Neunter Vortrag: Der Aufstieg des Faschismus in Deutschland und der Zusammenbruch der Kommunistischen Internationale

Teil 1

Von Peter Schwarz
22. Dezember 2005

Dies ist der erste Teil des Vortrags "Der Aufstieg des Faschismus in Deutschland und der Zusammenbruch der Kommunistischen Internationale" von Peter Schwarz. Schwarz ist Mitglied der internationalen Redaktion der WSWS und hielt seinen Vortrag im Rahmen der Sommerschule der Socialist Equality Party/WSWS, die vom 14. bis 20. August in Ann Arbor, USA stattfand. Wir veröffentlichen den Vortrag als dreiteilige Serie.

Frankfurter Schule und unverstandener Nationalsozialismus

Neben dem Aufstieg und Fall der Sowjetunion ist der Nationalsozialismus eine der großen unverstandenen Fragen des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit "unverstanden" meine ich nicht unbekannt. Im Gegenteil. Die Behandlung des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs stehen weltweit - und vor allem in Deutschland - auf jedem Lehrplan. Unzählige historische Abhandlungen, Bücher und Artikel sind über das Thema verfasst, zahlreiche Aspekte des Dritten Reichs sind detailliert erforscht worden. Aber was die historischen Lehren aus diesen traumatischen Ereignissen betrifft, herrscht nach wie vor die größte Verwirrung.

Hitlers Machtübernahme und die schrecklichen Verbrechen seines Regimes, die in einem Angriffskrieg mit achtzig Millionen Toten und der systematischen Vernichtung von sechs Millionen Juden gipfelten, sind zweifellos die traumatischsten Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts. Dies umso mehr, als Deutschland als eine der führenden, wenn nicht als die führende Kulturnation der Welt galt. Sie hatte Denker wie Kant, Hegel und Marx, Musiker wie Bach, Beethoven und Brahms, Schriftsteller wie Goethe, Heine und Thomas Mann, sowie Wissenschaftler wie Röntgen, Planck und Einstein hervorgebracht, um nur einige zu nennen. Im Jahrzehnt vor Hitlers Machtübernahme war Berlin das europäische Kulturzentrum. Das künstlerische Leben blühte auf allen Gebieten: Musik, Theater, Malerei usw.

Wie konnte eine solche Kulturnation in die schlimmsten Formen der Barbarei zurückfallen? Warum hatte Hitler Erfolg? Warum wurde er nicht aufgehalten? Wer ist verantwortlich?

Sechzig Jahre nach Hitlers Fall hat die offizielle Ideologie keine befriedigende Antwort auf diese Fragen gegeben. Hinweise auf Auschwitz und den Holocaust dienen dazu, alles und jedes zu rechtfertigen, darunter nicht wenige neue historische Verbrechen: Die Unterdrückung des palästinensischen Volkes, den Jugoslawienkrieg und die Bombardierung Belgrads, den Irakkrieg und den Sturz Saddam Husseins, das Verbot von rechten und vor allem linken politischen Parteien in Deutschland.

Charakteristisch für die Konfusion, die über die Bedeutung des Nationalsozialismus herrscht, ist ein Dokument, das in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs verfasst und kurz nach seinem Ende veröffentlicht wurde: "Dialektik der Aufklärung" von Max Horkheimer und Theodor Adorno. Die beiden führenden Vertreter der Frankfurter Schule hatten sich darin die Aufgabe gestellt, eine grundsätzliche Erklärung für den Nationalsozialismus zu liefern. "Was wir uns vorgesetzt hatten, war tatsächlich nicht weniger als die Erkenntnis, warum die Menschheit, anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt," heißt es einleitend.

