Neunzig Jahre Russische Revolution: Die Aussichten des Sozialismus im 21. Jahrhundert

Teil 3

Von Nick Beams
5. Dezember 2007

Im Folgenden veröffentlichen wir den dritten und letzten Teil eines Vortrags von Nick Beams. Beams ist der Vorsitzende der Socialist Equality Party in Australien und hielt den Vortrag im Rahmen von Wahlveranstaltungen der Partei in Sydney, Perth und Melbourne (18.-21.November 2007). Teil 1 und 2 sind bereits am 1. und 4. Dezember erschienen.

Die Februarrevolution 1917 in Russland begann damit, dass Frauen gegen den Brotmangel protestierten. Ihr Kampf sprang rasch auf andere Teile der Arbeiterklasse über. Der Zar rief die Truppen auf den Plan, die er schon in den stürmischen Ereignissen von 1905 zum Schutz der Hauptstadt eingesetzt hatte. Doch als diese sich weigerten, auf Demonstranten zu schießen, und stattdessen zu diesen überliefen, war das Schicksal der zaristischen Autokratie besiegelt.

In der Februarrevolution erblickte eine neue Ordnung das Licht der Welt. Aber es waren Zwillinge, die da geboren wurden. Es entstanden gleich zwei Machtzentren: Zum einen die provisorische Regierung, in der die Vertreter der Bourgeoisie und der Bauernschaft saßen, und zum andern die Sowjets oder Arbeiterräte, die es schon in der Revolution von 1905 gegeben hatte und die in den Februartagen rasch wieder auflebten. Die erste Reaktion aller sozialistischen Parteien, einschließlich der Bolschewiki, bestand darin, die provisorische Regierung bedingt zu unterstützen.

Als Lenin jedoch Anfang April nach Russland zurückkehrte, ließ er eine politische Bombe platzen: Er bestand darauf, dass die bolschewistische Partei eine Wende vollziehen und die Arbeiterklasse zur Machteroberung führen solle. Aber innerhalb der Parteiführung gab es erheblichen Widerstand gegen Lenins Haltung. Auch wenn Lenin dies nicht ausdrücklich erklärte, hatte er doch offensichtlich Trotzkis Perspektive übernommen.

Was hatte diese Veränderung bewirkt? Die Februarrevolution zeigte, dass die Bauernschaft nicht in der Lage war, eine unabhängige Rolle zu spielen. Die "demokratische Diktatur des Proletariats und der Bauernschaft" hatte in der Form der provisorischen Regierung Gestalt angenommen, in der die bürgerlichen Parteien mit Unterstützung der Bauernparteien regierten.

Die Regierung hatte am Anfang die Unterstützung der Massen und der Sowjets genossen, in denen die Bolschewiki bis dahin nur eine kleine Minderheit darstellten.

Aber die provisorische Regierung konnte die Forderungen der Massen nicht erfüllen. Sie konnte den Krieg nicht beenden, weil die russische Bourgeoisie über tausend Kanäle mit den imperialistischen Westmächten verbunden war - und, mehr noch, weil sie ihre eigenen Eroberungspläne hegte. Sie konnte die Bauernrebellionen gegen die Großgrundbesitzer nicht gutheißen, weil die Bourgeoisie enge Beziehungen zu dieser Klasse aufrechterhielt und weil sie befürchtete, dass die Abschaffung des Großgrundbesitzes jede Form von Eigentum in Frage stellen würde. Und sie konnte die nationale Unterdrückung nicht abschaffen, die das zaristische Russland kennzeichnete.

Kurz, die provisorische Regierung war durch eine Bewegung an die Macht gespült worden, die sie nicht vorbereitet hatte, die sie nicht wünschte und deren Forderungen sie nicht erfüllen konnte. Hierin liegen die objektiven Gründe für die zweite Revolution, die Oktoberrevolution.

Die Monate von Februar bis Oktober waren durch eine ständige Linksentwicklung gekennzeichnet. Diese beschleunigte sich noch durch einen Putschversuch von General Kornilow im August (September), der ans Licht brachte, dass die provisorische Regierung mit der Konterrevolution unter einer Decke steckte. Je stärker sich die Parteien durch ihre Unterstützung für die provisorische Regierung in den Augen der Arbeiterklasse diskreditierten, desto mehr wuchs die Unterstützung für die Bolschewiki.

