Diese Rede hielt Martaz Crutchfield, Autoarbeiter und Mitglied des Aktionskomitees im Pickup-Werk von Ford River Rouge in Dearborn (Michigan), bei der Online-Kundgebung zum 1. Mai 2026, die von der WSWS und dem Internationalen Komitee der Vierten Internationale organisiert wurde.
Mein Name ist Martaz Crutchfield, und ich möchte hier zum 1. Mai sprechen, um unseren internationalen Tag der Solidarität der Arbeiterklasse zu feiern. Zunächst möchte ich meine Unterstützung für Will Lehmans Kampagne für die Präsidentschaft der Gewerkschaft United Auto Workers bekunden.
Ich bin im Osten von Detroit (Michigan) an der 7 Mile Road 975 aufgewachsen, wo ich mich nach dem Highschool-Abschluss entschloss, ins Berufsleben einzusteigen, um meiner Familie zu helfen, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Nach zehn Jahren begann ich bei der Ford Motor Company zu arbeiten, wo ich in fünfter Generation meiner Familie im Ford-Rouge-Werk in Dearborn (Michigan) tätig wurde.
Mein Großvater arbeitete schon im Ford-Rouge-Werk, und er musste mit ansehen, wie Kollegen während der Massenstreiks auf der Straße starben, bis die Autoarbeiter dann 1941 ihren ersten Tarifvertrag errangen.
In meiner beruflichen Laufbahn war ich Mitglied eines betrieblichen Sicherheitsausschusses und eines UAW-Betriebsrats. Diese Woche kandidiere ich als Delegierter im Dearborn Truck Plant [Pickup-Montagewerk von Ford] auf der „Rebellenliste“, um meine Kollegen auf dem bevorstehenden UAW-Gewerkschaftstag im Juni zu vertreten.
Ich habe in meinem Berufsleben schreckliche Verletzungen und Todesfälle miterlebt. Ich habe gesehen, wie eine Frau ihre Hand in einer Pressmaschine verlor. Ein Mann, den ich kannte, kam bei der Arbeit ums Leben. Und es gibt Tage, an denen auch ich selbst mich nach der Arbeit kaum noch bewegen kann.
Vor kurzem jährte sich zum ersten Mal der Todestag eines Mannes namens Ronald Adams Sr. im Stellantis-Werk in Dundee. Seine Frau und seine Kinder wohnen in derselben Straße, in der ich aufgewachsen bin, und bis heute wissen sie nicht, warum ihr Mann bei der Arbeit zu Tode gequetscht wurde.
Seit dem ersten Golfkrieg 1990–1991 führen die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg. Gestützt auf ein marxistisches Verständnis der Widersprüche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Militärinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.
Jeden Tag hören wir, wie Donald Trump den Krieg gegen den Iran eskalieren lässt, und nun will er, dass Ford und GM ihre Fabriken für den Krieg umrüsten. Um die Ausbeutung zu verstärken, bündeln die Konzerne, die Regierung und die Gewerkschaften ihre Kräfte, um Diktatur in den Betrieben und auf den Straßen durchzusetzen.
An diesem Tag ist unsere Aufgabe klar. Wir haben im Dearborn Truck Plant ein Aktionskomitee aufgebaut. Unser Ziel ist es, den Managern und Gewerkschaftsbürokraten die Kontrolle über die Arbeitssicherheit und unsere Arbeitsbedingungen zu entziehen und selbst in die Hand zu nehmen. Ihre Kriege lehnen wir ab.
Zum Abschluss dieser Ausführungen möchte ich jeden Arbeiter, der heute zuhört, dringend auffordern, an seinem Arbeitsplatz ein Aktionskomitee zu gründen. Fangt klein an, mit Arbeitern, denen ihr vertraut. Unterstützt Will Lehmans Wahlkampf und schließt euch der Internationalen Arbeiterallianz der Aktionskomitees an.
Weitere Informationen findet ihr auf der Wahlkampf-Website von Will Lehman unter willforuawpresident.org
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