Deutscher Filmpreis in Silber – „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Dominik Grafs Film Fabian oder Der Gang vor die Hunde lief erfolgreich auf der Berlinale und im Kino. Neben Maria Schraders Ich bin dein Mensch (Gold) und Johannes Nabers Curveball - Wir machen die Wahrheit (Bronze), einer gelungene Geheimdienst-Satire, erhielt er am 1. Oktober 2021 den Deutschen Filmpreis in Silber in der Kategorie Spielfilme.

Regisseur Dominik Graf (Bild: Michael Lucan / CC BY-SA 3.0)

Wie Grafs früherer Film Die geliebten Schwestern (2014) widmet sich Fabian oder Der Gang vor die Hunde einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Ersterer begab sich ins 18. Jahrhundert zu Friedrich Schiller, als die anfängliche Begeisterung für die Französische Revolution und der Glaube an eine bessere, auf Vernunft basierende Gesellschaft im Zuge der immer brutaleren Auseinandersetzungen in Ernüchterung und Skepsis umschlugen.

Der neue Film ist eine freie Bearbeitung des Kästner-Romans Der Gang vor die Hunde. Er spielt im Jahr 1931, zwei Jahre vor Hitlers Machtübernahme, als der revolutionäre Aufschwung nach dem Oktober 1917 einer Zeit von Niederlagen der Arbeiterbewegung und wirtschaftlicher Rezession Platz gemacht hatte und sich ebenfalls pessimistische Stimmungen verbreiteten.

Dem breiten Publikum ist Erich Kästner (1899-1974) durch Kinderbücher wie Emil und die Detektive (1929), Das fliegende Klassenzimmer (1933), Konferenz der Tiere (1949) und seine bissig-humoristischen Gedichte bekannt. Der Roman Der Gang vor die Hunde (1931) zeigt ihn als kritischen Chronisten der späten Weimarer Republik. Erst 2013 erschien der Roman in der Form, die Kästners Intentionen entsprach. Bereits die Erstausgabe erfuhr Änderungen und Streichungen bestimmter gesellschaftskritischer und erotischer Passagen und erschien unter dem Titel Fabian. Die Geschichte eines Moralisten.

Fabian (Tom Schilling), eigentlich Dr. Jakob Fabian, ist ein 32-jähriger Germanist, der sich in Berlin lustlos als Werbetexter durchschlägt. Nachts streift er durch Kneipen und Cabarets, beobachtet amüsiert bis angewidert die nächtlichen Erscheinungsformen des moralischen Verfalls, macht sich Notizen (vielleicht wird’s ein Buch?) und kommt morgens zu spät zur Arbeit. Lebenspläne hat er nicht.

Er begegnet Cornelia (Saskia Rosendahl), studierte Juristin für internationales Filmrecht. Auch sie schlägt sich irgendwie durch. Die Romantik ihrer Liebe endet, als er die Arbeit verliert. Neue findet er nicht. Er ermutigt Cornelia, sich als Filmschauspielerin zu versuchen. Ohne groß zu reden, wissen beide, dass der Erfolg nicht nur von ihrem Talent abhängt. Als sie wirklich die Rolle bekommt, versetzt es ihm einen Stich. Sie trennen sich.

Schwer trifft Fabian der Suizid des Freundes Labude (Albrecht Schuch). Neben Liebe zur Literatur verband sie die grausame Fronterfahrung des Ersten Weltkriegs. Der sensible Sohn eines wohlhabenden Gerichtsrats war Fabians gutes Gewissen, das ihn stetig, und vergeblich, aufforderte, sich gesellschaftlich zu engagieren. Die vermeintliche Ablehnung seiner Habilitationsschrift über den von ihm verehrten Dichter der Aufklärung Ephraim Lessing treibt Labude in den Freitod. Der mittellose Fabian lebt danach wieder bei den Eltern in Dresden. Gerade als der Kontakt zu Cornelia erneut zustande kommt, ertrinkt er beim Versuch, einen kleinen Jungen aus dem Fluss zu retten.

