Demonstranten und Rabbiner aus Donezk weisen antisemitisches Flugblatt als "Provokation" zurück

Von Alex Lantier
22. April 2014

Die jüdische Gemeinde und prorussische Kräfte in Donezk, die gegen das amerikanische Marionettenregime in Kiew protestieren, haben ein antisemitisches Flugblatt, das von einer anonymen Gruppe verteilt und angeblich von der regimefeindlichen Volksrepublik Donezk stammen soll, als Betrug zurückgewiesen.

Das Flugblatt war in einer Sprache abgefasst, die direkt an die Maßnahmen erinnert, die die Nazis in den Jahren vor dem Holocaust gegen die jüdische Bevölkerung verhängten. Die Juden in Donezk werden darin aufgefordert, sich und ihr Eigentum bei den prorussischen Behörden zu registrieren und eine Gebühr von 50 US-Dollar zu bezahlen, andernfalls drohe ihnen Abschiebung und Verfolgung.

Der Oberrabbiner von Donezk, Pintschas Wischedski, bezeichnete das Flugblatt als "Provokation." Er erklärte: "Wir reißen das nicht aus dem Zusammenhang. Es kam nicht von irgendeiner Organisation... Wir haben den Sicherheitsdienst des Landes und die Polizei eingeschaltet und sie gebeten, herauszufinden, wer es gemacht hat."

Das Flugblatt wurde auch von der prorussischen Volksrepublik Donezk unter Führung von Denis Puschilin verurteilt, die in Donezk lokale Regierungsgebäude besetzt hat.

Puschilin erklärte: "Das ist die Methode, die Kiew anwendet. Auf den Flugblättern heißt es, sie seien von der Volksrepublik über Juden - das sind alles Provokationen. Sie haben überhaupt keine Grundlage."

Diese Aussagen widerlegen die Versuche von Vertretern der USA, das Flugblatt zum Thema einer Propagandakampagne zu machen, um prorussische Demonstranten zu verteufeln und das Marionettenregime in Kiew zu stärken, das sich selbst auf faschistische Gruppen mit zutiefst antisemitischer Politik stützt.

Geoffrey Pyatt, der amerikanische Botschafter in der Ukraine, schloss sich ähnlichen Kommentaren von US-Außenminister John Kerry an und erklärte: "Alles was wir hören, deutet darauf hin, dass das Flugblatt echt ist, und dass es von irgendwoher aus diesen radikalen Gruppen kommt."

Angesichts der zahlreichen Berichte darüber, dass die Einwohner von Donezk das Flugblatt als Fälschung und Provokation betrachten, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Pyatts Äußerungen einen Hintergedanken hatten. Sie sollten die Aufmerksamkeit der Medien von den offenen, engen Beziehungen des prowestlichen Kiewer Regimes zu faschistischen Gruppen wie der Miliz Rechter Sektor und der Partei Swoboda ablenken, die offen ukrainische faschistische Gruppen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs verehren, die am Holocaust mitgewirkt haben, und deren Führer öffentlich Juden angegriffen haben.