Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Herma Huber, ein Gründungsmitglied des Bunds Sozialistischer Arbeiter (BSA) und der Sozialistischen Gleichheitspartei (SGP), am 25. Juni im Alter von 77 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben ist. Fast sechs Jahrzehnte lang war Herma eine unermüdliche Kämpferin für den Aufbau der trotzkistischen Partei in Deutschland und der Vierten Internationalen (IKVI).
Sie war kein Mitglied im Vorstand der Partei, aber sie gehörte zu der großen Zahl von unentbehrlichen Mitgliedern, die ohne zu zögern, durch großen persönlichen Einsatz und große Opferbereitschaft den tagtäglichen politischen Kampf der Partei ermöglichten. Ohne Genossinnen und Genossen wie Herma wäre das politische Leben und die Existenz der Partei nicht möglich.
Trotz ihrer schweren Krebserkrankung nahm sie noch vor wenigen Tagen an Sitzungen und Schulungen teil. Sie war fest davon überzeugt, dass die politischen Ideen und Prinzipien, denen sie sich in ihrer Jugend angeschlossen hatte, in der gegenwärtigen Situation große Bedeutung gewinnen, und dass die Partei, an deren Gründung sie im September 1971 teilgenommen hatte, in den kommenden Kämpfen die Arbeiterklasse die führende Rolle spielen wird.
Wer sie kannte, war von ihrer Selbstlosigkeit und ihrer Bereitschaft, anderen zu helfen, tief beeindruckt. Vor allem wenn es darum ging, den jungen Genossen zu helfen, politische Fragen zu verstehen, erklärte Herma geduldig und ausführlich. Wenn Unterstützung nötig war, damit Genossen an internationalen Konferenzen und Schulungen teilnehmen konnten, half Herma großzügig. Auf der Spendenliste für die Freilassung von Bogdan Syrotjuk – dem sozialistischen Kriegsgegner, der für die Einheit der russischen und ukrainischen Arbeiter kämpft, um den von der NATO geschürten Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, und deshalb von dem rechtsextremen Selenskyj-Regime inhaftiert wurde – finden sich mehrere große Spendenbeiträge von Herma Huber.
Ein Kind der Nachkriegszeit
Als Herma im März 1949 geboren wurde, lagen die Nazi-Verbrechen und Schrecken des Zweiten Weltkriegs gerade erst vier Jahre zurück. Gemeinsam mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Uschi – die in den Anfangsjahren des BSA selbst eine wichtige Rolle in der Partei spielte – wuchs Herma in einer Arbeiterfamilie auf, deren Verhältnisse durch die Brutalität von Krieg und Faschismus geprägt und sehr schwierig waren.
Der Vater war Unterhaltungsmusiker, spielte mehrere Instrumente: Klarinette, Flöte, Trompete, Geige, und verdiente sein Geld durch Auftritte in Klubs, bei Veranstaltungen und Familienfeiern. Von ihm hat Herma ihre musikalische Begabung geerbt. Sie spielte sehr gut Klavier, so dass ihr Klavierlehrer bereit war, sie weiter zu unterrichten, auch als der Vater nicht mehr für den Unterricht bezahlte.
Der Vater war Nazi-Gegner, aber weniger aus politischer Überzeugung, als weil er sich nicht vorschreiben lassen wollte, was er wann zu tun oder zu lassen habe. Während des Krieges wurde er vorübergehend bei einer Bauernfamilie in der südhessischen Ortschaft Oberjosbach untergebracht, um eine Krankheit oder Verletzung zu kurieren. Dort freundete er sich mit der Tochter des Hauses an, und als seine Ehefrau beim letzten großen Bombenangriff in Frankfurt im Frühjahr 1944 ums Leben kam, heiratete er nach Kriegende die junge Frau aus Oberjosbach.
