Video der Buchvorstellung in Frankfurt: „Der Ukrainekrieg und der Kampf für Sozialismus. Der Fall Bogdan Syrotjuk“

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse hat der Mehring Verlag am 10. Oktober 2026 das neue Buch „Der Ukrainekrieg und der Kampf für Sozialismus. Der Fall Bogdan Syrotjuk“ in Frankfurt am Main vorgestellt. Das Gespräch zwischen der Vertreterin des Mehring Verlags, Katja Rippert, und dem Herausgeber Johannes Stern, Chefredakteur der deutschen Ausgabe der World Socialist Web Site, ist jetzt als Video verfügbar.

Bogdan Syrotjuk, ein junger ukrainischer Sozialist und Kriegsgegner, wurde am 10. August in der Ukraine zu 15 Jahre Gefängnis wegen „Hochverrats unter Kriegsrecht“ verurteilt. Er sitzt bereits seit über zwei Jahren in Haft. Das neue Buch dokumentiert erstmals Bogdans Fall, analysiert die Ursachen des Ukrainekrieges und erklärt ein sozialistisches Programm für den Kampf gegen Krieg. Es kann hier als E-Book und Taschenbuch bestellt werden.

Stern erklärte im Interview, dass der gesamte Prozess gegen Bogdan auf Gesinnungsjustiz beruht. Er sei ausschließlich für seine politische und journalistische Arbeit für die WSWS verurteilt worden. In seinen Artikeln habe er den Krieg vom Standpunkt des sozialistischen Internationalismus abgelehnt und zur Vereinigung der russischen und ukrainischen Arbeiterklasse gegen das Putin- und das Selenskyj-Regime und die NATO aufgerufen. Diese Position werde nun kriminalisiert.

Im Laufe des Gesprächs ging Stern auch auf die politischen und historischen Hintergründe des Ukrainekriegs seit der Auflösung der Sowjetunion ein. Er zeigte auf, dass es in diesem Krieg keineswegs um die „Verteidigung der Demokratie“ in der Ukraine geht. Vielmehr verfolge die Bundesregierung mit ihrer heutigen Kriegspolitik gegen Russland dieselben imperialistischen Interessen wie im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Stern erläuterte die Perspektive des Trotzkismus, für die Bogdan gekämpft hat, und rief alle Anwesenden auf, die Kampagne für seine Freilassung zu unterstützen und selbst aktiv zu werden: „Jeder sollte den Weg einschlagen, den Bogdan selbst mutig eingeschlagen hat.“

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