Aber die innerrussische Situation war nicht der einzige Faktor, der zum Aufstand vom 25. Oktober führte. Als Lenin die Machteroberung forderte, ließ er sich von der internationalen Situation leiten. Die Russische Revolution war keine russische Frage sondern der Auftakt zur Weltrevolution. Es war notwendig, in Russland die Macht zu erobern, um der internationalen Arbeiterklasse einen Ausweg aus der Kriegsbarbarei und der Sackgasse zu zeigen, in die sie durch den Verrat ihrer alten Führer geraten war.

Der Aufstand legte die Macht in die Hände der Sowjets. Von den bürgerlichen Parteien wurde er von Beginn an ebenso bekämpft wie von den Menschewiki, die zur wichtigsten Stütze der bürgerlichen Herrschaft geworden waren. Zu den Gegnern der Oktoberrevolution zählten darüber hinaus auch die so genannten gemäßigten Sozialisten und der rechte Flügel der Sozialrevolutionären Partei, die sich auf die Bauern stützte. Ihnen zufolge waren die Bolschewiki Anarchisten und Putschisten und die Machteroberung unrechtmäßig.

Sobald die provisorische Regierung gestürzt war, richtete sich das Augenmerk all dieser Kräfte auf die Konstituierende Versammlung, die im Januar 1918 einberufen werden sollte. Die Einberufung dieses Gremiums war schon lange eine Forderung der sozialistischen und demokratischen Bewegung gewesen. Aber die Ereignisse hatten sie überholt. Keine der Parteien, die auf eine Regierungsbildung durch die Konstituierende Versammlung bestanden, erkannte die Rechtmäßigkeit der Revolution an und wollte die politische Macht in den Händen der Sowjets lassen.

Aus diesem Grund wurde die Konstituierende Versammlung zwangsläufig zum Sammelpunkt aller konterrevolutionären Organisationen. Sie hatte sich überlebt und musste von der Bühne abtreten. Wie ein führender Sozialrevolutionär später bemerkte, war ihr Ableben "eine Folge der Gleichgültigkeit, mit der die Bevölkerung auf unsere Auflösung reagierte".

Wir können an dieser Stelle nicht die ganze Geschichte untersuchen, wie der erste Arbeiterstaat degenerierte und die stalinistische Bürokratie aufstieg. Wir werden uns daher auf die allerwichtigsten Punkte beschränken.

Die Degeneration ergab sich nicht unausweichlich aus dem Marxismus oder Bolschewismus, geschweige denn aus der Auflösung der Konstituierenden Versammlung. Die Degeneration entsprang der Isolation der Revolution. Lenin und Trotzki gingen davon aus, dass die Macht nur gehalten werden konnte, wenn die Revolution sich auf Westeuropa ausdehnte. Tatsächlich breitete sich die Revolution nicht aus, was vor allem auf den Verrat der sozialdemokratischen Arbeiterführer zurückging. Aber die Revolution wurde auch nicht gestürzt.

Die Isolation hatte jedoch schreckliche Auswirkungen. Sie war in erster Linie verantwortlich dafür, dass der Arbeiterstaat degenerierte und die politische Macht an das Krebsgeschwür der Bürokratie unter Stalins Führung überging. Dieser Apparat organisierte die Ermordung aller Bolschewiki, die die Revolution angeführt hatten, und den Mord an Leo Trotzki im Jahr 1940. Die Stalinisten waren wesentlich verantwortlich für die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung, 1991 gaben sie die Macht der Bourgeoisie zurück und führten den Kapitalismus wieder ein.

Die Aussichten des Sozialismus

Wie schätzen wir die Aussichten des Sozialismus im 21. Jahrhundert ein? Ist die Russische Revolution zur bloßen Geschichte geworden, muss sie einfach als interessante Erfahrung gewertet werden, die jedoch keine wichtigen Lehren für heute beinhaltet? Um eine Antwort hierauf zu erhalten, müssen wir die geschichtliche Entwicklung selbst betrachten.