Die junge Familie war von Anfang an mit großen Problemen belastet. Frankfurt glich nach dem Krieg – wie Berlin und viele andere Städte – einer Trümmerlandschaft. Die Wohnungsnot war groß. Die vierköpfige Familie hatte nur ein Zimmer zur Verfügung und musste sich das Bad mit einer Nachbarfamilie teilen. Der Vater musste seine freiberufliche Tätigkeit als Musiker aufgeben und fand schließlich Arbeit bei der Post, um die Familie zu ernähren.
Herma war gut in der Schule, wurde auf das Frankfurter Elisabethengymnasium geschickt und machte dort ihr Abitur. Ihre Schwester Uschi hatte eine jüdische Schulfreundin, und beide Schwestern waren mit dem Wiedererstarken des jüdischen Kulturlebens in Frankfurt verbunden. Von den einst 30.000 Frankfurter Juden hatten nur ein paar Dutzend den Holocaust überlebt und entwickelten in den frühen sechziger Jahren eine rege Aufbautätigkeit. Uschi nahm als Jugendliche an einer mehrwöchigen Reise in ein israelisches Kibbuz teil.
Frankfurter Auschwitzprozess (1963-1964)
Herma war 14 Jahre alt, als Ende 1963 in Frankfurt der Auschwitzprozess begann. Das Konzentrationslager Auschwitz mit seinen 47 Außenlagern und seinem Vernichtungslager Birkenau, in dem über eine Millionen jüdische Menschen ermordet wurden, war zum Inbegriff des Holocausts geworden.
Durch ihre jüdischen Freunde waren Herma und Uschi schon früh über die Nazi-Verbrechen informiert, und fassungslos realisierten sie, dass die gesamte offizielle Politik so tat, als sei nichts geschehen. Die Adenauer-Regierung hatte nach Kriegsende die sogenannte „Stunde Null“ ausgerufen und behauptet, die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, die die Nazis begangen hatten, gehörten einer Vergangenheit an, die abgeschlossen sei und mit der sie nichts zu tun hätten.
Aber unter der Oberfläche herrschten überall, auf allen Ebenen der Gesellschaft, in Wirtschaft, Politik, Medien und vor allen Dingen an den Schulen und Universitäten, die alten Nazi-Eliten und ihre -Seilschaften. Das Kanzleramt wurde von Hans Globke geleitet, der in der Nazidiktatur als Ministerialrat antisemitische Gesetze und Verordnungen entworfen hatte. Bundespräsident war Heinrich Lübke. Er war KZ-Baumeister und oberster Bauleiter der Heeresversuchsanstalt Peenemünde gewesen, wo die Nazis in unterirdischen Militäranlagen die V2-Rakete bauen ließen und dafür KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene einsetzten, die sie mit äußerster Brutalität behandelten.
Der Frankfurter Auschwitzprozess zerriss diesen Schleier der Verlogenheit. Plötzlich waren die Schlagzeilen voller Informationen über die ungeheuerlichen Gräueltaten von Auschwitz.
Herma hat in späteren Jahren oft auf einen Artikel aufmerksam gemacht, den ein anders BSA-Mitglied der ersten Stunde, Sybille Fuchs, über die Bedeutung und Auswirkung des Auschwitzprozesses geschrieben hatte. Darin heißt es:
Dass sich die Ereignisse von Auschwitz so plötzlich in den Alltag der Bundesrepublik Deutschland drängten, war vor allem den Aussagen der 359 Zeugen aus 19 Ländern – darunter 211 Überlebende des Konzentrations- und Vernichtungslagers – zu verdanken, die sich teilweise unter größten Qualen an die furchtbaren Ereignisse erinnern und über sie mit einer vom Strafprozess verlangten Präzision berichten mussten, die ihre Kräfte oft überstieg. Die Angeklagten, die flankiert von Ihren Verteidigern auf den Bänken der Stadtverordneten Platz genommen hatten, saßen meist betont teilnahmslos dabei.
