Marxistischer Internationalismus und radikale Protestpolitik

Eine Antwort auf Professor Chossudovskys Kritik an der Globalisierung

Von Nick Beams
7. März 2000

Diese dreiteilige Serie von Nick Beams ist eine Antwort auf den Artikel "Seattle und darüber hinaus; die Entwaffnung der neuen Weltordnung" von Professor Michel Chossudovsky, der am 15. Januar in englischer Sprache auf dem World Socialist Web Site erschien (deutsch unter: http://gib.squat.net/millenium/seattle-and-more.html). Nick Beams ist Redaktionsmitglied des WSWS und nationaler Sekretär der australischen Socialist Equality Party. Er hat zahlreiche Artikel und Vorträge über die moderne kapitalistische Wirtschaft verfasst.

Erster Teil

Zweiter Teil

Dritter Teil

Professor Chossudovsky meint, man müsse die Bewegung, die sich gegen die Welthandelsorganisation und andere Institutionen des globalen Kapitalismus entwickelt, "darauf ausrichten, dieses Wirtschaftssystem zu entwaffnen und seine Institutionen aufzulösen".

Darunter versteht Chossudovsky, wie wir in den ersten beiden Teilen dieser Artikelserie gezeigt haben, die Ersetzung der unliebsamen gegenwärtigen Wirtschaftsordnung durch ein früheres Entwicklungsstadium der Gesellschaft, in dem der Nationalstaat größeren Einfluss auf die Funktionsweise der Wirtschaft nehmen konnte. Um diese grundlegende Frage drehen sich unsere Differenzen.

Im Gegensatz zu Chossudovskys Ansatz sehen wir in der bloßen Ablehnung der bereits erfolgten, weitreichenden ökonomischen Veränderungen keine hinreichende Grundlage, um eine Perspektive und ein Programm für die breiten Massen zu entwickeln. Man muss vielmehr die ökonomischen und gesellschaftlichen Prozesse, die mit der Globalisierung der Produktion und der Entstehung eines weltweiten Finanzsystems einhergehen, einer kritischen Analyse unterziehen. Nur so kann man ihren Stellenwert in der historischen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft begreifen. Mit anderen Worten, man muss den rationalen Kern des Systems der globalisierten Produktion aus den sozialen und ökonomischen Formen, die ihn heute umgeben, herausschälen.

Nicht zum ersten Mal kommt im Zuge einer Krise des globalen Kapitalismus die Forderung auf, die ökonomische Macht und Souveränität des Nationalstaates zu verteidigen. Solche Auffassungen waren während der großen Depression der dreißiger Jahre gang und gäbe. Leo Trotzki behandelte diese Frage im Zusammenhang mit der gesamten Geschichte der menschlichen Gesellschaft und den Gesetzen ihrer Entwicklung.

"Der geschichtliche Aufstieg der Menschheit", schrieb Trotzki, "ist geleitet von dem Bestreben, mit dem geringsten Arbeitsaufwand die größtmögliche Menge von Gütern zu erlangen. Diese materielle Grundlage des kulturellen Fortschritts liefert zugleich das entscheidende Kriterium für die Beurteilung der sozialen Herrschaftsformen und der politischen Programme. Das Gesetz der Produktivität der Arbeit ist für die menschliche Gesellschaft ebenso bedeutsam wie das Gesetz der Schwerkraft für die Mechanik. Im Verschwinden überholter gesellschaftlicher Verhältnisse drückt sich eben dieses unbarmherzige Gesetz aus, das den Sieg der Sklaverei über den Kannibalismus, der Leibeigenschaft über die Sklaverei, der Lohnarbeit über die Leibeigenschaft bestimmt. Das Gesetz der Produktivität der Arbeit setzt sich nicht geradlinig durch, sondern in widersprüchlicher Weise, mal schnell, mal stockend, in Sprüngen und Zickzacks, und überwindet auf seinem Weg geographische, anthropologische und gesellschaftliche Hindernisse. Daher gibt es so viele ‚Ausnahmen‘ in der Geschichte, die in Wirklichkeit nur besondere Brechungen der ‚Regel‘ sind." (L. Trotzki, Nationalism and Economic Life, 1933, in Writings of Leon Trotsky 1933-34, S. 155)

Von diesem Standpunkt aus bewertete Trotzki die Forderung, die ökonomischen Entwicklungen wieder in die Zwangsjacke des Nationalstaatensystems zu pressen: "Die fortschrittliche Aufgabe, die ökonomischen und sozialen Verhältnisse den neuen Technologien anzugleichen, wird in ihr Gegenteil verkehrt, als handle es sich darum, die Produktivkräfte zurückzuhalten und ihre Entwicklung anzuhalten, um sie den bisherigen nationalen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Beziehungen anzupassen." (A.a.O.)

