Offener Brief von Ärzten: Julian Assange „könnte im Gefängnis sterben“

26. November 2019

Der folgende Brief wurde von mehr als 65 renommierten Ärzten aus dem Vereinigten Königreich und zahlreichen anderen Ländern verfasst. Sie fordern dringende Maßnahmen, um das Leben des inhaftierten WikiLeaks-Gründers und Journalisten Julian Assange zu schützen.

Wir schreiben diesen offenen Brief, um als Ärzte unsere ernsthaften Bedenken hinsichtlich der körperlichen und seelischen Gesundheit von Julian Assange zum Ausdruck zu bringen. Auslöser unserer beruflichen Bedenken war die Veröffentlichung der erschütternden Augenzeugenberichte von Craig Murray und John Pilger über die Anhörung vom Montag, den 21. Oktober 2019, vor dem Westminster Magistrates Court. Diese Anhörung stand im Zusammenhang mit der für Februar 2020 anberaumten Anhörung über den Antrag der US-Regierung auf Auslieferung von Herrn Assange an die USA im Zusammenhang mit seiner Beteiligung an der Veröffentlichung von Informationen, darunter Informationen über mutmaßliche Verbrechen der US-Regierung.

Verstärkt wurde unsere Besorgnis durch die Veröffentlichung eines weiteren Berichts von Nils Melzer, dem Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, am 1. November 2019. Darin hieß es: „Wenn das Vereinigte Königreich nicht unverzüglich seinen Kurs ändert und seine unmenschliche Situation lindert, wenn Herr Assange weiterhin Willkür und Misshandlung ausgesetzt ist, könnte dies in Kürze sein Leben kosten.“

Nach Betreten der ecuadorianischen Botschaft in London am 19. Juni 2012 beantragte und erhielt Herr Assange von der ecuadorianischen Regierung politisches Asyl. Am 11. April 2019 wurde er aus der Botschaft geholt und von der britischen Polizei verhaftet. Anschließend wurde er im Hochsicherheitsgefängnis in Belmarsh unter Umständen inhaftiert, die Herr Melzer als „repressive Bedingungen der Isolation und Überwachung“ bezeichnete.

Während der sieben Jahre, die er in der Botschaft unter beengten Lebensbedingungen verbrachte, wurde Herr Assange von einer Reihe von Experten besucht und untersucht, die ausnahmslos Besorgnis über seinen Gesundheitszustand zum Ausdruck brachten und darum baten, ihm Zugang zu einem Krankenhaus zu gewähren. Ein solcher Zugang wurde nicht gestattet. Herr Assange konnte sein Recht auf kostenlose und notwendige fachärztliche Begutachtung und Behandlung während des gesamten Zeitraums von sieben Jahren nicht wahrnehmen.

Nachstehend eine Chronologie, die auf öffentlich zugänglichen Informationen über relevante Besuche, Ereignisse und Berichte aus medizinischer Sicht basiert:

• Am 31. Juli 2015 berichtete ein Zahnarzt, dass der „obere rechte erste Prämolar-(UR4)-Zahn von Herrn Assange zusammen mit der darin enthaltenen Füllung gebrochen war und die Zahnpulpa des Zahnes freigelegt wurde“ und „dass eine nicht rechtzeitige Behandlung zu einer Infektion der Wurzel führen würde, die zu einem Abszess und Schmerzen im Zahn führt“. Der Zahnarzt empfahl, „diesen Zahn zu retten, dies würde eine Wurzelkanalbehandlung erfordern“, doch „aufgrund der speziellen Ausstattung und der radiologischen Anforderungen konnte diese Behandlung nicht vor Ort durchgeführt werden“. Die „Extraktion des Zahnes“ wurde als „eine weitere Option identifiziert, die jedoch [...] eine chirurgische Extraktion erfordern kann. Dies wurde in der Umgebung vor Ort nicht empfohlen, zumal wir präoperative Röntgenaufnahmen benötigen, um die Wurzelform und die Nähe der Wurzel zum Boden der Kieferhöhle zu beurteilen. Extraktionen in diesem Bereich bergen das Risiko, eine Verbindung zwischen Mund und Nasennebenhöhlen zu schaffen, die einen chirurgischen Verschluss erfordern könnte, weshalb Röntgenaufnahmen zur Beurteilung dieses Risikos unerlässlich wären“. Der Zahnarzt riet Herrn Assange, sich in einem klinischen Umfeld behandeln zu lassen, um ein weiteres Fortschreiten seiner Symptome so schnell wie möglich zu verhindern. [1]