Herma war Teil einer Generation, die die Frage umtrieb: Wie kann man die ungeheuerlichen Verbrechen des Nazi-Faschismus verstehen? Wie war ein derartiger Rückfall in die Barbarei in einem entwickelten und kulturellen Land möglich? Aber sie gehörte zu denjenigen, die sich nicht mit billigen, einfachen Antworten und moralischen Appellen zufriedengaben. Sie wollte den Dingen auf den Grund gehen.
Ich erinnere mich an die frühen 1970er Jahre, als ich auch in Frankfurt lebte und gemeinsam mit Herma und anderen Genossen Fahrten von Jugendlichen zur KZ-Gedenkstätte Dachau in der Nähe von München organisierte. Bei einer dieser Fahrten diskutierten wir mit einem überlebenden Häftling, der sehr bewegt über die Folterungen berichtete und uns aufrief, uns dem Schwur von Buchenwald anzuschließen: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“
Herma beteiligte sich damals intensiv an politischen Diskussionen. Ihr begonnenes Studium von Musik und Politischer Wissenschaft trat in den Hintergrund. In diesen Diskussionen wurde der Zusammenhang zwischen Faschismus und Kapitalismus schnell klar. Wir lasen Hitlers Rede vor dem Düsseldorfer Industrieclub. Wir kannten die Broschüre „I Paid Hitler“, die Fritz Thyssen in England geschrieben hatte. Wir wussten, dass Hitler von den Banken und der Schwerindustrie finanziert worden war, weil er versprochen hatte, die organisierte Arbeiterbewegung zu zerschlagen. Wir wussten auch, dass Hitlers Hass auf die Juden eng mit seinem Hass auf die Arbeiterklasse verbunden war.
Aber dann stellte sich eine weitere Frage: Warum hatte die Arbeiterklasse diese Katastrophe nicht verhindert? Also studierten wir die Geschichte der Arbeiterbewegung. Das stalinistische Regime der DDR stieß uns ab. Wir wussten, dass die Stalinisten am 17. Juni 1953 in Ostberlin den Arbeiteraufstand niedergeschlagen und 1956 die Revolution in Ungarn blutig unterdrückt hatten. Und als im Sommer 1968 sowjetische Panzer den Prager Frühling niederwalzten, war für Herma und ihren politischen Freundeskreis, zu dem ich auch gehörte, klar, dass wir den Stalinismus ablehnten und bekämpften. Wir befassten uns mit dem wichtigen Unterschied zwischen Antistalinismus von links und Antistalinismus von rechts; d.h. wir lehnten die rechten Kritiker des Stalinismus ab, die Antikommunisten waren, und kämpften gegen Stalinismus und Kapitalismus für eine internationale sozialistische Perspektive.
Herma beteiligte sich an einem intensiven Studium der Schriften, in denen Trotzki die konterrevolutionäre Rolle des Stalinismus aufgezeigt hatte. So wurde es möglich, die deutsche Katastrophe zu verstehen. Die Arbeiterklasse war wegen der falschen Politik der stalinistischen KPD nicht in der Lage gewesen, den faschistischen Terror zu verhindern. Die KPD hatte die Sozialdemokraten als Sozialfaschisten bezeichnet, eine Einheitsfront gegen die Nazis abgelehnt und die Arbeiterklasse gespalten. Trotzki und die Internationale Linke Opposition hatten sich dagegen für eine Einheitsfront eingesetzt, für gemeinsame Kampfmaßnahmen von KPD und SPD gegen die Nazis.
Gestützt auf dieses Verständnis wurde Herma überzeugte Trotzkistin. Sie sah ihre Hauptaufgabe darin, eine neue marxistische Führung in der Arbeiterklasse aufzubauen. Sie nahm an der Gründungskonferenz des BSA als deutsche Sektion des Internationalen Komitees der Vierten Internationale teil und konzentrierte ihre ganze Arbeit auf den Aufbau dieser Partei und der mit ihr verbundenen Internationalen.