Schon der Filmanfang macht klar, dass hier auch ein Bezug zur gegenwärtigen Gesellschaft hergestellt werden soll. Die Kamera durchquert einen heutigen U-Bahntunnel, folgt der Treppe aufwärts – und ist im Berlin 1931. Die Orte, an denen sich Fabian nachts herumtreibt, sind billig improvisierte Überlebensorte. Im Cabaret der Anonymen lassen sich arbeitslose Laien-“Künstler“ aus purer Not für ein paar Groschen und Drinks vom wohlhabenden Publikum auslachen. Prostitution ist allgegenwärtig, wie im Atelier der ständig betrunkenen Künstlerin und gefallenen Baroness Ruth Reiter (Anne Bennent), das sich als Institut für soziale Beziehungen tarnt.

Unter akademischen Wohlstandsbürgern ist der Typ des haltlosen Professor Unrat aus Heinrich Manns berühmten Roman verbreitet, der die humanistische Erziehung umstandslos gegen die Gosse eintauscht, sich dabei in die lächerliche Pose der Unangepasstheit werfend. Die reiche Anwaltsgattin Irene Moll (Meret Becker) prostituiert sich mit Billigung ihres Mannes in billigen Kaschemmen. Die beiden haben dafür einen speziellen Vertrag aufgesetzt. Doch ihr aufgeklärtes Gehabe über Gleichberechtigung hat nichts mit den existentiellen Problemen der ärmeren Frauen des Films zu tun. Frau Molls Ehrgeiz besteht darin, ein Bordell mit männlichen Prostituierten aufzuziehen. Auch Labudes reicher Vater führt, sobald er der Anwaltskanzlei den Rücken kehrt, ein ausschweifendes Leben.

Die stärkste Szene des Films spielt an der Berliner Universität. Fabian stellt dort den vermeintlich Verantwortlichen an Labudes Selbstmord zur Rede. Der alte Literaturprofessor (Michael Hanemann) ist überrascht, denn er bewundert Labudes Arbeit. Der Brief mit der Ablehnung der Habilitationsschrift stellt sich als „Scherz“ eines rechtsgerichteten Studenten heraus. Doch der Professor weigert sich, ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Er beschuldigt Labude, ein politischer Unruhestifter zu sein, der die Rechten provoziert hätte. Das Nachkriegschaos müsse endlich aufhören, Ordnung müsse wieder her. Er bezeichnet Labudes Selbstmord zynisch als notwendiges Opfer. „Es muss ja aufwärts gehen.“ Die rechten Studenten im Treppenhaus applaudieren.

Die Szene, zugespitzter als im Roman, ist unübersehbar gegenwärtig. Wie damals ist es der Opportunismus von Teilen des akademischen Bildungsbürgertums, der heute die Rechten an den Universitäten ermutigt, wie der Fall des rechten Professors Baberowski zeigt, den die Leitung der Humboldt-Universität (die einstige Berliner Universität) gegen kritische Studenten verteidigt.

Tom Schilling als Fabian (Bild: Lupa Film, Hanno Lentz, DCM)

Auch Fabian, überzeugend gespielt von Tom Schilling, wirkt zeitgemäß. Seine Kühle und Desillusion, manchmal zynische Distanz zur Gesellschaft – das ist jemand, der nach bitteren politischen Erfahrungen niemandem mehr traut. Gleichzeitig ist da die Sehnsucht, sich einzubringen und ein ausgesprochener Sinn für soziale Gerechtigkeit. Großzügig bewirtet er einen Bettler im Restaurant, einen obdachlosen, ehemaligen Angestellten. Cornelia erklärt Fabian, von der Freiheit seines losen Lebens nicht viel zu halten, er hätte immer auf die Gelegenheit zur Treue gewartet. Gesellschaftlich gesehen könnte man sagen, er wartet auf einen kräftigen positiven Gegenwind. Doch da ist nichts.