Der Erste Weltkrieg und die Russische Revolution waren, wie wir heute im Rückblick erkennen können, das Ergebnis einer frühen Phase in der kapitalistischen Globalisierung. Die gewaltige Wirtschaftsentwicklung, die in der Zeit von 1871 bis 1914 die Welt umgestaltete, trieb alle Widersprüche der kapitalistischen Produktionsweise auf die Spitze.

Vor neunzig Jahren ließen sich die Bolschewiki von der Perspektive der sozialistischen Weltrevolution anleiten. Aber der erste Versuch, diese Revolution auszulösen, scheiterte und die Menschheit zahlte einen fürchterlichen Preis dafür. In den darauf folgenden drei Jahrzehnten erlebte sie die Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Faschismus, den unaussprechlichen Schrecken des Holocausts und zig Millionen Opfer in einem Krieg, der schließlich mit dem Einsatz der Atombombe endete.

Darauf folgte eine Zeit relativer Stabilität und sogar eine Aufschwungsperiode des Kapitalismus, während der eine neue Wirtschaftsexpansion scheinbar die Probleme aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts überwand. Doch Ende der 1960er Jahre erreichte der Nachkriegsboom sein Ende, und zahlreiche Kämpfe der Arbeiterklasse brachen rund um die Welt aus, die das Potential der Revolution in sich trugen: Dies begann mit dem Generalstreik im Mai/Juni 1968 in Frankreich, reichte über den heißen Herbst in Italien und den Sturz der Tory-Regierung von Edward Heath in Großbritannien 1973/74 bis hin zum Zusammenbruch des Salazar-Regimes in Portugal 1975. Aber wegen ihrer verräterischen Führung konnte die Arbeiterklasse in keiner einzigen dieser Auseinandersetzungen den Kampf um die politische Macht aufnehmen.

Die Bourgeoisie nutzte zuerst diese Verrätereien, um ihre Position zu festigen, und ging dann zur Gegenoffensive gegen die Arbeiterklasse über. Diese begann in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre und hält bis heute an. In den vergangenen dreißig Jahren hat die Arbeiterklasse eine Reihe von Niederlagen und Rückschlägen erlitten. Es scheint, als beständen nur geringe oder gar keinerlei Aussichten auf Sozialismus.

Dreißig Jahre sind im Leben eines Menschen eine ziemlich lange Zeit. Wer zur älteren Generation gehört, hat den Eindruck, die Hoffnungen seiner Jugend hätten sich zerschlagen, und für die Jüngeren sieht es so aus, als hätte es zumindest in der unmittelbaren Vergangenheit nichts gegeben, auf das sie ihren Wunsch nach Veränderung stützten könnten.

Drei Jahrzehnte können sehr lange scheinen. Aber nach dem Maßstab der Geschichte und angesichts der enormen Veränderungen in der Wirtschaftsentwicklung wie auch in den gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnissen sind sie nur ein kurzes Zwischenspiel.

Und was für Veränderungen haben sich ergeben! In der jüngsten Zeit hat sich die Struktur des Weltkapitalismus selbst gewandelt. Wir haben die zweite Phase der kapitalistischen Globalisierung erlebt, in der die ganze Welt zur unteilbaren Wirtschaftseinheit geworden ist, in der jeder Teil mit jedem anderen untrennbar zusammenhängt.

Was folgt daraus für die Aussichten des Sozialismus? Wenden wir uns wieder dem ABC der marxistischen Politik zu.

Unsere Perspektive gründet sich auf die Auffassung, dass die objektiven Voraussetzungen für Sozialismus in den Widersprüchen des kapitalistischen Systems zu finden sind. An einem bestimmten Punkt führen diese Widersprüche zum Zusammenbruch der kapitalistischen Ordnung und einer historischen Krise der kapitalistischen Herrschaft.