Sie brach ihr Studium ab, nahm eine Stelle bei der Post an und betrachtete fortan den „leidigen Broterwerb“ als unvermeidlich, um den Aufbau der Partei finanziell zu unterstützen und die politische Ausbildung junger Genossen sicherzustellen. Bei der Post durchlief sie alle Stufen, von der Lehre über die Verbeamtung bis zum Aufstieg in den Gehobenen Dienst. Zuletzt war sie Inspektorin bei der mittlerweile privatisierten Postbank.
Auch an ihrem Arbeitsplatz kämpfte Herma gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zunehmende Ausbeutung, und sie scheute keinen Konflikt mit den lokalen Gewerkschaftsfunktionären. Als im Lauf der 1990er Jahre die Post privatisiert wurde, ging diese Zerschlagung des staatlichen Dienstleistungsunternehmens mit massiven Massenentlassungen und Schließung von Postämtern einher. Diesem Kurs, der auf den größtmöglichen Profit für die Aktionäre abzielte, stellte sich Herma mutig entgegen. Anfang 1992 schrieb sie in einem Artikel für die damalige Parteizeitung Neue Arbeiterpresse:
Wie der McKinsey-Plan für den Postdienst vorsieht, sollen im Osten 25.000 und im Westen 45.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, also insgesamt 70.000. Auch im Telekom-Bereich sind 16.000 Stellen bedroht. Für 4112 neu ausgebildete Technikerinnen und Techniker im ganzen Bundesgebiet sind nur 1800 Arbeitsplätze vorgesehen (…) Um die geplanten Stellenstreichungen bei der Postbank zu verhindern, ist es notwendig, einen gemeinsamen Arbeitskampf aller drei Postbereiche in Ost und West zu organisieren. Das ist aber nur möglich, wenn gegen die Gewerkschaftsbürokratie der DPG [Deutschen Postgewerkschaft, Verdi-Vorläufer] selbst ein politischer Kampf für eine neue Führung und Perspektive geführt wird. (Neue Arbeiterpresse, 10. Januar 1992)
Aber in allen betrieblichen Auseinandersetzungen betonte Herma immer, dass die zentrale und wichtigste politische Aufgabe darin bestehe, eine neue revolutionäre sozialistische Partei aufzubauen, um die Krise der Führung der Arbeiterklasse zu überwinden. Für Herma und alle BSA-Mitglieder war klar, dass das nur im Rahmen des Internationalen Komitees der Vierten Internationale möglich war.
Nach der Spaltung von der WRP 1985-1986
Die opportunistische Degeneration der britischen Workers Revolutionary Party setzte den BSA in den 1970er und 80er Jahren zunehmend unter Druck. Die WRP-Führung versuchte, die deutsche Sektion in eine opportunistische Richtung zu drängen. Das führte zu heftigen politischen und organisatorischen Krisen und zerstörte die Sektion beinahe.
Die britische Sektion und ihr Führer Gerry Healy genossen im BSA große Autorität, die auf dem langen Kampf beruhte, den Healy in den 1960er Jahren gegen den pablistischen Revisionismus geführt hatte, und auf seiner Rolle bei der Gründung des BSA im Jahr 1971. Doch im Laufe der 1970er Jahre schwenkte Healy auf den pablistischen Kurs ein, den er in den 1960er Jahren bekämpft hatte. Er knüpfte opportunistische Beziehungen zu Labour-Politikern, Stalinisten, Gewerkschaftsführern und bürgerlich-nationalistischen Herrschern im Nahen Osten an und setzte den BSA unter Druck, es ihm gleich zu tun.
Als die amerikanische Workers League 1982 und 1984 unter der Führung von David North eine umfassende Kritik von Healys theoretischen Konzeptionen und der opportunistischen Degeneration der WRP vorlegte, war das der Auftakt zu einer gründlichen politischen und theoretischen Wiederbewaffnung der Partei.
Der BSA organisierte mehrere Jahre lang vierzehntägige Sommerschulungen, um die Lehren aus der Spaltung von der WRP 1985-1986 zu ziehen und die Geschichte des IKVI aufzuarbeiten. Herma nahm daran mit großer Begeisterung teil, und die Tatsache, dass an diesen Schulungen tamilische, britische und auch Genossen aus anderen Sektionen teilnahmen, war für sie inspirierend und wichtig.
