„Wir kämpfen immer noch um dieselben Dinge, für die schon vor 100 Jahren gekämpft wurde“

Teilnehmer aus der ganzen Welt registrieren sich für die Vorträge zum Jahrestag der Russischen Revolution

10. März 2017

Interessenten aus mehr als 50 Ländern habe sich registriert, um an den Online-Vorträgen des Internationalen Komitees der Vierten Internationale teilzunehmen, mit denen der Jahrestag der Russischen Revolution begangen wird.

Das Interesse an den Vorträgen ist sehr groß. Arbeiter, Studenten, Rentner u.a. registrieren sich über die World Socialist Web Site, in den sozialen Medien und bei Kampagnen der Unterstützer der Socialist Equality Party (SEP) und der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) an Universitäten und Betrieben. Auf allen Kontinenten der Erde, mit Ausnahme der Antarktis, haben sich Teilnehmer registriert.

65.000-mal wurde das Video-Interview mit dem Vorsitzenden der internationalen Redaktion der World Socialist Web Site, David North, auf Facebook angesehen. Ein kürzerer Clip wurde 35.000-mal aufgerufen. North wird den ersten Vortrag der Serie zum Thema „Warum die Russische Revolution studieren?“ diesen Samstag um 23:00 Uhr halten.

M. aus Turkmenistan schrieb, nachdem er sich auf der WSWS registriert hatte: „Ich möchte etwas über das Ereignis erfahren, das die Welt im 20. Jahrhundert geprägt hat.“ Bakhytzhan aus Kasachstan schrieb: „Die Revolution im Russischen Zarenreich hat rund um die Welt alles verändert. Sie war ein wirklich historisches Ereignis.“

Rigel aus Mexiko schrieb: „Ich möchte die Russische Revolution aus der Sicht Trotzkis verstehen. In meinem Land ist der Marxismus zu sehr durch stalinistische und castristische Theorien verfälscht.“

Iwan aus den Niederlanden schrieb, dass er sich registriert hat, weil es notwendig ist, „aus der Vergangenheit zu lernen, um auf die nächste revolutionäre Situation besser vorbereitet zu sein“.

Rashard aus Flint, Michigan, in den USA, erklärte: „Ich nehme an den Vorträgen teil, um die Bedeutung dieser Bewegung besser zu verstehen. Wie sie mit dem zusammenhängt, was heute passiert. Und schließlich, was die Arbeiterklasse tut, um eine weitere Revolution von dieser Bedeutung überall auf der Welt in Gang zu setzen.“

Ein Teilnehmer aus der Türkei schrieb: „Ich bin ein trotzkistischer Metallarbeiter, der für den Aufbau einer türkischen Sektion des IKVI kämpft. Wir müssen neue Oktoberrevolutionen vorbereiten.“

Ein Team der IYSSE sprach an der Universität von San Diego mit Studenten über die Russische Revolution und die politische Situation in den Vereinigten Staaten (siehe Video). Am Wochenende sprach ein Team der Socialist Equality Party mit Arbeitern des Fiat-Chrysler-Jefferson-North-Assembly-Werks in Detroit, Michigan. Das Team verteilte die neueste Ausgabe des WSWS Autoworkers Newsletter und ein Flugblatt, mit dem die Vortragsreihe zur Russischen Revolution bekanntgemacht wird.

Studenten der Universität von San Diego sprechen über die Russische Revolution

Bob, ein Schichtarbeiter in diesem Werk, erklärte, er sei an der Russischen Revolution interessiert, und er sehe, dass sich Elemente derselben Bedingungen, die damals zur Revolution geführt haben, in der heutigen Welt entwickeln.

„Die Lage heute ist ernst. Meine Kollegen und ich sprechen die ganze Zeit in der Fabrik darüber. Sie bauen das Militär immer weiter aus und reden darüber, die Wehrpflicht wieder einzuführen. Da entwickelt sich etwas.

Ich denke, wir können schneller im Kriegsrecht landen, als wir uns vorstellen. Es könnte durch Unruhen, eine Naturkatastrophe oder irgendeinen anderen Vorwand ausgelöst werden. Sie könnten es inszenieren oder ganz natürlich passieren lassen.“

Ein pensionierter Arbeiter des Delta-GM-Werks in Lansing, Michigan, erklärte nach einer Diskussion über die Ursprünge der Russischen Revolution: „Das zeigt doch, wie wenig sich verändert hat. Die damalige Dynamik ist der heutigen sehr ähnlich.“

Er fügte hinzu: „Trump wird die Polizei verstärken. Es wird noch viel mehr Unterdrückung und Morde geben. Den Menschen wird klarer, dass wir in einer Plutokratie leben. Wir kämpfen immer noch um dieselben Dinge, für die schon vor 100 Jahren gekämpft wurde. Einige der besten Köpfe waren Kommunisten, Marx und Trotzki. Darüber habe ich in der Schule nichts gelernt. Man muss den Menschen die Augen öffnen.“

Chris aus Los Angeles schrieb, nachdem er sich bei einem Unterstützer der SEP registriert hatte: „Die Welt von 2017 ist vielleicht technisch weiter entwickelt als die von 1917, aber gesellschaftlich ist sie der aus den 1890er-Jahren sehr ähnlich. Das Kapital beutet die Arbeiter in wirklich globalem Maßstab aus. Die Zeit ist reif für eine wirklich revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft wie in der Russischen Revolution.“