ausgesprochen haben, einfach missachtet hat. Nach Jahren, in denen die Gewerkschaft immer neue Zugeständnisse machte und mit den Bossen kollaborierte, kamen die Arbeiter zum Schluss, dass die UAW auf der andern Seite steht, und dass sie eine neue Organisation brauchen. In Anbetracht der zahlreichen Versuche, die Arbeiter zu spalten und zu schwächen, tritt das Komitee nun für die Einheit sämtlicher Arbeiterschichten ein, ob jung oder alt, fest angestellt oder Zeitarbeiter, damit der Kampf gegen Lohnkürzungen und die drohende Betriebsschließung gemeinsam geführt werden kann.

Die Gründung des Komitees ist ein Meilenstein in der Gegenoffensive der Arbeiterklasse, die jetzt beginnt. Das Kapital und seine politischen Parteien wollen alle Errungenschaften der Arbeiter zurückfahren. Sie wollen Armut und Ausbeutung wie zu Zeiten der Großen Depression in den 1930er Jahren wiederherstellen.

Die Entscheidung, die Löhne in Indianapolis zu halbieren, ist Teil einer weltweiten Offensive gegen Autoarbeiter. Anfang dieses Jahres hat die Opel AG, die europäische Tochter von General Motors, die Schließung des Werks im belgischen Antwerpen angekündigt, wodurch 2.600 Arbeitsplätze zerstört werden. In ganz Europa setzen GM und andere Autokonzerne Stellenstreichungen und Maßnahmen durch, die den Lebensstandard und die Arbeitsbedingungen der Autoarbeiter verschlechtern. Wie in den Vereinigten Staaten unterstützen die Gewerkschaftsfunktionäre in Europa und weltweit ihre jeweiligen Regierungen, welche die Arbeiterklasse für die globale Wirtschaftskrise zur Kasse bitten.

Das Basiskomitee des Presswerks von General Motors in Indianapolis schreibt in seiner jüngsten Erklärung klipp und klar: „Es ist Zeit, dass wir zurückschlagen. Viel zu lange konnten die Konzerne ungestraft schalten und walten. Viel zu lange haben wir zurückgesteckt. Viel zu lange haben wir es zugelassen, dass die UAW uns mit Lug und Trug dazu gebracht hat, die Forderungen der Konzernvorstände und der Wall-Street-Investoren zu akzeptieren. Arbeiter im ganzen Land schauen auf uns, und wir müssen ein Beispiel geben!“

In einer Erklärung, die das Komitee vergangene Woche herausgab, heißt es: „Die nächste Generation von Autoarbeitern hat das Recht, frei von Armut zu leben, und dieses Recht werden wir verteidigen. Keine Drohungen können uns davon abhalten.“

Das Komitee weist den Wirtschaftsnationalismus der UAW zurück und appelliert an Autoarbeiter – und überhaupt an Arbeiter in aller Welt – seinen Kampf zu unterstützen. Aus mehreren US-Bundesstaaten, aus Japan und Sri Lanka sind schon Solidaritätsschreiben eingetroffen. Wir fordern unsere Leser auf, das Basiskomitee mit Briefen zu unterstützen und zu stärken, um ihm zu zeigen, dass es bei Arbeitern in jedem Land Solidarität genießt.

Bitte schickt die Briefe an indygmworkers@gmail.com, mit einer Kopie an die World Socialist Web Site, www.wsws.org/de.

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