Die Prozesse, die Trotzki anspricht, sind in den letzten fünfzig Jahren enorm vorangeschritten. Beispielhaft dafür sei die Herausbildung des transnationalen Konzerns genannt, dessen Aufstieg in den dreißiger Jahren gerade erst begonnen hatte (insbesondere in der Ölindustrie), der aber heute jede Form der Produktion dominiert. Jüngsten Schätzungen zufolge sind von den hundert größten Wirtschaftsgebilden der Welt etwa die Hälfte transnationale Konzerne. Ihre Zahl kann sich im Zuge der zahlreichen Zusammenschlüsse und Übernahmen im letzten Jahr durchaus erhöht haben. Diese Tatsache allein unterstreicht die Unmöglichkeit von Chossudovskys Programm, die Souveränität des Nationalstaats über das Wirtschaftsleben wieder herzustellen.

Im Anwachsen des transnationalen Konzerns und seiner Vormachtstellung über andere Unternehmensformen drückt sich das Gesetz der Arbeitsproduktivität aus. Sein Aufstieg signalisiert nicht nur eine über das nationale Unternehmen und den Nationalstaat hinaus gehende Entwicklung, sondern lässt auch neue und höhere Formen der Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft erkennen.

An dieser Stelle gilt es, die ideologische Verwirrung zu durchbrechen, welche die Befürworter des "freien Marktes" erzeugen, indem sie die Möglichkeit einer sozialistischen Wirtschaftsordnung auf der Grundlage bewusster Planung tagaus tagein bestreiten. Der Siegeszug des transnationalen Konzerns stellt im Kern den Versuch dar, im Rahmen der kapitalistischen Verhältnisse die Anarchie und Vergeudung zu überwinden, die die destruktiven Tendenzen des kapitalistischen Marktes hervorbringen.

Innerhalb des transnationalen Unternehmens ist das wirtschaftliche Handeln von dem unablässigen Versuch bestimmt, den Produktionsprozess einer bewussten Planung und Kontrolle zu unterwerfen. Da die sozialen Beziehungen innerhalb der Gesellschaft als Ganzes jedoch von der Anarchie des Marktes geprägt sind, kann das Wachstum des transnationalen Konzerns diese Anarchie natürlich nicht überwinden. Vielmehr führt dieser Prozess dazu, dass die gesellschaftlich zerstörerischen und anarchischen Tendenzen des kapitalistischen Marktes in noch größerem Umfang zum Tragen kommen. Dennoch stellt der transnationale Konzern den Versuch dar, im unaufhörlichen Bestreben die Produktivität der Arbeit zu erhöhen, das wirtschaftliche Handeln einer bewussten Kontrolle zu unterwerfen.

Der Ökonom und Nobelpreisträger Ronald H. Coase wies vor mehr als sechzig Jahren in einem klugen Artikel darauf hin, dass "das auffälligste Merkmal des Unternehmens die Unterdrückung des Preismechanismus" sei. Unternehmen handeln im Reich des Marktes, der letztlich über sie herrscht, doch sie handeln als "Inseln bewusster Macht im Ozean unbewussten Zusammenwirkens, so wie sich in einem Eimer Buttermilch Klumpen bilden". (R. H. Coase, The Nature of the Firm, in Economica 4, 1937)

In jedem Entwicklungsstadium des Unternehmens, angefangen bei der Herausbildung nationaler Monopole am Ende des letzten Jahrhunderts bis zum Entstehen transnationaler Konzerne und der heutigen Fusionspolitik der transnationalen Riesen, wurde versucht, die unsichtbare Hand des Marktes durch die sichtbare Hand der Planung zu ersetzen. Diese Tendenz wird auch anhand der technologischen Umwälzungen deutlich, die sich jetzt in allen Bereichen der Wirtschaft vollziehen. Die sogenannte Informationstechnologie zielt nicht einfach darauf ab, den unmittelbaren Produktionsprozess in einem Unternehmen bewusster zu gestalten, sondern auch darauf, das Handeln verschiedener Abteilungen und sogar Unternehmen immer stärker aufeinander abzustimmen, seien sie in unmittelbarer Nähe zueinander oder an verschiedenen Enden der Welt angesiedelt.

Von diesem historischen Standpunkt aus liegt die Bedeutung der Globalisierung darin, dass im Rahmen des Kapitalismus die materiellen Voraussetzungen für die Entwicklung einer geplanten sozialistischen Ökonomie heranreifen.

