SGP und WSWS fordern Freiheit für Ercan Akpolat und alle politischen Gefangenen in der Türkei

Am 24. Juni verlasen der SGP-Vorsitzende Christoph Vandreier und der Redakteur der deutschsprachigen World Socialist Web Site, Johannes Stern, vor der türkischen Botschaft in Berlin einen Offenen Brief an Botschafter Gökhan Turan. Darin fordern sie die sofortige und bedingungslose Freilassung von Ali Ercan Akpolat, dem Bürgermeister der Gemeinde Adalar, zu der auch Büyükada, das historische Prinkipo, gehört, sowie aller politischen Gefangenen in der Türkei.

Akpolat wurde gemeinsam mit zahlreichen weiteren Vertretern und Mitarbeitern der Gemeinde Adalar im Rahmen einer groß angelegten Polizeioperation verhaftet. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind unbegründet. Sie richten sich offensichtlich nicht gegen tatsächliche Straftaten, sondern gegen gewählte Bürgermeister und Politiker der Opposition.

Akpolat ist in der Türkei wie international für sein Engagement zur Wahrung der historischen Wahrheit und des kulturellen Erbes bekannt. Besondere Bedeutung besitzt sein Einsatz im Rahmen des „Trotsky House“ auf Büyükada, wo Leo Trotzki von 1929 bis 1933 im Exil lebte und einige seiner bedeutendsten Werke verfasste.

Die Botschaft verweigerte die Annahme des Offenen Briefs. Als Vandreier und Stern den Brief in den Briefkasten der Botschaft einwerfen wollten, wurde ihnen dies durch die Polizei mit der Begründung untersagt, der Briefkasten befinde sich auf dem Hoheitsgebiet der Botschaft. Dieser Vorgang unterstreicht den willkürlichen und politisch motivierten Charakter der Verhaftungen und der Repression gegen Oppositionelle, Arbeiter, Jugendliche und Antikriegsaktivisten in der Türkei.

Die SGP und die WSWS fordern die sofortige Freilassung von Ali Ercan Akpolat, aller im Rahmen der Operation gegen die Gemeinde Adalar Verhafteten, der mehr als 200 inhaftierten Anti-NATO-Aktivisten und aller politischen Gefangenen.

Loading