Diese Schrift sollte einen maßgeblichen Einfluss auf die Interpretation des Nationalsozialismus in Deutschland, aber auch international ausüben. Horkheimer und Adorno, die bald nach Kriegsende aus dem amerikanischen Exil nach Deutschland zurückkehrten und Professuren an der Universität Frankfurt erhielten, wurden von der Regierung damit beauftragt, die Lehrpläne für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus an den deutschen Schulen zu erarbeiten. Später übte die Frankfurter Schule einen starken Einfluss auf die Studentenbewegung von 1968 aus. Man kann die Evolution der Grünen, die sich von den Erben der 68er Bewegung zu einer tragenden Säule des deutschen Staats entwickelt haben, nicht verstehen, ohne sich mit der Ideologie der Frankfurter Schule auseinander zu setzen.

Das erste, was bei der Lektüre der Schrift von Horkheimer und Adorno auffällt, ist das völlige Fehlen von jeglichem Hinweis auf konkrete historische, wirtschaftliche oder politische Ereignisse und auf die Rolle von gesellschaftlichen Klassen, politischen Parteien oder Perspektivfragen. Die Politik der SPD wird ebenso wenig untersucht wie die der KPD. Noch nicht einmal Hitler wird erwähnt. Stattdessen wird alles auf die Ebene des Denkens an sich gehoben, das als eigenständiges Subjekt daher kommt, völlig losgelöst von den denkenden Individuen, dem gesellschaftlichen Bewusstsein, dem Kampf von Klassen und Ideen. Horkheimer und Adorno bezeichnen dies als "Selbstbesinnung [des Denkens] über seine eigene Schuld".

Sie gelangen zum Schluss, dass der Keim für den gesellschaftlichen Rückschritt, der sich im Nationalsozialismus manifestierte, bereits in der Aufklärung beinhaltet war. Zentraler Gegenstand ihrer Arbeit, schreiben sie, sei die "Selbstzerstörung der Aufklärung". Und: "Wir hegen keinen Zweifel [...], dass die Freiheit in der Gesellschaft vom aufklärenden Denken unabtrennbar ist. Jedoch glauben wir, genauso deutlich erkannt zu haben, dass der Begriff eben dieses Denkens, nicht weniger als die konkreten historischen Formen, die Institutionen der Gesellschaft, in die es verflochten ist, schon den Keim zu jenem Rückschritt enthalten, der heute überall sich ereignet."

Ein großer Teil ihrer Argumentation verläuft auf rein philosophischer Ebene und ist in einer nahezu unverständlichen, esoterischen Sprache geschrieben. Sehr eindeutig werden sie aber immer dann, wenn sie auf die Folgen des wirtschaftlichen und industriellen Fortschritts und dessen Auswirkungen auf die Massen eingehen.

Waren Marx und Engels der Auffassung, dass die durch den Kapitalismus entwickelten Produktivkräfte in Konflikt mit den kapitalistischen Produktionsverhältnissen geraten, eine Epoche sozialer Revolution einleiten und die Grundlage für eine höhere, sozialistische Gesellschaftsform bilden, vertreten Horkheimer und Adorno den entgegengesetzten Standpunkt: Der Fortschritt der Produktivkräfte führt zur Verdummung der Massen, zum Niedergang der Kultur und schließlich zum Rückfall der Gesellschaft in die Barbarei.

Sie beklagen die "rätselhafte Bereitschaft der technologisch erzogenen Massen, in den Bann eines jeglichen Despotismus zu geraten" und deren "selbstzerstörerische Affinität zur völkischen Paranoia". [1] Später schreiben sie: "Die Menschheit, deren Geschicklichkeit und Kenntnis mit der Arbeitsteilung sich differenziert, wird zugleich auf anthropologisch primitivere Stufen zurückgezwungen, denn die Dauer der Herrschaft bedingt bei technischer Erleichterung des Daseins die Fixierung der Instinkte durch stärkere Unterdrückung. Die Phantasie verkümmert. [...] Der Fluch des unaufhaltsamen Fortschritts ist die unaufhaltsame Regression."