• Am 4. Dezember 2015 wurde eine Stellungnahme der UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung (UNWGAD) verabschiedet und am 5. Februar 2016 veröffentlicht. Sie enthielt die Schlussfolgerung, dass Herr Assange willkürlich von den Regierungen des Vereinigten Königreichs und Schwedens festgehalten wurde. Entscheidend war damals, dass jede weitere willkürliche Inhaftierung von Herrn Assange Folter darstellen würde. Die Gruppe kam zu dem Schluss, dass „die Botschaft von Ecuador in London in weitaus geringerem Umfang als ein Haus oder ein Gefangenenlager für eine längere Untersuchungshaft ausgestattet ist und über keine angemessene und notwendige medizinische Ausrüstung oder Ausstattung verfügt – es ist anzunehmen, dass sich der Gesundheitszustand von Herrn Assange derart verschlechtert haben könnte, dass alles, was über eine leichte Erkrankung hinausgeht, seine Gesundheit ernsthaft gefährden würde, und dass ihm der Zugang zu einer medizinischen Einrichtung für eine ordnungsgemäße Diagnose, einschließlich einer Kernspinuntersuchung, verweigert wurde“. [2]

• Am 8. Dezember 2015 berichtete ein Arzt, der Herrn Assange sah: „Progressive Entzündungen und Steifheit, die seine rechte Schulter betreffen. Dazu ist eine MRT-Untersuchung erforderlich, um die genaue Diagnose zu stellen und einen qualifizierten Physiotherapeuten darüber zu informieren, wie er in einer entsprechend ausgestatteten medizinischen Einrichtung am besten behandelt werden kann. Seine aktuellen Umstände beeinträchtigen die Fähigkeit, ihn zufriedenstellend zu untersuchen und zu behandeln. [3] Das Außenministerium verweigerte Herrn Assange den Zugang zu einem Krankenhaus. [4]

• Am 11. Dezember 2015 berichtete ein weiterer Arzt, ein Trauma- und Psychosozialexperte: „Herr Assange erzielte 15 von 20 Punkten auf dem Patientenfragebogen […], ein Mehrzweckinstrument zum Screening, zur Diagnose, Überwachung und Messung der Schwere von Depressionen. [...] Ein Wert von 15 deutet darauf hin, dass Herr Assange an einer Depression leidet (mittelschwer)“; „Es wird mindestens empfohlen, seine dringenden medizinischen Beschwerden über die Schmerzen in der Schulter mit geeigneter Ausrüstung zu untersuchen“; „Die Botschaft ist kein medizinischer Ort. Die einzige Möglichkeit, wie Herr Assange entweder auf dringende medizinische Versorgung oder auf Untersuchungen zugreifen kann, besteht darin, sich in die Hände der britischen Behörden zu begeben. Herr Assange ist in der unangenehmen Lage, sich zwischen seiner körperlichen Gesundheit und der Gefahr der Auslieferung an die Vereinigten Staaten entscheiden zu müssen. Seine Unfähigkeit, eine angemessene medizinische Versorgung und Beurteilung zu erhalten – ohne sich in die Hände der Behörden zu begeben – verwandelt jede noch so einfache körperliche Beschwerde in etwas, das katastrophale Folgen für seine Gesundheit oder seine Freiheit haben könnte. Er lebt in einem Zustand chronischer gesundheitlicher Unsicherheit“; und „Die ungewöhnlichen Umstände bringen Herrn Assange in eine prekäre Situation. Die Auswirkungen der Situation auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Herrn Assange sind ernst, und die Risiken werden mit Sicherheit eskalieren, da sie bei Fortdauer der derzeitigen Bedingungen lebensbedrohlich werden können.“ [5]

• Im Oktober 2017 besuchten die Ärzte Sondra S. Crosby, Brock Chisholm und Sean Love Herrn Assange. [6] Die Gruppe untersuchte ihn 20 Stunden lang an drei Tagen. [7] In einem Artikel für den Guardian, der am 24. Januar 2018 veröffentlicht wurde, schrieben sie: „Wir haben Julian Assange untersucht, und er braucht dringend medizinische Versorgung – aber er kann sie nicht bekommen“; „Wir fordern die British Medical Association und die Kollegen in Großbritannien auf, einen sicheren Zugang zu medizinischer Versorgung für Herrn Assange zu fordern und sich offen gegen die anhaltenden Verletzungen seines Menschenrechts auf Gesundheitsversorgung zu stellen.“ [8]

• Am 19. Juni 2018 erklärte Dinah PoKempner, General Counsel bei Human Rights Watch: „Die Sorge um seinen Zugang zu medizinischer Versorgung wächst. Es wird immer schwieriger, sein Asyl von einer Inhaftierung zu unterscheiden. Das Vereinigte Königreich hat die Befugnis, Bedenken in Bezug auf seine Isolation, Gesundheit und Haft zu zerstreuen, indem es die Gefahr der Auslieferung beseitigt, die ihm für die Veröffentlichung von berichtenswerten Leaks drohen.“ [9]

