Humboldt-Universität: Studierendenparlament verabschiedet Resolution zur Verteidigung der Meinungsfreiheit

Von unseren Korrespondenten
12. Juni 2015

Am Donnerstagabend hat das Studierendenparlament der Berliner Humboldt-Universität eine wichtige Resolution verabschiedet. Sie missbilligt die Einschränkung demokratischer Rechte an der Universität und verteidigt das Recht von Studierenden, ihre Professoren zu kritisieren. Namentlich genannt werden der Politikwissenschaftler Herfried Münkler und der Historiker Jörg Baberowski, die mit Unterstützung der Universitätsleitung versuchen, Kritik an ihren wissenschaftlichen und politischen Auffassungen zu unterdrücken.

Verabschiedet wurde ein Änderungsantrag zur Resolution der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) zur Verteidigung der Meinungsfreiheit an der HU. Der nach einer intensiven Debatte verabschiedete Antragstext, „fordert dazu auf, sich politisch zu äußern, Herrschaft zu hinterfragen und vor allem in Bezug auf die Lehrinhalte an einer Universität Tendenzen der Verharmlosung der menschenverachtenden deutschen Geschichte entgegenzutreten.“

Die Resolution wurde mit großer Mehrheit angenommen. Ein ausführlicher Bericht über die Debatte im Parlament und ihre politische Bedeutung folgt morgen.

Das im Mehring-Verlag erschienene Buch "Wissenschaft oder Kriegspropaganda?" dokumentiert den Kampf der IYSSE und der Sozialistischen Gleichheitspartei (SGP) gegen die Wiederkehr des deutschen Militarismus in den vergangenen zwei Jahren.

Wer nicht bereit ist, die Wiederbelebung des deutschen Militarismus und die Verwandlung der Universitäten in staatlich gelenkte Kaderschmieden für rechte und militaristische Ideologien hinzunehmen, muss dieses Buch lesen. 

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