Blackwater-Söldner leiten Angriff der Kiewer Regierung in Ostukraine

Von Alex Lantier
14. Mai 2014

Laut Berichten in den deutschen Medien leiten hunderte amerikanischer Söldner die Unterdrückung prorussischer Demonstranten in der Ostukraine, bei denen das Nato-Marionettenregime in Kiew systematisch faschistische Schlägerbanden einsetzt.

Der Arbeitgeber der Söldner ist die früher als Blackwater bekannte Militärfirma, die von dem ehemaligen US Navy-SEAL Erik Prince gegründet wurde. Die Firma wurde 2009 erst in Xe umbenannt und 2011 in Academi, um den schlechten Ruf abzustreifen, den sie sich im Irakkrieg erworben hatte. Damals verübte Blackwater im besetzten Irak Massaker an der Zivilbevölkerung.

Heute leiten sie die Angriffe in der Ostukraine, denen hunderte Menschen zum Opfer fallen. Dabei koordinieren sie die faschistische Miliz Rechter Sektor, die Nationalgarde des Kiewer Regimes und mehrere Gruppen rechter Fußballhooligans.

Diese Information wurde dem Bundeskanzleramt und anderen hohen deutschen Regierungsstellen am 29. April mitgeteilt. Der Bundesnachrichtendienst meldete, dass 400 Blackwater-Mitarbeiter die Kiewer Sicherheitskräfte in der Ostukraine unterstützen, unter anderem in Slawjansk. Der Spiegel schrieb: "Die Informationen sollen vom US-Geheimdienst stammen und seien während der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage, einer regelmäßigen Besprechung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), vorgetragen worden. An dem Treffen hätten auch die Präsidenten der Nachrichtendienste und des Bundeskriminalamts, der Geheimdienstkoordinator des Kanzleramts und hochrangige Ministeriumsbeamte teilgenommen."

Der BND informierte offensichtlich nicht darüber, wer die Blackwater-Söldner angeheuert hatte, die jetzt in der Ukraine kämpfen. Allerdings arbeiten sie zweifellos eng mit den amerikanischen Geheimdiensten zusammen. Prince selbst hatte letztes Jahr erklärt, nach dem Einmarsch im Irak sei seine Firma praktisch ein "verlängerter Arm der CIA" geworden.

Die Berichte der deutschen Regierung bestätigen die Vorwürfe des russischen Außenministeriums vom letzten Monat, laut denen hunderte von Söldnern von Greystone, einer Tochtergesellschaft von Academi, die Kämpfer des Rechten Sektors und andere regierungstreue Kräfte in der Ukraine anführten.

Das russische Außenministerium warnte, die Anwesenheit amerikanischer Söldner und ihre aktive Tätigkeit könnten einen Bürgerkrieg auslösen. Es behauptete außerdem, am 2. Mai seien englischsprachige Kämpfer gesehen worden, die den faschistischen Schlägern und Fußballhooligans Anweisungen gaben, ehe diese in Odessa ein Massaker an Dutzenden von regierungsfeindlichen Demonstranten anrichteten.

Bezeichnenderweise blenden die amerikanischen Medien sowohl die deutschen als auch die russischen Berichte über die Beteiligung von Blackwater in der Ukraine völlig aus.

Die Berichte stammen von Quellen aus der deutschen Regierung, doch Academi versuchte, sie in einer Pressemitteilung auf seiner Webseite als "Gerüchte" abzutun, die von "einigen verantwortungslosen Bloggern und Online-Reportern" in die Welt gesetzt worden seien.

"Solche unbegründeten Aussagen, in Verbindung mit fehlenden Tatsachenberichten, die sie untermauern könnten, und ohne Zusammenhang mit unserm Unternehmen, sind nichts weiter als sensationslustige Versuche, in echten Krisenzeiten eine Hysterie zu verbreiten und Schlagzeilen zu machen", schreibt das Unternehmen.

Absurderweise behauptet Academi sogar, es habe "nichts mit einem Unternehmen namens Blackwater zu tun oder mit dem ehemaligem Eigentümer von Blackwater, Erik Prince". Weiter heißt es: "Erik Prince hat das Unternehmen (das er in 'Xe' umbenannt hatte) 2010 verkauft und besitzt weiterhin die Rechte an dem Namen Blackwater."

Academis Behauptung, die Berichte führender Medien und staatlicher Behörden in Deutschland und Russland seien unbegründete Gerüchte, ist so absurd wie die Behauptung, sie habe nichts mit Blackwater zu tun.

Das vielsagende Schweigen der amerikanischen Medien über die Rolle von Academi – sie berichten nicht einmal über das Dementi der deutschen Berichte durch die Firma – ist der deutlichste Beweis, dass Academi tatsächlich in der Ukraine aktiv ist. Seine Rolle in der Ukraine beweist, dass die Kiewer Regierung ein rechtsextremes, neokoloniales Regime ist, das dazu bereit ist, die brutalsten und blutigsten Methoden anzuwenden, um den Widerstand der Bevölkerung zu unterdrücken.