• Am 22. Juni 2018 bekräftigte Dr. Sean Love, der im Laufe des Vorjahres Herrn Assange mehrmals in der Botschaft besucht hatte, seine Besorgnis über die Gesundheit von Herrn Assange und wiederholte im British Medical Journal seine Forderung, ihm Zugang zu medizinischer Versorgung zu gewähren. [10] Dr. Love schrieb, dass „die Inhaftierung von Assange weiterhin zu einer sprunghaften Verschlechterung seines Allgemeinzustandes führt“ und dass „die ecuadorianischen Behörden im Jahr 2015 wegen seiner Gesundheitsprobleme darum baten, ihm die Erlaubnis zur humanitären sicheren Überführung in ein Krankenhaus in London zu erteilen; dies wurde jedoch vom Vereinigten Königreich abgelehnt“. Dr. Love erklärte: „Bis heute ist Assange nicht in der Lage, auf klinikbasierte diagnostische Tests und Behandlungen zuzugreifen – auch nicht für einen medizinischen Notfall. In der Tat hat er für die Dauer seiner sechsjährigen Haft keinen angemessenen Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten.“

• Am 21. Dezember 2018 hat die UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung (UNWGAD) eine weitere Erklärung gegen die fortdauernde rechtswidrige Inhaftierung von Herrn Assange abgegeben: „Staaten, die auf Rechtsstaatlichkeit beruhen und diese fördern, wollen nicht mit ihren eigenen Rechtsverletzungen konfrontiert werden, was verständlich ist. Aber wenn sie diese Verstöße ehrlich zugeben, respektieren sie den Geist der Rechtsstaatlichkeit, verdienen dafür mehr Respekt und setzen weltweit anerkennenswerte Zeichen“. Sie fügte hinzu: „Die WGAD ist ferner besorgt darüber, dass die Modalitäten des anhaltenden willkürlichen Freiheitsentzugs von Herrn Assange seine Gesundheit beeinträchtigen und möglicherweise sein Leben gefährden könnten, wenn man bedenkt, dass ein solcher anhaltender Freiheitsentzug unverhältnismäßig viel Angst und Stress mit sich bringt“. [11]

• Am 5. April 2019 gab Nils Melzer, der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, eine Erklärung ab, nachdem berichtet worden war, dass Assange bald aus der ecuadorianischen Botschaft ausgewiesen werden könnte. Melzer sagte: „Nach Informationen, die ich erhalten habe, ist Herr Assange von einer extremen Schutzlosigkeit bedroht, und seine Gesundheit ist in einem schweren Verfall begriffen. Ich appelliere daher an die ecuadorianischen Behörden, ihm weiterhin so weit wie möglich unter den gegebenen Umständen angemessene Lebensbedingungen und Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung zu bieten.“ [12] Am 11. April 2019 wurde Herr Assange aus der Botschaft verwiesen und von der Metropolitan Police verhaftet.

• Am 1. Mai 2019 wurde Assange bei einer Anhörung vor dem Southwark Crown Court als „mittelschwer bis schwer depressiv“ beschrieben. Dort wurde er wegen eines Kautionsverstoßes aus dem Jahr 2012 zu 50 Wochen Haft verurteilt. [13]

• Am 3. Mai 2019 gab die UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung eine Erklärung heraus, in der sie feststellte, dass sie über die 50-wöchige Inhaftierung von Assange „tief besorgt“ sei. „Die Arbeitsgruppe bedauert, dass die Regierung ihrer Stellungnahme nicht nachgekommen ist und nun den willkürlichen Freiheitsentzug von Herrn Assange vorangetrieben hat.“ [14]

• Am 9. Mai 2019 besuchte Herr Melzer, der UN-Sonderberichterstatter für Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, das Gefängnis von Belmarsh in Begleitung von zwei medizinischen Experten, die über besondere Fachkenntnisse bei der Beurteilung von Folteropfern verfügen. Dazu gehörte ein 60-minütiges Gespräch mit Herrn Assange, eine einstündige körperliche Untersuchung und eine zweistündige psychiatrische Untersuchung.

• Am 23. Mai 2019 erhob die US-Regierung nach dem Spionagegesetz von 1917 Anklage gegen Herrn Assange wegen seiner Publikationstätigkeit im Namen von WikiLeaks. Am 29. Mai 2019 wurde Herr Assange in den „Krankenflügel“ des Belmarsh-Gefängnisses verlegt, nachdem eine erhebliche Verschlechterung seines Gesundheitszustands gemeldet worden war. Am 30. Mai 2019 war Herr Assange zu unwohl, um vor Gericht, auch per Videoverbindung, zu einer ersten Auslieferungsanhörung zu erscheinen. [15] Es sei darauf hingewiesen, dass die Öffentlichkeit nie über die medizinischen Einrichtungen und das Personal des „Krankenflügels“ im Belmarsh-Gefängnis informiert wurde.

