Um den völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran zu unterstützen:

Starmer setzt das Leben von 300.000 britischen Staatsbürgern am Golf aufs Spiel

Der verbrecherische Krieg der USA und Israels gegen den Iran, den Keir Starmer und die Labour-Regierung unterstützen, hat Hunderttausende britischer Staatsbürger in den Strudel der Gewalt gerissen, der den gesamten Nahen Osten bedroht. Starmers Reden über seine „Pflicht, britisches Leben zu schützen“, sind widerwärtige Lügen.

Etwa 300.000 britische Staatsbürger befinden sich in den Golfstaaten, deren Luftraum gesperrt ist und deren Flüge eingestellt worden sind. Viele sind dort auf Kurzzeitbesuch oder auf der Durchreise und sind jetzt an den internationalen Drehkreuzen der Region gestrandet.

Kampfjet vor der Landung auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri, nachdem er am frühen Morgen nahe Limassol (Zypern) von einer Drohne getroffen wurde, 2. März 2026 [AP Photo/Petros Karadjias]

Die britische Außenministerin Yvette Cooper erklärte gegenüber der BBC, britische Staatsangehörige sollten sich an die lokalen Empfehlungen halten, und sie fügte hinzu: „Wir stehen in engem Kontakt, beispielsweise mit der Reisebranche, mit Fluggesellschaften und Flughäfen sowie mit den Regierungen in der Region.“

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind die Flughäfen von Dubai und Abu Dhabi geschlossen. Laut der Zeitung The Independent  gibt es Pläne, britische Staatsbürger aus dieser Region mit Bussen rund 500 km südlich in die omanische Hauptstadt Maskat zu bringen, um sie von dort aus nach Hause zu fliegen. Allerdings fliegen derzeit weder British Airways noch Virgin Atlantic dorthin.

Ein weiterer, aktuell diskutierter Plan sieht vor, Menschen aus Katar, Bahrain oder Kuwait über eine Strecke von 500 bis 700 km nach Riad in Saudi-Arabien zu bringen – was eine sieben- bis zehnstündige Autofahrt erfordern würde.

Dies wäre schon unter den gegenwärtigen Bedingungen schwer genug. Es würde zu einer Katastrophe werden, wenn, wie der Guardian berichtet, „die Golfstaaten, ermutigt durch Donald Trump, dabei sind, ihre Neutralität im Krieg gegen den Iran aufzugeben, als Vergeltung für Teherans wiederholte ‚rücksichtslose und wahllose Angriffe‘ auf ihr Territorium und ihre Infrastruktur“. Katar gab am Montag bekannt, dass es zwei iranische Flugzeuge abgeschossen habe.

Raketen, Drohnen und Trümmer fallen bereits vom Himmel und schlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, Kuwait, Bahrain und anderen Ländern ein, da der Iran auf den imperialistischen Angriff auf seine Regierung und Bevölkerung reagiert. Hotels und Flughäfen wurden getroffen. Nach einer Zusammenfassung der New York Times wurden bis Montagabend in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Katar, Bahrain und Oman vier Menschen getötet und über 100 verletzt.

Die Verantwortung liegt allein bei den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten, die einen lange geplanten Angriffskrieg gegen ein souveränes Land, das keine Bedrohung darstellte, vom Zaun gebrochen haben. Der Angriff erfolgte, während noch Scheinverhandlungen im Gange waren, und zielte offen auf die Ermordung und den Regimewechsel ab. Dadurch besteht die wachsende Gefahr einer vollständigen Zerstückelung dieser Nation mit mehr als 90 Millionen Einwohnern.

Die Labour Party setzt das Leben ihrer Bürger für einen Krieg aufs Spiel, den diese mit überwältigender Mehrheit ablehnen. Eine am Montag veröffentlichte YouGov-Umfrage ergab, dass fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) sich gegen die Bombardierung des Iran durch die USA und Israel aussprachen, während nur 28 Prozent sie begrüßen.

Dabei hat die Regierung jetzt schon die schlechtesten Zustimmungswerte in der modernen britischen Geschichte. Sich ihrer Isolation bewusst, versucht die Labour Party, die katastrophale Situation, die Großbritannien und seine Verbündeten herbeigeführt haben, und die Risiken für britische Staatsbürger zynisch als Rechtfertigung für die Ausweitung ihres militärischen Engagement zu nutzen.

„Es ist klar, dass Irans ungeheuerliche Reaktion zu einer Bedrohung für unser Volk, unsere Interessen und unsere Verbündeten geworden ist. Das kann nicht ignoriert werden“, sagte Starmer vor dem Parlament und warf Teheran vor, „richtig ausgeteilt“ zu haben.