Und: "Je komplizierter und feiner die gesellschaftliche, ökonomische und wissenschaftliche Apparatur, auf deren Bedienung das Produktionssystem den Leib längst abgestimmt hat, um so verarmter die Erlebnisse, deren er fähig ist. Die Eliminierung der Qualitäten, ihre Umrechnung in Funktionen überträgt sich von der Wissenschaft vermöge der rationalisierten Arbeitsweisen auf die Erfahrungswelt der Völker und ähnelt sich tendenziell wieder der der Lurche an. [...] Die Ohnmacht der Arbeiter ist nicht bloß eine Finte der Herrschenden, sondern die logische Konsequenz der Industriegesellschaft, ..."

Diese Passagen - und es gibt noch viele ähnliche in dem Buch - zeigen sehr deutlich, welche Schlussfolgerungen Horkheimer und Adorno aus der Erfahrung mit dem Nationalsozialismus gezogen haben: Die marxistische Auffassung, dass der wesentliche Impuls für die Veränderung der Gesellschaft aus der dialektischen Wechselwirkung von Produktivkräften und gesellschaftlichen Produktionsverhältnissen kommt, hat sich als falsch erweisen. Das Anwachsen der Produktivkräfte führt im Gegenteil zu einer Verfestigung der kapitalistischen Herrschaft und zum Rückfall der Gesellschaft in die Barbarei.

"Die Beherrschten", erklären sie, "nehmen die Entwicklung, die sie mit jeder dekretierten Steigerung der Lebenshaltung um einen Grad ohnmächtiger macht, als unantastbar notwendige hin. Nachdem man den Lebensunterhalt derer, die zur Bedienung der Maschinen überhaupt noch gebraucht werden, mit einem minimalen Teil der Arbeitszeit verfertigen kann, die den Herren der Gesellschaft zur Verfügung steht, wird jetzt der überflüssige Rest, die ungeheure Masse der Bevölkerung als zusätzliche Garde fürs System gedrillt, um dessen großen Plänen heute und morgen als Material zu dienen. Sie werden durchgefüttert als Armee der Arbeitslosen. Ihre Herabsetzung zu bloßen Objekten des Verwaltungswesens, die jede Sparte des modernen Lebens bis in Sprache und Wahrnehmung präformiert, spiegelt ihnen die objektive Notwendigkeit vor, gegen die sie nichts zu vermögen glauben."

Wo liegt der Ausweg aus dieser gesellschaftlichen Sackgasse?

Im kritischen Denken, antworten Horkheimer und Adorno. "Es ist der Knecht, dem der Herr nicht nach Belieben Einhalt tun kann", schreiben sie. Während sich die "Herrschaft" alles unterwirft, gewinnt das "Denken" einen hohen Grad von Selbstständigkeit: "Das Instrument gewinnt Selbständigkeit: die vermittelnde Instanz des Geistes mildert unabhängig vom Willen der Lenker die Unmittelbarkeit des ökonomischen Unrechts. Die Instrumente der Herrschaft, die alle erfassen sollen, Sprache, Waffen, schließlich Maschinen, müssen sich von allen erfassen lassen. So setzt sich in der Herrschaft das Moment der Rationalität als ein von ihr auch verschiedenes durch. Die Gegenständlichkeit des Mittels, die es universal verfügbar macht, seine ‚Objektivität’ für alle, impliziert bereits die Kritik von Herrschaft, als deren Mittel Denken erwuchs." [2]

Die Frankfurter Schule hat in ihren Entstehungsjahren viele Anleihen beim Marxismus gemacht und wird oft auch heute noch fälschlicherweise als eine Spielart des Marxismus bezeichnet. Die angeführten Passagen aus "Dialektik der Aufklärung" machen deutlich, dass der Gegensatz zwischen dem Marxismus und der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule nicht tiefer sein könnte.