• Am 31. Mai 2019 berichtete Herr Melzer, der UN-Sonderberichterstatter für Folter, über seinen Besuch bei Herrn Assange am 9. Mai 2019: „Wir alle sind zu dem Schluss gekommen, dass er alle Symptome gezeigt hat, die für eine Person typisch sind, die über einen längeren Zeitraum psychologischer Folter ausgesetzt war“. [16]

• Am 22. Oktober 2019 veröffentlichte Craig Murray, ein ehemaliger britischer Botschafter, einen detaillierten und schockierenden Augenzeugenbericht über die Anhörung von Herrn Assange am Vortag und erklärte, dass er „genau die Symptome eines Folteropfers zeigte“. [17] Sein Bericht wurde durch den Augenzeugenbericht von John Pilger, dem renommierten investigativen Journalisten und Filmemacher, bestätigt. [18]

• Am 1. November 2019 bekräftigte der UN-Sonderberichterstatter für Folter Nils Melzer seine Besorgnis über die anhaltende Verschlechterung der Gesundheit von Julian Assange seit seiner Verhaftung und Inhaftierung Anfang des Jahres und sagte, dass inzwischen sein Leben in Gefahr sei. Herr Melzer sagte: „Was wir von der britischen Regierung gesehen haben, ist eine völlige Missachtung der Rechte und der Unversehrtheit von Herrn Assange“, und „Trotz der medizinischen Dringlichkeit meines Einspruchs und der Schwere der ihm vorgeworfenen Verstöße hat das Vereinigte Königreich keine völkerrechtlich vorgeschriebenen Untersuchungs-, Präventions- und Abhilfemaßnahmen ergriffen.“ Herr Melzer schloss: „Wenn das Vereinigte Königreich nicht unverzüglich seinen Kurs ändert und seine unmenschliche Situation lindert, kann die anhaltende Aussetzung gegenüber Willkür und Missbrauch Herrn Assange in Kürze das Leben kosten.“ [19]

Ärzte haben die berufliche Pflicht, mutmaßliche Folterungen, von denen sie Kenntnis erhalten, zu melden, wo immer sie auftreten. Diese Berufspflicht gilt absolut und muss unabhängig vom Risiko für die berichtenden Ärzte erfüllt werden. Wir möchten als Ärzte unsere kollektiven ernsthaften Bedenken zu Protokoll geben und die Öffentlichkeit und die Welt auf diese ernste Situation aufmerksam machen.

Die Verfassung der Weltgesundheitsorganisation von 1946 sieht vor, dass „der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes [...] eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens“ bildet. [20] Wir sind denjenigen dankbar, die im Falle von Herrn Assange versucht haben, dieses Recht zu wahren.

Aus medizinischer Sicht haben wir nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen ernste Bedenken hinsichtlich der Eignung von Herrn Assange für den Prozess im Februar 2020.

Unserer Meinung nach benötigt Herr Assange dringend eine fachärztliche Begutachtung seines körperlichen und seelischen Gesundheitszustands. Alle angegebenen medizinischen Behandlungen sollten in einem gut und fachkundig ausgestatteten Universitätsklinikum (Tertiärprävention) durchgeführt werden. Sollte eine so dringende Begutachtung und Behandlung nicht stattfinden, haben wir angesichts der derzeit verfügbaren Anzeichen echte Bedenken, dass Herr Assange im Gefängnis sterben könnte. Die medizinische Situation ist daher dringend. Es gilt keine Zeit zu verlieren.“

ANHANG

Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, Nils Melzer, besuchte Herrn Assange am 9. Mai 2019 vor über sechs Monaten im Gefängnis von Belmarsh. Herr Melzer wurde von zwei medizinischen Experten begleitet, die auf die Untersuchung von Opfern von Folter und anderen Misshandlungen spezialisiert sind. Das Team konnte mit Herrn Assange vertraulich sprechen und eine gründliche medizinische Untersuchung durchführen.

Der Bericht von Herrn Melzer wurde am 31. Mai 2019 veröffentlicht:

„Es war offensichtlich, dass die Gesundheit von Herrn Assange durch die extrem feindliche und willkürliche Umgebung, der er seit vielen Jahren ausgesetzt ist, ernsthaft beeinträchtigt wurde“, sagte der Experte. „Am wichtigsten ist, dass Herr Assange neben körperlichen Beschwerden alle Symptome zeigte, die für eine längere Aussetzung gegenüber psychologischer Folter typisch sind, einschließlich extremem Stresses, chronischer Angst und intensiver psychischer Traumata.“

„Die Beweise sind überwältigend und klar“, sagte der Experte. Assange, so Melzer, „wurde über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg bewusst zunehmend schweren Formen grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe ausgesetzt, deren kumulative Auswirkungen nur als psychologische Folter beschrieben werden können“.