Weder Labudes idealistisches Moralisieren, noch die Zeitungsnotiz, dass Tausende Metallarbeiter vor dem Streik stehen, lösten bei Fabian etwas aus. Die täglichen, gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Nazis und Kommunisten kommentiert er sarkastisch. Sie machen ihm auch Angst, rufen Kriegserinnerungen wach. Im Grunde ähnlich pessimistisch wie Labude, vermutet er, dass die scheinbar ziellose, gesellschaftliche „Zugfahrt“ mit dem „Sieg der Dummheit“ enden wird.

Dies sagt etwas über Kästner, dessen Fabian gewisse autobiografische Züge aufweist und der mehr als einmal in seinem literarischen Werk „Dummheit“ für gesellschaftlichen Missstand verantwortlich macht, dumme Nazis, dumme Deutsche usw. Die ab und an im Film auftauchende Off-Stimme zitiert die Romanstelle, wo die Kämpfe zwischen Nazis und Kommunisten mit Tanzbodenschlägereien verglichen werden. Wie viele Intellektuelle unterschätzte Kästner die Gefährlichkeit der Nazibewegung. Nach dem Krieg räumte er ein, man hätte sie früher bekämpfen müssen, denn „drohende Diktaturen lassen sich nur bekämpfen, ehe sie die Macht übernommen haben“.

Der Roman gibt einen sehr lebendigen Eindruck von der aufgeheizten und bedrohlichen Atmosphäre jener Zeit. Gerade jetzt, so Dominik Graf gegenüber Filmdienst, „dreht sich die Welt explizit politisch in denselben Koordinaten, Längen- und Breitengraden der Mentalitäten wie in den Zwanzigern: Totalitäre Führer allüberall, dumme Politiker allenthalben, Krieg – eigentlich sowohl mentaler Krieg als auch echter Krieg: ,Die Welt ist aus den Fugen.’ Es gibt so viele Zitate aus ,Fabian’, in denen von Dingen gesprochen wird, die man alle eins zu eins auf die Jetztzeit übertragen kann.“ Einmal hätten während der Dreharbeiten rechts orientierte Jugendliche auf der Straße gebrüllt, „als hätten wir sie als Komparsen gerufen.“

Die drängende Aktualität war ein Grund für Graf, Kästners Roman nach der Verfilmung von 1980 durch Wolf Gremm erneut zu verfilmen. Die Bilder unterstreichen das Haltlose, Labile, mitunter alptraumhaft verzerrt. Neben Arbeitern stürzen Schichten der früher sogenannten besseren Gesellschaft ins soziale und moralische Elend. Der Film vermittelt die übergreifende Erwartungshaltung der Zeit, dass etwas Starkes diesen Zustand beendet. Letztlich gehen Labude, Fabian und auch Cornelia an Perspektivlosigkeit „vor die Hunde“. Sie wollen nicht egoistisch und asozial leben, wie es der tägliche Existenzkampf verlangt. Sie lehnen auch das hedonistische Party machen („Tanz auf dem Vulkan“) ab und durchschauen die Hohlheit moralischer Appelle.

Saskia Rosendahl als Cornelia (Bild: Lupa Film, Hanno Lentz, DCM)

Fabian und Cornelia kommen aus kleinen Verhältnissen. Sie ist im Wedding, dem alten Arbeiterbezirk aufgewachsen. Fabians Eltern sind kleine Ladenbesitzer. Im Roman erklärt Fabian einem jungen Kommunisten, der nach dem Schusswechsel mit einem jungen Nazi verwundet am Boden liegt, dass er auf der Seite der Arbeiter steht, „denn wir haben denselben Feind, weil ich die Gerechtigkeit liebe. Ich bin euer Freund obwohl ihr darauf pfeift.“ (Der Kommunist hatte Fabian als Bourgeois beschimpft) Fabian fügt spitz hinzu: „Man ist noch nicht gut und klug, bloß weil man arm ist.“

Offensichtlich misstraut er bei aller Sympathie für den „größten Interessenverband“ dem gegenwärtig desolaten Zustand der Arbeiterbewegung. Und es gibt auch Arbeiter, die orientierungslos die Nazis unterstützen. „Sie bringen mir zwei Politiker“ sagt ironisch der Arzt zu Fabian, der beiden Verwundeten ansichtig. „Heute Nacht sind insgesamt neun Leute eingeliefert worden, einer mit einem schweren Bauchschuss. Lauter Arbeiter und Angestellte.“ Viele wie Fabian und der Arzt werden sich gesagt haben, da bekriegen sich die kleinen Leute und die Großen lachen sich ins Fäustchen. Es ist bezeichnend, dass die Arbeiterbewegung in Kästners Roman keine nennenswerte Rolle spielt.