Wenn Produktionsprozesse bis ins letzte Detail über Länder und Kontinente hinweg durchgeplant werden können und die Bewegung von Gütern und Dienstleistungen mit äußerster Präzision über Zeit und Raum hinweg bestimmt werden kann, dann bestehen unzweifelhaft die materiellen Voraussetzungen, die Weltwirtschaft so zu organisieren, dass die Bedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können. Mit einem Wort, das Argument der Anhänger des "freien Marktes", eine geplante sozialistische Wirtschaft sei natürlicherweise aufgrund der Komplexität der Entscheidungsprozesse nicht möglich, und daher stelle der Markt und das Profitsystem den einzig gangbaren Weg gesellschaftlicher Organisation dar, wird durch die Entwicklungen innerhalb der kapitalistischen Wirtschaft in der Praxis widerlegt.

Gleichzeitig führen die großen technologischen Neuerungen innerhalb des kapitalistischen Gesellschaftssystems, in dem alles ökonomische Handeln dem Profitstreben untergeordnet wird, notwendigerweise zu einer ständigen Verschlechterung des Lebensstandards der großen Bevölkerungsmehrheit und zu wachsender sozialer Polarisierung mit all ihren Begleiterscheinungen - einerseits werden phantastische Reichtümer aufgehäuft, während andererseits das nackte Elend grassiert.

Die Lösung dieser Krise liegt nicht in der Ablehnung der Globalisierung zugunsten einer reaktionären Utopie der national-ökonomischen Souveränität, sondern in der Befreiung der Produktivkräfte von den Fesseln, die ihnen die veralteten Gesellschaftsbeziehungen des Kapitalismus auferlegen. Die soziale und politische Grundlage für eine solche Bewegung ist die internationale Einheit der Arbeiterklasse. Im Gegensatz zu der verbreiteten Behauptung, die Arbeiterklasse sei unter dem Einfluss neuer Technologien "verschwunden", hat sie in Wirklichkeit sowohl in absoluter wie relativer Hinsicht stark zugenommen.

Die Globalisierung der Produktion hat in Weltregionen, wo vor einigen Jahrzehnten noch kaum Industrie existierte, zu einem Anwachsen der Arbeiterklasse um Hunderte Millionen geführt. In den fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern sind viele der alten Arbeitsformen verschwunden - genau wie schon in früheren Perioden der kapitalistischen Entwicklung. Aber die ökonomischen Veränderungen, die mit den technologischen Innovationen einhergingen, bewirkten, dass große Teile der Bevölkerung, die einst als Mittelklasse und Pfeiler der kapitalistischen Herrschaft galten, effektiv ins Proletariat hinab gestoßen wurden.

Das Resultat dieses Prozesses besteht darin, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Mehrheit der Weltbevölkerung aus Proletariern besteht, die vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben.

Ungeachtet der besonderen nationalen Wirtschaftsformen stellen die Arbeiter in jedem Teil der Welt fest, dass ihnen das Wirken ein und desselben globalen Wirtschaftssystems die Existenzgrundlage entzieht. Die Entstehung einer integrierten globalen kapitalistischen Wirtschaft hat zu einer global polarisierten Gesellschaft geführt - einer Spaltung zwischen einer wohlhabenden Elite, egal welchen nationalen Ursprungs, und den breiten Massen der Bevölkerung.

Die Auswirkungen der Globalisierung haben bereits Aufstände hervorgebracht - die Massenstreiks in Frankreich 1995 und den Sturz des indonesischen Diktators Suharto, um nur zwei zu nennen - und es mehren sich Anzeichen für eine wachsende Instabilität der globalen kapitalistischen Wirtschaft.

Die neunziger Jahre begannen mit Proklamationen über den Triumph des Marktes und das Scheitern des Sozialismus. Aber der Triumph erwies sich als eher kurzlebig. Das vergangene Jahrzehnt erlebte einige eskalierende Finanz- und Wirtschaftskrisen - 1992 brach der europäische Wechselkursmechanismus auseinander, gefolgt von der Krise der skandinavischen Banken, 1994 die Erschütterung des Anleihenmarktes, die in die fünfzig Milliarden Dollar teure mexikanische Rettungsaktion von 1994/95 mündete, und schließlich die sogenannte Asienkrise von 1997/98, die sich schnell zu einer Krise des globalen Finanzsystems ausweitete. Heute brauen sich im Zentrum des kapitalistischen Systems neue finanzielle Turbulenzen zusammen, die sich in einer Spekulationsorgie und der Verschuldung der US-Finanzmärkte ausdrücken.