Weiter heißt es: „In 20 Jahren Arbeit mit Opfern von Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung habe ich noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammengeschlossen hat, um einen einzelnen Menschen für so lange Zeit und unter so wenig Berücksichtigung der Menschenwürde und der Rechtsstaatlichkeit bewusst zu isolieren, zu verteufeln und zu misshandeln.“ Melzer erklärte: „Die kollektive Verfolgung von Julian Assange muss hier und jetzt enden!“

Bericht von Nils Melzer vom 31. Mai 2019:

https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=24665

In seinem Jahresbericht vom 14. Oktober 2019 an die 74. Tagung der UN-Generalversammlung in New York erklärte Herr Melzer: „Darüber hinaus möchte ich der Regierung des Vereinigten Königreichs dafür danken, dass sie meinen Besuch bei Herrn Julian Assange im Mai 2019 im Gefängnis von Belmarsh in London erleichtert hat, einschließlich seiner Untersuchung durch zwei erfahrene medizinische Experten. Obwohl Herr Assange ein Muster von Symptomen aufwies, die für die langfristige Exposition gegenüber psychologischer Folter typisch sind, bedauere ich, berichten zu müssen, dass keiner der betroffenen Staaten zugestimmt hat, die ihnen vorgeworfene Beteiligung an seinem Missbrauch zu untersuchen oder zu beheben, wie es nach den Menschenrechtsgesetzen für sie erforderlich ist.“

Bericht von Nils Melzer an die 74. Tagung der UN-Generalversammlung am 14. Oktober 2019:

https://peds-ansichten.de/wp-content/uploads/2019/11/FinalSRTStatementGA14Oct-2019.pdf

Augenzeugenbericht von Craig Murray (ehemaliger britischer Botschafter) über die Ereignisse am Westminster Magistrates Court am Montag, den 21. Oktober 2019:

https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/10/assange-in-court/

Augenzeugenbericht von John Pilger (investigativer Journalist) über die Ereignisse am Westminster Magistrates Court am Montag, den 21. Oktober 2019:

https://www.youtube.com/watch?v=GLXzudMCyM4

Bericht von Nils Melzer vom 5. April 2019:

https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=24454angID=E

Bericht von Nils Melzer vom 1. November 2019:

https://ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=25249angID=E

ADDENDUM

Es ist bemerkenswert, dass drei der Ärzte, aus deren Berichten wir schöpfen, ungenannt bleiben, da ihre Namen redigiert wurden. In diesem Zusammenhang bietet eine vielsagende Passage aus dem 26-seitigen Bericht des Psychologen vom 11. Dezember 2015 einen Einblick in das Klima der Angst und Einschüchterung rund um die medizinische Versorgung von Herrn Assange. Auf Seite 20 des Berichts, unter der Überschrift „Bedenken von Ärzten bezüglich der Untersuchung und Behandlung von Herrn Assange in der Botschaft“, stellte der ungenannte psychologische Experte fest:

„Einer der Kollegen von Herrn Assange kommentierte, dass es viele Schwierigkeiten gegeben habe, Ärzte zu finden, die bereit seien, Herrn Assange in der Botschaft zu untersuchen. Die genannten Gründe waren Unsicherheit darüber, ob die Krankenversicherung von der Botschaft (eine ausländische Gerichtsbarkeit) abgedeckt würde; ob die Verbindung mit Herrn Assange ihren Lebensgrundlage beeinträchtigen oder unerwünschte Aufmerksamkeit auf sie und ihre Familien lenken könnte; und Unbehagen bezüglich der Aufdeckung dieser Verbindung beim Betreten der Botschaft. Ein Arzt äußerte sich besorgt gegenüber einem der Interviewer, nachdem die Polizei seinen Namen und die Tatsache, dass er Herrn Assange besuchte, notiert hatte. Ein Arzt schrieb, dass er sich bereit erklärt habe, einen ärztlichen Bericht nur unter der Bedingung zu erstellen, dass sein Name nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde, aus Angst vor den Folgen.“ [21]

Es ist wahrscheinlich, dass das oben genannte Klima der Angst und Einschüchterung die medizinische Versorgung von Herrn Assange, auch innerhalb der Botschaft, stark beeinträchtigt hat, und angesichts all der anderen Bedenken im Zusammenhang mit der außerordentlichen Behandlung von Herrn Assange ist es schwierig, nicht zu dem Schluss zu kommen, dass die Herbeiführung dieses Klimas der Angst und Einschüchterung bewusst war. Wenn es Absicht war, verurteilen wir als Ärzte ein solches Verhalten als rücksichtslos, gefährlich und grausam. Dass sich all dies seit vielen Jahren im Herzen Londons abspielt, ist für viele von uns eine Quelle großer Traurigkeit und Scham.

gezeichnet:

Dr Mariagiulia Agnoletto, Specialist in Psychiatry ASST Monza San Gerardo Hospital, Monza (Italy)

Dr Vittorio Agnoletto, Università degli Studi di Milano Statale, Milano (Italy)

Dr Sonia Allam MBChB FRCA Consultant in Anaesthesia and Pre-operative Assessment, Forth Valley Royal Hospital, Scotland (UK)