Fabian bleibt, trotz seiner nüchtern-kritischen Qualitäten, letztlich ein idealistisch-romantischer Individualist und Schwärmer, springt bedenkenlos ins Wasser, um einen Jungen zu retten, obwohl er Nichtschwimmer ist. Cornelias Sinn für die Alltagsrealität rettet sie aus drohendem sozialem Elend. Aber über den Preis ihres Aufstiegs ist sie unglücklich.

Eine Besonderheit des Films: Er bezieht, anders als der 1931 veröffentlichte Roman die Reichstagswahlen 1932 mit ein. Wer das apokalyptische Flammenmeer am Ende des Films sieht, gleichermaßen Symbol für Bücherverbrennung wie Judenmassenmord, wird über die Tatsache überrascht sein, dass im November 1932 die beiden großen linken Arbeiterparteien KPD und SPD gemeinsam mehr Stimmen als die Nazis erhielten, und sich fragen: Wie kann das sein?

Das Wahlergebnis zeugte, den hartnäckigen Behauptungen nach Kriegsende über von Hitler verblendete Massen widersprechend, von der breiten Anti-Nazi-Stimmung unter Arbeitern und Arbeitslosen. Ihr vereinter Kampf hätte die Nazis aufhalten können. Doch das verhinderten sowohl die Führung der SPD, die lieber auf Reichspräsident Hindenburg vertraute, als mit den Kommunisten zusammenzugehen, als auch die Führung der KPD, die die Sozialdemokraten als „Sozialfaschisten“ beschimpfte und eine Einheitsfront strikt ablehnte.

Im selben Jahr wie Kästners Roman erschien Leo Trotzkis Schrift „Wie wird der Nationalsozialismus geschlagen“, in der er die Fragen, die damals Millionen bewegten, ausführlich analysiert und die Notwendigkeit der Einheitsfront propagiert.

Erich Kästner um 1930

Erich Kästner, wesentlich bewusster als seine Romanfigur, unterschrieb damals den Dringenden Appell des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), einer Abspaltung von der SPD, die zum „Aufbau einer einheitlichen Arbeiterfront“ und zu einem Wahlbündnis von SPD und KPD aufrief. Auch der Physiker Albert Einstein und Künstler wie Heinrich Mann, Käthe Kollwitz, Ernst Toller und Arnold Zweig unterstützten den Appell.

Mit Fabian stellt der Film eine hochaktuelle Figur vor, die wider Willen, durch die äußeren Bedingungen des gesellschaftlichen Verfalls in Bewegung kommt. Diese kollidieren immer stärker mit Fabians humanen Ansprüchen an das Leben. Insgeheim bewundert er das gesellschaftliche Verantwortungsgefühl Labudes und ist außer sich über den Suizid. Wenn ausgerechnet dieser feinfühlige Mensch in den Tod getrieben wird, dann läuft etwas grundlegend falsch. Aus Fabian bricht angestaute Wut heraus, die sich nicht mit einer fortschrittlichen gesellschaftlichen Perspektive verbinden kann.

Aber seine Wut ist nicht ziellos. Im Roman richtet sie sich am Ende auch gegen die staatlich besoldeten Kriegstreiber, die Fabians Generation in den Tod schickten. Wieder zurück in Dresden, sind da die alten Lehrer und der alte Ausbilder (jetzt wieder Beamter), dem Fabian in der Straßenbahn schmerzhaft auf das Hühnerauge tritt. Bissige Worte findet Kästner gegenüber der Kirche, die das Kriegs-Gemetzel ins Göttliche erhob.

