Socialist Equality Party (GB) nimmt gemeinsam mit PSG an Europawahl teil

Von unseren Reportern
2. April 2014

Die Socialist Equality Party in Großbritannien und die Partei für Soziale Gleichheit in Deutschland nehmen mit eigenen Kandidaten an der diesjährigen Wahl für das Europaparlament teil. Die Wahl findet in Großbritannien am 22. Mai und in Deutschland am 25. Mai statt.

Wie die beiden Parteien in ihrem gemeinsamen Wahlaufruf erklären, wollen sie mit ihrer Wahlteilnahme die arbeitende Bevölkerung gegen die kapitalistische Europäische Union (EU) und ihre nationalen Regierungen mobilisieren und im Kampf für die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa vereinen.

In der Vorbereitung auf die Wahlen im Mai kommt der reaktionäre Charakter der Europäischen Union deutlich zum Ausdruck. Nicht nur setzt die EU drakonische Sparmaßnahmen in ganz Europa durch, sondern sie ist auch tief in die Provokationen der USA gegen Russland um die Ukraine verwickelt. Am hundertsten Jahrestag des Ersten Weltkriegs steht Europa wieder am Rande einer Katastrophe.

Die SEP und ihre Gesinnungsgenossen in der PSG wollen die arbeitende Bevölkerung gegen die Zerstörung ihres Lebensstandards und gegen die Kriegsgefahr mobilisieren. Wir betonen, dass es keinen friedlichen oder leichten Weg aus der Krise gibt. Es gibt keine reformistischen Beruhigungsmittel. Nur die Mobilisierung der internationalen Arbeiterklasse zum Sturz des Kapitalismus bietet einen Ausweg. Deswegen steht im Zentrum unseres Wahlkampfs der Aufbau von Parteien des Internationalen Komitees der Vierten Internationale in ganz Europa.

Das antidemokratische Wahlsystem in Großbritannien erhebt erpresserische Geldsummen für eine Kandidatur und hindert dadurch praktisch jede Arbeiterpartei an einer landesweiten Teilnahme. Pro Wahlregion müssen 5.000 Pfund gezahlt werden. Aus diesem Grund wird die SEP nur in einem Wahlbezirk in Nordwestengland kandidieren. Zu dieser Region gehören die Industriemetropolen Greater Manchester und Merseyside.

Die SEP hat acht Genossen für ihre Parteiliste ausgewählt. Wir sind stolz, bekanntgeben zu können, dass wir eine neue Wahl-Website der SEP online gestellt haben. Dort kann man den Wahlkampf verfolgen, sich über Versammlungen informieren und Spenden tätigen.

Wir rufen alle Leser der WSWS und Anhänger der SEP auf, unseren Wahlkampf zu unterstützen und selber aktiv zu werden.

Hier unsere Kandidaten:

Chris Marsden, Julie Hyland, Robert Skelton, Lucy Warren

Chris Marsden (51) ist der Nationale Sekretär der Socialist Equality Party (SEP) und Mitglied der Internationalen Redaktion der World Socialist Web Site (WSWS).

Julie Hyland (49) ist stellvertretende Nationale SEP-Sekretärin und Mitglied der Internationalen Redaktion der World Socialist Web Site (WSWS).

Robert Skelton (44) schreibt regelmäßig für die WSWS; in letzter Zeit befasst er sich schwerpunktmäßig mit den illegalen Lauschangriffen amerikanischer und britischer Geheimdienste, die Whistleblower Edward Snowden enthüllt hat.

Lucy Warren (25) ist Lernhilfeassistentin. Sie ist 2010 in die SEP eingetreten und ist Mitglied ihrer Jugendorganisation, der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE).

Mark Dowson, Ajitha Gunaratne, Joe Heffner, Danny Dickinson

Mark Dowson (39) arbeitet in einem Call Center. Er ist 2011 aufgrund seiner Erfahrungen in der Occupy-Bewegung in die SEP eingetreten. Er schreibt für die WSWS über das Gesundheitswesen und die sozialen Bedingungen in Großbritannien und Europa.

Ajitha Gunaratne (46) arbeitet im National Health Service (NHS). Er trat 1990 der Revolutionary Communist League bei, der Vorgängerin der SEP in Sri Lanka. Er schreibt regelmäßig über die Bedingungen im Nationalen Gesundheitsdienst NHS für die WSWS und für die SEP-Website “NHS Fightback”.

Joe Heffner (25) studiert an der University of Liverpool. Er trat 2009 der SEP bei und gehört dem Leitungskomitee der IYSSE an. Er schreibt für die WSWS über Jugend- und Studentenfragen.

Danny Dickinson (66) ist Rentner. Er hat als Seemann, Auto- und Eisenbahnarbeiter und bei dem Glashersteller Pilkington Group in St. Helens gearbeitet. Zeit seines Erwachsenenlebens war er Sozialist. Er schreibt für die WSWS über Arbeitskämpfe in Großbritannien.