Dr. Norbert Andersch, Neurologe und Psychiater, South London und Maudsley, NHS Foundation Trust (im Ruhestand); Dozent für Psychopathologie an der Sigmund Freud Privatuniversität, Wien-Berlin-Paris (Deutschland und Großbritannien)

Dr. Marianne Beaucamp, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie; Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin (im Ruhestand), München (Deutschland)

Dr. Thed Beaucamp, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin, Arzt für Psychoanalyse (im Ruhestand), München (Deutschland)

Dr Margaret Beavis MBBS FRACGP MPH General Medical Practitioner (Australia)

Dr David Bell Consultant Psychiatrist and Psychoanalyst, London (UK)

Mr Patrick John Ramsay Boyd (signed John Boyd) MRCS LRCP MBBS FRCS FEBU Consultant Urologist (retired) (UK)

Dr Hannah Caller MBBS DCH Paediatrician, Homerton University Hospital, London (UK)

Dr Franco Camandona, Specialist in Obstetrics & Gynaecology E.O. Ospedali Galliera, Genova (Italy)

Dr Sylvia Chandler MBChB MRCGP BA MA General Medical Practitioner (retired) (UK)

Dr Marco Chiesa MD FRCPsych Consultant Psychiatrist and Visiting Professor, University College London (UK)

Dr Carla Eleonora Ciccone, Specialist in Obstetrics & Gynaecology AORN MOSCATI, Avellino (Italy)

Dr Owen Dempsey MBBS BSc MSc PhD General Medical Practitioner (retired) (UK)

Dr H R Dhammika MBBS Medical Officer, Dehiattakandiya Base Hospital, Dehiattakandiya (Sri Lanka)

Dr Tim Dowson MBChB MRCGP MSc MPhil Specialised General Medical Practitioner in Substance Misuse, Leeds (UK)

Miss Kamilia El-Farra MBChB FRCOG MPhil (Medical Law and Ethics) Consultant Gynaecologist, Essex (UK)

Dr Beata Farmanbar, General Medical Practitioner (Sweden)

Dr Tomasz Fortuna MD RCPsych (affiliated) Forensic Child and Adolescent Psychiatrist, Adult Psychotherapist and Psychoanalyst, British Psychoanalytical Society and Tavistock and Portman NHS Foundation Trust, London (UK)

Dr C Stephen Frost BSc MBChB Specialist in Diagnostic Radiology (Stockholm, Sweden) (UK and Sweden)

Dr Peter Garrett MA MD FRCP Independent writer and humanitarian physician; Visiting Lecturer in Nephrology at the University of Ulster (UK)

Dr Rachel Gibbons MBBS BSc MRCPsych. M.Inst.Psychoanal. Mem.Inst.G.A Consultant Psychiatrist (UK)

Dr Bob Gill MBChB MRCGP General Medical Practitioner (UK)

Elizabeth Gordon MS FRCS Consultant Surgeon (retired); Co-founder of Freedom from Torture (UK)

Professor Derek A. Gould MBChB MRCP DMRD FRCR Consultant Interventional Radiologist (retired): BSIR Gold Medal, 2010; over 110 peer-reviewed publications in journals and chapters (UK)

Dr Jenny Grounds MD General Medical Practitioner, Riddells Creek, Victoria; Treasurer, Medical Association for Prevention of War, Australia (Australia)

Dr Paul Hobday MBBS FRCGP DRCOG DFSRH DPM General Medical Practitioner (retired) (UK)

Mr David Jameson-Evans MBBS FRCS Consultant Orthopaedic and Trauma Surgeon (retired) (UK)

Dr Bob Johnson MRCPsych MRCGP Diploma in Psychotherapy Neurology & Psychiatry (Psychiatric Institute New York) MA (Psychol) PhD (Med Computing) MBCS DPM MRCS Consultant Psychiatrist (retired); Formerly Head of Therapy, Ashworth Maximum Security Hospital, Liverpool; Formally Consultant Psychiatrist, Special Unit, C-Wing, Parkhurst Prison, Isle of Wight (UK)

Dr Lissa Johnson BA BSc(Hons, Psych) MPsych(Clin) PhD Clinical Psychologist (Australia)

Dr Anna Kacperek MRCPsych Consultant Child and Adolescent Psychiatrist, London (UK)

Dr Jessica Kirker MBChB DipPsychiat MRCPsych FRANZCP MemberBPAS Psychoanalyst and Consultant Medical Psychotherapist (retired) (UK)

Dr. Willi Mast, Facharzt für Allgemeinmedizin, Gelsenkirchen (Deutschland)

Dr Janet Menage MA MBChB General Medical Practitioner (retired); qualified Psychological Counsellor; author of published research into Post-Traumatic Stress Disorder (UK)

Professor Alan Meyers MD MPH Emeritus Professor of Paediatrics, Boston University School of Medicine, Boston, Massachusetts (USA)

