IYSSE-Sprecher reicht Dienstaufsichtsbeschwerde gegen rechtsradikalen Professor Baberowski ein

Von Sven Wurm
8. Februar 2020

Mit dem folgenden Brief an die Leitung der Humboldt-Universität reichte Sven Wurm, der Sprecher der Hochschulgruppe der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE) an der HU, am Mittwoch eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Professor Jörg Baberowski wegen seines tätlichen Angriffs auf ihn ein. Baberowski hatte Wahlplakate der IYSSE zu den StuPa-Wahlen abgerissen und Wurm dann angegriffen, weil dieser die Tat dokumentiert hatte. Ein Video der Tat kann hier abgerufen werden.

Sehr geehrte Frau Kunst,

sehr geehrter Herr Kronthaler,

sehr geehrter Herr Keller,

als Abgeordneter des Studierendenparlaments und Student der Geschichte an der Humboldt-Universität möchte ich Sie darüber informieren, dass mich Prof. Jörg Baberowski am vergangenen Donnerstag tätlich angegriffen und die Plakate der IYSSE zu den diesjährigen StuPa-Wahlen abgerissen und vernichtet hat. Ich reiche deshalb hiermit eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Prof. Baberowski ein.

Der Vorfall ist auf Video aufgezeichnet. Auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie Baberowski in das Treppenhaus eines Seitenflügels des HU-Hauptgebäudes tritt und schon zahlreiche zerstörte Plakate der IYSSE in seinen Händen hält. Er geht zu einem schwarzen Brett, an dem Studierende Plakate und Bekanntmachungen aufhängen, und reißt von dort sechs weitere Wahlplakate der IYSSE ab.

Als ich Baberowski daraufhin filmte und fragte, weshalb er die Plakate abreißt, wurde der Professor gewalttätig. „Sie filmen mich nicht“, schrie er mich an. Dann hat mich Baberowski angegriffen und mein Telefon aus der Hand geschlagen.

Ein Kommilitone stellte sich zwischen mich und Baberowski und versuchte, den Professor zu beruhigen. „Soll ich dir was in die Fresse hauen?“, drohte Baberowski daraufhin mit erhobener Faust. Ich bat Baberowski, die Angriffe zu unterlassen, worauf Baberowski entgegnete: „Sie verschwinden jetzt, aber ganz schnell. Noch einen Schritt weiter, Freundchen!“ Anschließend verließ Baberowski rasch den Tatort. All das ist auf einem Video festgehalten (siehe https://youtu.be/QptQWEsR5Hk).

Professor Baberowski griff mich körperlich an, um zu verhindern, dass eine Videoaufnahme seiner groben Verletzung des demokratischen Rechts der Studierenden auf politische Aktivitäten an der Universität gemacht wird.

Baberowskis Vandalismus, seine vulgären Drohungen und sein tätlicher Angriff stellen eine ernste Behinderung des Wahlkampfs der IYSSE zur Wahl des Studierendenparlaments dar. Unsere Plakate werden seit langem systematisch abgerissen und unsere Arbeit behindert. Nun zeigt sich, dass mit Baberowski ein Mitarbeiter der Universität direkt daran beteiligt ist.

Baberowskis Vorgehen ist nicht nur ein Angriff auf die demokratischen Grundrechte der Studierenden und die Autonomie der studentischen Selbstverwaltung, es ist auch in mehrfacher Hinsicht kriminell. Neben der Sachbeschädigung versucht er durch Körperverletzung und Nötigung die Studierenden daran zu hindern, Werbung für ihre Liste bei den StuPa-Wahlen zu machen.

Baberowskis gewalttätige Handlungen können nicht toleriert, geschweige denn von der Universität gerechtfertigt werden. Er muss für seinen gewalttätigen Angriff zur Rechenschaft gezogen werden.

Studierende haben das Recht, ihre Wahlen abzuhalten und politisch zu diskutieren, ohne von Universitätsmitarbeitern bedroht und geschlagen zu werden. Die Universität ist verpflichtet, den Studierenden ein sicheres Umfeld ohne Einschüchterung und Gewalt zu bieten. Ich fordere Sie deshalb auf, Disziplinarmaßnahmen gegen Professor Baberowski einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Wurm