Diese finanziellen Erschütterungen sind sichere Anzeichen, dass die globale kapitalistische Wirtschaft zusammenbricht. Ein weiteres solches Anzeichen war die Unfähigkeit der kapitalistischen Großmächte, auf der WTO-Konferenz in Seattle eine Übereinkunft zu erzielen. Dieser Zusammenbruch wird sowohl in den fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern, als auch in den sogenannten Entwicklungsländern immer erbittertere soziale Kämpfe hervorrufen. Aber die entscheidende Frage lautet, mit welchem Programm werden sich diese Bewegungen entwickeln? Zweifellos werden Teilfragen aller Art eine Rolle spielen. Aber diese Kämpfe werden nur dann Früchte tragen können, wenn ihre fortschrittlichsten Elemente von klaren internationalistischen Perspektiven angeleitet sein werden.

Um dies zu erreichen, muss man sich die politischen Lehren des zwanzigsten Jahrhunderts aneignen - vor allem eine historische Einschätzung der russischen Revolution von 1917.

Die russische Revolution -die durch objektive ökonomische und soziale Bedingungen in der ersten Phase der kapitalistischen Globalisierung von 1870 bis 1914 vorbereitet wurde - war der erste Versuch der Arbeiterklasse, die Gesellschaft auf sozialistischer Grundlage wieder aufzubauen. Ihre Führer um Lenin und Trotzki in der bolschewistischen Partei und die Arbeiter, die zum erstenmal versuchten, den Kapitalismus zu überwinden, wurden von der Auffassung beseelt und angeleitet, dass die Eroberung der politischen Macht in Russland kein Ziel an sich bedeutete, sondern vielmehr einen Schritt in Richtung eines größeren Zieles - der sozialistischen Weltrevolution.

Der erste Versuch der sozialistischen Umgestaltung der Gesellschaft ist gescheitert. Die Revolution blieb isoliert; ihre Einengung erzeugte eine bösartige nationalistische Reaktion, die ihren Siegeszug in Form der stalinistischen Bürokratie unter der Perspektive des "Sozialismus in einem Land" antrat.

In den folgenden Jahren musste die internationale Arbeiterklasse ungeheure Rückschläge hinnehmen. Ihre revolutionäre Führung wurde ermordet, erst durch die Sozialdemokratie, dann durch Stalinismus und Faschismus. Die Degeneration der russischen Revolution und der Mord an ihrer Führung hinterließen in der Arbeiterklasse immense Verwirrung, da im Namen des Marxismus und Kommunismus furchtbare Verbrechen begangen wurden.

Aufgrund des ideologischen und politischen Niedergangs der internationalen Arbeiterbewegung konnten diverse nationalistische Lehren wieder Einfluss gewinnen. Hierzu zählen nicht nur Sozialreformismus und Stalinismus, sondern auch die Lehren des Maoismus und des Guerillakampfes, die sich auf die Bauernschaft und das Kleinbürgertum basierten.

Das Vermächtnis dieser Entwicklung ist die heutige politische Desorientierung der Arbeiterklasse. Doch es reifen auch die objektiven Bedingungen für politische Erziehung und Aufklärung, für eine Rückbesinnung der internationalen Arbeiterklasse und für eine Erneuerung der internationalen sozialistischen Bewegung heran. Folgte die russische Revolution aus der ersten Phase der kapitalistischen Globalisierung, so bereitet die Vertiefung dieses historischen Prozesses in den letzten fünfundzwanzig Jahren unvermeidlich neue revolutionäre Aufstände vor.

Gelegentlich vernimmt man Klagen, die Mühlen der Geschichte mahlten ach so langsam. Unter Ausnutzung dieses Gefühls sucht der kleinbürgerliche Opportunismus immer neue Wege, Abkürzungen und "schnelle Ergebnisse", um den langwierigen Kampf, eine revolutionäre Führung in der Arbeiterklasse aufzubauen, zu umgehen. Aber wenn der historische Prozess auch manchmal langsam erscheint, so ist er doch immer sehr gründlich. All die nationalistischen Programme, die beansprucht hatten, den Massen einen Weg vorwärts zu weisen, sind gescheitert; von ihnen ist "kein Stein auf dem andern geblieben".

Das einzige Programm, das den Test der großen Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts bestanden hat, ist die Perspektive des internationalen Sozialismus, wie sie von Leo Trotzki entwickelt wurde und von der Vierten Internationale unter Führung des Internationalen Komitees vertreten wird. Wir sind zuversichtlich, dass das World Socialist Web Site der Brennpunkt für die Neuorientierung und Reorganisation der internationalen Arbeiterbewegung auf der Grundlage dieses Programms sein wird. Aus diesem Grund begrüßen wir den Beitrag von Professor Chossudovsky; denn er hat eine Diskussion über wichtige politische Fragen angestoßen, die beantwortet werden müssen, um die Herausforderung unserer Zeit anzunehmen.

Erster Teil

Zweiter Teil

Siehe auch:
Politische Grundprinzipien für eine Bewegung gegen den globalen Kapitalismus
( 4. Dezember 1999)