Außenministerin Cooper äußerte sich heute Morgen ähnlich und sagte, die Regierung „sieht sich nun mit einer Situation konfrontiert, in der schätzungsweise 300.000 britische Bürger in anderen Golfstaaten von iranischen Raketen und Drohnen bedroht sind. Deshalb unterstützen wir defensive Maßnahmen.“

Diese „defensiven Maßnahmen“ umfassen fortlaufende Angriffe auf iranisches Territorium, angeblich gegen „ballistische Raketenstarts“.

Die Außenministerin war bemüht, zu betonen: „Es ist wichtig zu sagen, dass Großbritannien sich nicht direkt an diesen Angriffen beteiligt, sondern es leistet nur Unterstützung“. Sie behauptete: „Es geht nicht um die Unterstützung politischer oder wirtschaftlicher Ziele oder solche der allgemeinen Infrastruktur.“ Zwischen den Maßnahmen der USA und denen Großbritanniens bestehe „ein klarer Unterschied“.

Auch der Minister für den Nahen Osten, Hamish Falconer, betonte: „Großbritannien befindet sich nicht im Krieg.“

Die Labour-Regierung will den Arbeitern Schwarz für Weiß vormachen. Britische Jets fliegen über den Nahen Osten, um US-Militärstützpunkte zu schützen, während die USA einen illegalen Krieg gegen den Iran führen; britische Luftwaffenstützpunkte dienen als Startrampe für US-Bombenangriffe, und eine britische Basis auf Zypern wird von Drohnen angegriffen und getroffen, sodass Familien evakuiert werden müssen.

In seinem Eifer, den Iran zu diffamieren, räumte Starmer die Tatsache ein, dass die britischen Streitkräfte vollständig in die US-Offensive einbezogen sind. Er erklärte vor dem Parlament: „Am Samstag hat der Iran einen Militärstützpunkt in Bahrain mit Raketen und Drohnen angegriffen. 300 britische Soldaten befanden sich auf dem Stützpunkt, einige nur wenige hundert Meter vom Angriffsort entfernt.“

Die Labour-Politiker versuchen verzweifelt, die Tatsache zu leugnen, dass Großbritannien sich kopfüber in einen weiteren blutigen Krieg um Öl und Regimewechsel im Nahen Osten stürzt, – eine nervöse Cooper behauptete, es sei „einfach nicht wahr“ –, weil sie die Reaktion der Arbeiterklasse fürchten.

Die Erfahrungen in Afghanistan und im Irak sind nicht vergessen. Diese Lehren zeigen sich auch in der Unterstützung Großbritanniens seit Jahren für den Völkermord Israels an den Palästinensern und den Militärschlägen gegen den Libanon, den Jemen und den Iran. Tausende werden auf die Straße gehen, um gegen dieses jüngste Verbrechen zu protestieren, und was sie antreibt sind sowohl die Gefahren für die Menschen in der Region als auch die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts im eigenen Land.

Die Ölpreise steigen rasant an, was Edmund King, Präsident des Automobilclubs AA, dazu veranlasste, in der Times die Warnung auszusprechen: „Die Unruhen und Bombardierungen im Nahen Osten werden sicherlich die weltweite Ölversorgung stören, was unweigerlich zu Preissteigerungen führen wird. Autofahrer sollten sich also darauf einstellen, dass wir in den nächsten 10 bis 12 Tagen Rekordpreise an den Tankstellen erleben.“

Die Folgen reichen weit darüber hinaus. Jorge Leon, Senior Vice President und Leiter der geopolitischen Analyse beim Energieinformationsdienst Rystad Energy, warnte vor Störungen der weltweiten Gasversorgung, die für die Stromerzeugung von entscheidender Bedeutung ist: Wie er erklärte, werden sich höhere Strompreise auf die Weltwirtschaft auswirken und in Großbritannien zu einer höheren Inflation führen.

„Wir haben einen direkten Effekt, nämlich höhere Preise an den Zapfsäulen und höhere Stromrechnungen, aber auch einen indirekten Effekt, dass nämlich die Dinge teurer werden, weil die Inflation steigen könnte.“

Großbritannien hat bereits jetzt eine der höchsten Inflationsraten und die höchsten Preise für Energie und Kraftstoffe in ganz Europa.

Aber Starmer und die Labour Party machen ungerührt weiter, was nicht nur den zutiefst reaktionären, rechten Charakter ihrer Regierung beweist, sondern auch die tiefe Krise des britischen Imperialismus. Um seine Lage zu verbessern, setzt er verzweifelt auf einen weiteren brutalen Krieg der USA im Nahen Osten. Das ist es, was in Wirklichkeit das „britische Leben“ und den Frieden bedroht.

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