Wo stehen wir heute? Die Antwort ist klar: Die als Globalisierung bekannte ökonomische Entwicklung hat den Widerspruch zwischen der Weltwirtschaft und dem Nationalstaatensystem auf die Spitze getrieben. Anders ausgedrückt und um eine Bezug auf zum Marx-Zitat oben herzustellen: Die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft sind mit den bestehenden Produktionsverhältnissen in Konflikt geraten. Genau wie in der Periode, die zum Ersten Weltkrieg führte, drückt sich dieser Konflikt in der Verschärfung der Rivalitäten zwischen den imperialistischen Mächten aus. Aus diesem Grund spricht der amerikanische Präsidenten auf einmal über den dritten Weltkrieg.

Außerdem haben die weitreichenden wirtschaftlichen Veränderungen der letzten dreißig Jahre die relative wirtschaftliche Stärke der Vereinigten Staaten unterhöhlt, die nach dem Zweiten Weltkrieg ein so wichtiger Faktor für die Stabilisierung des Weltkapitalismus war. Heute sind die Vereinigten Staaten alles andere als eine stabilisierende Kraft, vielmehr sind sie der am stärksten destabilisierende Faktor in der Weltwirtschaft und internationalen Politik. Sie greifen immer häufiger zum Militarismus und das zerstört sämtliche Beziehungen zwischen den kapitalistischen Mächten. Gleichzeitig droht die immer tiefere Finanzkrise einen globalen Wirtschaftskollaps von katastrophalen Ausmaßen herbeizuführen. Lenin bezog sich in seinem Buch "Der Imperialismus" auf das Anwachsen der parasitären Elemente im Kapitalismus vor dem Ersten Weltkrieg. Aber die Entwicklungen, auf die sich Lenin bezog, nehmen sich blass aus, wenn man sie mit der heutigen Situation vergleicht.

Und was ist mit der Position der Arbeiterklasse, der einzigen sozialen Kraft, die in der Lage ist, den Kapitalismus zu überwinden? Die Globalisierung hat zu einem starken Anwachsen dieser gesellschaftlichen Klasse geführt, und zwar sowohl in Hinblick auf ihre absolute Größe als auch auf ihre Verbreitung über den Erdball.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten, in einigen Fällen sogar in kürzerer Zeit, sind Millionen von Bauern und Kleinproduzenten in China, Indien, Lateinamerika, Afrika und auf der ganzen Welt zu Lohnarbeitern geworden, die Teil eines globalen Produktionsprozess sind. Vor fünfzig Jahren haben viele gelehrte - und weniger gelehrte - Akademiker behauptet, Marx’ Vorhersagen zur Proletarisierung eines Gros der Weltbevölkerung hätten sich nicht bewahrheitet, weil es ein Übergewicht der Bauernschaft gebe. Die Geschichte hat Marx jetzt bestätigt.

Die Globalisierung hat noch eine weitere, sehr wichtige Auswirkung. Betrachtet man die komplexen Probleme, mit denen die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution konfrontiert waren, so zeigt sich, welch starker Widerstand von Vertretern der Mittelklasse ausging, die im Staatsdienst standen, und welche Schwierigkeiten das verursachte. Heute haben Angestellte, die staatlich beschäftigt sind oder für Privatunternehmen arbeiten, keine privilegierte Gesellschaftsposition mehr inne. Sie sind, genau wie jede andere Schicht der Arbeiterklasse, von Stellenstreichungen, Lohnkürzungen oder verschlechterten Arbeitsbedingungen betroffen und bedroht.

Wie steht es um den subjektiven Faktor und die alles überragende Frage der Führung? Wer die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts betrachtet, erkennt, dass es keinen Mangel an Gelegenheiten gab, in denen die Arbeiterklasse die Erfahrung vom Oktober 1917 sehr wohl hätte wiederholen können, wenn es eine revolutionäre Führung gegeben hätte. Gerade das Fehlen einer solchen Führung, wie auch die konterrevolutionäre Rolle der Sozialdemokratie und des Stalinismus erlaubten der Bourgeoisie, im Sattel zu bleiben.

Aber auch in diesem Fall hat die Geschichte ganze Arbeit geleistet. Weltweit sind die stalinistischen und sozialdemokratischen Parteien, die einst eine Massenanhängerschaft in der Arbeiterklasse hatten, nur noch ein Schatten ihrer selbst. Trotzki schrieb am Vorabend des Zweiten Weltkriegs vorausschauend, kommende Ereignisse würden bei diesen Organisationen nicht einen Stein auf dem andern lassen. Es hat etwas länger gedauert als erwartet, aber ist doch eingetreten.