Von besonderer und nachhaltiger Bedeutung wurde für sie dann ihre Teilnahme zum Jahreswechsel 1997–1998 an der Internationalen Sommerschule über „Marxismus und die Probleme des 20. Jahrhunderts“, welche die Socialist Equality Party (Australia) in Sydney ausrichtete, und an der Delegationen aus der ganzen Welt teilnahmen.
Nachdem Herma die Altersgrenze erreicht und die Arbeit bei der Post quittiert hatte, nahm sie an zahlreichen Kampagnen der Partei teil, sei es, um Unterschriften für die Wahlteilnahme der Partei (die nunmehr SGP hieß) zu sammeln, um bei Fabrikkämpfen mit Arbeitern und Jugendlichen zu diskutieren oder eine zentrale Parteiveranstaltung bekannt zu machen. So unterstützte sie beispielsweise regelmäßig, bis zur Coronapandemie, die jährlich wiederkehrenden Versammlungen zur Leipziger Buchmesse, und dabei leistete sie Großes. Gerade junge Genossinnen und Genossen, die eine solche Kampagne zum ersten Mal erlebten, fühlten sich bei ihr gut aufgehoben und erinnern sich heute gern daran, wie ermutigend die Arbeit mit ihr war.
Wenn Herma auf den Schulungen und Parteikonferenzen sprach, nahm sie immer wieder auf die Anfangsjahre des BSA Bezug. Sie nannte dann meist drei Dinge, die für sie und die etwa zwei Dutzend Gründungsmitglieder ausschlaggebend waren, sich dem IKVI anzuschließen:
- Erstens: Trotzkis Faschismusanalyse. Darin erklärt Trotzki den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Faschismus und zeigt auf, dass es nur eine gesellschaftliche Kraft gibt, um Faschismus und Krieg zu verhindern: die Arbeiterklasse.
- Zweitens: Die Tatsache, dass das Internationale Komitee an Trotzkis Einschätzung des Stalinismus als konterrevolutionäre Agentur des Weltimperialismus festhielt. In Deutschland, das jahrzehntelang in BRD und DDR gespalten war, und wo die Mauer zwischen zwei großen Lügen stand, war das besonders wichtig. Die stalinistische DDR-Führung bezeichnete sich als „sozialistisch“, und der westdeutsche Imperialismus behauptete, er verkörpere „Demokratie und Freiheit“.
- Und die dritte und vielleicht wichtigste Anziehungskraft des IKVI war sein Festhalten an der revolutionären Rolle der Arbeiterklasse und am Internationalismus. Die so genannte 68er-Bewegung, das heißt, die rebellierenden Studierenden Ende der 1960er Jahre, verstanden unter „Revolution“ keine sozialistische Bewegung der Arbeiterklasse, sondern die Befreiung von sexuellen und anderen Konventionen der bürgerlichen Gesellschaft. Gestützt auf die pessimistischen und reaktionären Theorien der Frankfurter Schule lehnten sie die Arbeiterklasse ab und machten sie für den Faschismus verantwortlich.
Trotz ihrer schweren Krebserkrankung sprach sie in jüngster Zeit oft über die Aktualität dieser Fragen angesichts von Krieg, wachsender faschistischer Parteien, Massenentlassungen und der Rückkehr des Klassenkampfs.
Genossin Herma repräsentierte einen wichtigen Teil des Gründungskaders unserer Partei, ohne dessen unermüdliche Arbeit und Opferbereitschaft wir heute nicht in der Lage wären, die SGP als führende revolutionäre Partei der Arbeiterklasse aufzubauen.
Wir werden Herma Huber als Kämpferin für den Trotzkismus immer in Erinnerung behalten!
Beisetzung:
Donnerstag, 23. Juli, 12:00 Uhr
Friedhof Höchst, Sossenheimer Weg 75
65929 Frankfurt am Main