Auch der Marxismus räumt dem kritischen Denken, dem Bewusstsein, einen hohen Stellenwert ein. Die Aufgabe von Marxisten besteht darin, sozialistisches Bewusstsein von außen in die Arbeiterklasse hineinzutragen, wie wir im Vortrag über Lenins "Was tun?" gesehen haben. Aber die Macht dieses sozialistischen Bewussteins ergibt sich daraus, dass es auf einem wissenschaftlichen Verständnis der gesetzmäßigen Entwicklung der Gesellschaft beruht. "Wir nennen unsere Dialektik materialistisch, weil ihre Wurzeln weder im Himmel noch in der Tiefe unseres ‚freien Willens’ liegen, sondern in der objektiven Wirklichkeit," schrieb Trotzki. [3]

Marxisten streben danach, die Praxis der Arbeiterklasse in Übereinstimmung mit den objektiven Tendenzen der gesellschaftlichen Entwicklung zu bringen. Bei der Frankfurter Schule ist es umgekehrt: Hier führt das kritische Denken einen heroischen - und ziemlich aussichtslosen - Kampf gegen die objektiven Entwicklungstendenzen der Gesellschaft. Der wirtschaftliche und technologische Fortschritt, die zunehmende Arbeitsteilung zwingen die Menschheit "auf anthropologisch primitivere Stufen" zurück, gleichen ihre Erfahrungswelt "tendenziell wieder der der Lurche an" und führen zu einer "unaufhaltsamen Regression". Das kritische Denken kann sich dieser Entwicklung nur entgegenstemmen, indem es sich von den objektiven Entwicklungstendenzen der Gesellschaft abkoppelt und dieser als selbständiges Objekt entgegentritt.

Man könnte leicht einen oder mehrere Vorträge darauf verwenden, die politischen Implikationen dieser Auffassung nachzuvollziehen. Das hoffnungslose Unterfangen, sich einer feindlichen gesellschaftlichen Realität allein mit der Waffe des kritischen Gedankens entgegenzustellen, erinnert an Don Quichottes berühmten Kampf gegen Windmühlen. Es führt zu jener pessimistischen Grundstimmung, die die Frankfurter Schule und ihre Ableger wie ein roter Faden durchzieht. Der Kulturpessimismus des durch den Nationalsozialismus traumatisierten Bildungsbürgers paart sich hier mit einem tief sitzenden Misstrauen gegen jede Art von Massenbewegung. Besonders deutlich tritt dies in den Schriften Horkheimers und Adornos über die Massenkultur zutage: Kulturelle Neuerungen wie Film oder Jazz-Musik erfüllen sie mit hellem Entsetzen.

Auf die Studentenprotestbewegung von 1968 übten die Schriften der Frankfurter Schule eine große Anziehungskraft aus. Die 68er Generation, die kurz vor oder nach Kriegsende zur Welt gekommen war, bemühte sich intensiv um eine Antwort auf die Frage nach den Ursachen des Faschismus, die in den zwei Nachkriegsjahrzehnten unterdrückt worden war. Sie war entsetzt über die Verbrechen, welche die Generation ihrer Väter begangen hatte. Das war eine der treibenden Kräfte der Protestbewegung in Deutschland, die ihr eine stark ausgeprägte antikapitalistische Stoßrichtung verlieh. Aber die Antworten der Frankfurter Schule führten in eine Sackgasse.

Die Frankfurter Schule kritisierte bestimmte Erscheinungsformen der bürgerlichen Gesellschaft scharf und geistreich. Aber sie war nicht in der Lage, die Widersprüche im kapitalistischen Fundament der Gesellschaft aufzudecken, die die Voraussetzungen für ihren Sturz und ihre Überwindung schufen. Die Arbeiterklasse wurde nicht als potentiell revolutionäres Subjekt, sondern als völlig angepasste, vom Konsumterror beherrschte Masse gesehen. Nach anfänglichem Protest, der im extremsten Fall bis zum individuellen Terrorismus reichte, floss die 68er Bewegung schließlich in das Bett der bürgerlichen Ordnung zurück, um schließlich dreißig Jahre später - mit dem Eintritt der Grünen in die Bundesregierung - die politische Verantwortung für sie zu übernehmen.

