Europawahl 2014: Das Ergebnis der SEP und der PSG

Von Peter Schwarz
29. Mai 2014

Die Partei für Soziale Gleichheit (PSG) hat bei der Wahl zum Europäischen Parlament bundesweit 9.852 Stimmen erhalten, die Socialist Equality Party in der Region Nordwest Großbritanniens 5.067 Stimmen.

Während sich das Ergebnis der PSG etwa auf der Höhe der letzten Europawahl bewegt (9.646 Stimmen), ist vor allem das Ergebnis der SEP bemerkenswert, die zum ersten Mal in dieser Region zur Europawahl antrat. Bei einer Wahlbeteiligung von 33,5 Prozent erhielt sie 0,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die SEP lag nur 335 Stimmen hinter dem pseudolinken nationalistischen Bündnis No2EU (Nein zur Europäischen Union), das im ganzen Land von der Transportarbeitergewerkschaft RMT, der Socialist Party und der Communist Party of Britain unterstützt wurde und Zugang zu deren beträchtlichen finanziellen Mitteln hatte. In den beiden größten Städten der Region, Liverpool und Manchester, erhielt die SEP deutlich mehr Stimmen als No2EU, in Manchester mit 658 Stimmen nahezu doppelt so viele.

Die SEP konnte aus finanziellen Gründen nur Postwurfsendungen in vier Wahlbezirken verschicken, in denen etwa 4,3 Prozent der Wähler leben. Sie erhielt von Arbeitern und Jugendlichen viel Unterstützung und hätte wohl ein deutlich höheres Ergebnis erzielt, hätte sie alle 5,26 Millionen Wahlberechtigten der Region anschreiben können.

Die PSG machte ihr Programm einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Sie verteilte 35.000 Wahlaufrufe, hängte über 3.000 Plakate auf und führte rund zwei Dutzend Wahlveranstaltungen und Kundgebungen durch. Der Schwerpunkt des Wahlkampfs lag in Berlin.

Bemerkenswert war auch die Resonanz des Online-Wahlkampfs. Der Wahlspot der PSG verzeichnete auf Youtube 17.000 Hits und auch andere Wahlvideos wurden mehrere Tausend Mal angeschaut.