Dr Salique Miah BSc MBChB FRCEM DTM&H ARCS Consultant in Emergency Medicine, Manchester (UK)

Dr David Morgan DClinPsych MSc Fellow of British Psychoanalytic Society Psychoanalyst, Consultant Clinical Psychologist and Consultant Psychotherapist (UK)

Dr Helen Murrell MBChB MRCGP General Medical Practitioner, Gateshead (UK)

Dr Alison Anne Noonan MBBS (Sydney) MD (Rome) MA (Sydney) ANZSJA IAAP AAGP IAP Psychiatrist, Psychoanalyst, Specialist Outreach Northern Territory, Executive Medical Association for Prevention of War (NSW) (Australia)

Dr Alison Payne BSc MBChB DRCOG MRCGP prev FRNZGP General Medical Practitioner, Coventry; special interest in mental health/trauma and refugee health (UK)

Dr Peter Pech MD Specialist in Diagnostic Radiology (sub-specialty Paediatric Radiology), Akademiska Sjukhuset (Uppsala University Hospital), Uppsala (Sweden)

Dr Tomasz Pierscionek MRes MBBS MRCPsych PGDip (UK)

Professor Allyson M Pollock MBChB MSc FFPH FRCGP FRCP (Ed) Professor of Public Health, Newcastle University (UK)

Dr Abdulsatar Ravalia FRCA Consultant Anaesthetist (UK)

Dr. med. Ullrich Raupp, Facharzt für Psychotherapie, Kinderpsychiater und Kinderneurologe; Psychodynamischer Supervisor (DGSv), Wesel (Deutschland)

Professor Andrew Samuels Professor of Analytical Psychology, University of Essex (recently retired); Honorary/Visiting Professor at Goldsmiths and Roehampton (both London), New York and Macau City Universities; Former Chair, UK Council for Psychotherapy (2009–2012); Founder Board Member of the International Association for Relational Psychoanalysis and Psychotherapy; Founder of Psychotherapists and Counsellors for Social Responsibility (UK)

Mr John H Scurr BSc MBBS FRCS Consultant General and Vascular Surgeon, University College Hospital, London (UK)

Dr Peter Shannon MBBS (UWA) DPM (Melb) FRANZCP Adult Psychiatrist (retired) (Australia)

Dr Gustaw Sikora MD PhD F Inst Psychoanalysis Fellow of British Psychoanalytic Society Specialist Psychiatrist (diploids obtained in Poland and registered in the UK); Psychoanalyst; currently in private practice (UK and Poland)

Dr Wilhelm Skogstad MRCPsych BPAS IPA Psychiatrist & Psychoanalyst, London, United Kingdom (UK and Germany)

Dr John Stace MBBS (UNSW) FRACGP FACRRM FRACMA MHA (UNSW) Country Doctor (retired), Perth (Australia)

Dr Derek Summerfield BSc (Hons) MBBS MRCPsych Honorary Senior Clinical Lecturer, Institute of Psychiatry, Psychology & Neuroscience, King’s College London (UK)

Dr Rob Tandy MBBS MRCPsych Consultant Psychiatrist in Psychotherapy & Psychoanalyst; Unit Head, Psychoanalytic Treatment Unit, Tavistock and Portman, London; City & Hackney Primary Care Psychotherapy Consultation Service, St Leonard’s Hospital, London (UK)

Dr Noel Thomas MA MBChB DCH DobsRCOG DTM&H MFHom General Medical Practitioner; homeopath; has assisted on health/education projects in six developing countries Maesteg, Wales (UK)

Dr Philip Thomas MBChB DPM MPhil MD Formerly Professor of Philosophy Diversity & Mental Health, University of Central Lancashire; Formally Consultant Psychiatrist (UK)

Dr Gianni Tognoni, Istituto Mario Negri, Milano (Italy)

Dr Sebastião Viola Lic Med MRCPsych Consultant Psychiatrist, Cardiff (UK)

Dr. Peter Walger, Spezialist für Infektionskrankheiten, Bonn-Düsseldorf-Berlin (Deutschland)

Dr Sue Wareham OAM MBBS General Medical Practitioner (retired) (Australia)

Dr Elizabeth Waterston MD General Medical Practitioner (retired), Newcastle upon Tyne (UK)

Dr Eric Windgassen MRCPsych PGDipMBA Consultant Psychiatrist (retired) (UK)

Dr Pam Wortley MBBS MRCGP General Medical Practitioner (retired), Sunderland (UK)

Dr Matthew Yakimoff BOralH (DSc) GDipDent General Dental Practitioner (Australia)

Dr Rosemary Yuille BSc (Hons Anatomy) MBBS (Hons) General Medical Practitioner (retired), Canberra (Australia)

Dr Felicity de Zulueta Emeritus Consultant Psychiatrist in Psychotherapy, South London and Maudsley NHS Foundation Trust; Honorary Senior Clinical Lecturer in Traumatic Studies, King’s College London (UK)

Dr Paquita de Zulueta MBBChir MA (Cantab) MA (Medical Law & Ethics) MRCP FRCGP PGDipCBT CBT Therapist and Coach; Senior Tutor Medical Ethics; Honorary Senior Clinical Lecturer, Dept of Primary Care & Population Health, Imperial College London (UK)

Um Ihre Unterschrift zum offenen Brief hinzuzufügen, senden Sie bitte eine E-Mail an:

doctors4assange@gmail.com

Bitte geben Sie Ihren Titel, Ihre medizinische Qualifikation und Ihr Fachgebiet an.