Fabians Wut im Roman entspricht viel eher der heutigen Opposition gegen Militarismus und Kriegstreiberei, die der Fackelzug für die Soldaten des Afghanistan-Einsatzes soeben plakativ demonstrierte, als die innere Verfassung des Film-Fabians, eines traumatisierten Kriegsopfers, das panisch zittert, wenn es einen Schuss hört.

Zu den schwachen Seiten des Films gehört auch, dass er sich geschlagene drei Stunden lang auf die Liebesgeschichte von Fabian und Cornelia konzentriert. Während der Film eine gefühlte Ewigkeit in die Halbwelt der Überlebenskünstler abtaucht, begibt sich Kästners Roman viel mehr in die Gesellschaft und ihre Konflikte. So beschreibt er mit bissigem Humor, wie das sogenannte Stehkragenproletariat der Angestellten noch in der Arbeitslosigkeit peinlich darauf bedacht ist, sich vom einfachen Arbeitslosen als etwas vermeintlich Besseres abzugrenzen. Wenn Kästner die alltäglichen Schikanen des Arbeitsamts aufzählt, wird sich jeder heutige Hartz-IV-Empfänger angesprochen fühlen.

1933 wurden an der Staatsoper von Studenten der Berliner Universität auch Erich Kästners Bücher verbrannt. Kästner blieb in Deutschland, schrieb unter Pseudonym weiter. Anfang der 40er Jahre verfasste er so für die UFA das Drehbuch für den Film Münchhausens Abenteuer mit Hans Albers. (Hitler soll einen Wutanfall bekommen haben, als er erfuhr, wer sich hinter dem Pseudonym Berthold Bürger verbarg).

Ab 1941 begann Kästner Tagebuch zu führen. Nach dem Krieg setzte er Hoffnung in die neue Gesellschaft der BRD. Sein Kinderbuch Konferenz der Tiere (1949) zeigt, dass diese Hoffnung nicht blauäugig war. In dem Buch übernehmen Tiere die Verantwortung über die Gesellschaft, weil Menschen dazu scheinbar nicht in der Lage sind. In den 50er Jahren trat Erich Kästner öffentlich gegen die Wiederbewaffnung auf. Die alten rechten Kräfte bekamen wieder Oberwasser, wieder hieß es: „Es muss ja aufwärts gehen.“

Kaum einer der Nazi-Mörder wurde bestraft. Siegte wieder die „Dummheit“? Neben persönlichen Dingen, trug wohl die Enttäuschung über die gesellschaftliche Nachkriegsentwicklung dazu bei, dass Kästners Produktivität versiegte. Der beabsichtigte große Roman über die Nazizeit kam nicht zustande. Kästner äußerte knapp: „Das Tausendjährige Reich hat nicht das Zeug zum großen Roman.“ Sein Kriegstagebuch wurde in Auszügen veröffentlicht. Erst 2018 erfolgte eine vollständige Ausgabe, Das blaue Buch - Geheimes Kriegstagebuch von 1941 - 1945. (Mit enthalten sind Aufzeichnungen zum geplanten Roman)

Dominik Grafs Film mit seinen großartigen Darstellern sollte dazu anregen, Erich Kästner jenseits von Emil und die Detektive wiederzuentdecken, den lesenswerten Roman Der Gang vor die Hunde, seine Gedichte und das Kriegstagebuch. Angesichts der heutigen Notwendigkeit, den Rechten entgegenzutreten, sind Leo Trotzkis Schriften aus der Weimarer Zeit besonders zu empfehlen. Sie durchzieht wie ein roter Faden der Kampf für eine Arbeiter-Einheitsfront. Sie widerlegen die bequeme Behauptung, Unvernunft, menschliches Versagen, Dummheit oder ein besonderer Hang zur Diktatur in der „Psychologie der Masse“ seien verantwortlich für den Aufstieg Hitlers und den Zweiten Weltkrieg gewesen.

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