Millionen empfinden tiefe Abscheu und Feindschaft gegenüber der Labor Party, und das hat sich gerade in diesem Wahlkampf sehr deutlich gezeigt. Diese Entwicklung ist Teil einer weltweit stattfindenden politischen Wegwendung, die sämtliche alte Parteien und Führungen betrifft. Mehr noch, alle Versuche der verschiedenen kleinbürgerlich-radikalen Organisationen, den alten Parteien durch so genannte Umgruppierungen neues Leben einzuhauchen, sind kläglich gescheitert.

Was folgt daraus? Das zeigt sich klarer, wenn wir folgende Frage stellen: Warum gab es keine sozialistischen Revolutionen, seitdem die Bolschewiki vor neunzig Jahren die Macht ergriffen haben? Zwei wichtige Faktoren kommen dabei zum Tragen: die verräterische Rolle der Arbeiterführer und die Fähigkeit des US-Kapitalismus, der kapitalistischen Weltordnung eine gewisse Stabilität zu verleihen. Heute haben die alten Parteien und Organisationen das Kommando über die Massen verloren, und die USA sind der instabilste Bestandteil der Weltwirtschaft und -politik.

Diese grundlegenden Veränderungen haben weitreichende politische Folgen. Weltweit wachsen in der arbeitenden Bevölkerung die Unzufriedenheit und der Wunsch nach Veränderung. Aber es existiert noch kein Verständnis, wie die gesellschaftlichen Probleme zu überwinden sind. Anders gesagt, es gibt eine tiefe Krise in der Frage der Perspektive.

Dahinter steckt keine organische Unfähigkeit der Arbeiterklasse, sondern dies ist das Ergebnis komplexer geschichtlicher Ereignisse. Und rasch reifen die Bedingungen heran, unter denen diese Krise der Perspektive zu überwinden ist.

Hier kommen wir zur entscheidenden Rolle unserer Partei, des Internationalen Komitees der Vierten Internationale, der trotzkistischen Weltbewegung, die sich in den neunzig Jahren seit der Russischen Revolution bewusst auf die Traditionen des Bolschewismus stützt und die Prinzipien verteidigt, die der Revolution zu Grunde lagen.

Heute besteht die Aufgabe darin, sozialistisches Bewusstsein in der Arbeiterklasse zu entwickeln. Dies bedeutet nicht, die Arbeiterklasse davon zu überzeugen, dass ein Kampf gegen den Kapitalismus notwendig ist. Solche Kämpfe sind unvermeidbar. Die Schlüsselfrage lautet, wie sich diese unbewusste Bewegung in einen bewussten politischen Kampf zum Sturz des Kapitalismus verwandeln lässt. Und dazu müssen wir zu jeder Zeit ein Programm und Perspektiven vertreten, die von der politischen Unabhängigkeit der Arbeiterklasse ausgehen.

Gestützt auf diese Methode konnten die Bolschewiki in der Russischen Revolution die Führung übernehmen. Sie führten den ersten Schlag der internationalen Arbeiterklasse gegen die Festung des globalen Kapitals. Heute ist es an uns, die begonnene Aufgabe zu Ende zu bringen. Wir fordern euch auf, diesen Kampf aufzunehmen, unserer Partei beizutreten und sie als neue Führung der internationalen Arbeiterklasse aufzubauen.

Ende

Siehe auch:
Neunzig Jahre Russische Revolution - teil 1
(1. Dezember 2007)
Neunzig Jahre Russische Revolution - Teil 2
(4. Dezember 2007)
Bolschewiki an der Macht - Professor Alexander Rabinowitchs bedeutende Studie über das erste Jahr der Sowjetmacht
(27. November 2007)
Vorträge in Glasgow Cardiff und Berlin: David North widerlegt Fälschungen von Trotzkis Leben
(3. Mai 2007)
Geschichte der Linken Opposition gegen den Stalinismus: "Weltrevolution und Weltkrieg" - ein neuer Band von Wadim Rogowin in deutscher Sprache
(15. Oktober 2007)