Man kann in der Programmatik und der Entwicklung der Grünen unschwer viele Themen wieder erkennen, die Horkheimer und Adorno in ihrer Schrift von 1944 anklingen ließen: Skepsis gegenüber technologischem und wissenschaftlichem Fortschritt, Misstrauen gegenüber den Massen, und vieles mehr. Der kritische Geist fand nach jahrzehntelangem Herumirren schließlich sein Zuhause im deutschen Staatsapparat. Die Grünen, lange Zeit Kritiker staatlicher Repression und pazifistische Gegner des Militarismus, verherrlichen jetzt den staatlichen Unterdrückungsapparat als Garant der Demokratie und die deutsche Armee als Wahrerin des internationalen Friedens und der Zivilisation. Doch das ist nicht Thema unseres heutigen Vortrags.

Eine Erwiderung auf Horkheimer und Adorno kann nicht bei allgemeinen theoretischen Überlegungen stehen bleiben. Sie muss vor allem das historische Ereignis analysieren, auf das sie sich beziehen: den Aufstieg des Nationalsozialismus. In dieser Hinsicht sind die Schriften von Leo Trotzki bis heute unübertroffen. Nichts zeigt deutlicher den abgrundtiefen Unterschied, der die Kritische Theorie der Frankfurter Schule vom Marxismus und historischen Materialismus trennt, als ein Vergleich von Trotzkis Analyse des Nationalsozialismus mit derjenigen von Horkheimer und Adorno.

Die Kritische Theorie läuft trotz ihres Namens auf eine platte Apologie heraus. Sie erklärt, weshalb es so kommen musste und nicht anders kommen konnte. Sie führt das "Versinken der Menschheit in eine neue Art Barbarei" auf allgemeine Mängel des aufgeklärten Denkens, auf eine Art Ursünde der Aufklärung zurück. Sie leitet die "Affinität der Massen (im allgemeinen) zur völkischen Paranoia" aus der Arbeitsteilung (im allgemeinen) und dem technischen Fortschritt (im allgemeinen) ab. Trotz der komplizierten Argumentation und den dialektisch anmutenden Redewendungen bleibt die Analyse oberflächlich, spekulativ, idealistisch, metaphysisch, im schlechten Sinne abstrakt - und zutiefst verlogen.

Ganz anders Trotzki. Ihm sind die platten Allgemeinheiten eines Horkheimer und Adorno vollkommen fremd. Er sucht die Ursachen für den Nationalsozialismus nicht in einem Fehler des aufgeklärten Denkens, im technischen Fortschritt oder im Kapitalismus im allgemeinen, sondern in den Widersprüchen eines bestimmten Kapitalismus unter bestimmten historischen Umständen - in der Ausweglosigkeit des deutschen Kapitalismus unter den Bedingungen des imperialistischen Niedergangs. Er spekuliert nicht über die Massen an sich, sondern untersucht sorgfältig die widersprüchliche Lage der verschiedenen Klassen, deren politische Entwicklung keineswegs unabänderlich vorherbestimmt war. Und er befasst sich vor allem intensiv mit der Rolle der politischen Parteien und ihrer Führer.

Trotzki verfasste seine zahlreichen Artikel und Broschüren zu Deutschland im Feuer der Ereignisse. Die in den siebziger Jahren erschienene deutsche Ausgabe seiner Schriften zum Nationalsozialismus enthält 76 Artikel, die zwischen 1929 und 1940 entstanden sind - die überwiegende Mehrheit in den Jahren 1932 und 33. Trotzki verfolgte das Ziel, den Kurs der Kommunistischen Partei zu ändern. Diese hätte mit einer korrekten Politik den Aufstieg des Nationalsozialismus aufhalten und Hitlers Sieg verhindern können.

Quellen:

[1] Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Dialektik der Aufklärung, Frankfurt 1988, alle bisherigen Zitate S. 1-3

[2] ebd., alle bisherigen Zitate S. 42-45. Hervorhebungen hinzugefügt.

[3] Leo Trotzki, Verteidigung des Marxismus, Berlin 1973, S. 79

Siehe auch:
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