ENDNOTEN

[1] Dr. [redigiert] BChD MFGDP(UK) MSc, Zahnarzt, führte am 8. Mai 2015 einen Notfallzahnarzttermin in der Botschaft durch: https://file.wikileaks.org/file/cms/Dentist%20report%20310715.pdf

[2] Stellungnahmen der Arbeitsgruppe „Willkürliche Inhaftierung“, die auf ihrer 74. Tagung am 30. November und 4. Dezember 2015 angenommen wurden, Stellungnahme №54/2015 zu Julian Assange (Schweden und das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland): http://www.ohchr.org/Documents/Issues/Detention/A.HRC.WGAD.2015.docx https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=17012angID=E https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=17012angID=E

[3] Dr. [redigiert] MA MB BChir DCH MRCGP bewertete Herrn Assange am 12. August 2015 und 2. Dezember 2015: https://file.wikileaks.org/file/cms/Medical.pdf

[4] https://www.theguardian.com/media/2015/oct/15/ecuador-asks-britain-to-allow-julian-assange-safe-passage-for-mri-scan; https://www.theguardian.com/uk-news/2015/oct/15/julian-assange-shoulder-pain-mri-scan-embassy-metropolitan-police; https://www.telegraph.co.uk/news/wikileaks-files/11932732/Wikileaks-Julain-Assange-refused-safe-passage-for-MRI-scan.html

[5] Dr. [redigiert], Trauma- und Psychosozialexperte, interviewte Herrn Assange fünfmal zwischen Juni 2014 und Juni 2015 und dann zwei weitere Male, um frühere Ergebnisse zu bestätigen: https://file.wikileaks.org/file/cms/Psychosocial%20Medical%20Report%20December%202015.pdf

[6] Dr. Sean Love ist Assistenzarzt in der Anästhesiologie und Adult Critical Care Medicine Fellow an der Johns Hopkins University School of Medicine. Dr. Sondra S. Crosby ist Ärztin und Professorin für Medizin an der Boston University mit Schwerpunkt Innere Medizin. Sie ist auch Mitglied der Fakultät für Gesundheitsrecht, Bioethik und Menschenrechte an der Boston University School of Public Health. Dr. Brock Chisholm ist Facharzt für Klinische Psychologie mit Abschluss in Psychologie, Master in Psychologischen Forschungsmethoden und Promotion in Klinischer Psychologie und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Traumaopfern.

[7] https://www.theguardian.com/media/2018/jan/24/julian-assanges-health-in-dangerous-condition-say-doctors; https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/jan/24/julian-assange-care-wikileaks-ecuadorian-embassy; https://blogs.bmj.com/bmj/2018/06/22/sean-love-access-medical-care-must-guaranteed-julian-assange/#_ftn1

[8] https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/jan/24/julian-assange-care-wikileaks-ecuadorian-embassy

[9] https://www.hrw.org/news/2018/06/19/uk-should-reject-extraditing-julian-assange-us

[10] https://blogs.bmj.com/bmj/2018/06/22/sean-love-access-medical-care-must-guaranteed-julian-assange/

[11] https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=24042

[12] https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=24454angID=E

[13] https://www.express.co.uk/life-style/health/1121387/julian-assange-depression-symptoms-mental-health-treatment

[14] https://www.ohchr.org/en/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=24552angID=E

[15] https://metro.co.uk/2019/05/30/wikileaks-grave-concerns-julian-assange-moved-prison-hospital-9738883/; https://www.theguardian.com/media/2019/may/30/julian-assange-too-ill-appear-court-via-video-link-lawyers-say; https://news.sky.com/story/julian-assange-moved-to-medical-wing-in-belmarsh-prison-over-significantly-deteriorated-health-11731364

[16] https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=24665

[17] https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/10/assange-in-court/

[18] https://youtu.be/GLXzudMCyM4

[19] https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=25249angID=E

[20] https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19460131/201405080000/0.810.1.pdf

[21] Dr. [redigiert], Trauma- und Psychosozialexperte, interviewte Herrn Assange fünfmal zwischen Juni 2014 und Juni 2015 und dann zwei weitere Male, um frühere Ergebnisse zu bestätigen: https://file.wikileaks.org/file/cms/Psychosocial%20Medical%20Report%20December%202015.pdf.